International

Polen stellt paramilitärische Einheiten gegen Russland auf

Aus Angst vor Russland hat Polen zur Unterstützung der Armee eine paramilitärische Gruppe gegründet. Zehntausende Zivilisten sollen zur Landesverteidigung eine Militärausbildung bekommen.

03.06.16, 10:49 03.06.16, 11:44

Angehörige paramilitärischer Gruppen in Polen. Bild: KACPER PEMPEL/REUTERS

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Polen will auf die Gefahr eines «hybriden Krieges» durch Russland wie in der Ukraine vorbereitet sein. So begründete Grzegorz Kwasniak die Gründung einer auf 35'000 Mann angelegten paramilitärischen Truppe zur Landesverteidigung. Er ist verantwortlich für den Aufbau der Gruppe, der ab September die ersten Freiwilligen angehören sollen.

Die Entscheidungen zur Kommandostruktur der Truppe und zu den Nominierungen an ihrer Spitze seien im April gefallen, meldete die Nachrichtenagentur PAP. Bei den Freiwilligen soll es sich demnach um Zivilisten handeln, die eine militärische Ausbildung erhalten.

Über die Bildung der Gruppe berichtete Verteidigungsminister Antoni Macierewicz am Donnerstag auf einem Kongress paramilitärischer Gruppen in der Stadt Ostroda im Norden Polens.

Polen posieren fürs Fotoalbum.
bild: SJS Strzelec

Jede der 16 Woiwodschaften soll über eine Brigade der neuen Truppe verfügen. Die grösste und am dichtesten besiedelte Woiwodschaft Masowien im Zentrum Polens soll zwei Brigaden erhalten.

Besonders im Fokus sind die östlichen Woiwodschaften Podlachien, Lublin und Podkarpackie (Vorkarpatenland). Sie gelten als Regionen, die besonders russischem Druck ausgesetzt sind.

Seit Beginn der Ukraine-Krise haben Bürgerwehren und paramilitärische Trupps in Polen regen Zulauf. Die Zahl ihrer Mitglieder wird auf 12'000 geschätzt. Vom 7. bis zum 17. Juni sollen paramilitärische polnische Gruppen erstmals am grossen Nato-Manöver «Anakonda» in Polen teilnehmen.

als/AFP

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • mortiferus 03.06.2016 21:37
    Highlight Jung und stark und aggressiv, jung und Tod und depressiv. Sollen die Faschos der Welt auf einem Schlachtfeld für ihre Vaterländer verkrüppeln und verenden. Man könnte es ihnen mit einer postmorten Helden-Urkunde danken. "Danke das ihr euch für den Frieden geopfert habt. Euer Tod hat uns den Frieden gebracht".
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  • Paco69 03.06.2016 12:31
    Highlight Die Gründung der OT-Truppen (Obrona terytorialna) ist ein Kind der PiS, schon länger geplant, sprich die Idee ist weder plötzlich da noch unbekannt. In Polen hat sich eher die Armee Sorgen gemacht, ob die Investitionen in ihre eigenen Erneuerungen dadurch nicht gefährdet werden und ob nicht ein Abwerben von qualifiziertem Armeepersonal stattfinden wird . Denn die Verbände müssen ausgestattet, entlohnt und geführt werden.
    2 0 Melden
    • Paco69 03.06.2016 12:39
      Highlight 2)
      Vielleicht will Polen wirklich nur seine paramilitärisch agierenden Jungs an die staatliche Leine nehmen, oder doch ganz getreu der polnischen Partisanentradition für alle Eventualitäten gerüstet sein. In solche internen Angelegenheiten wird man sich kaum einmischen können.
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  • Gelöschter Benutzer 03.06.2016 11:11
    Highlight Die NATO-Propaganda hat gefruchtet. Leider reicht der Intellekt dieser ehrenvollen Landesverteidiger nicht aus, mal einen Blick auf den Globus zu werfen, sonst wäre ihnen aufgefallen, dass ihr Land gar nicht an Russland grenzt.
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    • Fumo 03.06.2016 11:40
      Highlight Doch an die Enklave Kaliningrad. Aber gebe dir recht dass es propagandabedingte Paranoia ist. Der USA freuts bestimmt.
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