International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Selfie mit Verstorbenen» – auf Russen-«Facebook» gibt es Geld für Bilder wie dieses



Selfie Beerdigung

Eine junge Frau posiert mit einer Verstorbenen. Bild: Vkontakte

Makabere News aus Russland: In einer Gruppe des populären sozialen Netzwerks «VKontakte» posten Benutzer Fotos, auf denen sie mit Verstorbenen posieren. Der Clou: Sie bekommen dafür Geld von den Betreibern der Seite.

Alfred Polyakov, der Haupt-Administrator der Gruppe, sagt, er zahlt 150 Rubel (ca. 2.50 Franken) für ein Selfie mit einer Leiche. Jeden Monat werden die besten Fotos gekürt: Der Gewinner erhält umgerechnet 75 Franken, alle nominierten noch 15. Die Gruppe namens «Selfie mit den Verstorbenen», auf der zahlreiche Selfies mit Leichen in Bestattungsinstituten zu sehen sind, hat etwas mehr als 500 Mitglieder.

Auf der Seite fordert der 28-Jährige die Benutzer auf, sich in lokalen Medien über kürzliche Todesfälle zu informieren, an die Beerdigung zu gehen und ein Foto des Verstorbenen zu knipsen. Man solle darauf Lächeln, um den Verstorbenen zu ehren. «Wir glauben daran, dass wir den Toten nicht mit Trauer und Tränen gedenken sollten», heisst es gemäss Russia Today in der Beschreibung der Gruppe.

Nun ist er jedoch zu weit gegangen: Im Juli rief Polyakov öffentlich dazu auf, Selfies an der Beerdigung einer 13-Jährigen zu machen, die bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. Aus Besorgnis, dass nun auf der Beerdigung zahlreiche Hobbyfotos gemacht werden, hat die Familie der Verunfallten die Polizei eingeschaltet. Diese untersucht jetzt, ob die Betreiber der Seite gegen das Gesetz verstossen.

Erst kürzlich machte eine russische Krankenschwester Schlagzeilen, weil sie Selfies mit Toten und Sterbenden machte, denen sie den Stinkefinger zeigte. Und in den USA sorgte der mittlerweile eingestellte Tumblr-Blog «Selfies at Funerals», der Beerdigungs-Selfies sammelte, eine zeitlang für Aufsehen. (rey)

Russland führt Selfie-Verbotsschilder ein

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie woof 18.08.2015 18:27
    Highlight Highlight Dummheit und Geschmacklosigkeit in Vollendung! Aber auch das wird noch getoppt werden.
  • rambolina 18.08.2015 17:34
    Highlight Highlight Weis nicht ob mein halber Kommentar auftaucht ...wenn ja bin auf falscher Knopf gekommen,!

    Wollte nur mitteilen das mein Brandunfall auf You Tube zu finden ist wo ich brennend in der Ecke bin und fast ums Leben gekommen bin!!!
    Ich habe grosse Probleme damit ....kann es nicht verstehen das man so respektlos sein kann ...

  • rambolina 18.08.2015 17:24
    Highlight Highlight ....wo bleibt der Respekt

    Ich musste selber eine Erfahrung machen aber auf you Tube …
    Ich bin fast letztes Jahr ums Leben gekommen bei einem Hausbrannt ums Leben gekommen ... Nach mehren Wochen im Koma und länger Reha so wie auch Operationen
  • Moe Mentmal 18.08.2015 12:06
    Highlight Highlight Was ist eigentlich mit diesem Watson passiert, das einmal angetreten ist, um uns 'News unfucked' zu liefern? Je länger je mehr sehe ich hier nur Boulevard, click bait und umgeschriebene/ergänzte Agenturmeldungen, welche die wenigen Highlights verdecken. Sehr sehr schade.
  • Angelo C. 18.08.2015 11:22
    Highlight Highlight Es gibt offenbar nichts, was es nicht gibt - in diesem Fall Geschmacklosigkeit pur 😣!
    Die Selfisten grinsen die wehrlosen Toten sogar noch an - und das für zwei Rubel fünfzig....

Russische Menschenrechtlerin Ljudmila Alexejewa gestorben

Die russische Menschenrechtlerin und Kremlkritikerin Ljudmila Alexejewa ist tot. Sie sei nach schwerer Krankheit im Alter von 91 Jahren in Moskau gestorben, teilte der Menschenrechtsrat des russischen Präsidenten am Samstagabend mit.

Sie sei nach schwerer Krankheit in Moskau gestorben, teilte der Menschenrechtsrat des russischen Präsidenten am Samstagabend mit. «Das ist ein schrecklicher Verlust für die gesamte russische Menschenrechtsbewegung», sagte der Vorsitzende des Rates, Michail …

Artikel lesen
Link to Article