International

Putin bezeichnet Explosion in St.Petersburg als «Terrorakt»

28.12.17, 09:12 28.12.17, 14:46

Bei der Explosion in einem Supermarkt in St. Petersburg hat es sich nach Angaben von Russlands Präsident Wladimir Putin um einen Terroranschlag gehandelt. Putin forderte seine Sicherheitsbehörden zu entschiedenem Handeln auf.

«Gestern ist in St. Petersburg eine terroristische Tat verübt worden», sagte Putin am Donnerstag in Moskau zur Explosion waren vom Vorabend, bei der 13 Personen verletzt wurden. Putin wies die russischen Sicherheitsbehörden an, «entschieden zu handeln».

Putin im Kreml: «Eine terroristische Tat». Bild: AP/POOL AFP

Kriminelle sollten bei ihrer Festnahme «auf der Stelle ausgeschaltet werden», wenn sie für die Einsatzkräfte «eine Gefahr für Leib und Leben» darstellten, sagte Putin zu Beginn einer Ehrung von Syrienkämpfern im Kreml.

Der Sprengsatz war am Mittwoch gegen 18.45 Uhr Ortszeit explodiert, als viele Russinnen und Russen zu Vorbereitungen für den Jahreswechsel unterwegs waren. Der Vize-Gouverneurin von St. Petersburg, Anna Mitjanina, zufolge befanden sich am Donnerstag noch sechs der 13 Verletzten im Spital. Fünf Verletzte hätten einen Klinikaufenthalt verweigert.

Mann mit Tasche

Polizisten am Tatort nach dem Anschlag in St.Petersburg. Bild: AP/AP

Der Sprengsatz, eine selbstgebaute Nagelbombe mit einer Sprengkraft von etwa 200 Gramm Dynamit, war in einem Schliessfach in dem Supermarkt deponiert. Im Internet kursierten nicht verifizierte Überwachungsvideos, die einen jungen Mann als möglichen Täter zeigten. Er soll eine Tasche im Schliessfach des Supermarktes deponiert und daraufhin das Geschäft im Osten der Stadt verlassen haben.

Das Nationale Antiterror-Komitee (NAK) übernahm die Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft hatte am Mittwochabend zunächst erklärt, es werde wegen versuchten Mordes ermittelt. Das NAK erklärte am Donnerstag, es sei zu der Explosion gekommen, nachdem «ein Krimineller einen nicht identifizierten Sprengsatz in einem Schliessfach deponierte».

Angst vor Rückkehrern

In Russland herrscht derzeit Besorgnis über die Rückkehr von Dschihadisten, die in Syrien gekämpft haben. Putin hatte Mitte Dezember einen Teilabzug der russischen Truppen aus Syrien angekündigt.

Die russischen Sicherheitsbehörden erklärten anschliessend, es sei eine Rückkehr von Dschihadisten zu befürchten, nachdem die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) praktisch alle ihre Gebiete in Syrien und im Irak verloren habe.

Russlands Eingreifen in den Syrienkrieg zugunsten von Machthaber Baschar al-Assad hatte gemeinsam mit der von den USA angeführten Anti-IS-Koalition dazu beigetragen, den IS aus praktisch allen Gebieten in dem Land zu vertreiben. (sda/afp/dpa)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Sebastian Wendelspiess 28.12.2017 10:39
    Highlight Hat man nicht kürzlich, dank der CIA ein paar Terroristen verhaftet? Gehört das irgendwie zusammen?
    6 4 Melden
    • Informant 28.12.2017 12:28
      Highlight Jedenfalls ist es absolut Neuartig, dass die CIA ihrem Todfeind Hilfestellung leistet, wo sie sonst (insbesondere im Nahen Osten) alles tut, um den Russen Schaden zuzufügen. Darauf das Novum, dass sich Putin höchstpersönlich und medienwirksam bei Trump dafür bedankt.
      Das ist dermassen aussergewöhnlich, dass alle „Alarmglocken“ schrillen müssten. Doch das Thema war medial nach einem Tag wieder durch.

      Mir würden sich hier 1-2 Erklärungsversuche aufdrängen, aber die Watson Kommentarspalte mit ihren Aluhut-Schreiern ist nicht der richtige Ort dafür.
      7 11 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 28.12.2017 13:47
      Highlight Da hast du absolut Recht.
      5 8 Melden
  • just in case 28.12.2017 10:11
    Highlight ich lese die Überschrift und die vermeintlich unparteiischen Bericht, werde aber das Gefühl nicht los, dass die Schicksale von Verletzten hier gar nicht interessieren, sondern vielmehr welche politische Vorwürfe kann man hier an Putin machen.
    Reaktion von Putin wird auch hier sein: die Quellen des Terroristen identifizieren, wer hinter dem Auftrag steht, wer das Geld zahlt.
    Das letzte mal vor ein paar Tagen hat Trump Putin gewarnt, dies mal nicht. Man fragt sich, ob Amerikaner die ein oder andere Terrorzelle für sich instrumentalisieren, so wie ihnen es passt.
    14 18 Melden
    • SonShine 28.12.2017 11:34
      Highlight Wer hat schon damals Al-Kaida ins Leben gerufen im Kampf gegen die Russen? Drei mal kannst du raten ;)
      12 6 Melden
    • Juliet Bravo 28.12.2017 12:04
      Highlight Du unterstellst Watson was, und beginnst dann wieder mit deiner Politischen Agitation für Putin.
      Wenn dann nutzt du das ja wieder Mal politisch. Geschmacklos!
      12 5 Melden
    • Echo der Zeit 28.12.2017 13:27
      Highlight Es ist natürlich so das die CIA die Russen diesmal Extra nicht informiert haben - nur um die Russische Polizei zu Diskreditieren.
      7 4 Melden

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