International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Harter Hund: Der neue philippinische Präsident Rodrigo Duterte will mit Drogensüchtigen ebenso kurzen Prozess machen wie mit Kriminellen.
Bild: Aaron Favila/AP/KEYSTONE

Prävention? Therapie? Pff, der philippinische Präsident ruft das Volk dazu auf, Junkies zu töten

Er ist als Hardliner bekannt, doch diesmal hat der neue philippinische Präsident Duterte jedes Mass verloren. Sein Appell an die Bevölkerung: Wer einen Junkie kennt, soll ihn töten.

01.07.16, 13:08


Ein Artikel von

Rodrigo Duterte ist für seine krassen Ansichten und Aussagen berüchtigt. In seiner Wahlkampagne kündigte der Hardliner an, als Präsident die Todesstrafe auf den Philippinen wieder einzuführen und der Polizei zu erlauben, Kriminelle gezielt zu erschiessen. Kurz nach seiner Amtseinführung am Donnerstag hat der neue Staatschef nun die Bevölkerung dazu aufgerufen, Drogenabhängige eigenhändig umzubringen.

«Diese Hurensöhne zerstören unsere Kinder. Ich warne euch, schliesst euch denen nicht an, auch nicht wenn ihr Polizisten seid, denn ich werde euch töten.»

Wer einen Junkie kenne, solle losgehen und ihn töten. Für die Eltern der Süchtigen wäre es zu schmerzhaft, dies selbst zu tun, zitiert die britische Zeitung «Guardian» den Präsidenten. Demnach sagte der 71-Jährige dies bei einem Besuch in einem Slum in Manila vor rund 500 Menschen.

Duterte wetterte dem Bericht zufolge auch gegen Drogendealer: «Diese Hurensöhne zerstören unsere Kinder. Ich warne euch, schliesst euch denen nicht an, auch nicht wenn ihr Polizisten seid, denn ich werde euch töten.» Der Präsident hatte zuletzt mehreren Polizisten vorgeworfen, in Drogenhandel involviert zu sein.

Duterte hatte die Wahl im Mai klar gewonnen. Bei seiner Vereidigung versprach er am Donnerstag Gesetzestreue. «Als Jurist weiss ich um die Grenzen der Macht und Autorität des Präsidenten», sagte er. «Ich werde mich kompromisslos an die Gesetze halten.» Mit Blick auf Kritiker fügte der für seine rüde Ausdrucksweise und undiplomatische Art berüchtigte Politiker allerdings auch hinzu: «Ihr kümmert euch um eure Aufgaben, ich kümmere mich um meine.»

«Als Jurist weiss ich um die Grenzen der Macht und Autorität des Präsidenten.»

Duterte ist der erste Präsident aus der Unruheregion Mindanao im Süden des Landes. Anders als sein Vorgänger Benigno Aquino und die meisten Staatschefs stammt er nicht aus einer der wohlhabenden Grossgrundbesitzerfamilien.

Menschenrechtler werfen dem langjährigen Bürgermeister von Davao vor, dort Todesschwadronen geduldet zu haben, die Hunderte Drogendealer umbrachten. Duterte hat das nie abgestritten und landesweit kurzen Prozess mit Kriminellen angekündigt. Ihr Blut werde die Bucht von Manila rot färben, kündigte er an. Dem Parlament drohte er mit Entlassung, sollte es seinen scharfen Kurs nicht mittragen.

brk/dpa

Das könnte dich auch interessieren:

Erdogans Schlägertrupp auf dem Vormarsch in die Schweiz

Mit dieser Begründung brechen 37 Studenten Prüfung ab

Schweizer Fussballfans verirren sich an die ukrainische Front

Netta sang zum Abschluss der Pride – aber vorher gab es wüste Szenen

13 seltsame Dinge, die uns am Trump-Kim-Gipfel aufgefallen sind

«Wieso sagen Schweizer gemeine Dinge über meine Schwester?»

Das absurdeste Museum der Welt und wir waren da – und bereuen es jetzt noch

Diese 7 Zeichnungen zeigen dir, wie es am Open Air wirklich wird

Du weisst noch nicht, wem du an der WM helfen sollst? Hier findest du DEIN Team!

präsentiert von

Diese 19 Fails für bessere Laune sind alles, was du heute brauchst

Warum das Kämpfchen gegen Netzsperren erst der Anfang war

Eine Szene – viele Wahrheiten 

Anschnallen bitte! So sieht der Formel-E-Prix von Zürich aus der Fahrerperspektive aus

15 Jahre ist es her: Das wurde aus den «DSDS»-Stars der 1. Stunde

Die Bernerin, die für den Sonnenkönig spionierte

Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor

Fertig mit Rosinenpicken: Es ist Zeit, dass auch Frauen bis 65 arbeiten

Wegen hoher Verletzungsgefahr: Diese Sportarten mögen Versicherungen gar nicht

Diese 18 genialen Cartoons über die Liebe und das Leben haben uns kalt erwischt 😥😍

«Pöbel-Sina» scheitert bei «Wer wird Millionär» an dieser super einfachen Frage – und du?

Was vom Bordmenü übrig bleibt – das kannst du gegen den Abfallwahnsinn im Flugzeug tun

Shaqiri ist der «dickste» Feldspieler – und 9 weitere spannende Grafiken zur Fussball-WM

Die ausgefallensten Hotelzimmer der Schweiz

Als muslimische Piraten Europäer zu Sklaven machten 

33 unfassbar miese Hotels, die so richtig den Vogel abgeschossen haben

Unerträgliche Regelschmerzen: Melanies Kampf gegen Endometriose

Diese Frau stellt absurde Promi-Fotos nach – 17 Lektionen, die wir von ihr lernen

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
16
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • leu84 01.07.2016 17:16
    Highlight Warum Junkies und nicht die Drogenbarone in Manila und co?
    8 2 Melden
  • äti 01.07.2016 16:17
    Highlight Ist Duerte nicht ein Killer-Junkie?
    14 2 Melden
  • dä dingsbums 01.07.2016 13:54
    Highlight Der und Trump werden sicher BFF...
    74 7 Melden
  • Mnemonic 01.07.2016 13:46
    Highlight Finde nur ich das, oder hats überall immer mehr komplette Psychos als Präsidenten und Staatsoberhäupter...?
    125 5 Melden
    • pamayer 01.07.2016 14:11
      Highlight Würde dir gerne widersprechen, so schlimm ist's scho nid.

      Muss dir leider sehr recht geben. Ob durch betrug/nochmaliger wahlgang etc oder korrekter wahl, das zeitalter der voll phychophaten-regierungen rollt auf uns zu.
      45 4 Melden
  • meine senf 01.07.2016 13:28
    Highlight Der Präsident von Mexiko hat sein Amt mit ähnlichen Aussagen angetreten resp. deswegen die Wahlen gewonnen.
    Wie erfolgreich das war, ist ja mittlerweile bekannt. Mittlerweile gleicht Mexiko einem Schlachtfeld und der "Krieg gegen Drogen" fordert mehr Todesopfer als die schlimmsten Drogen.
    Schade, dass die Menschen immer wieder von neuem auf die Populisten hereinfallen.

    Aber immerhin: Wenn man einen Süchtigen tötet, hat man erfolgreich verhindert, dass er an Drogen sterben könnte. Mission erfüllt!
    77 5 Melden
    • Pana 01.07.2016 15:22
      Highlight Ähnliche Aussagen in Mexico? Hast du dazu einen Link?
      4 0 Melden
    • meine senf 01.07.2016 17:39
      Highlight Zum Bleistift hier: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/mexikos-drogenkrieg-die-show-des-praesidenten-a-779975.html

      Allerdings muss ich meine Aussage insoweit korrigieren, dass es sich um den vorherigen Präsidenten (Calderon) handelte.
      4 1 Melden
    • Pana 01.07.2016 19:25
      Highlight Da sind Welten dazwischen.. Calderon wollte Krieg gegen die Drogenmafia führen, und nicht Drogenabhängige umbringen lassen. Und von Selbstjustiz hat er auch nichts gesagt.
      1 0 Melden
  • Fabio74 01.07.2016 13:12
    Highlight Sprachlos wie offen ein gewählter Präsident zu Mord aufruft
    61 2 Melden

56'112 Unfälle, 230 Tote: 5 Dinge, die du zur Schweizer Unfallstatistik wissen musst

Insgesamt 230 Menschen haben letztes Jahr auf Schweizer Strassen ihr Leben gelassen. Ein Blick in Unfallstatistiken und Polizeimeldungen gibt Aufschluss darüber, wer die meisten Unfälle verursacht. Und zu welcher Uhrzeit die meisten tödlichen Unfälle geschehen.

56'112 Unfälle gab es 2017 im Schweizer Verkehr. Ein Grossteil davon ging glimpflich aus und keine Person kam zu Schaden. Doch in 17'799 Fällen kamen auch Personen zu Schaden und 230 Menschen starben, dies zeigen die neuesten Zahlen des Bundesamtes für Statistik.

Zusätzlich zur neuen Unfallstatistik hat watson 153 Polizeimeldungen zu Verkehrstoten ausgewertet. Die Kennzahlen dazu findest du in folgenden 7 Grafiken:

Todesfälle durch Unfälle von Passanten und Velofahrern mit öffentlichen …

Artikel lesen