International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Blutiges Ende einer «IS»-Geiselnahme in Dhaka, Bangladesch: 20 Zivilisten getötet

epa05402248 Bangladeshi security forces stand guard as they seal off the streets close to a Spanish resturant, following a hostage taking, in Dhaka, Bangladesh, late 01 July 2016. Two police officials have been killed during the encounter while some gunmen reportedly took several people hostage, including some foreigners, inside a Spanish resturant. The law inforcement officials try to negotiate with the gunmen while the US-based SITE Intelligence Group quoted the Amaq News Agency as saying that fighters of the terrorist organisation 'Islamic State' (IS) carried out the attack.  EPA/STRINGER

Dhaka: Sicherheitskräfte bereiten sich in den frühen Morgenstunden auf den Zugriff vor.
Bild: STRINGER/EPA/KEYSTONE



Bei der Geiselnahme in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka sind 20 Geiseln ums Leben gekommen. Das teilte ein Militärsprecher am Samstagmittag (Ortszeit) mit Bangladeschs Premierministerin Sheikh Hasina sagte zuvor, dass die Einsatzkräfte «einige Leben nicht retten konnten». «Offensichtlich gab es Opfer», sagte auch ein Kommandant des Sondereinsatzkommandos gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

3 Geiseln wurden verletzt gerettet und kamen ins Spital. Ein Geiselnehmer wurde nach Regierungsangaben festgenommen, sechs von ihnen wurden getötet, als Sicherheitskräfte das Lokal stürmten. Zuvor waren zwei Polizisten bei Schusswechseln mit den Geiselnehmern gestorben.

«Was für Muslime sind diese Leute? Sie haben keine Religion»

Premierministerin Sheikh Hasina

Zu der Gewalttat bekannte sich nach Angaben der US-Terrorbeobachtungsstelle Site die Terrororganisation «Islamischer Staat» (IS). Die dem «IS» nahestehende Nachrichtenagentur Amaq meldete zudem, ein IS-Kommando habe das Café angegriffen. Es seien «mehr als 20 Menschen unterschiedlicher Nationalität getötet worden». Später veröffentlichte Amaq mehrere Fotos, die mehrere in Blutlachen liegende Menschen zeigten. Ob die Bilder tatsächlich aus dem Lokal stammten, konnte zunächst nicht überprüft werden.

An injured member of the police personnel is carried away by his colleagues, after gunmen stormed a restaurant popular with expatriates in the diplomatic quarter of the Bangladeshi capital, in Dhaka  July 1, 2016. Courtesy of Dhaka Tribune/Mahmud Hossain Opu via REUTERS ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. NO RESALES. NO ARCHIVE. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS

Sicherheitskräfte kümmern sich um einen verletzten Kollegen. Bild: STRINGER/REUTERS

Regierungschefin Hasina sprach von einem Terrorakt, nannte jedoch keine Namen von Organisationen: «Wir werden keinen Akt des Terrorismus in Bangladesch tolerieren.» Es sei eine extrem abscheuliche Tat gewesen, sagte sie in einer Fernsehansprache. «Was für Muslime sind diese Leute? Sie haben keine Religion

In der Nacht zum Samstag hatten mindestens acht Bewaffnete das bei Ausländern beliebte Restaurant «Holey Artisan Bakery» in Dhakas Diplomatenviertel angegriffen und sich dort mit mindestens 20 Geiseln verschanzt, darunter auch Ausländer. Einige Menschen konnten aus dem Lokal entkommen. Sicherheitskräfte beendeten die Geiselnahme nach mehreren Stunden am Samstag und töteten dabei sechs Angreifer. 

Wiederholte Angriffe

Seit Anfang 2013 leidet das muslimische Bangladesch mit seinen rund 160 Millionen Einwohnern unter einer Serie islamistisch motivierter Angriffe. Opfer sind in der Regel Religionskritiker, Intellektuelle und Angehörige religiöser Minderheiten. Auch gegen ausländische Staatsbürger wurden schon Anschläge verübt.

Zu vielen der Attentate bekannten sich islamistische Organisationen wie Al-Kaida und der «IS» oder lokale Organisationen, die mit ihnen verbunden sind. Die Regierung bestreitet jedoch, dass der «IS »in Bangladesch aktiv sei und macht örtliche Extremistengruppen und die Opposition für die Anschläge verantwortlich. (wst/sda/afp/dpa)

«Islamischer Staat»

USA schicken 400 Soldaten in die Schlacht um die IS-Hochburg Rakka

Link to Article

Dutzende Tote: Terrormiliz Fateh al-Scham bekennt sich zu Anschlägen in Homs

Link to Article

Hipster im Irak: Bart in der Menge

Link to Article

Über 100 Beamte im Tessin im Einsatz – und sie fassen EINEN mutmasslichen Islamisten

Link to Article

«IS» verkündet Tod ihres Sprechers Abu Mohammed al-Adnani

Link to Article

Nein, Herr Trump, Obama ist NICHT der Gründer des «IS» – aber ganz unschuldig ist er auch nicht

Link to Article

Die jungen Soldaten des «IS»: Kindheit, Jugend, Selbstmordattentat

Link to Article

«IS»-Vorwurf gegen muslimische Schüler in Therwil fällt in sich zusammen

Link to Article

«Für präzise Angriffe»: US-Luftwaffe schickt erstmals B-52-Bomber gegen «IS»

Link to Article

US-Soldaten in Syrien: Obama will Kontingent versechsfachen

Link to Article

«IS» soll syrischen Piloten nach Kampfjet-Abschuss gefangen genommen haben

Link to Article

Kampf gegen «IS»: Deutschland richtet «Tornado»-Basis in der Türkei ein

Link to Article

Der «IS» funktioniert wie eine Sekte – das erklärt auch, warum die Terroristen so grausam sind

Link to Article

Der «IS» verliert und verliert – setzt die Terrormiliz jetzt auf Giftgas?

Link to Article

Der «Islamische Staat» wirbt im Darknet – zu Besuch bei der Terror-Propaganda-Abteilung

Link to Article

ETH-Sicherheitsexperte: «Es bringt dem ‹IS› nichts, Schweizer zu töten»

Link to Article

Die derzeit 6 populärsten Antworten auf den Terror – und warum sie alle in die Sackgasse führen

Link to Article

6 Indizien dafür, dass der IS schwächer ist, als wir dachten

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Alle sind wohlauf»: Schweizer Car-Touristen werden aus Strassburg zurückgeholt

Der berühmte Strassburger «Christkindelmärik» zieht jedes Jahr tausende Schweizer Touristen an. Viele davon fahren mit organisierten, teils mehrtägigen Carreisen ins Elsass. 

Gestern Abend schoss der mutmassliche Täter Cherif C. beim Weihnachtsmarkt um sich, tötete zwei Menschen und verletzte 14 Passanten. Zu diesem Zeitpunkt waren auch Kunden des Carunternehmens Eurobus in der Stadt. «All unsere Gäste sind wohlauf. Wir haben eine Rückholaktion gestartet, um sie so bald als möglich in …

Artikel lesen
Link to Article