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Populisten-Netzwerk in Europa: Russlands rechte Freunde

Pegida, Front National, Ungarns Premier Orbán: Russland unterhält enge Kontakte zu Europas Rechten. Eine wichtige Rolle in dem Netzwerk spielt ein Oligarch, der das Zarentum wieder einführen will.

04.02.16, 12:58

Benjamin Bidder, Moskau



Ein Artikel von

Bei Europas Rechtsextremen wird ein Symbol immer populärer: die russische Fahne. Sie flattert über den Köpfen von Anhängern der italienischen Lega Nord, bei Pegida in Dresden und wird von Neonazis im sächsischen Heidenau - in leicht abgeänderter Form - getragen.

Denn Russland hat ein enges Netz zu rechten Bewegungen in Europa gesponnen. Auf dem Parteitag von Marine Le Pens Front National war ein Abgesandter aus Moskau Ehrengast: Andrej Isajew, Führungskader der Kreml-Partei «Einiges Russland» und Vize-Sprecher der russischen Staatsduma. Er peitschte das Publikum mit scharfen Attacken gegen Europas vermeintliches US-Besatzungsregime auf. «Wie Washington belieben», das sei das Motto von Politikern wie Angela Merkel und François Hollande.

Marine Le Pen, French National Front (FN) political party leader and Member of the European Parliament, attends a debate at the European Parliament in Strasbourg, France, February 3, 2016. REUTERS/Vincent Kessler

Marine Le Pen
Bild: VINCENT KESSLER/REUTERS

Matteo Salvini, Frontmann der Lega Nord, posiert gern in T-Shirts mit dem Konterfei von Russlands Präsident Wladimir Putin. Er war allein im vergangenen Jahr vier Mal in Moskau, zuletzt im Dezember - zu «politischen Konsultationen», wie es bei «Einiges Russland» hiess. Die Liste von Russlands rechten Freunden ist lang, siehe Fotostrecke:

Italy's Northern League leader Matteo Salvini speaks during the Europe of Nations and Freedom movement meeting in Milan, Italy, Thursday, Jan. 28, 2016. (AP Photo/Antonio Calanni)

Matteo Salvini
Bild: Antonio Calanni/AP/KEYSTONE

«Russland baut eine Struktur ähnlich dem Konzept der Kommunistischen Internationalen auf», heisst es in einem Bericht des tschechischen Geheimdienstes BIS. Zu Sowjetzeiten unterhielt Moskau über die Komintern Kontakte zum kommunistischen Ausland, um Einfluss im Westen auszuüben und Zuträger für den Geheimdienst zu gewinnen. Anders als damals ist Moskaus neue Front aber nicht links, sondern stramm rechts.

Alexander Dugin, the leader of the Eurasian Movement, speaks during a rally of Russian nationalist groups in central Moscow, Sunday, April 8, 2007, with a billboard in the background. Several hundred young supporters of Russian nationalist groups rallied under heavy guard in downtown Moscow Sunday, calling for the resurrection of the Soviet empire. Under Russia's President Vladimir Putin, the Kremlin has taken an increasingly assertive posture on the former Soviet nations and bristled at what it described as the U.S. expansion into its sphere of interests, the policy popular with the public, nostalgic about the Soviet Union's global clout and prestige.(AP Photo/Ivan Sekretarev)

Alexander Dugin
Bild: AP

Russische Blogger haben das Netzwerk in Anlehnung an den kommunistischen Bund «Schwarze Internationale» getauft. «Die Struktur basiert ideologisch auf dem expansionistischen Neo-Eurasismus von Alexander Dugin», heisst es in dem Bericht des tschechischen BIS.

Der Moskauer Universitätsprofessor Dugin träumt von einer weltweiten «konservativen Revolution». Er ist Berater des russischen Parlamentspräsidenten und oft im Fernsehen. Dugins Bücher über «Grundlagen der Geopolitik» gehören zur Pflichtlektüre von Offizieren des russischen Generalstabs.

Der Deutsche Freund Ochsenreiter

Aus von Oppositionellen gehackten Mails geht hervor, wen Dugin und seine Leute für geeignete Partner in Europa halten. Die Rede ist vom Aufbau eines «Eliten-Clubs und/oder einer Gruppe, die Einfluss auf Informationen nehmen kann». Namentlich genannt wird - unter vielen anderen - der polnische Rechtsextremist Mateusz Piskorski, Ungarns Premierminister Viktor Orbán und Vertreter der Jobbik-Partei, aber auch der Deutsche Manuel Ochsenreiter. Ochsenreiter hat für die rechtsextreme «Deutsche Militärzeitschrift» geschrieben und ist seit zwei Jahren bei Kreml-Medien ein gern zitierter Stichwortgeber von Kreml-Propaganda. Das Boulevardportal «Lifenews» stellt ihn der russischen Leserschaft als «deutschen Politologen» vor. Während der Pseudo-Wahlen in der Ostukraine firmierte Ochsenreiter beim Auslandssender Russia Today als «deutscher Wahlbeobachter».

Hungarian Prime Minister Viktor Orban addresses news conferece with British Prime Minister David Cameron (not pictured) in Budapest, Hungary January 7, 2016. REUTERS/Laszlo Balogh

Ungarns Premierminister Viktor Orbán
Bild: LASZLO BALOGH/REUTERS

Neben Dugin gibt es in Moskau eine zweite Schlüsselfigur: Konstantin Malofejew, ein erzkonservativer Oligarch. In einem Mail-Wechsel bittet der Gründer der Webseite «Russia Insider» um eine Finanzspritze von dem Oligarchen. Das englischsprachige Portal ist bei Putin-Fans im Westen beliebt und beteuert stets, allein von Leserspenden zu leben.

«Dieser sogenannte Liberalismus»

Malofejew, 39, ist Chef des Moskauer Investmentfonds «Marshall-Capital». Er bezeichnet sich selbst als «orthodoxen Monarchisten». In Interviews fordert er, Russland zum «Rechtsnachfolger des russischen Imperiums» zu erklären, nebst Wiedereinführung des Zarentums. Der Oligarch spielte auch eine Rolle bei der Krim-Annexion. Wenige Wochen vor der Operation landete Malofejew in Sewastopol. Der Geschäftsmann berichtet, den Vorschlag des russlandtreuen Krim-Premiers Sergej Axionow habe er dem Kreml unterbreitet. Ein PR-Berater Malofejews war zwischenzeitlich auch «Regierungschef» in Donzek.

Konstantin Malofejew

Malofejew gründete 2015 in Moskau einen neuen rechten Fernsehsender namens Zargrad TV. Für das Projekt holte sich der Russe Hilfe vom Amerikaner Jack Hanick. Dieser war früher bei Fox News, dem rechten US-Sender.

Aus seinen Zielen in der EU macht der Russe keinen Hehl. Es sei Moskaus Mission, Europa vom «Totalitarismus» zu befreien, von «diesem sogenannten Liberalismus, Toleranz, Freiheit».

Zu den Geschäftspartnern des Russen gehört der belgische Investor Pierre Louvrier, ein Bewunderer des russischen Freischärlers Igor Girkin. Der sei ein «moderner Held», schrieb Louvrier unter ein gemeinsames Erinnerungsfoto mit Girkin.

Auch in Österreich ist Malofejew gut vernetzt. Im Juli 2014 luden er und der Ideologe Dugin dort Gleichgesinnte ins noble Palais Liechtenstein ein. Stargast des Abends war ein Mann, der neben Le Pen als grosser Hoffnungsträger von Europas Rechtspopulisten gilt: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.

epa05132125 Heinz-Christian Strache, leader of the Austrian 'Freiheitliche Patei Oesterreich' (FPO), delivers a speech during the Europe of Nations and Freedom movement meeting hosted by Italy's right-wing, anti-immigrant Northern League (LN) in Milan, Italy, 28 January 2016.  EPA/DANIEL DAL ZENNARO

Bild: EPA/ANSA

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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47
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47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 05.02.2016 07:10
    Highlight Irgendwie komisch, dass heutzutage der Spruch "Moskau einfach!" eine gegenteilige Bedutung bekommen hat.
    Damals hörte ich diese Verwünschung von erbosten gutbürgerlichen Gaffern, die am Strassenrand standen, während unser linker "Sauhaufen" an einer Demo an ihnen vorbei spatzierte.
    Die gleichen Gaffer einer früher schweigenden, heute aber wütend "täubelnden" Mehrheit erhoffen sich heute Unterstützung aus Moskau gegen die antiautoritäre Unterwanderung des Militärs und der hierarchisch funktionierenden Privatwirtschaft...
    4 1 Melden
  • Radiochopf 04.02.2016 19:11
    Highlight Es ist eigentlich unglaublich, dass man das Land welches am meisten Opfer hatte im 2. Weltkrieg (ca.30mio Menschen!!!) nun als Nazi-Freundlich darstellen will.. Geht mal nach Russland, es gibt keine Familie die wohl nicht einen Opa/Oma währendem 2. Weltkrieg wegen den Nazis verloren hat.. Das der Nationalstolz dank der amerikanischen Politik grösser geworden ist, dürfte keinen verwundern.. Die meisten Russen sind aber offener und toleranter als hier einige glauben, nur muss man das selber erleben als man einfach etwas behaupten!!!
    14 14 Melden
    • rodolofo 05.02.2016 07:12
      Highlight Ich glaube, dass die allermeisten hier unterscheiden können zwischen einer herzlichen Russischen Bevölkerung und einem eiskalt berechnenden ehemaligen Geheimdienstler!
      7 2 Melden
  • Dä Brändon 04.02.2016 16:34
    Highlight Ich merke in den Kommentaren das viele nur darauf warten Putin mit etwas negativem in Verbindung zu setzen. Das ist jetzt halt so. Zu dem Thema warum die Rechtsparteien mit Russland sympathisieren? Ganz einfach: viele Menschen haben es satt immer nach der US Pfeiffe zu tanzen (TTIP, CETA, ACTA) und da es kaum Alternativen gibt brauchen sie einen starken Partner und das ist halt im Moment Putin und Putins Interessen sind halt die Parteien zu stärken die nicht eng mit USA arbeiten wollen. Gott beware uns vor einem rechten Europa, aber dafür bete ich für ein emanzipierteres Europa gegenüber USA.
    19 19 Melden
    • tinmar 04.02.2016 17:40
      Highlight Sorry, Europa kann sich ganz gut gegen die USA behaupten - darum gibt es ja Verhandlungen.

      Diese Wähler-Fraktion hat doch überhaupt kein klares Bild von TTIP & Co. Es sind doch gerade die linken Partein, die sich diesem Thema annehmen. Die Rechten tun doch nur so.

      Vielmehr neigt diese Klientel zu Wahnvorstellungen im Sinne von einem besetzten Europa - .. Harp .. Wettermanipulation .. Zionistische Weltverschwörung .. Alienregierung
      17 14 Melden
    • rodolofo 05.02.2016 07:19
      Highlight Putin ist nicht "stark", sondern brutal und skrupellos.
      Darum macht er ja mit Assad (dem Schlächter) gemeinsame Sache!
      Auf einen solchen "Verbündeten" kann Europa (ohne die Rechtsnationalen) gut verzichten!
      Ob die USA langfristig als Verbündete taugen, lässt sich erst nach den nächsten Wahlen schlüssig sagen.
      Im Augenblick steht das "auf Messers Schneide".
      Wenn ich die Auftritte von Donald Trump so aus der Ferne beobachte, dann befürchte ich, dass Europa bald auf sich allein gestellt sein wird im Kampf für Demokratie und Menschenrechte...
      7 3 Melden
    • Dä Brändon 05.02.2016 09:40
      Highlight Genau das glaube ich nicht. Es ist glaube ich egal wer in den USA gewählt wird. Auch wenn sie einen Otten als Präsidenten wählen würden, die Schafe im europäischen Parlament werden dem Ami einfach überall hin folgen. Übrigens hat sich die USA viel brutaler im Syrienkrieg gezeigt mit der Bewaffnung der IS. Putin ist zwar das kleinere Übel aber trotzdem hat er auch genug Blut an den Händen.
      2 2 Melden
  • Daniel Caduff 04.02.2016 15:00
    Highlight Putin will vor allem die EU schwächen. Deren Sanktionen schmerzen Russland tatsächlich. Deswegen sind alle EU-Hasser Putins Freunde. Umgekehrt ist es eher so, dass die europäischen Rechten Putin nicht primär aus geopolitischen Gründen gut finden (lassen wir die NWO-Atlantikbrücke-Aluhutträger mal aussen vor), sondern weil er ihrem Staatsverständnis des "starken Führers" entspricht.

    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/und-dann-waren-die-amerikaner-ploetzlich-die-boesen/story/19759558
    21 7 Melden
  • Kookaburra 04.02.2016 14:49
    Highlight Wir hatten in der Schule auch einen, den wir nie bei "den Guten" mitspielen liesen... er ist jetzt in der SVP.
    11 8 Melden
    • tinmar 04.02.2016 18:50
      Highlight Haha, Chamäleonär, wir werden doch irgendwann noch Freunde ;-)
      3 1 Melden
    • Kookaburra 04.02.2016 21:13
      Highlight Du weisst ja wie schnell ich das wieder verhaue, aber danke :)

      Und ich meine es ernst. Wenn der Westen Putin lieber als Feind will, dann kriegen sie ihn... früher oder später.

      Ich glaube aber, eigentlich möchte Putin nur genauso geliebt werden wie Deutschland, England oder Frankreich...

      Und schaut euch das GIF an. Er würde super in die EU passen:)
      3 0 Melden
    • rodolofo 05.02.2016 17:31
      Highlight Putin ist in diesen Filmchen etwa so lustig, wie der Freund von Uriella (wie hiess er noch?) bei seinem Tomaten-Sketch...
      1 1 Melden
  • tinmar 04.02.2016 14:41
    Highlight Auf Facebook lässt sich diese unheilvolle Allianz ja seit einiger Zeit beobachten. Fast alle Nazi-Seiten sind ganz innig Pro Putin.

    Es gab ja auch schon einige berichte über die russische Web-Troll-Arme, die fleißig Bullshit verbreitet und damit ja durchaus für Unruhe und Verwirrtheit sorgt.
    Wer kennt Sie nicht, die Diskussionen, bei denen sich stinknormale Leute plötzlich voller Feuer und Flamme auf Berichte von RT (RussiaToday) beziehen.

    Bin gespannt - wird auch Watson gleich zu-ge-Trollt?

    23 10 Melden
  • smoking gun 04.02.2016 14:05
    Highlight Biedert sich der Benjamin bei der Atlantik-Brücke an?
    17 17 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 04.02.2016 14:22
      Highlight Wird die Liste eigentlich aktuell gehalten?

      http://homment.com/atlantikbruecke

      Hatte auch schon den Verdacht, dass Herr Löpfe dazu gehört. Aber wahrscheinlich geht das ganze weiter. So a la "Ein Keks für dich, aber kein Keks für dich!" ...
      9 8 Melden
    • Radiochopf 04.02.2016 14:22
      Highlight Ja wiedermal gut gemacht um vom Thema abzulenken und den Zeigefinger auf Russland zu zeigen, gratuliere-nicht! Wo werden Asylheime tagtäglich angegriffen und Frau Merkel sagt nichts dazu? Wehe es wäre in Russland mit einer Handgranate auf ein Asylheim geworfen worden, unsere westlichen Medien hätten wieder viel zu schreiben gehabt...
      9 12 Melden
    • fuegy 04.02.2016 16:30
      Highlight @Radiochopf: In Russland gibt es rechte Organisationen, welche vom Staat, zum Teil sogar von Putin selbst, unterstütz oder zumindest nicht behindert werden. Regelmässig gibt es Gruppen, welche Flüchtlinge, Migranten, Homosexuelle jagen, verprügeln, niederstechen oder gar töten. Der Staat schaut zu, Polizisten verhaften danach das Opfer und es wird teilweise sogar noch bestraft für unhaltbare Anschuldigungen. Kampftraining mit verschiedenen Waffen ist bei solchen Organisationen normal. Man darf in Russland nicht mal demonstrieren, ohne verhaftet zu werden.Aber ja, die armen Russen...
      12 7 Melden
    • Retarded Wizard 04.02.2016 17:04
      Highlight fuegy, sehr viele Behauptungen, die du da aufstellst.

      Gibts dazu auch Quellen, oder gehst du einfach davon aus?
      9 9 Melden
    • tinmar 04.02.2016 18:05
      Highlight Fuegy, vielen dank für diese sehr wichtige Richtigstellung.
      2 3 Melden
    • Radiochopf 04.02.2016 19:05
      Highlight @fuegy Frage: warst du mal in Russland und hast etwas davon selber miterlebt oder alles nur durch lesen und sehen von westlichen Medien herausgefundenen? Wenn es eher das zweite ist, gratuliere, du hast die einseitige und natürlich einzig richtige Wahrheit entdeckt und alles ist 100% genau so...
      6 2 Melden
    • tinmar 04.02.2016 20:40
      Highlight RT lässt grüüüßen
      2 3 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 04.02.2016 21:49
      Highlight Einige (tinmar) scheinen nicht verstanden zu haben, was die Atlantik-Brücke ist... mag sein, dass RT ein Propaganda Sender ist. Doch er ist wie die "Faust aufs Auge"... die Beeinflussung im verborgenen und fast unmerklich ist das fiese! Man muss wachsam sein. Auf beide Seiten gleich!
      4 6 Melden
  • saukaibli 04.02.2016 13:47
    Highlight Ist doch nur logisch, dass sich eine rechtsextreme Regierung mit anderen Rechtsextremen gut versteht und sich auch verbandelt. Gefährlich ist es allemal, da Russland unbedingt einen gesamteuropäischen oder sogar weltweiten Krieg haben will, so scheint es zumindest und das wäre auch die einzige Möglichkeit, Russland wieder stark zu machen. Vorausgesetzt natürlich, Russland und seine Nazifreunde würden gewinnen. Sieg oder Untergang, das hat doch schon mal einer propagiert, der vom Gedankengut her ziemlich ähnlich getickt hat wie es Putin heute tut.
    38 24 Melden
    • Retarded Wizard 04.02.2016 15:42
      Highlight Ja es ist Russland, es ist immer Russland, die pösen Kommunistennazis.

      Unsere Verbündeten, die Amis, die Saudis und die EU, die zusammen den ganzen nahen Osten zerstört haben, ja das sind die guten. Hauptsache es sind keine Nazis, und haben kein rechtes Gedankengut. Egal wieviel sie zerstören, ausbeuten und vertreiben.

      Vielleicht ist auch das der Grund, warum Russland so schlecht geredet wird; Sie können in Sachen Zerstörung und Ausbeutung einfach nicht mit uns mithalten.

      11 13 Melden
    • Dä Brändon 04.02.2016 16:25
      Highlight Kommunistennazis... der war gut hahaha. Die Rechten in Europa unterstützen Putin nur aus dem Grund weil Putin dem Westen die Stirn bietet. Die Rechten in Europa möchten kein Europa die sich immer der USA in den Anus kriechen. Übrigens die meisten die seit neuestem rechts Wählen sind gar keine Rassisten, sondern wählen Rechts aus trotz und weile keine starke Alternative da ist.
      8 7 Melden
    • rodolofo 05.02.2016 07:42
      Highlight Ich glaube, bei uns im "Westen" ist immer noch die irrige Meinung weit verbreitet, der "Sowietische Kommunismus" sei "links" gewesen.
      Das Gegenteil war der Fall!
      Schon sehr bald wurde die Revolution verraten durch Militärs und Machtmenschen. Die stalinistische Einheits-Partei hat die Trotzkisten verfolgt, die "Räte-Demokratie" beerdigt und das Ziel der Weltrevolution zu Gunsten von Imperialer Machterhaltung aufgegeben.
      "Links" blieben sehr lange die Rhetorik und die Propaganda. Als diese verlogene Heuchelei aufgegeben wurde, kam hinter der "linken" Maske die rechtsextreme Fratze hervor...
      3 2 Melden
    • Retarded Wizard 05.02.2016 15:11
      Highlight @ Rodolfo

      Kleine Korrektur : Ich glaube bei uns im "Westen" ist immer noch die irrige Meinung verbreitet, dass die Sowjetunion (auch Nordkorea oder welches Land auch immer) kommunistisch war/ist.

      Einen rechten Kommunismus gibt es nicht.
      Ebenso wenig eine Diktatur oder Führer.
      Den Kommunismus gab es nie.

      Ein kommunistisches System wäre grundsätzlich von Vorteil für die Wertschöpfer / die einfachen Arbeiter. Logischerweise zum Nachteil der gierigen Kapitalisten.

      Jedoch wird es ein solches System leider nie geben, da der Mensch einfach zu gierig zu sein scheint.





      3 1 Melden
    • rodolofo 05.02.2016 17:47
      Highlight @ Retarded Wizard
      Es war ein Kommunismus im "Nationalsozialistischen" Sinne, das heisst: Das Volk als Armee gleichgeschalteter Uniformierter, befehligt, erzogen und überwacht durch die Elite-Truppen des Führers, im Falle der Sowietunion Stalins.
      Während die Nazis die Agressionen nach aussen auslebten, verwandelten die Kommunisten die Sowietunion in ein riesiges Gefängnis mit der Vernichtungs-Maschinerie des Gulag für Dissidenten und bei Stalin in Ungnade gefallene.
      Der Kommunismus war ein Militär-Staat, wie der Faschismus, einfach mit "linker" Klassenkampf-Rhetorik, anstatt mit Rassismus-Hetze
      2 2 Melden
    • Retarded Wizard 05.02.2016 18:45
      Highlight Im Kommunismus existiert kein Militär Staat, kein Anführer, schlicht keine Herrschaft. Es gibt auch keine Überwachung oder desgleichen.

      Es war eine als Kommunismus getarnte Diktatur.

      Den Kommunismus gab es nie und wird es wohl nie geben.

      Es sind lediglich niedergeschriebene Gedanken zu einer theoretisch möglichen Gesellschaftsform.

      Russland unter Stalin , China unter Mao wie auch Nordkorea waren nie kommunistisch.
      2 0 Melden
    • rodolofo 06.02.2016 11:23
      Highlight Der theoretische Kommunismus ist ein "Wolkenkukuksnest" in dem alle sich lieb haben und sich selbst verwirklichen und niemand dem andern auf die Füsse tritt, weil alle so fürsorglich, sorgfältig und liebevoll sind und alle das WC so hinterlassen wie sie's vorgefunden haben. (das wäre dann das "Paradies auf Erden")
      Im real existierenden Kommunismus platzen einige Mitglieder der Partei ohne Voranmeldung in Deine Wohnung und inspizieren alles ganz genau, in der Absicht, Beweismaterial sicherzustellen, das Dich der Kollaboration mit dem Klassenfeind überführt...
      1 2 Melden
  • flyme 04.02.2016 13:25
    Highlight Warum nur glauben die Menschen, dass wir uns zwischen einem US-amerikanischen Europa und einem Russischen Europa entscheiden müssen? Immerhin hat Europa eine höhere Einwohnerzahl und ein höheres BIP als die USA und Russland zusammen!
    49 2 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 04.02.2016 15:50
      Highlight @flyme, "Warum nur glauben die Menschen" wohl ehnder -> Warum glauben die Politiker das wir uns zwieschen einem US oder RU Europa entscheiden müssen.

      Was die EU Politiker wollen ist ja klar, aber warum müssen die Amerikaner und die Russen das gefühl haben dass wir uns zwieschen Ihnen entscheiden müssen ?
      3 7 Melden
    • rodolofo 05.02.2016 17:55
      Highlight Wenn es zu einem Showdown zwischen dem "West-Imperium" (USA und Alliierte) und dem "Ost-Imperium" (China, Russland und Vasallen) kommt, dann muss Europa wohl, oder übel eine Frontseite wählen.
      Wenn aber in Europa und in Amerika die Rechtsnationalen die politische Mehrheit erreichen, dann werden sie das ärmste Drittel der Menschen ausgrenzen, aushungern und in Flüchtlings-Konzentrationslagern langsam und qualvoll den dannzumal wütenden Seuchen und Gewalt-Eskalationen überlassen.
      Das wäre die moderne "Endlösung".
      Noch haben wir die Möglichkeit, ein solches Horror-Szenario abzuwenden!
      1 2 Melden
    • rodolofo 06.02.2016 11:30
      Highlight Das wären die schlimmen Szenarien, also "Plan A" von Putin und Marine Le Pen.
      Es gibt aber noch andere Szenarien, die einem Plan A3 entsprechen:
      In Amerika gewinnt Hillary Clinton die Wahl und wird als erste Frau Präsidentin der Weltmacht Nr.1.
      In Russland gewinnen "Reformer" wegen der katastrophalen Wirtschaftslage an Einfluss.
      Die Muslimische Welt beginnt sich nach dem Fiasko mit dem "Islamischen Staat" und mit den Glaubenskriegen zwischen "Sunniten" und "Schiiten" ebenfalls zu reformieren und zu zivilisieren.
      Die internationalen Verflechtungen verhindern eine Eskalation zum 3.Weltkrieg.
      2 1 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 06.02.2016 12:56
      Highlight @rodolofo, was für aluhut Theorien sind denn das?
      0 0 Melden
    • rodolofo 06.02.2016 14:36
      Highlight @ The destiny
      Was ist eine "aluhut Theorie"?
      Meine Theorie besteht aus in meinem Hirn heran gereiften und dann "eingetöggelten" Gedanken.
      2 1 Melden
  • Rukfash 04.02.2016 13:20
    Highlight Da wären aber die Nazi Opas nicht Stolz auf ihre kleinen glatzköpfigen Enkeln..
    28 1 Melden
    • zombie woof 04.02.2016 14:55
      Highlight Wenn das der Führer wüsste.....
      17 1 Melden
  • Fumo 04.02.2016 13:20
    Highlight Eine nationalistische Partei aus Russland pflegt Verbindungen zu nationalistische Parteien aus anderen Ländern und hier wird es dargestellt als wäre es Russland insgesamt die rechts ist. Dabei wird schon nur aufgrund der eher monarchisch gerichteten "Vision" eindeutig dass Putin eigentlich wenig damit zu tun hat.
    11 25 Melden
    • FrancoL 04.02.2016 14:02
      Highlight Schon erstaunlich wie Sie begründen dass Putin eigentlich wenig damit zu tun hat. Ich denke dass eine Linie im Süden zur Liga Nord mehr als nur bei Putin landet, oder bereits vergessen dass Berlusconi als Türöffner fungiert hat?
      21 10 Melden
    • Fumo 04.02.2016 14:09
      Highlight Schon vergessen das Berlusconi gar nicht in der Lega Nord war und dessen "Zusammenarbeit" nach erfüllen seines Zieles, Stimmen und Sympathisanten zu sammeln, wieder gekündigt hat? ;)
      4 1 Melden
    • FrancoL 04.02.2016 14:32
      Highlight Fumo; Dass die Lega Nord überhaupt existiert ist mitunter Berlusconi zu "verdanken". Die Geschichte der Lega Nord ist eine Parallelgeschichte der italienischen Rechten!
      Ich habe zudem nicht behauptet dass Berlusconi je in der Lega Nord war, aber wer Italien ein wenig kennt weiss dass zwischen Forza Italia und der Lega Nord grosse Umschichtungen erfolgt sind und heute dies mehr den ja geschieht.
      12 4 Melden
    • Fumo 04.02.2016 15:05
      Highlight Grosse Umschichtungen würde ich die par Abgänge und Eintritte nicht nennen und das die Lega Nord dank Berlusconi existiert kommt woher? Denkst du er hätte eine eigene Partei gegründet wenn er wirklich mit Bossis Ansichten sympathisiert hätte?
      3 4 Melden
  • Human 04.02.2016 13:09
    Highlight Na is doch super können die alle nach Russland gehen und Putin feiern und wir können hier in Frieden leben! Da gibts auch keine Lügenpresse nur gut recherchierte Regimetreue Nachrichten, das ist doch was diese Menschen wollen!

    Vielleicht kann die NPD helfen! Endlich das Volk zuerst!
    32 8 Melden
    • tinmar 04.02.2016 14:27
      Highlight Genau!
      12 4 Melden

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