International

Rochom P'ngieng, die Dschungel-Frau, die 1989 in Kambodscha verschwunden war. bild: screenshot/youtube

18 Jahre in der Wildnis verbracht? Die angebliche «Dschungel-Frau» kehrt zum Vater zurück

Eine Frau in Kambodscha, die vor neun Jahren völlig verwahrlost im Dschungel entdeckt worden war, ist zu ihrem leiblichen Vater im Nachbarland Vietnam zurückgekehrt.

13.08.16, 17:21 13.08.16, 20:45

In einer ersten Version des Artikels deutete die Formulierung im Titel darauf hin, dass die Frau tatsächlich 18 Jahre in der Wildnis verbracht hatte. Diese Information ist nicht gesichert und wird vom angeblichen Vater der Frau bestritten.

2007 hatte ein Bauer gesehen, wie eine nackte, von Schmutz übersäte Frau den Boden nach Reiskörnern absuchte und sich dabei affenähnlich fortbewegte. Die Frau wurde von einer kambodschanischen Familie aufgenommen, die mitteilte, es handle sich bei der «Dschungel-Frau» um Rochom P'ngieng, die 1989 verloren gegangen war, als sie im Nordosten Kambodschas in der Nähe des Nachbarlandes Vietnam Wasserbüffel hütete. Sie hatte demnach 18 Jahre auf sich gestellt im Dschungel verbracht.

«Sowohl meine Familie als auch ihre vietnamesischen Verwandten weinten, als sie das Wiedersehen sahen.»

Kürzlich erklärte aber ein 70-jähriger Vietnamese namens Peo, dass er der Vater der Frau sei. Es handle sich um seine erst im Jahr 2006 verschwundene Tochter, die psychisch krank gewesen sei. Vergangenen Monat schrieb Peo an die Adoptivfamilie der «Dschungel-Frau», er habe seine Tochter mit dem Namen Tak auf Fotos erkannt, die im Online-Netzwerk Facebook veröffentlicht wurden.

Die Behörden hätten Peos Vaterschaft bestätigt, sagte Rochom Khamphy von der Adoptivfamilie. Daher sei sie am Samstag zu ihm gebracht worden.

«Wir gaben sie ihrem vietnamesischen Vater zurück», sagte Rochom Khamphy der Nachrichtenagentur AFP. «Sowohl meine Familie als auch ihre vietnamesischen Verwandten weinten, als sie das Wiedersehen sahen.» Der vietnamesische Vater sagte zu, der Adoptivfamilie eine Aufwandsentschädigung von umgerechnet rund 1500 Franken zu zahlen, weil sie sich um seine Tochter gekümmert hatte. (wst/sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Nicht alle Männer sind sexistische Eichhörnchen!

«Ron isst Hermines Familie» – Das passiert, wenn ein Computer Harry Potter schreibt

Trump beerdigt Netzneutralität – wem das nutzt und wem das schadet

Gamer, aufgepasst: Super Mario erhöht die geistige Gesundheit und beugt Demenz vor 

Warum hunderte Fussball-Junioren gegen einen Millionär marschieren: Ein Herrliberger Drama

Mehr 2017 geht nicht: Die unfassbare Geschichte des weinenden Keatons – in 4 Schritten

Ein Nigerianer stirbt nach seiner Ausschaffung – was die Schweiz damit zu tun hat

Amis lynchen Hai mit Speedboot und grinsen – jetzt tobt das Netz wegen dem Video

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mett-Koch 13.08.2016 20:07
    Highlight 18 Jahre im Titel, ein Jahr im Artikel... (?)
    8 1 Melden
    • WStern 13.08.2016 21:28
      Highlight @Slvnh: Du hast natürlich Recht. Da ist uns bei der Titelsetzung ein Fehler unterlaufen.
      4 4 Melden
    • goschi 14.08.2016 10:50
      Highlight Besser ist der jetzige Titel auch nicht, ein Fragezeichen löst das Problem nicht.
      6 0 Melden

Massenmord in Myanmar – Fast 7000 Rohingya innert eines Monats umgebracht

Mindestens 6700 Rohingya sind nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen innerhalb eines Monats in Myanmar umgebracht worden. Darunter waren mindestens 730 Kinder im Alter von weniger als fünf Jahren, wie die Organisation am Donnerstag mitteilte.

Die Zahlen beziehen sich demnach auf den Zeitraum vom 25. August bis zum 24. September dieses Jahres. Es handle sich um konservative Schätzungen auf Grundlage von Erhebungen in den Flüchtlingslagern in Bangladesch, hiess es. Die …

Artikel lesen