International

Bürger Myanmars stehen für die Stimmabgabe an.
Bild: HEIN HTET/EPA/KEYSTONE

Historischer Tag in Myanmar: Die erste freie Wahl seit 25 Jahren beginnt

08.11.15, 03:42 08.11.15, 09:45

In Myanmar haben am Sonntag die ersten freien Parlamentswahlen seit 25 Jahren begonnen. «Die Wahlen haben begonnen», bestätigte ein Vertreter der Wahlkommission der Nachrichtenagentur AFP die Öffnung der Wahllokale im Stadtteil Bahan von Rangun.

Dort gibt Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ihre Stimme ab. Mehr als 30 Millionen Menschen sind am Sonntag zu den Urnen gerufen. Suu Kyi hofft, durch einen Sieg ihrer Nationalen Liga für Demokratie (NLD) den demokratischen Neubeginn in dem südostasiatischen Land besiegeln zu können.

General Thein Sein in Pole Position

Vor vier Jahren wurde die fast fünf Jahrzehnte andauernde Militärherrschaft im ehemaligen Birma beendet und die Macht an eine formal zivile Regierung unter dem ehemaligen General Thein Sein übertragen. Mit Hochspannung wird nun darauf geblickt, ob das Militär nach dem Urnengang tatsächlich die Macht vollständig an eine demokratisch gewählte Regierung abtritt.

Thein Seins Partei macht sich ebenfalls Hoffnungen auf den Sieg. Sie verspricht Stabilität in dem Vielvölkerstaat, in dem zahlreiche Rebellenarmeen seit Jahrzehnten gegen die Zentralregierung kämpfen. Der frühere Regierungschef der Junta und heutige Präsident hat Reformen vorangetrieben und das Land geöffnet. Er versprach, das Wahlergebnis auf jeden Fall anzuerkennen. (sda/afp/dpa)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Australien stimmt mit grosser Mehrheit für die Ehe für alle

Australien hat mit einer starken Mehrheit für die gleichgeschlechtliche Ehe gestimmt. In einer unverbindlichen Volksbefragung per Briefwahl sprachen sich 61,6 Prozent der Teilnehmer für die Ehe für alle aus, wie das Australische Statistikamt am frühen Mittwochmorgen mitteilte.

38,4 Prozent stimmten mit «Nein». In zahlreichen Städten des Landes feierten tausende Unterstützer der gleichgeschlechtlichen Ehe das klare Ergebnis.

An der zweimonatigen Volksbefragung per Post beteiligten sich 12,7 …

Artikel lesen