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Brutale Vergewaltigung in der Schweiz: Syrischer Ex-Diplomat in Frankreich aufgespürt

Ein ehemaliger syrischer Dipomat, inzwischen politischer Flüchtling, ist am Dienstag im französischen Versailles verhaftet worden. Der heute 54-Jährige war 2001 in Genf wegen Vergewaltigung und Folterung einer 60-jährigen Frau verurteilt worden.



Spät, aber doch noch: Ein ehemaliger syrischer UN-Diplomat, der 2001 in der Schweiz wegen Vergewaltigung verurteilt worden war, wurde am Dienstag in Frankreich verhaftet. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch unter Berufung auf die Genfer Staatsanwaltschaft. Der Mann hatte unter falscher Identität als Flüchtling in Versailles gelebt.

Der Fall geht auf das Jahr 1997 zurück: Der damals 39-Jährige hatte eine 60-jährige Frau in Genf in einem Spa getroffen, sich als «Eddy» vorgestellt und sich schliesslich mit der Frau zum Abendessen verabredet. Nach dem Abendessen begleitete er sein Opfer nach Hause. Als sie ihn abwimmeln wollte, rastete er aus, schlug sie zusammen und schleppte sie in ihre Wohnung. Gemäss Staatsanwaltschaft fesselte und knebelte er sie dort, verbrannte ihr mit Zigaretten am ganzen Körper die Haut, vergewaltigte und penetrierte sie mit Flaschen.

In Versailles lokalisierte die Spezialeinheit der Genfer Polizei den Gesuchten. google maps

Es folgte ein Tauziehen zwischen den Behörden: Die Schweiz forderte die Aufhebung der diplomatischen Immunität, doch der Mann wurde stattdessen nach Syrien zurückbeordert. Ein Gericht verurteilte ihn daraufhin in Abwesenheit wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu 13 Jahren Haft. Als er schliesslich auch in Syrien seine Immunität verlor, floh er nach Frankreich, wo er als politischer Flüchtling mit neuer Identität lebte. Er wird als Nächstes in die Schweiz ausgeliefert, wo er seine Strafe verbüssen muss. (dwi)

Aktuelle Polizeibilder: Beim Einfahren auf die A3 kollidiert

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der Beukelark 15.12.2016 11:40
    Highlight Highlight schön zu wissen, dass gerechtigkeit in manchen fällen noch wirkt.
    • Linus Luchs 15.12.2016 14:52
      Highlight Highlight Im Artikel steht nichts darüber, wie es der Frau nach der furchtbaren Tat ergangen ist. Dass dieses Erlebnis tief traumatisierend war, steht ausser Frage. Was hat das in ihrem Leben bewirkt? Wurde ihr Unterstützung zuteil? Finanziell? Therapeutisch? Nur wenn ich auch etwas über die Seite des Opfers wüsste, würde ich mich über Gerechtigkeit äussern.
    • Homes8 15.12.2016 16:07
      Highlight Highlight @Linus Luchs
      Stell dir mal vor Du wärst diese Frau. Würdest woll kaum wollen, dass deine Behandlung und Befinden in der Öffentlichkeit diskutiert wird.
    • Linus Luchs 15.12.2016 16:57
      Highlight Highlight Nein, Homes8, das würde ich nicht wollen. Mir ging es nur darum, dass die Gerechtigkeitsfrage schwer zu beantworten ist, wenn man nur eine von zwei Seiten kennt.

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