International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Polen wappnet sich gegen Russland – mit 35'000 Zivilisten

03.06.16, 01:16 03.06.16, 06:00


Polen wird ab September damit beginnen, die ersten Freiwilligen in seine auf 35'000 Mann angelegte paramilitärische Truppe zur Landesverteidigung einzugliedern. Die Miliz ist eine Reaktion auf die Furcht Polens vor einer verkappten russischen Invasion.

FILE - In this March 30, 2016  file  photo Poland's Defense Minister Antoni Macierewicz  shows a document during a session of a special parliamentary commission. in Warsaw . Several former Polish defense ministers are calling for Macierewicz's dismissal, arguing that he is undermining the image of Poland's military within NATO and in Polish society itself. (AP Photo/Czarek Sokolowski)

Polens Verteidigungsminister Antoni Macierewicz.
Bild: Czarek Sokolowski/AP/KEYSTONE

Bei den Freiwilligen soll es sich um Zivilisten handeln, die eine militärische Ausbildung erhalten, wie Verteidigungsminister Antoni Macierewicz am Donnerstag bekannt gab. Die Entscheidungen zur Kommandostruktur der Truppe und zu den Nominierungen an ihrer Spitze seien im April gefallen, meldete die Nachrichtenagentur PAP.

Der Minister äusserte sich auf einem Kongress paramilitärischer Gruppen in der nordpolnischen Stadt Ostroda, dem auch Paramilitärs aus dem Baltikum beiwohnten.

Angst vor «hybridem Krieg»

Der Verantwortliche für den Aufbau der Truppe, Grzegorz Kwasniak, erklärte, diese sei die Antwort auf die von Russland ausgehende Gefahr eines «hybriden Krieges», nämlich das Einsickern von Militärs auf polnisches Territorium nach dem Vorbild der Ostukraine.

Jede der 16 polnischen Woiwodschaften soll über eine Brigade der neuen Truppe verfügen, die grösste und am dichtesten besiedelte Woiwodschaft Masowien im Zentrum des Landes soll zwei Brigaden erhalten. Besonders im Fokus sind die östlichen Woiwodschaften Podlachien, Lublin und Podkarpackie (Vorkarpatenland). Sie gelten als die russischem Druck besonders ausgesetzten Regionen.

Seit Beginn der Ukraine-Krise haben Bürgerwehren und paramilitärische Trupps in Polen regen Zulauf. Die Zahl ihrer Mitglieder wird auf 12'000 geschätzt. Vom 7. bis zum 17. Juni sollen paramilitärische polnische Gruppen erstmals am grossen NATO-Manöver Anakonda in Polen teilnehmen. (kad/sda/afp)

Abonniere unseren Daily Newsletter

7
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • kurt3 03.06.2016 09:03
    Highlight Polen im Sandwich , legen sich mit der EU an , und haben Angst vor den Russen . Der Restzwilling gehört eingesperrt .
    2 2 Melden
  • Ivan der Schreckliche 03.06.2016 08:25
    Highlight Wenn die bösen Russen mit den Teufelspanzern kommen, bringen auch Zivilisten nichts.. Paranaoide Polen
    13 9 Melden
  • Wilhelm Dingo 03.06.2016 07:48
    Highlight Gefählich was da passiert.
    15 5 Melden

Österreichs Aussenministerin heiratet – und hier das Video vom Hochzeitstanz mit Putin

Es ist ein Bild, das haften bleibt. Russlands Präsident Wladimir Putin tanzt auf der Hochzeit der österreichischen Aussenministerin Karin Kneissl mit der frisch Vermählten. Der Kreml-Chef nutzte die national und international kritisierte Einladung Kneissls am Samstag für eine Image-Offensive.

Äusserst leutselig aufgelegt überreichte der 65-Jährige einen grossen Blumenstrauss. Und er hatte auch noch zehn Don Kosaken dabei, die die 100 Gäste mit russischer Folklore unterhielten.

«Ein historisch …

Artikel lesen