International

US-Verteidigungsminister kritisiert Dutertes Hitler-Vergleich

01.10.16, 06:36 01.10.16, 06:59

US-Verteidigungsminister Ashton Carter: «Zutiefst verstörende» Aussagen. Bild: MICHAEL REYNOLDS/EPA/KEYSTONE

US-Verteidigungsminister Ashton Carter hat die jüngsten verbalen Entgleisungen des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte scharf kritisiert. Der Pentagonchef äusserte sich am Rande eines Treffens mit Verteidigungsministern Südostasiens.

Daran nahmen auch die Philippinen teil. Verteidigungsminister Carter sagte er halte den Vergleich des Anti-Drogen-Kampfes auf den Philippinen mit dem NS-Massenmord an den Juden für «zutiefst verstörend», sagte Carter am Freitag.

Der philippinische Präsident Duterte hatte zuvor vor Journalisten gesagt, Hitler habe «drei Millionen Juden massakriert». Derzeit gebe es drei Millionen Drogenabhängige auf den Philippinen, fuhr Duterte fort. «Ich wäre froh, sie abzuschlachten.» Carter sagte zu dem Vorfall, über die Äusserungen Dutertes sei bei dem Treffen nicht diskutiert worden.

Video: YouTube/ODN

Seit seinem Amtsantritt verfolgt Duterte eine brutale Politik gegen Drogenhändler und Abhängige. Von Anfang Juli bis Ende September wurden 1247 Menschen bei Polizeiaktionen getötet, in weiteren 1721 ungeklärten Tötungsdelikten wird ermittelt. Mehr als 18'000 Drogenabhängige und -händler wurden den Angaben nach verhaftet und über 700'000 haben sich freiwillig gestellt.

Über 18'000 Drogenabhängige und Händler wurden seit Dutertes Amtsantritt verhaftet. Bild: Bullit Marquez/AP/KEYSTONE

Manilas Vorgehen unter Duterte wird von den Vereinten Nationen, dem Europäischen Parlament, Menschenrechtsorganisationen und anderen Regierungen teils heftig kritisiert.

Während der NS-Herrschaft waren nicht, wie von Duterte behauptet, drei Millionen, sondern rund sechs Millionen Juden getötet worden. (wst/sda/afp/dpa)

Chronologie der Schweizer Drogenpolitik (17.8.2016)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 01.10.2016 12:32
    Highlight Dieser Typ gehört umgehend in eine psychiatrische Klinik. Ein Präsident der zu Massenmord aufruft und sich mit Hitler vergleicht? Und die ganze Welt hört einfach zu und murmelt etwas in den Bart? Unglaublich, wie verroht alles schon ist!
    5 4 Melden
    • rodolofo 01.10.2016 16:24
      Highlight Ich glaube, es müssten noch einige mehr aus der sogenannten Teppich-Etage in eine Psychiatrische Klinik eingewiesen werden.
      Aber bring denen mal bei dass sie zwar Präsident sind, aber eigentlich doch nicht wirklich Präsident...
      Merkst Du, worauf ich hinaus will?
      1 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 01.10.2016 17:42
      Highlight Rodolfo
      Ich schätze Dich als Mensch, weil ich merke, dass Du immer an Dir arbeitest. Aber irgendwie bist Du nicht frei. Du orientierst Dich zu stark an anderen. Vielleicht verstehst Du Empathie falsch. Du stimmst der Beschneidung Deiner Söhne, Deines Sohnes zu? aus Toleranz zu Deiner Frau, Du findest es seltsam, dass sie betet, Du redest über andere Präsidenten, wenn der Phillipino sich als Drecksau outet, Du findest immer Entschuldigungen für Menschen, die Dich direkt oder indirekt betreffen. Mein Tipp: Hör damit auf! Liebe weiterhin, aber sei ehrlich zu Dir selbst dabei. Du bist okay!
      1 2 Melden
    • rodolofo 01.10.2016 18:08
      Highlight Danke für Deinen Zuspruch!
      Ich habe das Milieu kennengelernt, indem solche Philippinische Machos herangezüchtet werden.
      Wer da nicht mitmachen will, ist schnell draussen!
      Für uns, die wir in dieser Philippinischen Gesellschaft weder bestehen müssen, noch wirklich leben wollen, ist es leicht, wieder in das Flugzeug zu steigen und zurückzukehren in die luxuriöse und relativ langweilige Schweizerische Realität.
      Andere aber können das nicht.
      Und einige von ihnen werden zu Killern, weil sie nicht getötet werden wollen.
      Natürlich kann ich sagen: Scheisskerl!
      Aber das ändert nichts.
      4 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 01.10.2016 19:04
      Highlight Rodolfo
      Du hast Recht. Es ist nicht leicht von hier aus dort etwas zu bewirken. Und das Dort spielt ja auch hier etwa in den Auffassungen Deiner Frau. Ich kenne das selbst, habe einfach das Glück, dass meine Frau die Freiheiten hier noch mehr zu schätzen verstand als ich, bevor ich sie kennenlernte. Wir beide sind mitten drin in Multikulti, aber hey, dadurch auch näher an der Zukunft. Pioniere quasi. ;-) Und manchmal tut es einfach nur gut Scheisskerl zu sagen, wenn Scheisskerl draufsteht. Schrei es mal in ein Bergtal. Ich wünsche Dir ein wunderbares Zusammensein mit Deiner lieben Frau. Gruss
      2 0 Melden
    • rodolofo 02.10.2016 09:15
      Highlight Wer sich mit Menschen aus anderen Kulturen einlässt, begibt sich auf eine sehr schwierige, aber gerade darum auch besonders spannende und aufschlussreiche Gratwanderung.
      Immer wieder droht der Absturz, sowohl in das Anhimmeln und Idealisieren, als auch in das Gegenteil davon, in die stolze Abweisung und Dämonisierung.
      Die Philippinische Realität ist sozusagen die Schweiz, die auf dem Kopf steht, mit allen Vor- und Nachteilen.
      Lustigerweise erlebe ich mich heute teilweise so, als wäre ich ein Filipino.
      Es war eine Entwicklung, mit erzwungenen Anpassungen, aber auch mit begeisterter Imitation.
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    • Gelöschter Benutzer 02.10.2016 18:57
      Highlight Rodolfo

      Du bist ein Pirat der Lebensweisen. Du eroberst Dir fremde Welten, wo andere denken alles sei schon auf Karten erfasst. Was für eine Falscheinschätzung dieser Knilche. Wahres Neuland zeichnet sich gerade erst ab! Kämpfe weiter durch Sturm und Brandung! Deine Inseln, die sonst niemand kennt seien Dir gewiss, alter Capitano auf dem Seelenmeer.
      1 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.10.2016 19:00
      Highlight Rodolfo

      Kennst Du auch das Lied des "Drunken sailors"? Hmm hm hm hm mmmh hm hm...

      Piratengruss
      1 0 Melden
    • rodolofo 02.10.2016 19:20
      Highlight Ja, klar kenne ich dieses Lied!
      Hab's sogar mal mit der Lagerfeuerguitarre im "Schrummschrumm-Stil" begleitet.
      Auf einem akademischen Weg bin ich irgendwann in einem Ethnologie-Studium gelandet.
      Ich diskutierte in den Seminaren jeweils munter drauflos, ähnlich wie hier im Blog.
      Immer wieder ging dann ein Raunen durch die anwesenden StudentInnen, da meine Wortmeldungen nach "Bauernregeln" klangen.
      Heute zähle ich mich zu den freischaffenden "action anthropologist", ohne Anbindung an einen Elfenbein-Palast.
      Du scheinst mir auch ein solcher "action anthropologist" zu sein!
      Oder kannst Du segeln?
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    • Gelöschter Benutzer 03.10.2016 16:26
      Highlight Rodolfo

      Nein, segeln kann ich nicht, die Bilder waren symbolischer Natur. Der Begriff: "Action-Anthropologist" gefällt mir. Dazu Michel Houellebecq: "Das ist vielleicht ein Detail, aber ich glaube, dass Paare, bei denen die Lebenspartner nicht aus demselben Land kommen, einen Vorteil haben, denn sie werden sich nie vollständig verstehen."
      Mir gefällt dieser Gedanke und ich finde ihn richtig. Hierzu denke ich, dass solche Lebenspartner immer wieder sich neu kennenlernen können, was sehr spannend ist, weil die eigenen, manchmal verkorksten Ansichten neuen Eindrücken weichen. Was denkst Du dazu?
      0 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.10.2016 16:27
      Highlight Rodolfo

      Wenn Du in Deinem Status selber ein Bild einsetzen würdest: Welches wäre es?
      0 0 Melden
    • rodolofo 03.10.2016 19:33
      Highlight In der erotischen Liebe gelten ganz andere Gesetze, als in der freundschaftlichen Liebe.
      In der Erotik geht es um maximale Gegensätzlichkeit, da es dabei um "Ganz werden" geht (und um die Vermeidung von Inzucht).
      In der freundschaftlichen Liebe geht es um maximale Gleichheit, um das Schwingen in der selben Wellenlänge.
      In Hollywood-Filmen wird uns vorgegaukelt, dass es den einen, richtigen, weiblichen Kumpel gibt, der noch dazu erotisch attraktiv ist.
      Aber meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass das ein Trugbild ist, das extra geschaffen wurde, um uns unzufrieden und Konsumsüchtig zu machen.
      0 0 Melden
    • rodolofo 03.10.2016 19:38
      Highlight Status?
      Mein Kindheits-Idol war Tarzan.
      Später wollte ich Indianer werden.
      Meine Frau hat Haare, wie eine Indianerin.
      Und sie ist eine Häuptlingstochter.
      Also würde ich zu meinem Status sagen: Pferd.
      Und wie sieht's bei Dir aus?
      0 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.10.2016 20:32
      Highlight Hammer Worte zu Mann und Frau, Rodolfo. Etwas vom Tiefsten, was ich zu dem Thema gelesen habe bislang. Du solltest damit an den Tresen gehen, wo gelehrt wird an der Uni. Schätze aber, dass Du keinen Abschluss hast. Wie zum Teufel hättest Du den bekommen können mit solchen Ansichten?

      Zum Status. Das passt schon. Iriden erzählen mir eigentlich immer alles. Ein tiefer Blick genügt und ich merke, wo und wie jemand unterwegs ist. Er entarnt mich selbst aber auch völlig. Bye the way: Ein Kater mit 3D-Brille passt eigentlich zu Dir ganz gut.

      Wünsche Dir einen richtig! schönen Abend...

      Liebe kann.
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    • rodolofo 03.10.2016 21:12
      Highlight Ja, Silvester und Tweety würde auch passen.
      Freut mich, dass Dir meine Ansichten etwas sagen.
      Ich lese Deine Kommentare hier auch immer mit grossem Vergnügen!
      Wünsche Dir auch einen schönen Abend.
      Wir lesen uns.
      0 0 Melden
  • Ivan der Schreckliche 01.10.2016 09:44
    4 3 Melden
    • rodolofo 01.10.2016 11:32
      Highlight Hast Du gewusst, dass Stalin ein Bewunderer von Ivan dem Schrecklichen war und dass Putin ein Bewunderer von Stalin ist?
      In der indirekten Russischen Sprache bedeutet das, dass Putin auch ein Bewunderer von Ivan dem Schrecklichen ist, was Dich bestimmt freut, wenn Du Dir einen solchen Nickname gibst.
      Hier sprechen wir aber von "Rodrigo dem Schrecklichen" der Lapu Lapu als Volksheld rehabilitieren möchte.
      Lapu Lapu war ein Stammes-Häuptling, der den Portugiesischen Weltumsegler Magellan erstochen hat, weil er ihn für ein arrogantes, weisses Arschloch mit einem bösen Blick gehalten hat.
      3 3 Melden

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