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Blatter auf geheimer Diplomaten-Mission – Einsatz in Afrika



This image taken from Associated Press television shows Sepp Blatter speaking to the Associated Press in Zurich, Switzerland, Saturday, Feb. 27, 2016. Blatter feels relief at no longer being FIFA president, and warmly praised his successor Gianni Infantino on Saturday. The controversial Blatter seemed happy and at peace in an interview with The Associated Press to reflect on the end of 17 often combative years atop soccer’s scandal-hit governing body. (AP Photo)

Im Auftrag des EDA: Sepp Blatters geheime diplomatische Mission. Bild: /AP/KEYSTONE

Es tönt wie ein etwas flacher Witz: Sepp Blatter, der Ex-FIFA-Präsident, soll einen afrikanischen Langzeitherrscher überreden, die Macht abzugeben. Ausgerechnet Blatter, der während 20 Jahre wie ein Gottkönig über den Weltfussballverband regierte. 

Burundi's President Pierre Nkurunziza addresses a news conference attended by the visiting United Nations Secretary-General Ban Ki-moon (not seen in picture) in the capital Bujumbura February 23, 2016. REUTERS/Evrard Ngendakumana

Burundis Präsident Pierre Nkurunziza bei einem Treffen mit UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon im Februar 2016.  Bild: EVRARD NGENDAKUMANA/REUTERS

Tatsächlich hat die Geschichte Hand und Fuss, wie Blick am Donnerstag berichtet. Blatter wurde offenbar 2015 vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) kontaktiert, Staatssekretär Yves Rossier höchstpersönlich bat Blatter, in dem ostafrikanischen Land Burundi zu intervenieren. 

Dort hatte Präsident Pierre Nkurunziza gerade bekanntgegeben, für eine umstrittene dritte Amtszeit zu kandidieren. Die Ankündigung hatte einen Putsch zur Folge, den Nkurunziza brutal niederschlagen liess.

Sepp Blatter, der während seiner Zeit als FIFA-Präsident gute Beziehungen zu Afrika pflegte, sollte Nkurunziza dazu überreden, auf eine weitere Amszeit zu verzichten, so der Plan beim EDA. Als Köder war ein FIFA-Posten als «Botschafter für den Fussball» vorgesehen. Nkurunziza schlug das Angebot aus. Heute sitzt der 52-jährige in Burundi wieder fest im Sattel.

Der Walliser erwähnt die Episode in seinem neuen Buch «Sepp Blatter – Mission & Passion Fussball». Auf Anfrage von «Blick» bestätigte das EDA die Mission. Ob der diplomatische Einsatz auf Drängen der USA zustande gekommen war, wie Blatter in seinem Buch behauptet, lässt das EDA offen. (wst)

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