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Russland wirft Briten und USA Verlust jeden Anstands vor und spricht von «Kinderspielchen»

02.04.18, 14:49 02.04.18, 16:13

Im Fall des vergifteten Ex-Doppelagenten Sergej Skripal hat Russland den Grossbritannien und den USA jeden Anstand abgesprochen. Während des Kalten Krieges habe es zumindest einige Regeln gegeben, sagte Aussenminister Sergej Lawrow in Moskau. Zurzeit aber hätten die USA und Grossbritannien jeglichen Anstand fahren lassen.

Lawrow sprach von «Kinderspielchen» und implizierte, dass der Anschlag auch durchaus im Interesse von Grossbritannien selbst gewesen sein könnte. Eine Begründung dafür legte er nicht vor. London macht Moskau für den Anschlag vom 4. März auf Skripal und dessen Tochter Julia verantwortlich.

Spezialisten entfernen Ende März die Parkbank, auf der Skripal und seine Tochter gefunden wurden. Bild: EPA/EPA

Kurz zuvor hatte die russische Botschaft in London auf Twitter erneu kritisiert, dass London keine Beweise für seine Anschuldigungen vorlege und keinen Zugang zu den Opfern gewähre. Auch 28 Tage nach dem Anschlag sei London seinen Verpflichtungen Moskau gegenüber nicht nachgekommen.

In ihrem Tweet verwendete die Botschaft für ihren Protest das Logo des Zombie-Films «28 Days Later» (28 Tage später) in Anspielung auf den Anschlag im englischen Salisbury. In dem Film geht es um den Zusammenbruch der Gesellschaft durch die Verbreitung eines tödlichen Virus aus einem britischen Forschungslabor und die dramatische Flucht einiger Überlebender.

Ein anderer Tweet zeigt einen goldenen Schlüssel mit einem Satz, der im Deutschen der Goldenen Regel entspricht: «Was du nicht willst, das man dir tu', das füg' auch keinem andern zu.»

Informationen zu Skripal und Gluschkow verlangt

Zuvor hatte Russland einen Fragenkatalog zum Anschlag veröffentlicht und gefordert, Zugang zu Julia Skripal zu bekommen. Der 33-Jährigen geht es inzwischen deutlich besser. Ihr Vater befindet sich nach Angaben der Ärzte in einem kritischen Zustand.

Beide waren bewusstlos auf einer Parkbank entdeckt worden. Sie wurden London zufolge durch einen Kampfstoff vergiftet, der zu Sowjetzeiten produziert wurde.

Kritik übte die russische Botschaft per Twitter auch daran, dass sie im Mordfall des Kreml-Kritikers Nikolai Gluschkow keine Informationen bekomme. Der Geschäftsmann war Mitte März tot in seinem Londoner Haus entdeckt worden.

Gluschkow hatte für die russischen Grosskonzerne Avtovaz und Aeroflot gearbeitet. Er kam nach Vorwürfen von Betrug und Geldwäscherei ins Gefängnis und erhielt 2010 Asyl in Grossbritannien. (sda/dpa)

Sind diese Strumpfhosen wirklich unzerstörbar?

Video: Angelina Graf

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dirk Leinher 04.04.2018 20:20
    Highlight Langsam aber sich entwickelt sich die Story für England und die ihnen eifrig "Hinterherhechelnden" zu einem Rohrkrepierer sondergleichen. Die 13 Fragen Russlands an die OPWC sind sehr sachlich und die Antworten darauf helfen der Wahrheitsfindung sicher mehr als die Vorverurteilungen der Engländer.
    1 0 Melden
  • Stratosurfer 03.04.2018 04:27
    Highlight Sergej Labberkopf hätte einen Oskar verdient für seine Empörung. Mit gleicher Mine und Entschiedenheit hat er damals beteuert, dass die Russen nichts mit der Invasion der Krim zu tun hätten. Wirklich empören sollte man sich über die unsäglichen Massaker und Kriegsverbrechen, die Russland in Tschetschenien begangen hat.
    1 10 Melden
  • AustinOsmanSpare 02.04.2018 18:46
    Highlight Lawrow, der superlaveri. Ja ja, danke für den Müll.
    12 45 Melden
  • ströfzgi 02.04.2018 18:22
    Highlight Der Eifer Englands in dieser Angelegenheit gibt zu denken. Wie ist es möglich, jemanden auf Verdacht, ohne Beweise, zu "bestrafen"?

    Im Irak hatte man zur "Achtung der Ethik" immerhin noch Massenvernichtungswaffen mit Fake-Beweisen vorgeschoben. Sind wir jetzt so weit dass man schon auf Vermutung einschreiten kann?

    Hoffen wir dass dies nicht zum neuen Standard wird (oder werden soll).
    67 10 Melden
  • pedrinho 02.04.2018 16:15
    Highlight "Gluschkow hatte für die russischen Grosskonzerne Avtovaz und Aeroflot gearbeitet. Er kam nach Vorwürfen von Betrug und Geldwäscherei ins Gefängnis und erhielt 2010 Asyl in Grossbritannien. (sda/dpa)"

    Heisst er durfte 2010 al "ex spion" unter zuruecklassen seines vermoegens ausreisen.

    Frage: Von was bzw. wem lebte er in GB, waer ausser "geheimdiensten" haette interesse an seinem vermeindlichen wissen ueber betrug und geldwaescherei. Ich hab mich auch schon gefragt, was man so unheimliche "regierungsgeheimnisse" als angestellter in einer autofabrik und fluggesellschaft
    verraten koennte.
    16 19 Melden
  • Flexon 02.04.2018 15:59
    Highlight Die Russen sind echt zynisch: Keinen Zugang zu den Opfern? Ich glaube es ist von vitalstem Interesse für die Opfer, dass die Russen keinen Zugang zu ihnen haben.
    17 58 Melden
    • Milly 03.04.2018 11:55
      Highlight Haben die Briten nicht zu schnell das Gift und den Täter identifiziert, oder "wussten" sie es schon vor dem Anschlag ? Wieder so ein Ablenkungsmanöver. Watum liefern sie keine Beweise ? Nicht den Russen, der Wahrheit zuliebe !
      3 0 Melden
  • Angelo C. 02.04.2018 15:47
    Highlight Damit hat Lawrow objektiverweise mal völlig Recht 🤔!

    Ein Riesentheater um etwas grundsätzlich völlig unbewiesenes, etwas was vor Allem den innenpolitischen Problemen May’ und Trump’ entgegenkommen...

    Den Russen als ultimo ratio die Dummheit andichtend, ausgerechnet ein sehr exklusives Nervengift sowjetischer Herkunft verwendet und so quasi ihre Unterschrift hinterlassen zu haben 🙄.

    Es gibt recht unterschiedliche Möglichkeiten, wer da zu welchen Absichten und Gunsten dahinterstecken könnte.

    Die Nato und ihre Satelliten geben ein schlechtes Bild ab.
    Und das wahrlich nicht zum ersten Mal.
    84 16 Melden

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