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Von den rund 200'000 Offshore-Firmen stammen mindestens 38'000 aus der Schweiz. bild: Screenshot

Rohdaten der «Panama Papers»: Mindestens 38'000 Offshore-Firmen aus der Schweiz

09.05.16, 21:17 10.05.16, 06:37

Berichte über Hunderttausende Briefkastenfirmen haben die globale Finanzwelt erschüttert. Nun hat das Internationale Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) die Rohdaten zu den «Panama Papers» veröffentlicht.

Die Gruppe stellte am Montagabend eine interaktive Datenbank mit Informationen über Firmen, Treuhandfonds und Stiftungen in 21 Steueroasen online.

«Es ist wahrscheinlich die grösste Datenbank über geheime Offshore-Firmen und die Hintermänner, die je veröffentlicht wurde», teilte das ICIJ mit. Eine «Müllhalde» für Originaldokumente solle die Plattform allerdings nicht sein. Persönliche Daten wie Kontoverbindungen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Ausweispapiere seien nicht enthalten.

Das ICIJ, die «Süddeutsche Zeitung» und weitere Medien würden in den kommenden Wochen und Monaten weiter über einzelne Fälle berichten, an denen ein öffentliches Interesse besteht, kündigte das Konsortium an.

Schweizer Firmen

Eine kurze und unvollständige Auswertung der öffentlich zugänglichen Adressen zeigt, dass mindestens 38'000 der Offshore-Firmen ihren Sitz an 3208 verschiedenen Standorten in der Schweiz haben (2300 sind auf der Google-Karte visualisiert, gut 900 konnte Google auf die Schnelle keiner Adresse zuordnen). Auffällig sind die Konzentrationen rund um den Genfersee, in Neuenburg, Basel, Zürich und natürlich Zug. (jas)

Zahlreiche Medien hatten Anfang April über gut 200'000 von der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca gegründete Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Veröffentlichung der «Panama Papers» führte zu Ermittlungen auf der ganzen Welt und einer internationalen Debatte über Steueroasen und Geldwäscherei.

Mossack Fonseca sieht sich als Opfer eines Datendiebstahls und betont, sich bei ihren Geschäften stets an die Gesetze zu halten. Das Unternehmen gründet Kapitalgesellschaften und verkauft sie an Zwischenhändler wie Banken, Anwälte und Vermögensberater, die sie wiederum an ihre Endkunden weitergeben.

Bis zuletzt versuchte die Kanzlei, die Veröffentlichung der Rohdaten zu verhindern. In der vergangenen Woche forderte sie das ICIJ auf, die Plattform nicht online zu stellen. «Es handelt sich um gestohlene Informationen. Das stellt eine Verletzung des Verschwiegenheitsabkommens zwischen Anwalt und Mandant dar, das wir beschützen müssen», hiess es in einer Stellungnahme.

Update: In einer ersten Version des Artikels schrieben wir fälschlicherweise von 3802 Schweizer Unternehmen. Richtig sind mindestens 38'000 Offshore-Firmen, die an 3208 verschiedenen Adressen gemeldet sind. 

(jas/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Robin Hope 10.05.2016 20:23
    Highlight Darunter gibts nicht nur sehr viele Genfer Anwälte, UBS und CS, sondern auch einige Kantonalbanken! Ich finde das besonders stossend, da sich die Kantonalbanken immer als besonders brav und zurückhaltend geben, und mit der Staatsgarantie und dem Kantonalbankgesetz auch noch direkt reguliert werden könnten.

    Die Grundlagen hat Occupy Basel hier zusammengestellt: https://www.occupybasel.ch/die-panama-papers-und-die-kantonalbanken/3032

    Jetzt brauchts einen Journalisten der das vertieft recherchieren kann, und die Geschichte vervollständigt!

    Übernimmt Watson das?
    0 0 Melden
  • mamina 10.05.2016 12:26
    Highlight http://www.ticinonews.ch/svizzera/228697/swissleaks-perquisita-la-hsbc-di-ginevra

    Victims of OFFSHORE

    https://panamapapers.icij.org/
    0 0 Melden
  • rodman 10.05.2016 10:21
    Highlight Nur weil eine Schweizer Bank oder ein Schweizer Treuhänder in den Panama-Papers auftaucht, heisst das noch nicht, dass Schweizer Steuern hinterzogen wurden.

    1. Muss es sich keineswegs um Hinterziehung handeln.
    2. Muss der Beneficial Owner einer Panamagesellschaft überhaupt nicht Schweizer Steuerpflichtiger sein.
    6 8 Melden
  • arpa 10.05.2016 10:19
    Highlight Ein Treuhänder und ein Informatiker in meiner Nähe stehen auf der Karte. Auffällig, der Informatiker hat nicht einmal eine Webseite? Jede Firma hat doch heute eine Website, vorallem ein Informatikbetrieb?

    Naja ich freue mich auf alles was noch kommt :)
    9 0 Melden
  • mamina 10.05.2016 09:47
    Highlight Es heisst ganz klar, dass all diese Daten niemanden beschuldigt.

    https://panamapapers.icij.org/blog/20160509-offshore-database-release.html

    Ich habe selber auf Geratewohl gesucht. Stiess auf eine Niederlassung in Genf wo auch gleich der Name (Tessiner- oder Italiener- Geschlecht stand. Es genügte den Namen in einem Onlineservice einzugeben und schwupsdiwups kamen recht viele Firmen in der Schweiz zum Vorschein (gelöschte auch). Es ist alles vorhanden.
    2 0 Melden
  • Sapere Aude 10.05.2016 09:08
    Highlight Alleine die Verteilung dieser Firmen zeigt deren Funktion. Entweder sind es Städte, mit bedeutenden Finanzinstituten wie Zug oder Zürich. Oder sie befinden sich an der Grenze (Basel, Genf, Tessin). Der Rest kann man sich selber denken.
    8 0 Melden
  • Radiochopf 10.05.2016 08:30
    Highlight Ich finde diese Veröffentlichung sehr bedenklich, obwohl ich absolut dafür bin diese Leute zu verfolgen und zu verurteilen wenn sie wirklich beschissen haben.. trotzdem werden nun mit diesen Adressen wohl auch Unschuldige verdächtig/verurteilt.. wer weiss den überhaupt, wie aktuell die Daten und Adressen sind? bei einer Adresse z.b. landet man sofort bei einem Haus und findet leicht heraus wer dort wohnen könnte.. aber vielleicht wohnt ja der Steuerbetrüger schon gar nicht mehr dort.. also Achtung bevor hier Unschuldige vorverurteilt werden.
    2 10 Melden
  • Thomas Binder 10.05.2016 07:51
    Highlight Es ist gut möglich, dass uns hier grosse Fische kleine Fische zum Frass vorwerfen.
    29 1 Melden
  • EvilBetty 10.05.2016 07:09
    Highlight «Berichte über Hunderttausende Briefkastenfirmen haben die globale Finanzwelt erschüttert.»

    Hahaaa... ja, genau, die Finanzwelt erschüttert. Die Finanzwelt weiss haargenau um diese Konstrukte, hat sie sie ja selber geschaffen. Dass es ausgekommen ist, das hat «die Finanzwelt» erschüttert.
    41 0 Melden
  • Thomas Binder 10.05.2016 06:43
    Highlight Ich hoffe, an den 3208 Schweizer Adressen finden die Hausdurchsuchungen bereits statt, damit unsere Sozialwerke für die nächsten Jahrzehnte gesichert sind und die Steuern von Mittelstand und Unterschicht reduziert werden können. Vermutlich müssen wir auch noch ein paar Gefängnisse bauen.
    39 14 Melden
  • seventhinkingsteps 10.05.2016 00:22
    Highlight Regt euch mal nicht so auf. Man muss diese Möglichkeiten schaffen. Schliesslich zahlen diese Menschen auch mehr Steuern als ihr.
    14 74 Melden
    • pamayer 10.05.2016 00:35
      Highlight Stimmt schon. Da sollen sie auch was dafür haben.
      Zum beispiel einen bundesrat, der sicher beschliesst, dass die kontoführung eines panama kontos von den steuern abgezogen werden kann.
      42 4 Melden
    • phreko 10.05.2016 00:36
      Highlight Zahlen diese in Panama steuern?
      25 3 Melden
    • Der Zahnarzt 10.05.2016 06:56
      Highlight Sie zahlen mehr Steuern, weil sie mehr haben. Das nennt man Progression und es ist völlig legal und im Einklang mit unserer Verfassung. - Wer versucht sich der Progression zu entziehen, handelt demzufolge illegal und will sich nicht an die Verfassung halten.
      36 4 Melden
    • seventhinkingsteps 10.05.2016 07:53
      Highlight Haha, wie alle denken, das sei ernst gemeint. Das habe nicht ich gesagt, das war der Kommentar Ueli Maurers zu den Panama Papers
      25 2 Melden
    • Sir Jonathan Ive 10.05.2016 12:16
      Highlight Jetzt frage ich mich ob die 13 herzen von Leuten kommen, die den Sarkasmus verstanden haben, oder ob diese das ernst gemeint haben...
      1 0 Melden
  • ZHighlander 09.05.2016 23:08
    Highlight Für Schweizer sind Offshorefirmen in der Schweiz gar nicht offshore...
    17 5 Melden
    • cbaumgartner 10.05.2016 07:14
      Highlight Onshore?
      6 0 Melden
    • 〰️ empty 10.05.2016 07:59
      Highlight Wer dampft hier Shore?
      6 1 Melden
    • droelfmalbumst 10.05.2016 09:59
      Highlight Jersey shore?
      2 1 Melden
  • siansam 09.05.2016 22:53
    Highlight Erstaunt das wirklich jemanden?
    33 3 Melden
  • banda69 09.05.2016 22:53
    Highlight Auffällig sind die Konzentrationen u.a. im Raum Zug.

    Bezeichnenderweise:
    Hier wurden erst vor Kurzem finanziell schwachen Müttern die finanzielle Hilfe gekürzt. Die rechtsbürgerliche Mehrheit muss sparen.

    http://www.blick.ch/news/schweiz/zentralschweiz/der-reichste-kanton-der-schweiz-zug-spart-ausgerechnet-bei-armen-muettern-id4991518.html
    73 8 Melden
    • pamayer 10.05.2016 00:03
      Highlight Im westen nichts neues...
      35 2 Melden
    • Donald 10.05.2016 00:55
      Highlight Finanzausgleich, schon mal gehört?
      12 23 Melden
    • Tsunami90 10.05.2016 06:41
      Highlight @Donald; Die höhe des zu leistenden Betrags in den Finanzausgleich ist umgekehrt proportional zum Steuerfuss. Slso sprich: Selber Schuld.
      13 5 Melden
    • Donald 10.05.2016 07:39
      Highlight @Tsunami90
      Das ist komplett falsch. Sprich: Argumentation auf nicht existierenden Fakten aufgebaut.
      5 5 Melden
    • banda69 10.05.2016 08:12
      Highlight @donald - Finanzausgleich auf dem Buckel von finanziell schwachen Müttern? Klingt sehr vernünftig.
      11 1 Melden
    • Fabio74 10.05.2016 09:19
      Highlight @Donald: Der Finanzausgleich basiert auf dem Ressourcenpotenzial,sprich was derxKanton besteuern könnte. Egal was er wirklich besteuert
      6 0 Melden
  • Linus Luchs 09.05.2016 22:50
    Highlight Ueli Maurer verkündet, die Schweiz müsse von 2017 bis 2019 2,8 Milliarden Franken einsparen, unter anderem in der Forschung, Bildung, sozialen Wohlfahrt und bei der IV. Gleichzeitig lassen Zehntausende Schweizer Firmen Milliarden von Franken auf Offshore-Konten verschwinden. Der Steuerausfall soll dann unter anderem bei der Jugend (Bildung) und bei den Bedürftigen eingespart werden. Der Finanzminister findet das vollkommen in Ordnung. Höchste Zeit, dass das Stimmvolk begreift, welch übles Spiel hier gespielt wird, und diese SVP- und FDP-Blutsauger mit Stimm- und Wahlzetteln zum Teufel jagt!
    108 11 Melden
    • Maett 09.05.2016 23:26
      Highlight @Linus Luchs: Maurer ist halt Realist, die Schweiz kann nicht als einziges westliches Land das Steuersystem "gerecht" gestalten und darauf hoffen, dass man die internationalen Unternehmen etc. halten kann (die durchaus einen Mehrwert für die Schweiz bringen). Die heutige Offshore-Praktik ist halt wirklich legal, man denke mal an die Amman-Group.

      Als vermutlicher wählberechtigter Bürger steht es Ihnen frei, per Initiative eine Änderung anzustossen. Aber ich glaube nicht, dass die in der breiten Bevölkerung eine Mehrheit finden würde.
      26 49 Melden
    • Linus Luchs 10.05.2016 09:06
      Highlight Maett, vor 235 Jahren wurden in Frankreich die desaströsen Staatsfinanzen bekannt. Der Adel wehrte sich daraufhin, seine Privilegien abzugeben. Wenige Jahre später wurde die Feudalherrschaft weggefegt, der König wurde hingerichtet.
      Die Geschichte wiederholt sich nicht, denn die Ausgangslage ist immer anders. Trotzdem: Der neoliberale Geldadel von heute verhält sich so ignorant wie damals die Aristokraten. "Das ist halt die Realität." Wieder wächst der Anteil der Verlierer in der Bevölkerung. Wenn dieser verantwortungslose Irrsinn nicht aufhört, droht eine heftige gesellschaftliche Eruption.
      13 0 Melden
    • Fabio74 10.05.2016 09:23
      Highlight @maett:Natürlich kann man, man muss für einmal die Bundesverfassung beachten. Steht alles da.
      Was heute passiert, ist duecKonzerne verschieben die Gewinne hin und und her und zahlen dort Steuern wo sie am tiefsten sind.
      Hier gehört der Riegel geschoben. Steuern sind zu zahlen wo die Gewinne anfallen. Da soll sich die Schweiz dafür einsetzen.
      7 0 Melden
    • Sir Jonathan Ive 10.05.2016 12:23
      Highlight @Fabio
      Ich finde nicht mal unbedingt nur dort wo der Gewinn anfällt sondern überall wo man die Infrastruktur strapaziert.
      Eine Firma die in Ghana nach Rohstoffen gräbt und sie hier verkauft soll auch eine kleine Abgabe an Ghana machen, für das Benutzen derer Strassen etc.
      3 0 Melden
  • Pana 09.05.2016 22:48
    Highlight Hunderttausende von Leuten unter Generalverdacht online an den Pranger zu stellen, mit Privatadresse etc.. Das ist als würde man jeden Sportwagen Besitzer in einer Raser Datenbank veröffentlichen.
    25 59 Melden
    • Gelöschter Benutzer 09.05.2016 23:40
      Highlight In der Sache haben Sie recht: Es wird bislang nur über eine legale Geschäftsform diskitiert. Den Kritikern kann man zu Gute halten, dass ein Anteil der Betroffenen tatsächlich Straftaten begangen haben mag. Dass es gute Gründe für solche Firmen/Trusts gibt, will aber niemand mehr wahrnehmen. Aber es ist sicher bequem, sich in vorgekauten Häppchen so einen vermeintlichen Skandal vorschatzen zu lassen.
      13 8 Melden
    • mamina 10.05.2016 10:12
      Highlight Keiner wird an den Pranger gestellt und Privatadressen ect.. habe ich keine gefunden.
      Haben sie es schon versucht oder stellen sie einfach Behauptungen auf.
      Würde mich sehr interessieren wovon sie schreiben.
      2 0 Melden
  • Wandtafel 09.05.2016 22:27
    Highlight Man sollte diese Daten mit Vorsicht geniessen. Viele Firmen in der Schweiz haben Offshore Konstrukte auf legaler Art und Weise kreiert, zusammen mit dem 100%igen Einverständnis der Schweizer Steuerbehörde. Der Grund ist einfach und banal: Der Schweizer Obligationenmarkt ist tot aufgrund der Verrechnungssteuer und das Geld muss von den Firmen auf anderem Wege angelegt werden.
    26 28 Melden
    • FrancoL 09.05.2016 22:42
      Highlight Ich kann Ihrer Begründung folgen (Obligationenmarkt) nur wieso braucht es Offshore Konstrukte in Panama um eine Rendite zu erzielen, wieso lassen sich diese Konstrukte nicht am Schweizer Finanz-Markt setzen? Sollte ja kein Problem sein wenn die Schweizer Steuerbehörde da zu 100% damit einverstanden ist.
      57 9 Melden
    • Donald 10.05.2016 00:58
      Highlight @FrancoL
      Wenn du der Begründung tatsächlich folgen könntest, würdes du ja verstehen, dass dies wegen der VST hier nicht möglich ist?
      7 17 Melden
    • FrancoL 10.05.2016 08:28
      Highlight @Donald; Und wieso genau nicht? Man muss Behauptungen nicht im Kurztext ins Netz stellen sondern BEGRüNDEN! Denn VST könnte auch die Ankürzung für Verband Schweizer Türhersteller sein (ist es mitunter auch).
      Ich ich weiss es genügen die 600 Zeichen um dies zu Begründen und ich weiss auch dass die Begründung nicht hin haut, lasse mich aber wie üblich gern überraschen.
      6 0 Melden
  • dracului 09.05.2016 22:21
    Highlight Es scheint, dass heute nichts mehr geheim bleibt, was irgendwie am Internet angeschlossen ist: Ashley Madison, nun die Panama-Papier, die Ruag wird gehacked, die Shops von Digitec, SBB lahmgelegt und sogar die SMS zwischen Blocher und Lei/Köppel sind für jeden nachlesbar. Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob das mit der "Digitalisierung" gut ausgeht ...
    39 12 Melden
    • Hackphresse 09.05.2016 23:17
      Highlight Die Idee der Digitalisierung is gut, nur stehen all diese Sachen auf einem sehr labilen Fundament. Geheime Daten sollten auf besser gesicherten servern und dezentral mit individueller Verschlüsselung abgelegt werden, wie auch Onlineshops ihre Datenbanken dezentralisieren sollten damit nicht gleich der ganze Shop per ddos lahmggelegt werden kann. Der Verzicht auf redundante Systeme wird dadurch langfristig wohl wirtschaftlich teurer als deren Einführung und Unterhalt.
      6 0 Melden
    • pamayer 10.05.2016 00:16
      Highlight Die frage ist sicher berechtigt.

      gat aber einen sehr brisanten aspekt: wer betrügt, fliegt früher oder später auf.
      Ashley madison, wie viele betrogene ehefrauen trotz treuegelübde?
      Ruag, wie viele kriegstaugliche wurden exportiert, trotz anderslautenden beteuerungen?
      Blocher/Köppel, trotz von-nichts-gewusst-haben?

      Wer nichts zu befürchten hat, muss keine angst haben.ich meine, isr ein riesenscheiss, wenn sbb oder onlineshops attackiert werden. Wenn mein mailverkehr offengelegt würde wäre ich auch nicht begeistert, da nichts, was ich schützen müsste.
      panama papers versteckten sehr viel!
      5 9 Melden
    • Donald 10.05.2016 00:59
      Highlight Server lahmlegen und Daten ausspionieren sind zwei verschiedene Dinge.
      6 6 Melden
  • klugundweise 09.05.2016 22:17
    Highlight 38'000 nur aus der Schweiz, bei einer einzigen Agentur in Panama.
    Soll mir einer erklären was dabei der Sinn ist, wenn nicht Steuer-"Optimierung", Geldwäsche, Korruption etc.!
    Und da gibt es in allem Ernst noch Politiker, die das Bankgeheimnis in die Schweizer Verfassung schreiben wollen, wie bei uns die Steuermoral natürlich kein Problem ist.
    Hallo Herr Finanzminister, erwachen! Hier werden Ihnen doch zusätzliche Milliardeneinnahmen auf dem Silbertablett serviert. Greifen Sie zu!
    67 9 Melden
    • banda69 09.05.2016 22:23
      Highlight SVP-Bundesrat Ueli Maurer befürwortet Briefkastenfirmen. Sie sind nötig und legitim um Steuern zu optimieren.

      Viel schlimmer ist es in den Augen der SVP, wenn Bundesrätin Simonetta Sommaruga keine Lust hat ihrem Chef, dem SVP'ler Roger Köppel zuzuhören.
      74 13 Melden
    • ZHighlander 09.05.2016 23:05
      Highlight Emittiert eine Schweizer Firma Obligationen unterliegt deren Zins der Mehrwertsteuer. Das ist für internationale Gläubiger unattraktiv, die Nachfrage kleiner und somit der Coupon höher. Schlecht für die Firma. Gibt aber die Tochterfirma im nirgendwo die Oblis raus unterliegt der Zins nicht der Quellensteuer und die Refinanzierung wird günstiger.
      Man muss diesen Kapitalisten doch nicht noch zu hohe Zinsen zahlen müssen!
      3 3 Melden
    • Maett 09.05.2016 23:29
      Highlight @banda69: die Briefkastenfirmenpraktik ist durch eine Stimmmehrheit legitimiert, wohingegen das sich-einer-Antwort-entziehen ein Skandal ist - nicht nur für SVP-Wähler. Wenn es ein SVP-Minister gemacht hätte (auf diese Art und Weise) hätten Sie selber nämlich relativ sicher eine andere Meinung.

      Miteinander zu tun haben die beiden Themen aber eigentlich nichts, so nebenbei.
      4 17 Melden
  • Gelöschter Benutzer 09.05.2016 22:00
    Highlight Da werden tatsächlich Adressen von Privatpersonen in diesem Zusammenhang öffentlich gemacht und hier auch noch übersichtlich zusammengestellt und prominent präsentiert? Irgendwie beschleicht mich dabei kein gutes Gefühl. Im Gegenteil, Persönlichkeitsrechte werden offenbar von Interessen aller politischer Couleur hemmungslos untergraben.
    33 39 Melden
    • Gelöschter Benutzer 09.05.2016 22:07
      Highlight Im Handelsregister sind die Wohnsitzdaten der Gesellschaftsgründer enthalten. Im Kanton Zürich sind die Gründungsdokumente per Mailanfrage öffentlich zugänglich, somit auch die jeweiligen Privatadressen.
      43 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 09.05.2016 22:26
      Highlight Luciusvorenus, ich sehe zwischen dem Handelsregister und den Panamapapers durchaus einen frappanten Unterschied. Eines von beiden beruht auf gestohlenen Daten einer Anwaltskanzlei, wurde übersichtlich aufgearbeitet und prominent veröffentlicht und führt selbst ohne strafrechtlich relevantes oder amoralisches Verhalten in der Öffentlichkeit zu deutlichen Vorverurteilungen...
      20 23 Melden
    • FrancoL 09.05.2016 22:48
      Highlight Vorverurteilungen? Eine Adresse ist keine Vorverurteilung. Folgt man den Begründungen der Beteiligten so sind die weit grössere Anzahl dieser Offshore-Konstrukte völlig legal und im Einklang mit den Schweizer Steuergesetzen.
      Ich glaube es zwar nicht, aber ich lasse mich gern vom Gegenteil belehren.
      19 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.05.2016 07:08
      Highlight Sie wollen mir ehrlich weiss machen, dass die Erwähnung Ihres Nachbarn in den Pananama Papaers die selben Auswirkungen auf Ihre Meinung ihm gegenüberliegenden haben, wie jene im Handelsregister? Sorry FrancoL, aber das glaube ich Ihnen nicht.
      5 2 Melden
    • klugundweise 10.05.2016 08:03
      Highlight Ja und warum nicht?
      Weil bekannt ist, dass Mafiosi, Despoten, Geldwäscher, Steuerhinterzieher und andere Gauner ihr Geld mit Konstrukten von Briefkastenfirmen verstecken.
      Wer sich dieser Instrumente bedient gerät in Verdacht. Etwa gleich wie wenn einer nachts mit Gesichtsmaske und Geissfuss durch die Gräten zieht!
      Lesen sie das Buch Panama-Papers!
      7 1 Melden
    • FrancoL 10.05.2016 08:20
      Highlight @zaaFee; Ich bilde mir kaum die Meinung eines Menschen auf der Basis seiner Finanzgeschäfte. Und Ja wenn er auf OffShore ausweichen muss dann ist er mir eine Erklärung schuldig, denn ich bezahle einen rechten Batzen an Steuern und lasse mich nicht für dämlich verkaufen. Ja er steht bei mir unter Verdacht, ganz klar. So wie ich zB bei allen Konkursen recht genau hinschaue ob der Nachbar immer noch locker mit dem A-Klasse Wagen herumfahren kann.
      Er kann ja bestens eine Erklärung abgeben! Als Unternehmer muss ich auch für jede wichtigere Arbeit alles Mögliche von mir preis geben.
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.05.2016 11:12
      Highlight FrancoL, lesen Sie den Kommentar von Klugundweise und dann entscheiden Sie für sich nochmal, ob eine Erwähnung in den Panama Papers zu einer öffentlichen Vorverurteilung führt oder nicht. Das ist der Grund warum mich ein ungutes Gefühl beschleicht, wenn Privatadressen Betroffener (die womöglich nichts verbrochen haben) übersichtlich dargestellt und publiziert werden.
      Und nein, er ist Ihnen eben keine Erklärung schuldig, solange er nicht gegen das Gesetz verstösst. Es geht Sie schlicht nichts an, wo er aus welchem Grund legal eine Briefkastenfirma unterhält.
      0 2 Melden
    • FrancoL 10.05.2016 12:13
      Highlight @ZaaFee; ER ist eine Erklärung der Gemeinschaft schuldig, nämlich dass er NICHT gegen das Gesetz verstösst, dann ist alles OK.
      Es ist zwar unüblich aber nicht selten dass in der Schweiz zB Steuersünder oder Bausünder etc. bei den Ämtern angeklagt werden, manchmal leider sogar anonym. Die Ämter reagieren, wieso soll dass bei diesen Panamapapieren nicht auch so gehandhabt werden? Bei den von mir erwähnten Bausünden handelt es sich in Ihrem Sinne um eine Vorverurteilung, doch dann muss man eben durch. Und gerade bei den Bausündern stelle ich fest dass in 9 von 10 Fällen ein Vergehen vorliegt.
      2 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.05.2016 15:20
      Highlight FrancoL, Sie vergleiche Sie Äpfel mit Birnen. Niemand will, dass Behörden auf anzeigen hin oder von selber nicht aktiv werden. Ich hinterfrage, dass (gestohlene) stigmatisierende Daten gegen den Willen der Betroffenen öffentlich gemacht werden. Mit Ihren Bausündern hat das nicht im Geringsten etwas zu tun. Und bezüglich geschuldeter Erklärung, nicht gegen das Gesetz verstossen zu haben, gilt in unserm schönen Land die Unschuldsvermutung...
      0 1 Melden
    • FrancoL 10.05.2016 16:26
      Highlight @ZaaFee; Ihre Sicht ob ich Birne mit Apfel vergleiche, das überlasse ich Ihnen.
      "Und bezüglich geschuldeter Erklärung, nicht gegen das Gesetz verstossen zu haben, gilt in unserm schönen Land die Unschuldsvermutung..."
      Diese These ist zwar weit verbreitet, wenn jedoch bei mir die Polizei aufkreuzt und etwas von mir will, weit ab von jeglicher Schuldfrage, wird der Nachbar auch eher auf eine Verfehlen tippen und nicht dass mir die Polizistin Blumen bringen wollte und wenn ich für eine Steuerprüfung Unterlagen von Herrn Meier brauche wird er allenfalls auch eher auf Steuerhinterziehung tippen.
      2 0 Melden
    • FrancoL 10.05.2016 16:32
      Highlight @ZaaFee; Ich gebe auch unumwunden zu dass es mir wirklich egal ist ob Daten geklaut sind wenn man damit einen Missstand beheben kann. Dies hat mit meinem Alltag zu tun wo ich doch mehr als nur häufig auf Betrug im Mäntelchen des Kavaliersdeliktes treffe.
      Und ich gehöre zu denen die lieber einmal genauer hinschauen als ständig wegzuschauen.
      So finde ich es einen Witz in 9 von 10 Fällen von Steuerhinterziehung zu sprechen wenn klar der Betrugsgedanke im Vordergrund steht. Wir machen es den Gierigen zu einfach sich ohne Verantwortung wegzuschleichen.
      4 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.05.2016 17:09
      Highlight Also doch eine Vorverurteilung. Und ausserdem ist es wieder nicht das selbe, wenn bei Ihnen die Polizei aufkreuzt und es ev. der Nachbar mitkriegt, als wenn die Tatsache auch noch in den Medien publik gemacht wird. Kommt dazu dass die meisten nich nicht mal angeklagt sind.
      0 1 Melden
    • FrancoL 10.05.2016 17:38
      Highlight @ZaaFee; Wieso eine Vorverurteilung? Sie scheinen etwas weltfremd zu sein. Es gibt im täglichen Leben dutzende von Anmerkungen in der Welt die als Vorverurteilungen dienen können. Ich bekomme fast täglich Angebote ob ich von der Firma X eine Bonitätsangabe kaufen will, mit der Aufschrift; der Bonitätszustand der Firma X hat sich geändert. Na was denken da mehr als die Hälfte der Leser? Die Bonität ist schlechter und nur wenige denken sie ist nun besser. Und wenn Sie gerne weitere Beispiele von offen angezeigten "Vorverurteilungen" brauchen kann ich bis Morgen Ihnen Beispiele angeben.
      1 1 Melden
  • Jaing 09.05.2016 21:53
    Highlight Ich weiss, das gibt Blitze, aber ich halte es nicht für korrekt hier Privatadressen aufzuführen, ohne dass Straftaten vorliegen.
    46 20 Melden
    • Tsunami90 10.05.2016 06:49
      Highlight Es sind Briefkastenfirmen... ^^
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    • Gelöschter Benutzer 10.05.2016 07:09
      Highlight Tsunami90, es sind Privatadressen.
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    • klugundweise 10.05.2016 08:06
      Highlight Im Telefonbuch stehen auch Privatadressen. Verdächtig macht sich aber jemand der mit einer Agentur geschäftet die Mafiosi, Despoten, Gangster, Geldwäscher etc. zu seine Kunden zählt.
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  • Braun Pascal 09.05.2016 21:31
    Highlight Ich musste schmunzeln, dachte unser dorf wäre auch betroffen, doch dabei waren es die dörfer wo die leute noch mehr geld haben um ein grundstück zu besitzen als bei uns ...n
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    • remono 09.05.2016 22:33
      Highlight In Bern ist eine in einem Gebäude voller Bundes-Service-Betrieben gemeldet ^^
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Liebe No-Billag-Befürworter, liebe No-Billag-Gegner ...

Gehässigkeiten, Lügen, Beleidigungen: Statt einer sachlichen Debatte um die No-Billag-Initiative ist ein politischer Glaubenskrieg entbrannt. Ein offener Brief an die Widersacher. 

Liebe No-Billag-Befürworter Liebe No-Billag-Gegner

Es gibt in jedem Abstimmungskampf diese Momente. So kurze Niveau-Taucher, wo ein FDP-Präsident einen Bankdirektor als «Arschloch» oder ein Bundesrat seine Ehefrau als «Gebraucht-Gegenstand» bezeichnet.

Mal sind das Ausrutscher in der Hitze des Gefechts, manchmal gezielte Provokationen. Die Debattanten entschuldigen sich und warten danach wieder mit ehrlicher Begeisterung für ihre jeweilige politische Idee auf.  

Bei euch ist das …

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