International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Unidentified suspects, detained over the killing of Boris Nemtsov, hide their faces inside a defendants' cage as they attend a court hearing in Moscow, March 8, 2015. Russian state investigators said on Sunday they were seeking the arrest of five suspects in the shooting of Kremlin critic Boris Nemtsov. REUTERS/Maxim Shemetov (RUSSIA - Tags: CRIME LAW POLITICS)

Verdächtige im Mordfall Nemzow: Erstes Geständnis.  Bild: MAXIM SHEMETOV/REUTERS

Verdächtigter gesteht Beteiligung an Nemzow-Mord – zwei Verhaftete der Tat beschuldigt

Die russischen Behörden haben zwei Verhaftete des Nemzow-Mordes beschuldigt. Die anderen drei gelten als verdächtig. 

08.03.15, 14:30 08.03.15, 19:25

Einer der Verhafteten im Fall Nemzow hat eine Beteiligung an der Bluttat gestanden. Das meldete die russische Richterin Natalja Muschnikowa am Sonntag. Insgesamt fünf Männer aus dem Nordkaukasus sitzen in Untersuchungshaft. Den Männern wird vorgeworfen, an der Organisation und Ausführung der Bluttat beteiligt gewesen zu sein. Vier der Verdächtigen wiesen die Anschuldigungen nach Gerichtsangaben zurück. Die Verteidigung kündigte Berufung gegen die Entscheidung an. 

Richterin Muschnikowa erliess auch gegen einen zweiten Verdächtigen Haftbefehl. Dieser gelte bis zum 28. April. Nach Angaben von Muschnikowa leugnet der zweite Mann eine Verwicklung in die Tat. 

Zaur Dadayev (L), charged with involvement in the murder of Russian opposition figure Boris Nemtsov, looks out from inside a defendants' cage in a court building in Moscow, March 8, 2015. Russian authorities said on Sunday they were holding five men over the killing of Kremlin critic Boris Nemtsov, one of whom served in a police unit in the Russian region of Chechnya, according to a law enforcement official. A judge ruled that all five should be held in custody and said that one of them, Zaur Dadayev, had admitted his involvement in the killing when questioned by investigators. REUTERS/Tatyana Makeyeva (RUSSIA  - Tags: CRIME LAW POLITICS)

Zaur D. Bild: TATYANA MAKEYEVA/REUTERS

Details zu den Verdächtigen gibt es bisher nur wenige: Zaur D. sei laut einem Behördensprecher in der Regionalhauptstadt Magas in der Teilrepublik Inguschetien gefasst worden sein, zitiert die Agentur Interfax. Sein Bruder Ansor G. sei auf dem Weg zu seiner Mutter im Norden von Inguschetien festgenommen worden. Beide sollen einen Hintergrund in den Sicherheitskräften haben, meldet die Nachrichtenagentur dpa.

So soll Zaur D. rund zehn Jahre im Bataillon «Sewer», einer Spezialeinheit des tschetschenischen Innenministeriums, gearbeitet und einen Führungsposten innegehabt haben. Sein Bruder habe Berichten zufolge für eine private Sicherheitsfirma in Moskau gearbeitet. 

Von Spuren zu Hintermännern keine Rede

Der Oppositionspolitiker Nemzow war am 27. Februar von einem Unbekannten in der Nähe des Kremls hinterrücks erschossen worden. Die Behörden gingen weiterhin von einem Auftragsmord aus, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax. Von Spuren zu möglichen Hintermännern war keine Rede. 

An elderly woman passes the place where Boris Nemtsov, a charismatic Russian opposition leader and sharp critic of President Vladimir Putin, was gunned down on Friday, Feb. 27, 2015 near the Kremlin, in Moscow, Russia, Sunday, March 8, 2015, with the Kremlin Wall and St. Basil's Cathedral are on the background. Russian news agencies said Sunday one of the suspects in the killing of Nemtsov has admitted involvement in the crime. Judge Nataliya Mushnikova said that Zaur Dadaev made a statement confirming his guilt, according to the reports. They did not specify his alleged actions. Dadaev is among five suspects detained in the Feb. 27 killing, when Nemtsov was shot while walking on a bridge near the Kremlin. Another man, Anzor Gubashev, was charged in the killing, and a hearing for three other suspects was under way, court spokeswoman Anna Fadeeva said earlier Sunday. (AP Photo/Denis Tyrin)

Blumen zu Ehren Nemzows am Tatort in Moskau. Im Hintergrund der Kreml. Bild: Denis Tyrin/AP/KEYSTONE

Die zuständige Richterin Natalia Muschnikowa erliess am Sonntag Haftbefehl gegen den Mann, der den Ermittlern zufolge ein Geständnis abgelegt hatte. Medien zufolge war der Mann jahrelang in einer Spezialeinheit des tschetschenischen Innenministeriums im Einsatz. Ein anderer Verdächtiger soll für eine private Sicherheitsfirma in Moskau gearbeitet haben. 

Diese zwei Männer waren am Samstag im benachbarten Inguschetien gefasst worden. Insgesamt gab es am Wochenende fünf Festnahmen im Mordfall Nemzow. 

Verdächtiger soll sich getötet haben

In Tschetschenien soll sich zudem ein weiterer mutmasslicher Verdächtiger selbst getötet haben. Der Mann habe eine Granate gezündet, als die Sicherheitskräfte ihn Grosny in der Nacht zum Sonntag festnehmen wollten, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Ermittlerkreise. Eine unabhängige Bestätigung lag nicht vor. 



Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

4
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 08.03.2015 23:28
    Highlight Also so kompliziert scheint das nicht zu sein, wenn man die Hintergründe etwas kennt. Wie man vom im Käfig auf und abgehenden bärtigen Muslim aus Moskau sieht und hört preist er Allah und (vor Allem) seinen Propheten unablässig, ist also ein islamistischer Tschetschene, auch wenn er früher mal für eine Armeegruppe tätig gewesen sein soll. Wie aus der vielgesehenen allwöchentlichen Günter Jauch-Politsendung von heute Abend hervorhing, soll Nemzow vor etlichen Tagen öffentlich Verständnis für Charly Hebdo gezeigt haben und man geht bei den Ermittlungen derzeit davon aus, dass es sich beim Mord an Nemzow um eine islamistische Retourkutsche gehandelt haben könnte. Oder doch etwas, das damit einhergeht. Jedenfalls KEINE Spur eines geplanten "Putin-Mordes" also, wie dies nun tagelang stereotyp und gebetsmühlenartig im Westen, wie auch von der russischen Opposition, heruntergeleiert wurde. Reine Unterstellungen, Hypothesen , Verschwörungstheorien as usual also....
    1 0 Melden
  • quark 08.03.2015 17:45
    Highlight Tschetschenen ermorden Putin-Gegner? Sehr seltsam das! Eigentlich hatte ich erwartet Ru schiebt das einer Mädchen-Punk-Gruppe in die Schuhe.
    12 2 Melden
  • sewi 08.03.2015 14:52
    Highlight In Russland würde ich auch gestehen....
    7 5 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 08.03.2015 20:39
      Highlight Bei Folter gestehen nahezu alle, in jedem Land. Wenn das deine Anspielung war.
      2 0 Melden

Hier testet Putin die neue Kalaschnikow (SPOILER: Er schoss wirklich gut)

Russlands Präsident Wladimir Putin hat im russischen Staatsfernsehen einmal mehr seine Männlichkeit zur Schau gestellt und Treffsicherheit mit einer Kalaschnikow bewiesen. Über die Hälfte der Schüsse sollen Volltreffer gewesen sein.

Das russische Staatsfernsehen zeigte am Mittwoch Bilder, wie Putin mit Schutzbrille und Kopfhörern ausgestattet ein neues Gewehr des russischen Waffenherstellers testet.

Putin habe auf dem Übungsgelände von Kalaschnikow nahe Moskau fünf Mal abgefeuert und das Ziel «in mehr als der Hälfte der Fälle» getroffen, berichtete der Sender Rossija 24.

Das Ziel sei «etwa in der grössten Entfernung» aufgestellt gewesen, lobte der Sender. Es habe so gewirkt, als habe Putin wie ein professioneller …

Artikel lesen