International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Blatter auf geheimer Diplomaten-Mission – Einsatz in Afrika

21.04.16, 08:54 21.04.16, 10:35


This image taken from Associated Press television shows Sepp Blatter speaking to the Associated Press in Zurich, Switzerland, Saturday, Feb. 27, 2016. Blatter feels relief at no longer being FIFA president, and warmly praised his successor Gianni Infantino on Saturday. The controversial Blatter seemed happy and at peace in an interview with The Associated Press to reflect on the end of 17 often combative years atop soccer’s scandal-hit governing body. (AP Photo)

Im Auftrag des EDA: Sepp Blatters geheime diplomatische Mission. Bild: /AP/KEYSTONE

Es tönt wie ein etwas flacher Witz: Sepp Blatter, der Ex-FIFA-Präsident, soll einen afrikanischen Langzeitherrscher überreden, die Macht abzugeben. Ausgerechnet Blatter, der während 20 Jahre wie ein Gottkönig über den Weltfussballverband regierte. 

Burundi's President Pierre Nkurunziza addresses a news conference attended by the visiting United Nations Secretary-General Ban Ki-moon (not seen in picture) in the capital Bujumbura February 23, 2016. REUTERS/Evrard Ngendakumana

Burundis Präsident Pierre Nkurunziza bei einem Treffen mit UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon im Februar 2016.  Bild: EVRARD NGENDAKUMANA/REUTERS

Tatsächlich hat die Geschichte Hand und Fuss, wie Blick am Donnerstag berichtet. Blatter wurde offenbar 2015 vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) kontaktiert, Staatssekretär Yves Rossier höchstpersönlich bat Blatter, in dem ostafrikanischen Land Burundi zu intervenieren. 

Dort hatte Präsident Pierre Nkurunziza gerade bekanntgegeben, für eine umstrittene dritte Amtszeit zu kandidieren. Die Ankündigung hatte einen Putsch zur Folge, den Nkurunziza brutal niederschlagen liess.

Sepp Blatter, der während seiner Zeit als FIFA-Präsident gute Beziehungen zu Afrika pflegte, sollte Nkurunziza dazu überreden, auf eine weitere Amszeit zu verzichten, so der Plan beim EDA. Als Köder war ein FIFA-Posten als «Botschafter für den Fussball» vorgesehen. Nkurunziza schlug das Angebot aus. Heute sitzt der 52-jährige in Burundi wieder fest im Sattel.

Der Walliser erwähnt die Episode in seinem neuen Buch «Sepp Blatter – Mission & Passion Fussball». Auf Anfrage von «Blick» bestätigte das EDA die Mission. Ob der diplomatische Einsatz auf Drängen der USA zustande gekommen war, wie Blatter in seinem Buch behauptet, lässt das EDA offen. (wst)

Das könnte dich auch interessieren:

Diese Frauen haben etwas zu sagen – und der SVP wird dies nicht gefallen

Wieso, verdammt, find ich mich ein Leben lang hässlich?

«Dünne Menschen sind Arschlöcher»

Jetzt kommt das Gratis-Internet in den Zügen – es sei denn, du bist Swisscom-Kunde

In der Schweiz leben 2 Millionen Ausländer – aber aus diesen 3 Ländern ist kein einziger

Norilsk no fun? «Im Gegenteil», sagt Fotografin Elena Chernyshova

Wenn Instagram-Posts ehrlich wären – in 7 Grafiken

Wir haben Schweizer Eishockey-Stars verunstaltet – erkennst du sie trotzdem?

Ist Trump nun ein Faschist oder nicht?

Die 7 schlimmsten Momente, die du an einer Prüfung erleben kannst

Die Grünen sind die unverbrauchten Linken

Norilsk – no fun. Das ist Russlands härteste Stadt

«In einer idealen Welt wären Solarien verboten»

Diese Nachricht lässt jede Playstation 4 sofort abstürzen – so schützt du dich

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Debakel für CSU und SPD in Bayern – Grüne und AfD räumen ab

CSU 👎 ++ SPD 👎👎 ++ Grüne 👍👍 ++ AfD 👍👍 

Bei der Landtagswahl im deutschen Bundesland Bayern haben die regierenden Christsozialen und die SPD laut ersten Prognosen schwere Verluste erlitten.

Nach Berechnungen der Fernsehsender ARD und ZDF verlor die CSU von Ministerpräsident Markus Söder mehr als zehn Prozentpunkte und landete bei 35,5 Prozent. Sie hatte bisher mit absoluter Mehrheit regiert und bräuchte jetzt zum Weiterregieren einen oder mehrere Koalitionspartner.

Zweitstärkste Kraft wurden die Grünen mit 18,5 bis 19 Prozent (2013: …

Artikel lesen