International

«Reaktion auf NATO»: Putin stationiert mehr Soldaten an Russlands Westgrenze

29.06.16, 17:36 30.06.16, 10:58

Als Reaktion auf die NATO-Aktivitäten in Osteuropa schickt Russland rund 10'000 Soldaten und 2000 Fahrzeuge an seine Westgrenze. «Die Handlungen der westlichen Kollegen zwingen uns zu einer strategischen Antwort», sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge in Kubinka bei Moskau.

Putin bei der Abnahme einer Parade am 9. Mai 2016 in Moskau.
Bild: MAXIM SHIPENKOV/EPA/KEYSTONE

Schoigu hatte die «im Jahresverlauf» geplante Aufstockung mehrfach angekündigt, bisher aber keine konkreten Zahlen genannt. Zuletzt war von zwei neuen Divisionen im Westlichen Militärbezirk die Rede. In Russland besteht eine Division demnach aus etwa 7000 Soldaten.

«Die Lage an der Westgrenze bleibt wegen der Aktivitäten der NATO und der USA instabil», sagte Schoigu. Es gehe darum, «mögliche Bedrohungen zu neutralisieren». Die USA und andere NATO-Staaten rückten immer weiter an Russland heran. Als Beispiel nannte Schoigu den im Mai eröffneten Teil des US-Raketenabwehrschirms in Rumänien. Russland sieht das System als massive Gefahr für seine Sicherheit.

Die NATO will auf dem Gipfel in Warschau am 8./9. Juli über die Entsendung von je einem Bataillon in vier Nachbarländer Russlands entscheiden: Polen, Litauen, Estland und Lettland. Mit dieser Präsenz rückt das westliche Militärbündnis bis an die russischen Grenzen vor.

(sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Die Reaktionen dieser Basler Fussball-Reporter nach ihrer falschen Prognose? Unbezahlbar

«Vorwärts Marsch!» – hier findest du die schönsten Laternen des Morgestraichs

Die irische Rebellin, die lieber stirbt, als auf die britische Krone zu schwören

Fussball-England spottet über diese krakelige Abseitslinie – jetzt reagiert die Firma

Wie der KIKA ins Visier prüder Rechtskonservativer geriet

Federer über Ziele, Rekorde und die Nr. 1: «Es wäre grossartig, auf 100 Titel zu kommen»

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 29.06.2016 23:49
    Highlight Um die Nachbarschaft ist Russland nicht zu beneiden.

    Vorallem nicht um die im Westen.
    5 2 Melden

USA und Grossbritannien werfen Russland Cyberattacke vor

Die USA und Grossbritannien haben dem russischen Militär die Urheberschaft für eine Cyberattacke unter dem Namen «NotPetya» aus dem Vorjahr vorgeworfen. Auch Australien schloss sich am Freitag der Kritik an Moskau an.

Der Virus, der in der Ukraine, im Westen und auch in Asien Schäden in Milliardenhöhe verursacht haben soll, sei Teil der ständigen Versuche des Kreml, die Ukraine zu destabilisieren, verlautete am Donnerstagabend aus dem Weissen Haus.

«Dies war eine rücksichtslose Cyber-Attacke, …

Artikel lesen