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Protesters gather at Marsivo Field in St.Petersburg, Russia, Sunday, March 26, 2017. Thousands of people crowded in St.Petersburg on Sunday for an unsanctioned protest against the Russian government, the biggest gathering in a wave of nationwide protests that were the most extensive show of defiance in years. (AP Photo/Dmitri Lovetsky)

Protestdemonstration in St.Petersburg.  Bild: Dmitri Lovetsky/AP/KEYSTONE

Jugendrebellion in Russland – die Generation Putin geht auf die Barrikaden

Eigentlich wollte sich Russlands Präsident Putin ganz in Ruhe 2018 wiederwählen lassen – nun muss er erleben, wie die Jugend in seinem Land rebelliert. Jegor, Viktor und Anastasia verlangen endlich Antworten.

Christina Hebel, Moskau



Ein Artikel von

Spiegel Online

«Ich bin dieses Mal auf die Strasse gegangen, ich gehe nächstes Mal und wieder und wieder, bis sich etwas in meinem Land ändert.» Es ist eine Kampfansage, sie kommt von einem 20-Jährigen: Viktor Ratkin, Politikstudent aus Moskau.

Viktor ist einer von Tausenden, die sich am Sonntag in Moskau versammelten, um gegen Korruption in ihrem Land zu protestieren. Landesweit demonstrierten mehr als 60'000 Menschen in 82 Städten. Viele der Teilnehmer waren jünger als 30 Jahre: Schüler und Studenten, ein Grossteil protestierte zum ersten Mal überhaupt.

Protestgeschichte aus Russland einige Bilder von jungen Leuten und vom nun eingerunten Puschkin-Denkmal.

Viktor. Bild: Spiegel Online

Sie trauten sich auf die Strasse, scheinbar unerschrocken, obwohl die Kundgebung nicht genehmigt worden war. Sie kamen mit Turnschuhen um den Hals, eine Anspielung auf Premier Dimitrij Medwedews Vorliebe für teure Sneaker. Andere brachten Gummienten mit, noch eine Spitze, die auf Medwedews Entenhaus verweist, das zu seiner Luxus-Datscha gehört.

Der Oppositionelle Alexej Nawalny hat die angeblichen Reichtümer des Premiers dokumentiert, der Titel seines Videos lautet: «Nennen Sie ihn nicht Dimon» (Anm. d. Redaktion: Dimon ist die Kurzform von Dmitrij). Der Film zeigt Weinberge in Italien, Jachten und Villen in der Nähe Moskaus, gekauft über Stiftungen und Strohmänner.

Wie sehr Nawalny damit den Nerv getroffen hat, davon war nicht nur der Kreml, sondern auch der Oppositionspolitiker selbst angesichts der Teilnehmerzahlen an den Demonstrationen überrascht.

Für die Jungen verkörpert Nawalny so etwas wie Hoffnung. Da spricht einer mit dem Volk, der keine Berührungsängste hat, auf die Menschen zugeht, seit Jahren weiterkämpft, als gäbe es all die Repressionen und Arreste gegen ihn nicht.

Längst geht es für die jungen Menschen aber nicht mehr nur um die Korruptionsvorwürfe gegen Medwedew. Sie sind nur ein Symptom für die Lage Russlands. Für sie geht es um die Staatsmacht insgesamt, wie Viktor sagt: «Mein Land ist von Korruption zerfressen, das gesamte System ist verfault.»

Hurra-Patriotismus des Kreml verfängt nicht

Viele der jungen Demonstranten kennen Russland nur unter Führung von Wladimir Putin; «Generation Putin» werden sie deshalb genannt. Die Demonstranten haben den Staatschef und seine Versprechen für ein stabiles Land satt: Sie wollen keine Stabilität um den Preis einer korrupten, unfreien und wirtschaftlich kriselnden Gesellschaft.

Sie kennen das Chaos und die Armut der neunziger Jahre nur aus Erzählungen. Der Hurra-Patriotismus und die Propaganda des Kreml erreicht sie nicht, weil sie die Staatsmedien kaum nutzen. Die «sowjetische Art der Kommunikation», wie es die Politikwissenschaftlerin Jekaterina Schulman ausdrückt, verfängt bei ihnen nicht.

epa05878689 Russian opposition leader Alexei Navalny (R) shows his handcuffed hands during a hearing at the Moscow City Court in Moscow, Russia, 30 March 2017. The court checks legality of Navalny's 15 days administrative arrest for resisting police during his detention at an non-authorized opposition rally in central Moscow on 26 March 2017.  EPA/SERGEI ILNITSKY

Alexej Navalny. Bild: SERGEI ILNITSKY/EPA/KEYSTONE

Patriotische Erziehung sorgt gar für Widerstand: Schüler, die von ihren Lehrern gemassregelt werden, da sie Nawalny unterstützen, schneiden dies auf Video mit wie in Brjansk (Lesen Sie hier eine Übersetzung von dekoder) oder in Tomsk, wo ein Lehrer gegen den Liberalismus wettert und seine Studenten als «Faschisten» und «nationale Verräter» beschimpft.

Solche Mitschnitte verbreiten sich schnell im Internet, werden hunderttausendfach geklickt. Die Jungen posten sie auf VKontakte, dem russischen Facebook, über Gruppen wie MDK (Mommy doesn't know) oder die App Telegram. Dort organisieren sich die Jungen über Protestkanäle, einige haben mehrere tausend Mitglieder.

Viktor moderiert so eine Gruppe zusammen mit Jegor, Kurier und Geschichtsstudent aus Moskau. Im Sekundentakt laufen hier Nachrichten ein, darüber, dass Nawalnys Einspruch vor Gericht abgewiesen wurde, oder Putin die Proteste mit dem Arabischen Frühling oder dem Maidan vergleicht.

Wie lange diese Kanäle noch funktionieren? Keiner weiss es. Auch Jegor ist sich bewusst, dass die Überwachung zunimmt. Mitstreiter haben Anrufe des FSB bekommen. «Ich hatte auch Anrufe mit unbekannter Nummer, ich bin nicht ran gegangen. Ich weiss ja, wer dahinter steckt.»

«Wenn Medwedew stiehlt, dann ist er nicht der einzige»

Protestgeschichte aus Russland einige Bilder von jungen Leuten und vom nun eingerunten Puschkin-Denkmal.

Jegor. Bild: Spiegel Online

Gerade 18 Jahre alt ist Jegor und er sagt Sätze wie diese: «17 Jahre sind dieselben Menschen an der Macht, geändert hat sich nichts. Ich bin müde.»

Er war das erste Mal demonstrieren, auch wenn seine Mutter dagegen war – aus Angst, dass ihr Sohn verhaftet werden könne. Sein Vater ist mitgegangen. «Wenn Medwedew stiehlt, dann ist er nicht der einzige. Der Präsident ist sicher im Bilde», glaubt Jegor. Unsummen würden ausgegeben für Kriege in der Ukraine und Syrien, im Land aber Gelder für Bildung, Gesundheit und Soziales gekürzt.

«Sie haben Angst vor Änderungen»

Anastasia Batrakowa, 25 Jahre, Musikerin aus Moskau, drückt es so aus: «Ich empfinde es als beleidigend, dass meine Eltern nur eine mickrige Rente bekommen. Sie können sich kaum über Wasser halten und erhalten keine gute medizinische Versorgung.» Sie ist vorher noch auf einer Demo gewesen, hat Szenen live auf Facebook gestreamt.

Als sie davon erzählt, klingelt ihr Handy. «Mein Mann. Er fragt, ob alles in Ordnung ist.» Wieso er das mache? Es sei das erste Mal, dass sie zu politischen Themen interviewt werde.

Mit ihren Eltern spreche sie lieber nicht darüber, um sie nicht zu beunruhigen: «Sie haben Angst vor Änderungen.» Auch Anastasia erwartet Antworten von ihrer Regierung. Dass Medwedew schweige, zeige ihr, dass zumindest ein Teil der Vorwürfe stimme, sonst könne er ja dagegen vorgehen.

Protestgeschichte aus Russland einige Bilder von jungen Leuten und vom nun eingerunten Puschkin-Denkmal.

Anastasia Batrakowa. Bild: Spiegel Online

Die jungen Protestler müssen sich von Kreml-Sprecher Dimitrij Peskow anhören, sie seien bezahlt worden. Jegor lacht kurz, als er das hört: «Keiner wurde bezahlt, es ist unser Wunsch zu protestieren. De facto hält uns der Präsident doch für Extremisten.» Die Menschen seien aber friedlich auf die Strasse gegangen. Dennoch zählten Menschenrechtler über 1000 Festnahmen in Moskau.

Auch Viktor wurde festgenommen. Ihn hätten Spezialeinsatzkräfte von hinten gepackt, in einen Transporter gesperrt. Er habe gesehen, wie andere geschlagen worden seien. «Ich werde wohl eine Geldstrafe bekommen – und auf jeden Fall Einspruch dagegen erheben.»

Viktor, Jegor und Anastia – alle drei glauben, dass es nicht die letzte Demonstration vor der Präsidentenwahl im März 2018 gewesen ist. Die hohe Zahl der Festnahmen habe den Unmut bei vielen Jungen nur noch verstärkt.

«Die Festnahmen zeigen, wer Angst hat», sagt Viktor. «Es sind nicht wir, es ist die Staatsmacht.»

Mitarbeit: Tatiana Sutkovaya

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  • BananaJoe 03.04.2017 12:35
    Highlight Highlight 60'000 Demonstranten in einem Land mit 140 Millionen Menschen ist eher wenig,
    Wenn man bedenkt dass in Berlin 150'000 Menschen gegen ttip demonstriert haben.
    Wenn die Russen nicht zufrieden sind, sollen sie auf die Strasse, ich denke aber dass ein Grossteil der Bevölkerung nicht untuftieden ist.
    • ihrhänddochdeschussnödghört 03.04.2017 15:33
      Highlight Highlight Leider haben unsere "freien unabhängigen Medien" dann über solche TTIP-Demos gar nicht erst informiert. Komischer Zufall...
  • meine senf 02.04.2017 13:03
    Highlight Highlight Ach, das wiederholt sich doch alle 5 Jahre.

    Einige informierte und privilegierte Studenten protestieren. Sofort spricht man von "der Jugend", dabei ist das (leider) nur eine kleine Schicht. In ihrer Filterblase haben sie das Gefühl, das ganze Land macht mit, dabei kennen sie die anderen einfach nicht und versuchen auch gar nicht, andere Schichten zu erreichen.

    Die Regierung veranstaltet dann für die übrigen Leute einfach irgendeine national-emotionalle Ablenkung (z.B. Krim, früher mal Tschetschenien, was wird es wohl dieses mal sein?) und sofort jubeln alle wieder.
  • mrmikech 01.04.2017 23:08
    Highlight Highlight Immer spannend zu sehen dass bei artikel über russland sofort putinbots kommentieren.
    • Soli Dar 02.04.2017 10:47
      Highlight Highlight ... und täglich grüßt das Murmeltier... Noch spannender ist das reflexartige "Putin/Russland-Bashing" er wird auf Teufel komm raus verteufelt, da kann sein Widersacher noch so islamophob und fremdenfeindlich sein...
    • meine senf 02.04.2017 13:29
      Highlight Highlight Irgendwie hat man das Gefühl, dass in dieser komplexen Welt viele einen "Guru" brauchen.

      Egal ob dieser z.B. Putin oder Ganser oder sonstwie heisst. Neben dem personellen Guru kann es auch eine Überzeugung sein (z.B. Impfkritik etc).

      Das wird ein so grosser Teil der eigenen Persönlichkeit, dass jede Kritik ein persönlicher Angriff wird, was zu entsprechenden Kommentaren führt.

      Man behauptet "kritisch" und "aufgewacht" zu sein, dabei hat man erst recht sein Hirn am Schalter abgegeben. Manche würden wohl von einem Felsen springen, wenn man ihnen nur sagt, dass "der Mainstream" dagegen sei.
    • rodolofo 02.04.2017 14:21
      Highlight Highlight @ Soli Dar
      Wen meinst Du jetzt mit seinem Widersacher?
      Trump, das "Orangefarbene Riesenmeerschweinchen" wurde doch von Putin ausdrücklich als "herausragende Persönlichkeit" (doppelbödig-hinterhältig zwar, aber immerhin) gelobt!
      Und im Gegenzug lobte auch Trump Putin als "grossen Führer".
      Ein klassisch stalinistischer Führrerrrr (!) ist Putin ja auch...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Soli Dar 01.04.2017 20:51
    Highlight Highlight "In Moskau nahmen nach Polizeiangaben 7000 bis 8000 Menschen an der Kundgebung teil. [] In St. Petersburg gingen rund 4000 Menschen auf die Strasse. Nach örtlichen Medienberichten gab es zudem 2000 Teilnehmer in Nowosibirsk sowie jeweils 1500 in Krasnojarsk und Omsk. Weitere Kundgebungen gab es in Wladiwostok und Jekaterinburg." (Tagesanzeiger, SDA)

    Der SPON schreibt jedoch "Landesweit demonstrierten mehr als 60'000 Menschen in 82 Städten" Wie kommt es wohl zu dieser massiven Abweichung und warum übernimmt Watson , scheinbar blindlings eher tendenziöse und einseitige SPON-Artikel?
    • Toerpe Zwerg 01.04.2017 21:48
      Highlight Highlight ... nach Polizeiangaben ...
    • mrmikech 01.04.2017 22:51
      Highlight Highlight Polizeiangaben in Russland oder SPON, wem glaubst du eher?
    • Christian Gerber 01.04.2017 23:07
      Highlight Highlight Glauben Sie den Angaben der Polizei eines autokratisch geführten Staates?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Boogie Lakeland 01.04.2017 17:47
    Highlight Highlight Naja wenn ich mir vor Augen führe dass viele Oppositionelle auch Islam hassende Nationalisten sind weiss ich nicht was besser sein soll
    • mrmikech 01.04.2017 22:53
      Highlight Highlight Du redest von die Putin Jugend, welche man locker mit Hitler Jugend vergleichen kann. Dass ist nicht der Generation Putin wovon der Artikel erzählt.
  • sherpa 01.04.2017 17:00
    Highlight Highlight Es wird wohl nicht lange dauern, und all jene, welche einer Wiederwahl Putins skeptisch gegenüber stehen und sich entsprechend äußern, werden über kurz oder lang in irgend einem Bunker verschwinden. So funktioniert die russische Demokratie.
    • Soli Dar 02.04.2017 08:54
      Highlight Highlight Zum Glück funktionieren die Demokratien in EU Mitgliedsstaaten Ungarn, Polen, in NATO Mitglied Türkei so viel besser. Wie geht eigentlich die Polizei mit Demonstranten in Frankreich um? Kam es nicht letztlich auch in Zürich zu 100 Verhaftungen?

      Wie stehst um die rassische Polizeigewalt gegenüber Schwarzen in jener Demokratie, welche noch Todesstrafe durchführt, das Kriegsverbrevgertribunal nie akzeptierte, Foltergefängnisse betreibt und per Lynchjustiz über 3000 Menschen per Drohnenangriffe tötete, ohne Gerichtsverfahren...
    • sherpa 02.04.2017 12:20
      Highlight Highlight Gute Ergänzung zu meinem Beitrag. Danke
    • Soli Dar 02.04.2017 12:52
      Highlight Highlight Gerne geschehen und schönen Sonntag.
  • Bynaus @final-frontier.ch 01.04.2017 16:28
    Highlight Highlight Ich wünsche der russischen Jugend alles Gute im Kampf für eine bessere Welt. Ich würde mich freuen, wenn wir ein freies und demokratisches Russland in der europäischen Familie begrüssen könnten!
  • Greet 01.04.2017 16:26
    Highlight Highlight Sind das nun Wutbürger, engagierte Bürger, mutige Bürger, Terroristen...?
    Kommt drauf an, wer darüber berichtet. Gilt heute unterdessen für jeden Anlass.
  • Me, my shelf and I 01.04.2017 16:22
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, wem da gefolgt wird, dafür bin ich zu schlecht informiert.
    Was mich aber freut zu hören, ist dass die russische Jugend Oppositionsfähig ist. Durch mehrere russische Freunde war ich Zeitweise vom Gegenteil überzeugt, da mich deren politische Verblendung davon überzeugt hat, dass der Propagandazug Putin erfolgreich alles niedermäht, was ihm nicht in den Kragen passt.
    Ich bin froh, dass sie Wege gefunden haben, sich zu organisieren.
  • Stachanowist 01.04.2017 15:52
    Highlight Highlight Ich unterstütze die Proteste gegen die korrupte Elite Russlands und die Anliegen der Jugend.

    Was mich jedoch befremdet, ist, wie unkritisch über Navalnyj berichtet wird. Er ist nicht einfach nur Anti-Putin und Anti-Korruption. Er ist auch Anti-Migration, Anti-Islam und Anti-Zentralasiaten. Dass Newsportale wie Watson, die sonst klar links stehen, so unkritische Spiegel-Artikel über den Nationalisten Navalnyj übernehmen, ist schwach. Er steht in vielen Punkten klar rechts von Putin.

    Warum kann man nicht die Proteste loben, aber Navalnyjs Standpunkte problematisieren? Schliesst sich das aus?
    • Stachanowist 01.04.2017 16:01
      Highlight Highlight Hier noch ein Beispiel für solche Standpunkte, um meine Aussagen zu belegen. Leider auf Russisch, Navalnyj publiziert sehr selten auf Englisch.

      https://navalny.com/t/92/

      Der Titel: "Wo findet die Orgie der Toleranz statt?" - Navalnyjs These ist, dass Putins Regierung eine über-tolerant gegenüber muslimischen Migranten ist und dabei die deutsche oder französische Migrationspolitik an Offenheit übertrifft. Das kritisiert er deutlich und fordert die Abschaffung der Freizügigkeit für die GUS-Staaten, wovon die meisten muslimisch geprägt sind.
    • Echo der Zeit 01.04.2017 16:03
      Highlight Highlight Das Gegenpol zu Navalnyj wurde Umgebracht.
    • Peter von der Flue 01.04.2017 16:07
      Highlight Highlight Wie genau unterstützt du nun das Ganze? Mit Geld, Infrastruktur oder nur mit diesem Forumeintrag? Einfach damit ich dein Eintrag hier diesen kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 01.04.2017 15:17
    Highlight Highlight Ich wünsche der Jugend Russlands, dass sie ihr Land von der putinschen Oligarchie und der unter ihm grassierenden Korruption und Vetternwirtschaft befreien können und dieses schöne Land mit seinen gastfreundlichen Menschen in eine bessere Zukunft führen, wo jeder an der Demokratie teilhaben kann und keiner mehr Angst haben muss, seine Meinung zu sagen.
    • concerned citizen 01.04.2017 16:01
      Highlight Highlight Das gleiche wünsche ich allen Ländern in denen die pseudo demokratische Oligarchen das Volk fest im Griff haben, wie Britain, USA, Germany, Frankreich. Diese Länder und viele andere leben in einer fantasie Welt, sprechen die Twitter sprache, geleitet von von hippie globalisten aufgezwungenen poilitical correctness, nehmen Teil an Zerstörung anderer Staaten, nehmen Migranten aus diesem Staaten, nehmen ihnen ihre Identität und sagen
      So ist es normal, das sind die demokratische Mittel, unmündige Jugend in anderen Staaten gegen die Regierung aufzuhetzen.
      Ich sehe das als Verbrechen.
  • FrancoL 01.04.2017 14:58
    Highlight Highlight Nun werde ich RT konsultieren um die Wahrheit zu erfahren, gerade heute ist das wichtiger denn je.
  • N. Y. P. D. 01.04.2017 14:42
    Highlight Highlight Viktor : «Mein Land ist von Korruption zerfressen, das gesamte System ist verfault.»
    Es ist wichtig, dass die Jugend aufbegehrt. Sie sind die Zukunft. In Hong Kong war es auch die Jugend, die Lärm machte. Auch wenn wieder alles im Sande verläuft.
    Das Aufbegehren gegen diesen korrupten, internationalen Geldadel, der sich weltweit (teilweise) in Regierungen installiert, wird vielleicht in 20 - 30 Jahren mal Früchte tragen..
    • rodolofo 01.04.2017 17:10
      Highlight Highlight Ich wünsche mir nur, dass Putin diese mutige Jugend nicht von Panzern überrollen lässt, wie seinerzeit die Chinesische Führung beim Tiananmen-Massaker...
      Putin etwa so: "Wir weisen diese westlich verdorbene Jugend zurück!"
  • concerned citizen 01.04.2017 14:41
    Highlight Highlight Meine Meinung zum letzten Artikel über dieses Thema wurde auszensiert, warum? Weil Ich meine die Quelle der Propaganda in der Schweiz und in Russland ist dieselbe.
    In diesem Artikel wird alles auf den Kopf gestellt, neue aus dem Finger gesaugt Begriffe vorgestellt "sie werden Generation Putin genannt"-das ist reines Schwachsinn.
    Nawalny ist kein oppositioneller sondern eine Nicht-Partei, die von 0.05%der Bevölkerung unterstützt wird, und dass mit soviel Millionen Gelder der "NGOs".
    Keine Patrioten? versuchts mal wieder, jetzt noch 1mal Land zu einmarschieren, wird nicht zu wenig vorkommen.
    • Fabio74 01.04.2017 16:02
      Highlight Highlight Bisschen wirr deine Aussage. In einem freien Staat, den Russland nicht ist, gibt es eine Freiheit zu demonstieren und seine Meinung zu äussern.
      Auch wenn die Putin nicht gefällt
    • Toerpe Zwerg 01.04.2017 17:41
      Highlight Highlight https://www.goethe.de/ins/ru/de/sta/pet/kur.html
    • concerned citizen 01.04.2017 19:21
      Highlight Highlight Stop mal hier, Fabio74 , lass mich dich versichern dass Russland mehr Freiheit hat als irgendwo in USA, Schweiz oder Deutschland. Russen geht's hervorragend was die Freiheit anbetrifft, dazu gehört fantastisches Gefühl in einem Riesenland zu leben, wo mehr als 100 verschiedene Minderheiten Leben.
      Keiner fühlt sich gezwungen in irgendwelche Staats ideologie, poilitical correctness, das gibts dort nicht.

      Und gerade das macht globalisten neidisch, sie haben andere Ideen für Russland : divide and conquer.
      Russen haben gelernt aus den 90ern, als intern. Geier kamen, trust no one, but yourself.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Menel 01.04.2017 14:39
    Highlight Highlight Ich setze viel Hoffnung in die Generation Internet. Sie sind die ersten, die nicht mehr so in diesen nationalistischen Denkmustern gefangen sind. Sie hatten von klein auf Kontakt mit der ganzen Welt und gesehen, dass der normale Mensch in aluen Ländern die ähnlichen Probleme, Ängste, Wünsche und Freuden hat. Wieso also nicht zusammen an einer besseren Welt arbeiten und uns endlich von diesen alten, rückständigen und zerstörrerischen Weltbildern und ihren Vertretern befreien!
    • Soli Dar 01.04.2017 16:19
      Highlight Highlight Wobei ja gerade Nawalny als Nationalist gilt und sich abschätzig gegenüber Zentralasiaten äusserte. Das er Korruption bekämpfen will, ist hingegen natürlich zu begrüßen. Man darf jedoch nicht vergessen, dass unter Autokraten Putin Korruption weniger ausgeprägt ist, als noch damals unter dem ober korrupten Jelzin!
    • concerned citizen 01.04.2017 16:53
      Highlight Highlight MENEL, wünschst du dir Tahrir Sauare in der Schweiz , oder ukrainischen Maidan in Bern. Auch russische Jugend hat das Recht auf Selbstbestimmung und das Recht wird nicht von Amerika kommen oder durch das Geld von open siciety network erkauft.
      Sie sind das Produkt der mehrjährigen Propaganda die Ihnen das Bild von Russland oder auch anderen Ländern vermittelt, das mit Wirklichkeit nicht zu tun hat.
    • Luca Brasi 01.04.2017 17:41
      Highlight Highlight Die Generation Internet hockt meistens in ihrer eigenen Bubble mit Gleichgesinnten und will nicht selber in die Politik einsteigen, sondern begnügt sich mit likes und Blitze verteilen.
      Ich zweifle an der Behauptung, dass diese Generation besser sein soll als andere. Die 68er-Generation war weitaus rebellischer und nonkonformistischer als die heutige Generation.
      Sie wachsen mit anderen Kulturen auf und sind vernetzter? Vielleicht, aber auch dort treffen sie sich mit ihresgleichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pitsch Matter 01.04.2017 14:38
    Highlight Highlight 60000 Demonstranten sind nicht gerade viel für 143 Mio Einwohner. Die Putin Generation hat einfach vergessen wie Arm ihre Vorfahren waren. Nur dank der grenzenlosen Ausbeudung der Rohstoffe durch Putin und dem übermässigen Exporte der Rüstungsindustrie auch durch Putin geht es heute Russland so gut wie nie zuvor. Russland ist eines der korruptesten Länder in Eurasien, dies muss bekämpft werden. Die grösse Russlands mit der zentalistischen Regierung macht dies aber nicht so einfach.
    • x4253 01.04.2017 16:08
      Highlight Highlight Nun, was hat es denn noch in Russland neben Rüstung und Rohstoffen? Eben.
      Den Jungen ist es mehr asl bewusst, dass ihr Staat da massiv auf Pump lebt, und sich vorallem ein paar wenige daran bereichern. Das Volk hat sich nicht zu beschweren, denn es fallen ja auch einige Krümel herunter.

      Die 60'000 mögen nach wenig aussehen, allerdings geht die Regierung brutal gegen jegliche Proteste vor (was wohl einige abschreckt).
      Auch ist das russische Volk unglaublich leidensfähig. Sollten sich die Proteste aber ausweiten, kann sich die Regierung warm anziehen.
    • Echo der Zeit 01.04.2017 18:04
      Highlight Highlight Besonders wen die Staatsmedien schon Länger Kontrolliert werden.
  • Soli Dar 01.04.2017 14:32
    Highlight Highlight Apropo: Gibt es eigentlich auch ein 'Generation Merkel'? Die Mutti ist doch auch eine gefühlte Ewigkeit an der Macht... Zum Glück geht's den Rentner und Harz4 Empfänger in DE soviel besser als jenen in Russland...
    Ironie Off.
    • Fabio74 01.04.2017 16:04
      Highlight Highlight Ach je schon wieder vom Thema ablenken.
      Merkel ist 3 Amtsperioden an der Macht. Durch freie demokratische Wahlen gewählt.
    • Hoppla! 01.04.2017 16:13
      Highlight Highlight Mit diesem Vergleich disqualifizierst du dich gleich selbst.

      Hartz 4 wurde übrigens nicht von Frau Merkel eingeführt.
    • bernd 01.04.2017 17:22
      Highlight Highlight Stimmt, das haben die ganz vergessen. Kann das den Demonstranten bitte kurz jemand mitteilen, dass sie aufhören können? Schliesslich gibt es in anderen Ländern auch Probleme, dann lohnt es sich ja gar nicht, sich aufzulehnen. Danke für diesen extrem konstruktiven Beitrag zur Diskussion
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maett 01.04.2017 14:22
    Highlight Highlight Es ist gut dass junge Menschen ihre Wut über die Korruption zum Ausdruck bringen, das hält die Wachsamkeit der Medien bezüglich dieses Themas hoch.

    Allerdings ist das - wie auch in unseren Breitengraden oft zu sehen - ein Protest primär junger Leute, die einfach mal dagegen sind, aber auch keine funktionierenden Lösungen kennen, genauso wenig Nawalny, der es noch nicht einmal hingekriegt hat, seine Partei ordnungsgemäss anzumelden.

    Die russische Regierung kann Korruption nicht einfach per Dekret verbieten, sonst wäre sie Russland oder z.B. auch Italien längst los.

    Ein schwieriges Thema.
    • Hoppla! 01.04.2017 16:14
      Highlight Highlight Nein, man kann Korruption nicht verbieten. Aber es wäre ein toller Anfang wenn man nicht selbst korrupt ist und etwas dagegen unternimmt.

      So schwierig ist das Thema eigentlich gar nicht.
    • concerned citizen 01.04.2017 17:06
      Highlight Highlight In Russland wird Korruption bekämpft und in letzten Jahren spektakuläre Fälle aufgedeckt worden, teilweise auch in der Regierung.
      Und gerade das Thema wird in ausländischen Medien erst NICHT gemeldet, dann aber durch unrechtfertigte wilde Vorwürfe das Bild total verzerrt. Belych guverneur von Komi Rep., Sacharchenko Mitarbeiter Antikorruptionsbehörde, Ulukaev Minister für Wirtschaft -alle hinter Gitter.

      Gerade Putin erzielt Erfolge in dieser Richtung. Jetzt kommen ciaHackers mit einem Video und lassen Nawalny es vorlesen und zu Demos aufrufen-mit dem Motto "ganze Regierung ist korrupt"
    • The Destiny // Team Telegram 01.04.2017 18:27
      Highlight Highlight @Fritz, hast du dafür auch Quellen? Was die CIA und nawalny betrifft. Für die anderen Aussagen ebenfalls gerne Quellen.
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