International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Moskau wirft Untersuchungsbehörde Manipulation im Fall Skripal vor



Russland erhebt schwere Vorwürfe gegen die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) im Fall Skripal. Die Untersuchungsergebnisse zur Vergiftung des russischen Ex-Spions und seiner Tochter Julia seien manipuliert worden, sagte Lawrow am Samstag in Moskau. In den Blutproben seien Spuren des chemischen Kampfstoffs BZ nachgewiesen worden, der in der Vergangenheit vom Westen eingesetzt worden sei.

Die Erkenntnisse des Labors Spiez, das die Proben untersucht habe, seien in dem OPCW-Bericht aber verschwiegen worden, sagte Lawrow. Weder die Sowjetunion noch Russland hätten den betreffenden Kampfstoff jemals eingesetzt. Die Substanz sei aber von den USA, Grossbritannien und anderen Nato-Staaten genutzt worden, fügte der russische Aussenminister hinzu.

Die OPCW hatte am Donnerstag in einem Kurzbericht erklärt, bei einer Untersuchung von Blutproben von Skripal und seiner Tochter seien die Erkenntnisse Grossbritanniens «in Bezug auf die Identität der toxischen Chemikalie» bestätigt worden. Das verwendete Gift wird in dem Bericht allerdings nicht benannt.

Die britischen Behörden gehen davon aus, dass bei dem Anschlag im englischen Salisbury ein Nervengift der Nowitschok-Gruppe aus sowjetischer Produktion zum Einsatz kam. London macht daher Moskau für den Giftanschlag vom 4. März verantwortlich.

Die russische Regierung weist eine Verwicklung in den Anschlag zurück und hatte bereits am Donnerstag betont, die Schlussfolgerungen der OPCW nicht anzuerkennen, solange nicht auch russischen Experten Zugang zu den in dem Bericht erwähnten Proben gewährt werde. Der Fall führte zu einer schweren diplomatischen Krise zwischen Russland und Grossbritannien sowie zahlreichen weiteren westlichen Staaten. (wst/sda/afp)

Russland

Der Urner Metzgermeister, der in Russland mehr Einfluss hat als ein Bundesrat

Link zum Artikel

Wie Putin den Nationalismus entdeckte – und was das für den Westen bedeutet

Link zum Artikel

Trump, Putin, Erdogan – die Machos sind auf dem Vormarsch: Ist es den Männern ganz einfach zu langweilig geworden?

Link zum Artikel

Garri Kasparow: «Putins Russland ist heute offenkundig die grösste Bedrohung für die Welt»

Link zum Artikel

Warum gibt es immer noch Linke, die Putin feiern?

Link zum Artikel

Syrien – ein Spielball der Mächte? Wie watson auf einen Putin-Troll hereingefallen ist 

Link zum Artikel

Bei euch, liebe zu Unrecht als Putin-Trolls Beschimpfte, möchte ich mich entschuldigen. Bei allen anderen nicht

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dirk Leinher 15.04.2018 13:45
    Highlight Highlight So ganz aus den Fingern gesogen haben dürfte Sergei Lawrow das nicht. Warum wird alles geheimgehalten? Warum darf der Bericht des «Labor Spiez» nicht öffentlich gemacht und von jedermann eingesehen werden?
    Die OPCW sollte dazu wirklich Stellung nehmen.
  • Ueli der Knecht 14.04.2018 20:02
    Highlight Highlight "Die Erkenntnisse des Labors Spiez, das die Proben untersucht habe, seien in dem OPCW-Bericht aber verschwiegen worden, sagte Lawrow."

    Und was meinen die Berneroberländer dazu?

    "As designated lab of the OPCW we cannot independently comment this assertion. OPCW has to clarify."

    https://twitter.com/SpiezLab/status/985214221058215943

    (Da wir von der OPCW mit der Untersuchung beauftragt waren, können wir das nicht unabhängig kommentieren. Die OPCW muss es klarstellen.)

Neue Welle der Homosexuellen-Verfolgung in Tschetschenien: «Sie wurden zu Tode gefoltert»

Erneut werden in Tschetschenien offenbar LGBT-Personen verfolgt, eingesperrt und nach den Angaben der Organisation «Russian LGBT Network» sogar in mindestens zwei Fällen zu Tode gefoltert.

Bereits 2017 gab es in der russischen Teilrepublik eine Verfolgungswelle vor allem gegen schwule Männer. Etwa hundert Personen sollen laut Angaben von Menschenrechtsorganisationen festgenommen und in Lagern und Geheimgefängnissen eingesperrt worden sein. Die russische Zeitung «Nowaja Gaseta» berichtete …

Artikel lesen
Link zum Artikel