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Schweizer Hightech-Kamera an Bord: Start der europäischen Mars-Mission ist geglückt

Europäer und Russen haben für die Mission «ExoMars» erfolgreich eine Trägerrakete gestartet. Sie soll eine Sonde und einen Landeroboter zum Mars bringen.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Noch nie sind die Europäische Raumfahrtorganisation (ESA) und ihr russisches Pendant Roskosmos mit einer Sonde erfolgreich auf dem Mars gelandet. Das soll sich nun ändern. Gegen 10.35 Uhr Schweizer Zeit ist eine «Proton-M»-Trägerrakete erfolgreich vom Weltraumbahnhof Baikonur gestartet. Sie hat einen Satelliten samt Landemodul ins All gebracht, die später den Mars erkunden sollen. An Bord ist auch eine extrem hochauflösende Kamera, die am Space Center der Universität Bern entwickelt wurde.

Der Start von ExoMars im Video

Der Start war mit Spannung erwartet worden. Zwar sind russische Trägerraketen bereits Hunderte Male ohne Zwischenfälle gestartet, in der Vergangenheit hat es aber auch immer wieder Zwischenfälle gegeben. Im vergangenen Mai etwa stürzte eine Rakete über Sibirien ab, anstatt einen mexikanischen Kommunikationssatelliten ins All zu bringen. Ausserdem wurden immer wieder Satelliten an völlig falschen Positionen ausgesetzt.

Ob Sonde und Lander diesmal an der richtigen Position im All ankommen und funktionsfähig sind, wird sich erst am späten Abend zeigen, wenn die Sonde hoffentlich Kontakt zur Erde aufnimmt.

Dieses Video erklärt die Mission «ExoMars»

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YouTube/Thales

Die ESA und ihre russische Partnerbehörde Roskosmos wollen mit dem sogenannten «ExoMars»-Projekt nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten suchen. Bereits am Morgen hatte die ESA grünes Licht für den Start gegeben. «Die Wettervorhersage für den Abschuss ist gut. Bewölkt, möglicherweise etwas Regen», teilte die ESA am Morgen im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Im Oktober auf dem Mars

Mit ihrem Forschungsprogramm «ExoMars» vertiefen die europäische Raumfahrtagentur ESA und ihr russischer Partner Roskosmos die Suche nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten. «ExoMars» steht für «Exobiologie auf dem Mars». ESA und Roskosmos wollen dem Nachbarplaneten der Erde seine Geheimnisse mit einer Reihe von Spezialinstrumenten entlocken.

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Dafür investiert die ESA mehr als 1,3 Milliarden Euro, Roskosmos legt Schätzungen zufolge eine weitere Milliarde drauf. Der Forschungssatellit Trace Gas Orbiter (TGO) und das Testlandemodul «Schiaparelli» werden – so der Plan – im Oktober den Mars erreichen. Der TGO soll unter anderem die Atmosphäre analysieren und bis mindestens 2022 um den Mars kreisen. Zudem sucht der TGO mit einem Neutronendetektor nach Eis unter der Oberfläche.

«Schiaparelli» soll am 19. Oktober auf dem Roten Planeten aufsetzen. Es wäre die erste erfolgreiche Landung der ESA auf dem Mars. Damit will die Raumfahrtagentur Erfahrung sammeln für die Landung eines Rovers, der voraussichtlich 2018 starten soll. Der Rover hebt sich durch einen zwei Meter langen Bohrer ab, mit dem er tiefer in den Boden eindringen kann als frühere Geräte.

jme/dpa

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