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Alexander Van der Bellen (l.) setzte sich ganz knapp gegen Norbert Hofer durch.
Bild: APA

Das Links-Rechts-Schema hat ausgedient: Heute heisst es Moderne gegen Tradition

Globalisierung und Digitalisierung stellen die Politik vor grosse Herausforderungen. Der alte Gegensatz zwischen Links und Rechts wird verdrängt durch die Wahl zwischen Offenheit und Abschottung.

30.05.16, 09:06 03.06.16, 17:02

Die Wahl des neuen Bundespräsidenten in Österreich war in mehrfacher Hinsicht ein hoch interessantes Spektakel. Das finale Duell fand nicht zwischen Kandidaten der «klassischen» Rechten und Linken statt. Die waren in der ersten Runde schmählich gescheitert. Es standen sich der FPÖ-Mann Norbert Hofer und der «unabhängige» Grüne Alexander Van der Bellen gegenüber. Beide verkörpern politische Strömungen, die erst in den letzten Jahrzehnten aufgekommen sind.

Der hauchdünne Sieg Van der Bellens ist die zweite und fast wichtigere Erkenntnis. Nach dem ersten Wahlgang lag er klar hinter Hofer zurück. Das Ergebnis zeigt: Österreich ist ein tief gespaltenes Land mit zwei Lagern, die entgegengesetzte Vorstellungen verfolgen. Die Anhänger des «Rechtspopulisten» wählten ihn, weil er das Volk «versteht». Van der Bellens Wählerschaft hingegen sorgte sich um Österreichs Image in der Welt.

Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) verkörpern die klassischen Volksparteien. Bild: Michael Sohn/AP/KEYSTONE

Vereinfacht gesagt fand bei unseren östlichen Nachbarn eine Konfrontation zwischen den Anhängern eines auf sich selbst bezogenen, rückwärts gerichteten Landes und den Verfechtern einer offenen, international vernetzten Gesellschaft statt. Die Österreich-Wahl wird so zum Exempel für eine politische Landschaft, in der die alten Gegensätze zwischen Links und Rechts ausgedient haben und neue Verwerfungen und Bruchlinien entstanden sind.

Niedergang der Volksparteien

Der oft beschworene Niedergang der klassischen Volksparteien in Europa bietet dafür bestes Anschauungsmaterial. Die Sozialdemokratie wird vielerorts als Ansammlung von Nostalgikern wahrgenommen, die den «glorreichen 30 Jahren» nach dem Zweiten Weltkrieg nachtrauern. Bei den bürgerlichen Parteien sieht es ähnlich aus. Bestes Beispiel ist die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, die persönlich beliebt ist, aber – ausser in der Flüchtlingskrise – nur den Status Quo verwaltet.

Die Menschen erkennen zunehmend, dass dies kein Rezept ist für die Herausforderungen in der heutigen Welt. Sie ist geprägt von einer Globalisierung, die nicht nur wirtschaftlich verstanden werden darf. Globalisierung steht auch für eine Welt, die immer mehr zum «Global Village» wird, in dem vermeintlich ferne Bedrohungen plötzlich vor der eigenen Haustüre auftauchen. Diese können real sein in Gestalt von Terroristen, aber auch diffus. Das betrifft in erster Linie die Digitalisierung, die unser Leben umwälzen wird.

Angesichts dieser Perspektiven manifestiert sich ein neuer Gegensatz in der Politik. Er verläuft zwischen Progressiven und Konservativen, oder besser noch zwischen Modernisten und Traditionalisten. Diese haben derzeit Aufwind, was die Wahlerfolge jener Parteien in Europa belegen, die man gemeinhin als Rechtspopulisten oder Rechtsnationale bezeichnet, obwohl sie in wirtschaftlichen und sozialen Fragen häufig einen Linksdrall aufweisen.

Appell an das Heimatgefühl: Wahlplakat für Norbert Hofer. Bild: Ronald Zak/AP/KEYSTONE

Sie propagieren ein Zurück in die eigenen Grenzen und die eigene Nation – ein Angebot, dem viele nicht widerstehen können, obwohl es bei genauer Betrachtung keine Antwort auf die geschilderten Herausforderungen bietet. Dabei sind diese Traditionalisten keineswegs rein isolationistisch, sie suchen durchaus den Kontakt zu Gleichgesinnten in anderen Ländern. Und sie bewundern vermeintlich starke «Führertypen» wie Wladimir Putin.

Kaum überzeugende Konzepte

Letztlich passen die Traditionalisten nicht in das klassische Schema. Das zeigt sich anhand der Erfolge von Donald Trump und Bernie Sanders in den USA. So gegensätzlich sie auf den ersten Blick sein mögen, so verherrlichen doch beide die «gute alte Zeit», als Amerika noch ein Land der Möglichkeiten für alle war. Innovative Ideen? No way.

Darin manifestiert sich auch das Problem der Modernisten. Es fehlt ihnen häufig schwer, klare und überzeugende Konzepte zu entwickeln, mit denen sie gegen das simple Weltbild der Traditionalisten bestehen können.

In der Schweiz ist dies ebenfalls nicht zu übersehen. Kaum eine Partei überzeugt mit spannenden und visionären Ideen. Aussenpolitisch hat sich selbst Rotgrün weitgehend auf den Erhalt der bestehenden bilateralen Verträge zurückgezogen. Auch innenpolitisch ist das Bewahrende Trumpf. Das zeigen nicht zuletzt die jüngsten Erfolge der Bauernlobby. Die SVP will ohnehin nichts von einer offenen Schweiz wissen, und die SP agiert im Defensiv-Modus.

Auf die zündenden Ideen der Grünliberalen warten wir noch immer.
Bild: KEYSTONE

In der (neuen) Mitte sieht es nicht besser aus. Dabei wären die Grünliberalen prädestiniert als Modernisten-Partei. Bislang aber hatten sie kaum mehr zu bieten als eine unbrauchbare Energiesteuer-Initiative. Die Selects-Studie zu den Wahlen 2015 spricht Bände: Ausser in der Umweltpolitik trauen die Wähler der GLP in keinem Bereich wirklich etwas zu.

Beträchtliches Potenzial

Die Mühen der Modernisten täuschen aber nicht darüber hinweg, dass ihr Potenzial beträchtlich ist. Auch das zeigt die Österreich-Wahl. Sie mobilisierte viele Menschen, die den Freiheitlichen Norbert Hofer in der Wiener Hofburg verhindern wollten, am Ende mit Erfolg. In der Schweiz spielte dieser Effekt bei der Abstimmung über die Durchsetzungsinitiative. Auch sie löste eine enorme Mobilisierung aus, auch in diesem Fall mit positivem Ausgang.

Auch finden sich zunehmend Persönlichkeiten, die eine moderne Reformpolitik vorantreiben, etwa der neue österreichische Bundeskanzler Christian Kern, der italienische Ministerpräsidenten Matteo Renzi, der kanadische Premier Justin Trudeau oder der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron. Sie könnten eine Aufbruchstimmung erzeugen, sofern die Traditionalisten in den eigenen (linken) Reihen sie lassen.

Justin Trudeau und Matteo Renzi stehen für eine moderne Reformpolitik.
Bild: KEVIN LAMARQUE/REUTERS

Den Weg weist ein in den sozialen Medien häufig geteilter Kommentar der deutschen Wochenzeitung «Die Zeit». Längst nicht alle Argumente überzeugen, ein Ausdruck wie Trash-Faschismus nervt einfach nur. Am Ende aber kriegt Verfasser Bernd Ulrich die Kurve: «Wenn die Liberalen anfangen sollten, zu kämpfen, dann werden sie gewinnen, denn Geschichte voranzubringen ist schwer, sie zurückzudrehen jedoch noch schwerer.»

Ulrich trifft einen wunden Punkt, wenn er diesen «Liberalen» empfiehlt, sich «von einer gewissen sozialen Abgehobenheit» zu verabschieden. Die progressiven, urban denkenden Modernisten müssen ihre linksintellektuelle Komfortzone verlassen und sich auf die ländlich-konservativen Traditionalisten einlassen. Es geht dabei nicht darum, Verständnis für diese Menschen zu entwickeln. Es geht darum, sie zu verstehen.

Man muss den Feind kennen

Dabei gilt die unverwüstliche Maxime des legendären chinesischen Militärstrategen Sunzi: Man muss seine Feinde kennen, wenn man sie besiegen will. Nur wenn man sich mit den Straches, Petrys, Le Pens, Wilders', Orbans, Kaczinskys und ihrem Anhang vertieft beschäftigt, kann man Strategien entwickeln, um vor allem jenes Segment zu überzeugen, dass zwischen Moderne und Tradition hin und her schwankt und häufig den bewahrenden Kräften zuneigt.

Vom alten Links-Rechts-Schema muss man sich dabei verabschieden. Damit ist kein Staat und keine Politik mehr zu machen.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
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51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Safster 31.05.2016 13:31
    Highlight Die glp ist tatsächlich prädestiniert für diese Rolle, und es darf noch einiges von ihr erwartet werden wie die Vorstösse zeigen in der Landwirtschaftspolitik (keine Ausweitung der Privilegien der Bauern), Gesellschaftspolitik (Elternurlaub, Ehe für alle), Aussenpolitik (reformorientiert mit Herz), in ihrer nachhaltigen Finanzpolitik und natürlich beim Umweltschutz. In dieser Position hat sie es aufgrund der traditionellen Parteienstruktur nicht leicht. Wichtig wäre aber, dass sich viel mehr Leute - insbesondere viel mehr Frauen! - tatsächlich aktiv in der Politik engagieren.
    0 2 Melden
  • Homes8 30.05.2016 15:04
    Highlight Neoliberale Propaganda.
    Das hat doch alles nichts mehr mit Nachrichten zu tun.

    Nebenbei: Ich glaube langsam, Sinn und Zweck dieser Zeitung ist es, Profile über die Nutzer zu erstellen.
    Deshalb auch immer die vielen Quiz's.
    27 38 Melden
    • DoMeBE19 30.05.2016 15:49
      Highlight i ha nonie öpis glese wo so intelektuell tönt :D
      21 4 Melden
    • Homes8 30.05.2016 16:50
      Highlight Kann sein, dass da ein Hohlraum ist, wen's "tönt beim lesen".
      9 22 Melden
    • smoe 30.05.2016 21:38
      Highlight Was genau sollte ein ultralinkes neoliberalsozialistisches Katzenblatt wie Watson mit Profilen ihrer eigenen Zielgruppe denn anstellen? Aber stimmt, bereits die Stasi hat davon geträumt genau zu wissen, welcher Pasta- und Partytyp Hansjürg in Block 27 ist.

      Vielleicht hat Watson tatsächlich ein top secret millionen teures neural-net-deep-learning-big-data-clustering-ai-yadayada Projekt, um aus dem Nutzerprofilen Picdumps zwecks Gehirnwäsche zu generieren. Vielleicht dienen die Quizzes aber auch nur dazu, Klicks für die WEMF-Statistik zu generieren. Wer weiss?
      5 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.05.2016 22:15
      Highlight Die Quiz's werden dazu verwendet uns personalisierte Webung unter die Nase zu reiben. Hier ist die Werbeseite:
      http://www.watson.ch/werbung

      Und hier unser Profiling:
      http://www.watson.ch/Sales/articles/867541058-So-sehen-die-watson-User-aus

      Oder ganz einfach auf die Lupe oben rechts klicken und dann unten auf Werbung.
      2 1 Melden
    • paddyh 30.05.2016 23:51
      Highlight Ich verstehe nicht ganz, was ihr mit dem Begriff neoliberal probiert anzustellen. Seit rund 40 Jahren wird dieser als Synonym für Marktfundamentalismus verstanden und der gehört definitiv nicht in die Linke / Soziale Ecke.
      6 4 Melden
  • pun 30.05.2016 15:01
    Highlight Ja, wir brauchen neue Ideen und Ja, sie sollten eigentlich von uns Linken kommen.

    Was/Wer genau aber mit den "Modernisten" gemeint ist, ist mir nicht ganz bewusst. Meint Peter Blunschi etwa neoliberale Modelle aus den 1970ern mit Hightech-Kostüm und gesellschaftsliberalem Touch? So "Operation Libero"-Style? Oder doch lieber moderne Ausbeutung in der "Sharing Economy" à la Uber?
    13 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.05.2016 19:21
      Highlight Operation Libero passt doch hier genau rein. Nicht wirklich links, aber sicher nicht rechts.
      5 12 Melden
    • Shlomo 30.05.2016 21:07
      Highlight Sorry aber Operation Libero ist klar rechts und neoliberal.
      4 11 Melden
  • Hayek1902 30.05.2016 14:47
    Highlight Links-Rechts passt immer noch wunderbar, die Frage, ob sich der Staat einmischen soll oder nicht wird auch in 100 Jahren noch relevant sein. Das einzige was ich hoffe, ist dass der Sockelfreiheitsgrad, den Teil, der unumstritten ist, immer weiter anwächst.
    6 4 Melden
  • Angelo C. 30.05.2016 14:29
    Highlight Ich teile Blunschis Gedankenansätze mehrheitlich, sehe aber auch, dass sich die Pole zwischen links und rechts in einem Konglomerat und Spannungsfeld zwischen Bewährtem und Innovation bwfinden. Ich konstatiere das auch bei mir, der ich mir unterschiedliche Anregungen aus beiden Fronten heranziehe, sie entsprechend bedenkend.

    Es kann aber nicht darum gehen, traditionell Bewährtes simplifizierend als "rückständig und abgeschottet", zu benennen und "modernes" (was immer das auch sein mag) à prori in jedem Fall als besser zu bezeichnen!

    Diese beiden Qualitäten gilt es effizient zu koordinieren.
    40 4 Melden
  • Homes8 30.05.2016 14:26
    Highlight Eigentlich hatten wir die letzten Jahrzente "traditionele Offenheit". Was man jetzt unter dem Deckmäntelchen "modern-hightech-niemand-muss-mehr-arbeiten" weiterziehen will.
    Es bleibt alles wie gehabt: Wohlstand erarbeiten von Unten für Oben.
    17 10 Melden
  • Kola 30.05.2016 13:58
    Highlight Ist dieser Gegensatz modern/traditionell nicht gerade die ursprüngliche Bedeutung des mittlerweile ziemlich schwammigen Links/Rechts-Schemas?
    Oder wie sieht diese alte Schema aus, von dem man sich zu verabschieden hat?

    PS. Er heisst Kaczyński, lernt das doch endlich mal ;)
    16 3 Melden
  • Kookaburra 30.05.2016 13:53
    Highlight Links oder Rechts ist tatsächlich egal.

    Heute heisst es Wirtschaft gegen Verlierer.

    Die Linken verraten uns via Zuwanderung an die Wirtschaft, die Rechten sowieso, Umweltschutz und Soziales geht nur, wenn es diese nicht stört und muss von der Allgemeinheit immer dreifach bezahlt werden. Weil die Sozialisten auch nur versteckte Kapitalisten sind. Genauso wie die Grünen.

    Liberalismus heisst nicht Freiheit für den Bürger, sondern das Recht des Reicheren.

    Abschottung ist schlecht, aber wieso muss "moderne" das Verschenken der Hälfte bedeuten? Wieso nicht schützen, was unsere Eltern hatten?
    18 23 Melden
  • stan1993 30.05.2016 13:34
    Highlight Politisch National +
    Wirtschaftlich Global
    = Bestes Konzept
    8 32 Melden
    • paddyh 30.05.2016 23:55
      Highlight Super Konzept. Dann werden nicht mehr Zugewanderte ausgebeutet sondern hauptsächlich du.
      1 3 Melden
  • Einer Wie Alle 30.05.2016 13:22
    Highlight Und im Endeffekt sind es doch nur alles Populisten, denn auf die Leisen hört niemand.
    18 3 Melden
  • Rigel 30.05.2016 12:44
    Highlight Im Kommentar werden die goldenen 30 Jahren der Sozialisten zitiert, welche sich durch die 68-Bewegung manifestierte.

    Die Devise hiess: "Mach das kaputt, was Dich kaputt macht". Und da wurde gewütet was das Zeug hielt. Fast alle traditionelle Wertvorstellungen, die bislang hervorragend funktionierten, wurden gnadenlos niedergemacht und durch utopische Spinnereien, die als "Visionen" bezeichnet wurden, ersetzt.

    Deshalb haben wir nun die Gesellschaften in der wir Leben müssen, wo fast nichts mehr funktioniert und wo der Zustand der Dekadenz immer offenkundiger wird. Umkehr? Keine Chance!!!
    15 46 Melden
    • stiberium 30.05.2016 13:05
      Highlight Ich meine dieser Prozess ist noch immer am laufen. Gibt einfach noch zu viele welche sich dem verweigern.
      17 1 Melden
    • Hoppla! 30.05.2016 13:16
      Highlight Ich bin alles andere als ein 68er und sehe diverse Dinge auch kritisch, aber ich danke diesen Menschen dafür, dass die (idiotischen) traditionellen Wertvorstellungen zerstört wurden. Wir haben heute Freiheiten und Möglichkeiten die der Generation davor verwehrt blieb.
      41 7 Melden
  • Alnothur 30.05.2016 12:33
    Highlight Wow. Links weiss man echt nicht mehr, was das Wort "Tradition" bedeutet. Am Titel dachte ich schon, das sei wieder ein typischer Löpfe.
    Kleiner Tipp: das Wort, das ihr sucht, ist möglicherweise "Konservativ".
    16 19 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.05.2016 13:23
      Highlight 1. ist Kultur das, was du draus machst. Es kann Traditionelle Teile haben.

      2. Tradition bedeutet nicht, nichts zu verändern. Veränderung ist bei uns Tradition. Die Politik der SVP ist eher untraditionell.
      Schweizer sind alleine aufgrund der Machtverhältnisse eher pazifistisch veranlagt und lassen ihre Hoden da, wo sie sind.
      8 9 Melden
  • Gelöschter Benutzer 30.05.2016 10:43
    Highlight Alle aktuellen Probleme und Unzufriedenheit, die wir haben, entstanden aufgrund der Offenheit und der Linken. Wozu braucht es Reformen, man muss nur die Linken abschaffen.
    30 116 Melden
    • karl_e 30.05.2016 11:10
      Highlight Wie willst Du die Linken abschaffen, werter "Welt"bürger? Ausrotten wie vor Jahren in Südamerika oder im Dritten Reich?
      Du übertriffst dich selbst.
      76 19 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.05.2016 11:25
      Highlight Es ist ja nicht Links gegen Rechts, sondern eher Kommunismus vs. Kapitalismus. Neuerdings versuchen die Kommunisten, ihr Hirngespinnst mit digitalen buzzwords aufzupeppen und glauben shared economy sei ihr Kommunismus 2.0. Von ausrotten spricht niemand, aber ein gratis one-way ticket nach Venezuela für alle Linken wäre sicher eine konstruktive Investition.
      21 82 Melden
    • pamayer 30.05.2016 11:36
      Highlight Kommu-was???
      Sogar fidel castro, der letzte kommunisten mohikaner, ist mittlerweile offener im denken, als du, weltbürger.
      Und one way to venezuela für alle linken wäsre doch echt langweilig für dich, du könntest dich nicht mehr über sie ärgern...
      52 6 Melden
    • _helmet 30.05.2016 11:52
      Highlight @weltbürger. Neoliberale sind neuerdings links? links hat die regulierungen auf dem finanzmarkt abgebaut, die zur finanz- und danach zur schuldenkrise führten? links kämpfte gegen klimaschutz? ..mich dünkt sie verstehen überhaupt nicht, wovon sie sprechen. ..wahrscheinlich ist sommaruga auch persönlich schuld am krieg in syrien und an der diktatur in eritrea, oder? ...wollen sie nicht versuchen, sich zumindest ein wenig mit der materie zu befassen, bevor sie etwas dazu schreiben?
      54 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.05.2016 12:06
      Highlight Offen vs. nicht offen ist eine subjektive Einschätzung. Die Linken sind offen bei sozialen Themen und wollen keinerlei Regulierung oder Grenzen (Ausgabeseite). Bei Wirtschaftsthemen (Einnahmeseite) wollen sie die totale Regulierung und Umverteilung. Die Rechten natürlich andersrum.
      12 34 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.05.2016 13:23
      Highlight Trolololol
      16 4 Melden
    • andersen 31.05.2016 06:42
      Highlight Ja, Weltbürger will keine Linken kennenlernen, sonst kann er sie nicht hassen.
      Aber dieser Hick-Hack zwischen Rechts und Links macht müde.
      Und die Menschen wird die Mitte finden.
      1 1 Melden
  • MadScientist42 30.05.2016 10:38
    Highlight Bin mehrheitlich einverstanden mit dem Artikel.
    Aber inwiefern ist Bernie Sanders ein Traditionist (oder wie auch immer man es nennt)?
    Er ist einer der liberalsten Kandidaten. Die USA waren schon immer sehr kapitalistisch geprägt und es hat damals auch besser funktioniert. Im Gegensatz zu Trump schaut Sanders allerdings nach vorne und will, für die USA zumindest, etwas neues probieren.
    41 7 Melden
    • mrcharliebrown 30.05.2016 12:08
      Highlight tatsächlich vertritt sanders auffallend gesellschaftsliberale positionen (modern). im wirtschaftsbereich, wo er das nordische modell anpreist, ist dies aber weniger der fall. stark ausgebauter staat, hohe abgaben, hohe reglementierungdichte -> typisch für nachkriegszeit (traditionell).
      11 3 Melden
    • Griffin 30.05.2016 12:09
      Highlight Naja, Bernie Sanders ist eben auch kein "Moderner"(sprich Neoliberal), er passt also nicht in die einfache Einteilung des Autors. Sanders ist von den Werten her zwar ein "traditioneller" Sozialdemokrat und selbsterklärter Sozialist, er (und sein Team) hat aber immer versucht progressive Lösungen für aktuelle Probleme mit "alten" Idealen im Hinterkopf zu finden.
      12 3 Melden
  • Sandromedar 30.05.2016 09:55
    Highlight wohl eher utopieprediger gegen rassisten...
    24 18 Melden
  • Andy 30.05.2016 09:51
    Highlight Bei uns heisst es, dass die Politik nahe beim Volk sein muss, um dessen Bedürfnisse zu verstehen. Das Resultat davon ist, dass die Parteien grob gesagt ihre Lobbies bzw. ihre eigenen vertreten und oft ganz bestimmt nicht das Wohl des Volks im Vordergrund steht. Ich hätte lieber Berufspolitiker, welche gut bezahlt sind, aber durchleuchtet sein werden und keine Fremdinteressen vertreten würden. Als pragmatischer selektiver Wähler hat man heute keine Partei, welche die eigenen Interessen vertritt (harte aber faire Migrationspolitik, Stärkung des Mittelstandes).
    31 6 Melden
    • Fabio74 30.05.2016 10:10
      Highlight selber aktiv werdn und gleichgesinnte suchen. Wobei harte aber faire Migrationspolitik schwammig bleibt
      21 6 Melden
    • Griffin 30.05.2016 12:12
      Highlight Wieso eigentlich immer Stärkung des Mittelstandes & nicht Auflösung der Unterschicht?
      18 1 Melden
  • seventhinkingsteps 30.05.2016 09:50
    Highlight Ich bin grösstenteils einverstanden, finde es aber dennoch wichtig zu erwähnen, dass der erwähnte Linksdrall in Wirtschaftsfragen ein entscheidender Unterschied der verschiedenen Rechtsnationalisten in Europa ist.

    Die AfD steht wirtschsfaftspolitisch ähnlich wie die SVP: Wenig bis gar keine staatliche Regulierung, keinen Umweltschutz, keinen Mindestlohn, wenig Arbeitnehmerschutz. Während die FN Banken verstaatlichen will. Die FPÖ ist umweltpolitisch sogar leicht grün und setzt sich für Mindestlohn, Gewerkschaftsrechte und Arbeitnehmerschutz sein. Ähnlich wie die Lega.
    39 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 30.05.2016 09:47
    Highlight Bin ja auch nicht mehr der Jüngste, aber für mich war das schon immer so...
    Dazu kommt, dass die "Rechten" einen sehr ausgeprägten Sportssinn haben, und es ihnen vor allem ums gewinnen und Geselligkeit geht, und nicht darum, das etwas für die Betroffenen verbessert wird.
    28 10 Melden
  • Gelöschter Benutzer 30.05.2016 09:43
    Highlight Es heisst ganz einfach "Oben gegen Unten". Und die Typen auf dem Foto gehören beide bestimmt nicht zu letzterem..
    28 31 Melden
  • Gelöschter Benutzer 30.05.2016 09:31
    Highlight Endlich fasst es jemand in Worte. Die Bezeichnungen Rechts und Links passen einfach nicht in die aktuelle Politik. Jetzt muss sich das nur noch überall durchsetzen.

    Traditionalisten und Modernisten. Das umschreibt die Situation und verschiedene Ziele wesentlich deutlicher. Da steckt alles drin, was gerade aktuell ist.

    Vielleicht kann man sich irgendwo in der Mitte treffen und wieder vorwärts machen. Man stelle sich vor, Menschen diskutieren auf der Suche nach Konsens richtig miteinander anstatt nur Beleidigungen und populistische Slogans auszutauschen. Nachdenken ist angesagt!
    56 20 Melden
    • FrancoL 30.05.2016 11:22
      Highlight Ich finde wie Du man sollte LINKS und RECHTS vergessen, glücklich bin ich aber nicht mit dem Wort "Traditionalist", das wird als Negation der Moderne hingestellt und macht es wirklich nicht viel besser als mit dem links/rechts benennen.

      Es wird zudem schwer werden die links/rechts Benennung aus der Agenda zu streichen. Sie dient (leider für beide Seiten) um sich zu äussern aber nichts zu sagen und dass muss heute bekämpft werden; Aussagen ohne Hintergrund oder Hinterlegung. Aber davon sind wir noch weit entfernt. Würde mir auch eine Mitte wünschen doch heute geht es von der Mitte weg.
      11 4 Melden
    • poga 30.05.2016 12:09
      Highlight @FrancoL ich finde Traditionalist, gar nicht so falsch. Dass das Wort falsch aufgefasst wird liegt eher daran, dass man die letzten 10 Jahre immer der Meinung war, nur das Neue sei gut. Gleiches gilt zum Beidpiel für das Wort konservativ. Auch hier werden die Ansichten eher als schlecht assoziiert.
      13 0 Melden
    • FrancoL 30.05.2016 12:40
      Highlight @poga; Traditionalist ist kaum falsch zu verstehen. Es geht doch eher darum zu definieren was ist traditionell? Oder wann wird etwas traditionell oder wann entsteht eine traditionelles Bild/Muster. Da gehen die Meinungen stark auseinander, da beginnt bereits schon der Kampf um die Definition. Entsteht ein traditionelles Muster nach 10, 20 oder 50 und mehr Jahren? und noch wichtiger; entsteht dieses traditionelle Muster auch wenn es Wenige über Jahre hegen und pflegen oder nur wenn es eine Mehrheit der Gesellschaft hegt und pflegt? Gleiches gilt für konservative Werte, die Definition ist heikel
      7 3 Melden
    • FrancoL 30.05.2016 13:02
      Highlight @poga; Als Gedankenanstoss; Geht man bei der Flüchtlingspolitik davon aus ein traditionelles Muster zu stützen, also ein Muster das in der Vergangenheit zur Tradition wurde so würde manch einer dies eher nicht als traditionell benennen wollen und würde sich da winden.
      Auch die Tatsache dass die Schweiz Menschen die aus Wirtschaftlichen Gründen ihre Heimat verliessen früher gerne eine neue Heimat geboten haben ist eine Tradition die heute nicht so richtig in das traditionelle Musterwahrnehmen passen will. Das ist dann das Problem mit der Frage; welche Traditionen sind denn heute genehm?
      5 3 Melden
    • andersen 31.05.2016 06:53
      Highlight Nun, man soll sich ja nicht völlig die Traditionen unterwerfen.

      Wir sind voll in Globalisierung drinnen und es ist auch eine Chance, weil die neue Impulse kommt von draussen.
      Offen für neues hat die Geister immer beflügelt.
      0 0 Melden
  • Anaalvik 30.05.2016 09:22
    Highlight Nur weil's modern ist, ist es noch lange nicht gut.
    43 45 Melden
    • stiberium 30.05.2016 09:38
      Highlight Dasselbe gilt aber eben auch für Traditionen. ;)
      81 11 Melden
    • gupa 30.05.2016 09:41
      Highlight Ich glaube du hast den Text nicht verstanden. Und nur weil mans schon immer so gemacht hat ists auch noch lange nicht gut.
      46 12 Melden
    • Anaalvik 30.05.2016 09:56
      Highlight Ihr habt recht: nur weil etwas althergebracht ist, ist es noch lange nicht gut.
      Man muss eben bei jeder einzelnen Sache stets ganz genau hinschauen und verstehen, ehe man es als Vor- oder Nachteil für sich und seine Lieben erkennen kann. Für mich und meine Kinder ist zum Beispiel die neoliberale Globalisierung, insbesondere vorangetrieben von der EU, mittelfristig existenzgefährdend, hingegen die Ehe für Homosexuelle begrüssenswert. Man kann mMn nicht von einer Aufstellung Modernisten gegen Traditionalisten sprechen. Das wird den realen Umständen bei Weitem nicht gerecht.
      35 5 Melden

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