International

Der Frachter «El Faro» hatte unter anderem Autos geladen: Vermutlich wird das Wrack in 4500 Metern Tiefe nicht geborgen. 
Bild: EPA/TOTE MARITIME

Wrack des verschollenen Frachters «El Faro» offenbar gefunden – keine Spur von der Besatzung

Der Frachter «El Faro» verschwand während Hurrikan «Joaquín» vor den Bahamas, an Bord waren 33 Menschen. Nun hat die US-Marine das Wrack offenbar entdeckt. Sicherheit soll ein ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug bringen.

02.11.15, 00:33 02.11.15, 06:07

Ein Artikel von

Die US-Marine hat offenbar das Wrack des vor mehr als vier Wochen vor den Bahamas verschollenen Frachters «El Faro» gefunden. Wie die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB mitteilte, entdeckte die Besatzung des Hochseeschleppers «Apache» mit einem Sonar-Gerät ein Wrack in einer Tiefe von mehr als 4500 Metern.

Nun soll das Wrack mit einem ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug genauer untersucht werden. Die Arbeiten könnten den Angaben zufolge bis zu zwei Wochen dauern. Wegen der Tiefe von 4500 Metern werde das Schiff allerdings nicht geborgen, sagte ein Sprecher von NTSB.

Anfang Oktober veröffentlichte die US-Küstenwache Bilder eines schwer beschädigten «El Faro»-Rettungsbootes.
Bild: EPA/US COAST GUARD

Der 240-Meter-Frachter «El Faro» war mit Containern und Autos beladen auf dem Weg von Florida nach Puerto Rico. Am 1. Oktober geriet es mit 33 Menschen an Bord vor der Küste der Bahamas in den Hurrikan «Joaquín» - der Kapitän hatte sich für einen Kurs entschieden, der nur etwa hundert Kilometer am Sturmzentrum vorbei führte. Die Besatzung hatte der Küstenwache zunächst eindringendes Wasser gemeldet. Anschliessend hiess es, das Schiff sei in Schräglage geraten.

Bemühungen, den Kontakt wiederherzustellen und das Schiff zu orten, blieben erfolglos. An Bord befanden sich 28 US-Bürger und fünf Polen. Eine Woche nach dem Zwischenfall stellte die US-Küstenwache die Suche nach Überlebenden ein.

Hurrikan «Joaquín» war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Kilometern pro Stunde über die Bahamas hinweggefegt und hatte dort Bäume entwurzelt und Häuser einstürzen lassen. Ausläufer des Sturms überzogen den US-Bundesstaat South Carolina mit tagelangen Regenfällen. Es kam zu schweren Überschwemmungen und Dammbrüchen, Hunderte Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.

trs/aar/AFP/Reuters

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Zum Tod von Charles Manson: Wie man einen Teufel macht

Ein Mann, viel Mythos: Charles Manson galt in den USA als das personifizierte Böse. Nun ist er im Alter von 83 Jahren gestorben. Wie wurde der Kleinkriminelle zum Antichrist?

Mit der Popkultur ist das so eine Sache, eine lustige und eine alberne. Lustig, weil Pop alles grell und einfach macht. Albern, weil Pop stets die Oberfläche dem Inhalt vorzieht und so seine Ikonen bis zur Sinnlosigkeit aufbläst.

Che Guevara ist so eine. Auf T-Shirts, Kaffeebechern, Buttons steht sein Konterfei für die meisten Menschen für «irgendwas mit Rebellion». Warum er gekämpft hat? Und wofür? Egal.

So ist es auch mit Charles Manson. Auf den bekannteren Fotos trägt …

Artikel lesen