International

Abgestürzter Airbus A400M: Überlebender berichtet von Triebwerkschaden

11.05.15, 06:25 11.05.15, 10:26

Absturz in Spanien: Militärtransporter A400M. Bild: Miguel Angel Morenatti/AP/KEYSTONE

Der Absturz des neuen europäischen Militärtransporters A400M in Spanien wurde laut einem Medienbericht offenbar durch Triebwerksschäden verursacht. Dies berichtete die deutsche Zeitung Spiegel Online am Sonntag.

Einer der beiden überlebenden Airbus-Mitarbeiter an Bord habe den Behörden von einem «multiplen Triebwerkversagen kurz nach dem Start» berichtet. Der Schwerverletzte, der aus der abgestürzten Maschine gerettet wurde, bevor sie ausbrannte, sei bisher nur kurz befragt worden, hiess es in dem Bericht.

Augenzeugen-Video nach dem Absturz A400M

YouTube/NewsHD Viral

Der für die Türkei bestimmte A400M war am Samstag gegen 12.45 Uhr bei Sevilla mit sechs Spaniern an Bord zu seinem ersten Flug gestartet, wie Airbus mitteilte. Etwa 15 Minuten später krachte das Propeller-Flugzeug mit einer Spannweite von gut 42 Metern nördlich des Flughafens auf ein Feld, die Maschine brannte aus. Nach dem Unglück eilten drei Bauern zu der Maschine und retteten zwei Insassen schwer verletzt.

Am Sonntag wurden die beiden Flugschreiber der Maschine gefunden, wie die Regierung mitteilte. Es war das erste tödliche Unglück eines A400M, der vor 13 Jahren von sieben NATO-Staaten als Ersatz für die veralteten Transall-Maschinen in Auftrag gegeben worden war. Zur möglichen Ursache machte Airbus zunächst keine Angaben.

Weitere Testflüge

Als Reaktion auf den Absturz stoppten Deutschland, Grossbritannien und die Türkei ihre Testflüge mit der Maschine. Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian teilte mit, dass die französische Armee nun nur «extrem wichtige» Einsätze mit dem A400M fliege.

Airbus dagegen will die Testflüge mit der Militärmaschine fortsetzen. Der nächste Erprobungsflug werde wie geplant am Dienstag im französischen Toulouse stattfinden, sagte ein Sprecher des europäischen Luftfahrtkonzerns am Sonntag. (sda/afp)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Marsch gegen Rechts: In Wien protestierten Zehntausende gegen die neue Regierung

Mindestens 20'000 Regierungsgegner sind am Samstag in Österreich aus Protest gegen die Politik der rechtskonservativen Regierung auf die Strasse gegangen. Die Veranstalter gingen von 80'000 Teilnehmern aus. Zur Demonstration aufgerufen hatten linke Gruppen und Befürworter einer toleranten Asylpolitik. Viele Teilnehmer fürchteten einen Sozialabbau.

Mit Pfeifkonzerten und Transparenten protestierten sie gegen die Politik der im Dezember gebildeten Regierung. Sie werfen der Koalition aus der …

Artikel lesen