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Polizisten bewachen den Tatort der Gift-Attacke in Salisbury. Bild: AP/AP

Eskalation nach Gift-Attacke auf Ex-Spion: Theresa May weist 23 russische Diplomaten aus

14.03.18, 13:50 14.03.18, 15:23


Nach der Nervengift-Attacke auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal greift die britische Regierungschefin Theresa May hart durch: Sie verweist 23 russische Diplomaten des Landes. Sie hätten eine Woche Zeit, das Land zu verlassen, sagte Premierministerin Theresa May am Mittwoch. Damit handelt es sich um die grösste gleichzeitige Ausweisung von Russen seit dem Kalten Krieg.

Ihre Regierung werde zudem vorläufig sämtliche Kontakte zu hochrangigen russischen Staatsvertretern aussetzen, erklärte May weiter. Ausserdem würden weder britische Minister noch die königliche Familie die Fussball-WM im Sommer in Russland besuchen. Auch Grenzkontrollen für russische Waren und Personen werde es geben. Eine Einladung des russischen Aussenministers Sergej Lawrow nach London wurde zurückgezogen. Russland hatte zuvor ein Ultimatum Londons, sich in dem Fall zu erklären, verstreichen lassen.

Viele Russen würden sich in Grossbritannien an die Regeln halten und hätten eine neue Heimat gefunden, sagte May. Aber «an all jene, die unserem Land Schaden zufügen, habe ich eine klare Botschaft: Ihr seid hier nicht willkommen.»

May liess keinen Zweifel daran, dass sie offizielle Vertreter Russlands als Drahtzieher des Giftanschlags auf Skripal und dessen Tochter betrachtet: «Der russische Staat ist des versuchten Mordes schuldig», sagte sie vor dem Unterhaus in London.

May übte in ihrer Rede vor dem Parlament scharfe Kritik an Russlands Staatschef Wladimir Putin. «Viele von uns haben mit Hoffnung auf das post-sowjetische Russland geblickt», sagte sie. «Wir hatten uns bessere Beziehungen gewünscht, und es ist tragisch, dass Präsident Putin nun diesen Weg gewählt hat.»

Die 23 Ausgewiesenen seien als «russische Geheimdienstmitarbeiter identifiziert» worden. Es würden «alle hochrangigen diplomatischen Kontakte ausgesetzt», fügte May hinzu. Insgesamt waren zuletzt 59 Russen als Diplomaten in Grossbritannien akkreditiert.

Russland akzeptiert Druckmittel-Ultimatum nicht

Der russische Ex-Spion war im südenglischen Salisbury zusammen mit seiner Tochter bewusstlos aufgefunden worden. Nach Überzeugung der britischen Regierung handelte es sich dabei um einen Giftanschlag aus Russland. Beide Opfer schweben in Lebensgefahr.

Russland lasse nicht in der Sprache von Ultimaten mit sich reden, hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwochvormittag in Moskau gesagt. Man habe London über diplomatische Kanäle mitgeteilt, dass Russland an dem Anschlag unschuldig sei. (meg/sda)

Nato verlangt Antworten von Russland

Die Mitgliedstaaten der Nato haben Russland aufgefordert, alle Fragen Grossbritanniens zum Giftanschlag auf den früheren Doppelagenten Sergej Skripal zu beantworten. Dies gab das Bündnis am Mittwoch bekannt, noch bevor Grossbritannien seinerseits mit der Ausweisung von 23 Diplomaten reagierte.

In einer durch das Bündnis veröffentlichten Erklärung aller 29 Nato-Mitglieder hiess es am Mittwoch, der Angriff sei «ein klarer Bruch internationaler Regeln und Vereinbarungen». Die Verbündeten erklärten Grossbritannien ihre Solidarität und boten «ihre Unterstützung bei der Durchführung der laufenden Untersuchung» zu dem Fall an. (sda/afp/meg)

Russland ist «höchstwahrscheinlich» verantwortlich

Video: srf

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62Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • roger.schmid 14.03.2018 18:52
    Highlight Allen die das Gefühl haben, Russland würde dies nie so offensichtlich machen, haben anscheinend die jahrelangen und immer dreisteren Provokationen des Kremls gegenüber dem Westen nicht mitgekriegt..
    Ausserdem sind bald Wahlen - da kommt ein äusserer Feind sehr gut gelegen.
    15 30 Melden
    • Citation Needed 15.03.2018 07:00
      Highlight Man empfehle den Film Chodorchovski. Putin gibt offen zu, dass gewisse Dinge in Russland halt "anders gelöst würden" als im zimperlichen Westen. Oder man erinnere sich an den Juschtschenko, Opfer eines Mordversuchs mit Dioxin. Dessen wahrscheinlichsten 'Vergiftern' war allen in Russland Aufenthaltsrecht gewährt worden, um sie möglicher Verfolgung in der Ukraine zu entziehen. Und, und, und.
      Je offensichtlicher Russland agiert, desto leidenschaftlicher wird es von seinen Fans verteidigt. Warum also weniger dreist reinhauen, geht ja.
      7 5 Melden
  • Wilhelm Dingo 14.03.2018 16:28
    Highlight Wie Bene86 richtig erkennt: Das ganze stinkt zum Himmel. Der Fall ist beste Vorbereitung, einen militärischen Konflikt Russland - NATO herufzubeschwören. Nicht nur im Irak wurden mit nachträglich nachweisbar falschen Fakten Kriege angezettelt.
    25 11 Melden
  • Melissa K T. Krug 14.03.2018 16:23
    Highlight Wollen US/UK nun unbedingt auch den 3 WK inszenieren ? Das ist alles so lächerlich absurd was die May abzieht wegen einen Ex-Spions ??

    Sind die alle sauer weil der Kreml den Präsidentenswitch von Assad verhindert hat oder sich mit der Krim nicht einen wichtigen Militärstützpunkt haben klauen lassen oder was ist los?
    22 12 Melden
  • Posersalami 14.03.2018 15:38
    Highlight "«Der russische Staat ist des versuchten Mordes schuldig»"

    Das ist ein dickes Pfund, da hat sie ja sicher Beweise vorgelegt, oder?
    61 27 Melden
    • Bene86 14.03.2018 16:04
      Highlight Braucht sie doch nicht, Russland ist immer schuldig. :)
      17 12 Melden
    • äti 14.03.2018 19:17
      Highlight ... Staaten verstehen diese Rethorik bestens. Und wem sollte man die Beweise vorlegen? Und wer würde diese als solche akzeptieren?0
      13 4 Melden
    • Watson=Propagandahuren 14.03.2018 21:22
      Highlight äti, Staaten sind Fantasiegebilde die verstehen erst mal gar nichts.
      2 5 Melden
  • Bene86 14.03.2018 15:27
    Highlight Russland versuchte einen Ex-Agenten umzubringen, den sie jahrelang eingesperrt hatten und auch deutlich unauffälliger hätten beseitigen können. Sie verwenden ein Gift, das es NUR in Russland gibt und das locker nachzuweisen ist und hinterlässt am Tatort damit einen fetten neongrellen Fingerabdruck. Dazu sind sie zu dumm, das Ziel zu töten und ziehen zudem noch 20 Unbeteiligte mit rein. Sie machen das nicht irgendwann, Nein! Ganz zufällig vor der Präsidentschaftswahl und der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land um höchste Aufmerksamkeit zu erlangen. Für wie blöd haltet ihr uns eigentlich?!
    95 46 Melden
    • Bene86 14.03.2018 16:06
      Highlight An die Blitzer: Ist das eurer Meinung nach wirklich logisch nachvollziehbar? Bitte um Begründung, danke.
      14 10 Melden
    • Johnny Geil 14.03.2018 17:24
      Highlight Naja, wer zum 4. mal den "Präsidenten" Putin "wählt" und diese "gewählte" Regierung Oppositionelle und Journalisten in den Knast steckt, sind wirklich nicht die hellsten Kerzen auf der Torte.

      Schon mal überlegt, dass der Agent eventuell Informationen hatte, die Russland noch mehr schaden könnten, als dieser Mordanschlag selber?

      Du scheinst ja selber Russe zu sein: Erklär doch bitte uns blöden Europäer warum die Opposition in Russland im Keim erstickt wird...
      17 35 Melden
    • Danyboy 14.03.2018 18:19
      Highlight Na ja, du musst zugeben, dass es in der ganzen Schlacht des Informationskrieges von Russland teils schwierig wird, den Überblick zu behalten.
      Vermeintliche Inkompetenz („so blöd wären wir nie“) und Ironie gehören zu diesem Spiel dazu. Man sieht ja, wie gut das Spielchen der Russen funktioniert... Innerhalb Russlands glauben viele Leute den Blödsinn den die Regierung und deren Medien so rauslässt. Und die moralischen Dummheiten (wie das „Propaganda“gesetz gegen Schwule).
      Und im Westen funktioniert es super, Misstöne und Spaltungen zu generieren.
      11 28 Melden
    • äti 14.03.2018 19:35
      Highlight .. genau, Diletant am Werk. Bloss wer?
      8 3 Melden
    • rodolofo 15.03.2018 07:36
      Highlight Für ziemlich blöd...
      4 1 Melden
  • Schnuderbueb 14.03.2018 15:27
    Highlight Wenn sich Agenten gegenseitig umbringen ist das ihr Problem. Aber als Kollateralschaden von diesen staatsbeauftragten Mördern zu enden habe ich jetzt echt auch keine Lust.
    24 11 Melden
  • Ueli der Knecht 14.03.2018 15:24
    Highlight Die klare Haltung der (sich offenbar zuständig fühlenden) NATO und der britischen Regierung hinterlassen bei mir einen seltsamen Eindruck. Gibt es denn irgendwelche stichhaltige Hinweise oder gar Beweise für eine russische Beteiligung an diesem Anschlag? Und falls ja, welche?
    58 30 Melden
    • Don Alejandro 14.03.2018 17:12
      Highlight Der Weihnachtsmann und Theresa May waren es selbst ganz sicher nicht.... Es braucht nur eine nachweisbare Indizienkette, "klare Beweise" wird es wohl nie geben.
      5 21 Melden
    • Echo der Zeit 14.03.2018 17:51
      Highlight Es könnte noch offensichtlicher sein und sie würden das gleiche schreiben.
      6 20 Melden
    • äti 14.03.2018 19:33
      Highlight ... was wäre denn ein Beweis und wer würde ihn akzeptieren?
      11 8 Melden
    • Ueli der Knecht 14.03.2018 21:33
      Highlight Egal was, äti: nur sehe ich davon einfach überhaupt nichts. Weder Indizien, geschweige denn Beweise. Das macht mich schon etwas stutzig.

      Es kann natürlich sein, dass ich schlecht informiert bin und vieles nicht weiss oder erkennne. Aber wenn ich dann explizit nach Hinweisen oder Beweisen frage, und selbst dann keine oder nur beleidigende Antworten kriege, dann finde ich das etwas seltsam.

      Es geht hier schliesslich um einen Mordanschlag; also definitiv eine Straftat. Beweise oder Indizien wäre alles, was vor einem ordentlichen und unabhängigen Gericht verwertbar wäre.
      8 5 Melden
    • Ueli der Knecht 14.03.2018 21:37
      Highlight Echo der Zeit: Wenn es denn tatsächlich so offensichtlich wäre, wie du es behauptest: Wie wäre es denn dann mit einer anständigen (!) Antwort auf meine ebensolche Frage?

      Don Alejandro: Mit einer "nachweisbaren Indizienkette" wäre ich schon zufrieden. Welche Indizien gibt es denn?
      6 5 Melden
    • Citation Needed 15.03.2018 07:09
      Highlight Die Herkunft des Giftes wird als Indiz genannt. Man könne die (militärischen) Herstellungslabors identifizieren. Diese Substanzen gibt es nicht wie Sand am Meer. Nur wird es heissen, es sei gestohlen worden. Aus militärisch kontrolliertem Labor? So einfach ist das nicht.
      Am Rande zu vergleichen: das Staatsdoping in Sotschi. Flog nur auf, weil eine Athletin als Whistleblowerin auftrat. Die Frau ist nun sowas wie russische Staatsfeindin Nr. 1 und lebt im Exil. Russische Doping-Funktionäre starben unter mysteriösen Umständen. Putin? Schweigt eisern oder behauptet, das stimme nicht.
      7 4 Melden
    • Citation Needed 15.03.2018 07:15
      Highlight Ergänzung: nach dem Auffliegen war auch einer der Architekten dieses Dopingprogrammes übergelaufen und hatte ausgepackt. Er sagt, der Befehl zum flächendeckenden Doping seien klar von ganz oben abgesegnet worden. Nur Putin könne diese Behörde befehligen, die das Programm aufzog. Putin sagt, der Mann sei schizophren und ein Lügner.

      https://www.republik.ch/2018/01/29/geheimsache-doping-teil1
      7 2 Melden
    • Ueli der Knecht 15.03.2018 09:56
      Highlight Citation Needed: Falls es möglich wäre, die Herkunft des Gifts festzustellen und auf ein russisches (staatlich kontrolliertes) Labor zurückzuführen, dann wären das tatsächlich starke Indizien. Aber dann wäre das eine wissenschaftliche Methodik, und demfalls wäre Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit ein schlagendes Argument.

      Wenn sich aber nicht nachvollziehen lässt, welche wissenschaftliche Methoden zur Identifikation und Herkunftsnachweis angewendet wurden, dann scheint mir das alles nur Schall und Rauch. Mit seriöser Forensik hat das dann m.E. nichts zu tun.

      Hast du seriöse Quellen?
      4 6 Melden
    • Citation Needed 15.03.2018 11:49
      Highlight https://www.nzz.ch/international/grossbritannien-weist-als-vergeltung-fuer-giftanschlag-23-russische-diplomaten-aus-ld.1365883
      Im 4. Abschnitt.
      Hier etwas genauer: https://www.theguardian.com/world/2018/mar/09/russia-lab-x-poison-factory-that-helped-silence-soviets-critics
      Woanderst stand nicht nur staatl. sondern militärisches Labor, den Link hab ich aber nicht mehr.
      5 2 Melden
    • Citation Needed 15.03.2018 11:51
      Highlight Sooooo seriös sind die Quellen nicht, bzw. ich habe keine wissenschaftlichen Logs. Aber hinweise drauf. Wenn Du ein Analyseprotokoll willst, dann musst Du selber suchen.
      5 2 Melden
    • Citation Needed 15.03.2018 13:56
      Highlight Nochwas, nicht seriöser als andere Quellen (auch Englische Medien), aber m.E. glaubwürdig: http://www.bbc.com/news/world-europe-43377698
      Es heisst, die Chance, dass dieser Stoff nicht von den Russen direkt stammt ist theoretisch zwar nicht auszuschliessen, aber doch sehr unwahrscheinlich. May sagte, der Stoff sei entw. russisch oder dann hat Russland seine eigenen Gifte nicht im Griff, was vielleicht noch schlimmer wäre.
      4 2 Melden
    • Echo der Zeit 15.03.2018 14:01
      Highlight @Ueli - Ihre Argumentation ist ein Witz - Als ob Man zu denn Russen gehen könnte mit der Gift Probe - Da Bewegt sich überhaupt nichts, noch weniger als beim Staatlichem Russischem Doping. Absurd wie sie nach Beweisen kwängeln, wenn sie so gegenüber Geheimdiensten auftreten - Ich möchte seriöse Forensik - Lachen die sich Tot.
      3 3 Melden
    • Ueli der Knecht 15.03.2018 16:46
      Highlight Citation Needed: Thx für die Links. Wie du selber bemerkst, sind das keine stichhaltige Indizien; nur Vermutungen. Der Umstand, dass die Giftklasse eine russische Entwicklung ist, genügt nicht. Die Quellen schreiben selbst, dass es noch zu früh sei, eine russische Herkunft zu behaupten (das ABC-Labor in Spiez könnte das Gift vermutlich auch herstellen und besitzt vermutlich auch davon).

      Die Briten behaupten, sie würden mit der OPCW koopierieren. Die OPCW wäre unabhängig, glaubwürdig und fähig, die forensischen Analysen durchzuführen. Aber bisher verlautete von dort nichts. Also abwarten.
      0 5 Melden
    • Ueli der Knecht 15.03.2018 16:51
      Highlight Echo der Zeit: Kannst du dich noch an die "stichhaltigen Beweise" erinnern, die Grundlage des Dritten Golfkriegs waren? Natürlich hast du auch damals an diese Märchen geglaubt. Sie waren eben kein Witz, aber trotzdem erstunken und erlogen!

      Es gäbe durchaus Methoden, um solche Behauptungen gerichtsverwertbar mit forensischen und unabhängigen Analysen zu belegen. Man muss sicher nicht zu den Russen gehen (die nb. ihre Beteiligung abstreiten). Die Briten könnten zB. das OPCW beiziehen, und die forensischen Analysen diesen Fachleuten überlassen. Das wäre jedenfalls glaubwürdig. Also beruhig dich!
      1 5 Melden
    • Ueli der Knecht 15.03.2018 16:58
      Highlight Citation Needed: Ich meine, es kommt nicht so draufan, ob es ein russisches staatlich kontrolliertes oder militärisches Labor ist. Es wäre in diesem Fall auch irrelevant, ob es russische Absicht war, oder die Russen ihre Labore nicht im Griff hätten. Das ist alles einerlei, und für alle diese Möglichkeiten müssten die Russen definitiv die Verantwortung übernehmen.

      Unbestritten scheint mir aber bisher nur, dass der Novichok-Giftstoff eine russische Erfindung ist. Nur wird dieses Gift vermutlich inzwischen weltweit von entsprechend spezialisierten Laboren hergestellt und gelagert.
      0 6 Melden
    • Citation Needed 15.03.2018 22:28
      Highlight Ueli: stichhaltiger als alle "da das Gift russisch ist, können es nicht die Russen sein" sind meine Links allemal.

      Aber ich gehöre nicht zu denen, die bei 60% 100% rufen. Darum melde ich Vorbehalte an. Für die Version der Gegenseite (Russland: "wir wissen von nichts") spricht im Moment herzlich wenig. Also ist für mich erstmal starke Tendenz nach Täterschaft Russland, bei Gegenbeweisen rück ich gerne ab.

      Ich glaube nicht, dass es Beweise von der Art, die Du erwartest, für Normalsterbliche gibt.
      5 2 Melden
    • Citation Needed 15.03.2018 22:34
      Highlight Knecht: Hast Du den BBC link geguckt? Der Experte sagt klar dass diese Novichok-Gifte bisher nie von irgendwem sonst hergestellt wurden, man aber natürlich nicht ausschliessen könne, dass dies irgendwo doch getan werde.
      Wie kommst Du von dieser Aussage aus drauf zu schreiben "Nur wird dieses Gift vermutlich inzwischen weltweit von entsprechend spezialisierten Laboren hergestellt und gelagert."
      Wieso vermutest Du das? Weil es Russland entlastet?

      Mann muss pro und kontra jedes Argument denken, nicht nur kontra...
      6 1 Melden
    • Citation Needed 15.03.2018 22:47
      Highlight Die Briten haben sich ans OPCW gewandt. Aber das ist noch nicht sehr lange her, da muss man abwarten.

      4 2 Melden
    • Ueli der Knecht 15.03.2018 23:16
      Highlight Citation Needed: Was glaubst du, ist Aufgabe des ABC-Labors in Spiez? Die müssen herauszufinden, wie man solche Gifte herstellt, und sich einen Vorrat von solchen militärischen Kampfmitteln beschaffen. Das gilt weltweit für für alle anderen militärischen ABC-Laboren. Insofern scheint mir BBC nicht glaubwürdig.

      BBC und RT sind eh Propaganda-Instrumente ihrer Regierungen.

      Solange man naheliegende Kontras nicht ausräumen kann, gilt: in dubio pro reo. Angeschuldigte müssen nicht ihre Unschuld beweisen. Beschuldigungen müssten stichhaltig belegt werden. Aber das taten die Briten bisher nicht.
      2 3 Melden
    • Ueli der Knecht 16.03.2018 09:30
      Highlight Citation Needed: Die OPCW wäre die einzige Organisation, die legitimiert und befähigt wäre, solche Anschuldigungen zu untersuchen. Die Briten behaupten, sie hätten die OPCW dazugezogen. Aber auch das scheint bisher nur eine unbestätigte Behauptung. Die OPCW hat bisher nichts bestätigt. Die Briten wären verpflichtet, ihre Anschuldigungen beim OPCW vorzubringen, dieser Organisation sämtliche Beweismaterialien und auch die Untersuchung zu übergeben. Es macht aber bisher nicht den Eindruck, dass die Briten ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommen würden und lieber selber was wursteln.
      0 5 Melden
    • Citation Needed 16.03.2018 10:55
      Highlight Ueli, hier geht es aber nicht um ein ordentlich geführtes staatliches Labor, sondern um die Herstellung DES Stoffes, der hier für ein Verbrechen verwendet wurde. Der stammt wohl nicht von Spiez, oder?
      In dubio pro reo gilt vor Gericht.
      Wir haben hier aber einen politischen Prozess.
      Du vergleichst BBC und RT? Schon mal das internationale Pressefreiheitsranking gesehen?? Vereinigtes Königreich, Rang 40, Russland Rang 148 (von 180). Richtig, RT und BBC sind Staatsmedien. Aber darum sind nicht beide propagandistisch. Oder ist SRG auch mit RT gleichzusetzen und propagandistisch?
      3 2 Melden
    • Citation Needed 16.03.2018 11:06
      Highlight Zudem: weisst Du, was die Briten an Pro und Kontra haben? Vielleicht können sie die Kontras ja klar ausräumen, tun es aber nicht öffentlich. Weil dadurch z.B. Rückschlüsse auf Quellen oder Überwachungen ermöglicht würden, die sie nicht kompromittieren wollen?
      Mag sein, dass die Briten ungeschickt vorgegangen sind und zurückkrebsen müssen, weil sie ihre Anschuldigungen öffentlich nicht halten können. Denke aber nicht, dass sie wie Goofen einfach mal ohne Hinweise Russland beschuldigten.
      4 2 Melden
    • Citation Needed 16.03.2018 11:25
      Highlight Ueli, hold your horses! Du musst mich nicht überzeugen. Ich habe meine Meinung noch nicht gemacht, finde aber die Argumentation "Russland kann es nicht gewesen sein" sehr dürftig (so wie sie hier drin verbreitet wird). Ob May erfahren genug ist, so eine Sache zu handlen oder ob sie der Verführung erlag, dem aktuellen Druck auf ihre Person zu entkommen, indem sie einen äusseren Feind ins Spiel bringt, who knows? Jedenfalls hiess es, die OPCW sei involviert. Was würde es bringen, darüber zu lügen, es käme doch raus. Es ist zu früh, Schlüsse zu ziehen. Aber Russland bleibt m.E. sehr verdächtig.
      4 2 Melden
  • pedrinho 14.03.2018 15:23
    Highlight
    irgendwie scheint´s mir eine weitere stufe in der propagandaschlacht (nato et al) gegen russland.

    kann ein land, geheimdienst, RU so schwachsinnig und transparent handeln, wenn sie jemanden um die ecke bringen wollen ? Es gibt zehntausend unauffaelligere methoden jemanden ins jenseits zu befoerdern.
    Inside job ?

    “Jede Propaganda hat volkstümlich zu sein und ihr geistiges Niveau einzustellen nach der Aufnahmefähigkeit des Beschränktesten unter denen, an die sie sich zu richten gedenkt. "

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=2368



    PS: kein RU troll, vlt etwas paranoia und altersstarrsinn ;)
    41 34 Melden
    • HabbyHab 14.03.2018 18:04
      Highlight Ja, Russland kann so offensichtlich handeln. Putin weiss, dass es höchstens ein Säbelrasseln und keine größeren Folgen geben wird, solange Donald ihm so wohlgesinnt ist.
      10 15 Melden
    • Danyboy 14.03.2018 18:14
      Highlight Kommt drauf an was das Ziel ist... Russland führt (wie das schon mehrfach russische Politiker zugaben) einen Informationskrieg. Und das machen sie recht gut, indem sie im „Westen“ gezielt die Fronten verhärten und Stimmung machen (was ich überhaupt nicht für tolerierbar halte).
      Ob und wie ein solcher Giftanschlag da passt, weiss ich nicht. Keine Ahnung was der britische Geheimdienst da noch rausfand. Vielleicht nutzt May dies auch, um Druck auf Russland auszuüben.
      9 11 Melden
    • trio 14.03.2018 18:26
      Highlight Einfach unauffällig umbringen hat keinen Nutzen für Russland. Sie wollen es so machen, dass alle Wissen Russland wars, aber beweisen kanns niemand.
      Zukünftige Überläufer sollen so eingeschüchtert werden, ist jetzt nicht so schwierig um das zu merken.
      12 11 Melden
    • äti 14.03.2018 19:47
      Highlight ... man hört nur von misslungenen Anschlägen und da es doch um Macht u/o Geld geht sind den Phantasien keine Grenzen gesetzt.
      3 3 Melden
  • tooempty7 14.03.2018 14:35
    Highlight Naja, wirklich durchgreifen kann man dies wohl auch nicht nennen. Erst die Einfrierung russischer Vermögen in London hätte wirklich einen Einfluss, aber dass würde die City wohl selber zu stark treffen..
    76 9 Melden
  • Hr. Döpfel 14.03.2018 14:18
    Highlight Das ist mal eine klare Ansage!
    Eigentlich würde ich die WM in Russland ja auch gerne boykottieren/ignorieren (Putin, FIFA, Qatar, ...). Wenn es nur nicht um meinen lieben Fussball ginge. Ich bin total zerrissen :-(
    34 53 Melden
  • Scaros_2 14.03.2018 14:12
    Highlight Ich würde einfach wirklich gerne einmal Beweise sehen.
    50 15 Melden
    • p4trick 14.03.2018 16:43
      Highlight Theresa sendet sie dir zu, gerade nachgefragt. Sorry dass es solange gedauert hat!
      7 3 Melden
    • trio 14.03.2018 18:28
      Highlight Ist hier den jeder internationaler Ermittler?
      Was nützen Beweise, wenn man nichts davon versteht?
      11 6 Melden
    • Citation Needed 15.03.2018 07:25
      Highlight Es gibt doch haufenweise hieb- und stichfeste Info zu verschiedensten kriminellen Taten, in die höchste russische Staatsorgane verwickelt sind/waren. Bloss kommt halt nicht jedem Nachrichtenkonsumenten weltweit ein Indizienpäckli zur eigenen Überprüfung in den Briefkasten geflattert... was viele scheinbar zur Annahme verleitet, es gebe keine Beweise.
      Klar gibt es Fake news, pro und contra Russland. Aber wenn seriöse, gut recherchierte Quellen quasi aus erster Hand Fakten liefern, die klar gegen Russland sprechen, warum diese per Füdlilogik à la 'ist doch viel zu offensichtlich' kontern?
      5 4 Melden
  • Radiochopf 14.03.2018 14:09
    Highlight Was ist das für eine neue Strategie der USA/Briten, mit dem ständigen Ausweisen der Diplomaten? Was steckt wirklich dahinter? Putin wird sofort das gleiche machen und britische Diplomaten ausweisen, das ist jetzt schon klar.. die Russen haben verlangt, dass die Briten ihnen eine Probe senden würden, was juristisch korrekt wäre in so einem Fall.. daran halten sich die Briten jedoch nicht.. mit anderen Worten, die ganze Geschichte/Eskalation scheint genau so gewollt zu sein, von wem auch immer...
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    • batschki 14.03.2018 17:33
      Highlight Wie in der heutigen NZZ steht, fällt Novichok nicht unter die Chemiewaffenkonvention, da es gar nie offiziell deklariert wurde. Und Russland auch keines mehr haben will. Noch spannend, wie da plötzlich etwas Inexistentes juristisch geschützt werden soll
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    • trio 14.03.2018 18:29
      Highlight Russland spielt immer das gleiche Spiel. Macht gar keinen Sinn, dort mitzuspielen.
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    • äti 14.03.2018 19:29
      Highlight .. das ist ein Standard-Vorgehen zwischen Staaten. Dies Aussage dahinter wird sehr wohl verstanden.
      Den Russen eine Probe zu senden wäre nutzlos, sie würden eh nichts finden. Und haben sie nicht zuhause genug davon?
      Es geht nicht darum, den Russen etwas anzuhängen. Nur, sich alles gefallen zu lassen ist auch schlecht. Bestimmt kennen alle berechtigten u beteiligten Personen die Hintergründe und Fakten genau. Im Gegensatz zu uns.
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    • Echo der Zeit 14.03.2018 21:14
      Highlight Ja denn Russen eine Probe Schicken für was ? Das die nach 5min sagen - Das ist klar nicht von uns ... eindeutig ... Ehrenwort!
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  • Skater88 14.03.2018 14:07
    Highlight "Diplomaten".... MI5 Aktion im grossen Stil nach dem Motto "Wir wissen wer. Ihr seid und wo ihr wohnt"
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    • bebby 14.03.2018 15:01
      Highlight Russland wird nun als Gegenmassnahme vermutlich auch die britischen „Diplomaten“ ausweisen. Geheimdienste sind ja so etwas von sinnlos. Leider funktioniert die Welt nicht so wie in einem James Bond Film. Nein, es geht primär um gegenseitige Wirtschaftsspionage und insbesondere das ausspionieren der eigenen Bürger im In- und Ausland.
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