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A Russian police officer detains a man as he intended to place a candle and a placard for the victims of the shooting at a gay nightclub in Orlando in front of the U.S. Embassy in Moscow, Russia, June 13, 2016. REUTERS/Maxim Zmeyev

Abgeführt durch die Polizei: Islam Abdullabeckow und sein Freund Felix Gljukman wollten nur Blumen niederlegen. Bild: MAXIM ZMEYEV/REUTERS

Sie wollten nur Blumen für Orlando niederlegen: Russische Polizei nimmt schwules Paar fest

Ein homosexuelles Paar wollte der Opfer des Anschlags auf eine Disco in Orlando gedenken – doch das kam in Moskau nicht gut an: Das Paar wurde festgenommen.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Der Journalist Islam Abdullabeckow und sein Freund Felix Gljukman wollten in der russischen Hauptstadt Blumen vor der US-Botschaft ablegen. Eine Geste der Trauer über den Tod von 49 Menschen, die bei einem Anschlag auf einen Club im US-Bundesstaat Florida ums Leben kamen.

Wie die Zeitung «RBK» berichtete, wollten die beiden Männer ein Schild mit der Aufschrift «Die Liebe siegt» ablegen. Doch daran wurden sie von Ordnungskräften gehindert.

«Die Polizei hat uns sofort festgenommen und wegen sogenannter unerlaubter Handlungen in ihr Fahrzeug gesetzt», sagte Abdullabeckow der Zeitung. «Wir wollten nur unser Beileid für die Morde an diesen Menschen ausdrücken, wir hatten keine politischen Aktionen geplant.»

Die beiden Männer veröffentlichten im Online-Netzwerk Facebook Fotos aus dem Inneren des Streifenwagens. «Das ist völlig surreal», schrieb Abdullabeckow dazu.

Nach dem Anschlag auf einen Schwulenclub in Orlando hatten zahlreiche Moskauer vor der US-Botschaft Blumen abgelegt und Kerzen angezündet.

Der Attentäter Omar Mateen hatte den Nachtclub in der Nacht zum Sonntag mit Schusswaffen angegriffen und anschliessend Gäste als Geiseln genommen. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei beendete die Geiselnahme gewaltsam und tötete dabei den 29-jährigen Sohn afghanischer Einwanderer. Er war beim FBI als «IS»-Sympathisant und wegen seiner Verbindung zu einem US-Selbstmordattentäter in Syrien bekannt.

ala/AFP

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dä Brändon 14.06.2016 09:30
    Highlight Highlight Als ich vor paar Jahren in Russland war gab es eine Mini Gaypride, die total friedlich verlief, bis zum Schluss. Und jetzt ein Pärchen will vor der Botschaft Blumen niederlegen, natürlich sind auch Kameras dabei, werden aber verhaftet. Muss schon sagen die Propaganda Maschine läuft, schon beim kleinste Furz werden die Trompeten geblasen.
    • Danyboy 15.06.2016 10:30
      Highlight Highlight Tja, und umgekehrt wird ein Deckmäntelchen über die nationalistischen Schlägertrupps gelegt, welche Homosexuelle in Hinterhalte locken und missbrauchen, misshandeln, foltern usw. Der Staat/Polizei unternimmt da nichts, da besteht "kein Problem"... Kleinigkeiten werden aufgebauscht, die grosse systematische Unterdrückung hingegen versucht zu verharmlosen.
    • Dä Brändon 15.06.2016 10:47
      Highlight Highlight Das ist auf der ganzen Welt so, mit Ausnahme von einpaar zivilisierten Länder. Schau mal in den südlichen Staaten der USA, dort trauen sich Schwule mittlerweile nicht mal mehr raus und die örtlichen Behörden schauen einfach weg. Ich finds einfach lächerlich wie man immer versucht die Russen ins Zentrum der negativen Schlagzeilen zu rücken. Ist wie mit den Hooligans, alle anderen Hirnamputierten werden langsam verdrängt, die Russen bleiben aber immer on top. Einfach nur lächerlich, die Engländer und alle anderen sind kein Dreck besser!
    • Fabio74 15.06.2016 11:04
      Highlight Highlight immer wenn Russland angeprangert wird zeigt man mit Fingern auf andere wo es auch schlecht ist. In den USA können Opfer klagen. Es gibt den Tatbestand der Hatecrime.
      danyboy hat 100% recht mit seinem Kommentar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fuegy 14.06.2016 09:08
    Highlight Highlight Sehr eindrückliche Doku zu diesem Thema, leider lässt die Qualität zu wünschen übrig aber trotzdem mehr als sehenswert.
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  • seventhinkingsteps 14.06.2016 08:59
    Highlight Highlight Und Trump findet Putin einen fähigen Leader, bei uns findet Freysinger Russland sei ein Vorbild und in DE fordert die AfD, Europa soll Putin mehr entgegenkommen. Ich bleibe bei meiner Aussage von meinem amderen Kommentar.
  • Micha Moser 14.06.2016 08:17
    Highlight Highlight Das ist so falsch... Russland muss lernen das die Welt nicht nur aus Grossbusigen Blondinen in Hotpants, und nach schweiss riechenden, Muskulösen MÄNNLICHEN Männern besteht.
  • DerGrund 14.06.2016 08:10
    Highlight Highlight Wusste garnicht dass Russland derart rückständig ist... "Minister lobt Hooligans", "Schwules Paar wegen Blumen verhaftet"...15. Jahrhundert much?
    • DerGrund 14.06.2016 11:33
      Highlight Highlight Mit dieser Argumentation darf man sich zu nichts eine Meinung bilden, mit dem man nicht täglich selbst zu tun hat... zB über Syrien, Trump, ertrinkende Flüchtlinge...
      Wofür braucht man dann noch Medien?
    • DerGrund 14.06.2016 14:01
      Highlight Highlight Medien mit Propagandaauftrag?
      Und als nächstes schreist du "LÜGENPRESSE LÜGENPRESSE" oder wie?
    • DerGrund 14.06.2016 17:13
      Highlight Highlight Ich habe nie behauptet dass Medien nicht mit einem gewissen Bias berichten. Aber von einem Propagandaauftrag zu sprechen ist imho doch einen Tick zu konspirativ. Und ich kann mir die entsprechenden Quellen, welche von unseren Medien zitiert werden auch selbst überprüfen. Und auch bei verzerrter Berichterstattung: ein Minister der Hooligangewalt gutheist hinterlässt einen fahlen Nachgeschmack. Und bevor ich jetzt als Transatlantiker bezeichnet werde: Mir sind weder der grosse Nachbar im Westen noch der im Osten besonders sympathisch.
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  • pali2 14.06.2016 08:02
    Highlight Highlight In was für einer kranken Welt leben wir. Die letzten Tage ist soviel passiert - eine Holländerin sitzt fest in Kuwait, weil sie vergewaltigt wurde. Eine Sängerin wird bei einer Autogrammstunde erschossen. Ein Massaker in einem Schwulenklub. Verhaftet werden weil man Mitgefühl und Beileid zeigen möchte? Und "nebenbei" sterben tausende Flüchtlinge auf ihrem Weg in ein hoffentlich besseres Leben...
    • Hierundjetzt 14.06.2016 09:51
      Highlight Highlight Am oberen Kivusee (Seite DRK) wurden letzte Woche von den Banyamulenge über 1'000 Menschen ermordet. Einfach so. Weil aus Gründen. Aber halt! Das liegt ja im Land Afrika! Das interessiert niemanden, gället Sie. Wenn Sie jetzt noch DRK nachschlagen müssen, haben Sie komplett verloren.

      Das lieber pali2 ist die Realität. Nicht die bedauernswerte Sängerin, oder das unnötige gemetzelt in einem Club.
    • DerGrund 14.06.2016 11:38
      Highlight Highlight Macht das das Massaker in Orlando oder den Mord an der Musikerin jetzt irgendwie weniger schlimm?
      Weltweit sterben jeden Tag 150'000 Menschen aus irgendwelchen Gründen, soll man deswegen nicht mehr betroffen sein, weil man nicht für jeden betroffen sein kann?
  • mein Lieber 14.06.2016 07:57
    Highlight Highlight Wie man verschiedenen Quellen entnehmen kann, war es unzähligen anderen Moskauern problemlos möglich mit Flaggen, Blumen und Geschriebenem den Opfern zu gedenken. Interessanterweise wurden die Herren Abdullabeckow und Gljukman sofort wieder freigelassen. Ich denke, hier wird nur die halbe Geschichte erzählt. Danke @watson für eine kompetente Recherche ohne copy/paste.
    • silverback 14.06.2016 09:05
      Highlight Highlight Bedanken würde ich mich erst nach der kompetenten Recherche. Und auf die kannst du lange warten, leider. Wie sieht eigentlich der Deal zwischen Watson und SPON aus? Erleuchtet mich.
    • Fabio74 14.06.2016 09:26
      Highlight Highlight nenn doch deine Quellen wo möglich war. Dass das russische Regime und die Kirche homophob sind ist ja nichts Neues
    • WinniePuuh 14.06.2016 18:12
      Highlight Highlight Hoi Fabio74, http://ria.ru/tv_society/20160614/1447131029.html hier ein Video wo man einige Blumen/Kerzen vor der US Botschaft sieht. Natürlich könnte das Video Propaganda/Gefälscht sein, aber das bezweifle ich doch mal sehr...
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  • silverback 14.06.2016 07:46
    Highlight Highlight So wie ich die Russen einschätze, sind die beiden ohne Gerichtsbeschluss für unbestimmte Zeit in ein sibirisches Gulag deportiert worden. Weiss Jemand mehr?
    • Hierundjetzt 14.06.2016 08:31
      Highlight Highlight Chabis. Moskau ist die Schwulenstadt des Ostens schlechthin. Irgendwas kleines wird sich finden, klar. Aber "Sibirien" gibts nicht mehr.
    • silverback 14.06.2016 11:28
      Highlight Highlight Ich dachte ja, mein Kommentar war so extrem realitätsfremd, dass ich mir den Hinweis auf Sarkasmus ersparen kann. Offenbar gibt es tatsächlich Mitbürger, welche glauben es existieren noch Gulags in Russland. Die Propaganda trägt Früchte.

      In dem Fall könnt ihr die Herzen gerne zurückhaben.

  • Miss_Ann_Thropist 14.06.2016 07:38
    Highlight Highlight Wie war das nochmal mit "putin äussert bedauern bezüglich orlando?"

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