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Chemical industry workers burn flares during a demonstration in Marseille, southern France, Thursday, June 2, 2016. Several thousand protestors are demonstrating during a day of strikes and protest against the law job government reform. (AP Photo/Claude Paris)

Demonstranten in Marseille am 2. Juni 2016.
Bild: Claude Paris/AP/KEYSTONE

Wenige Tage vor der EM: Mehr und mehr Franzosen lehnen Streiks ab



In Frankreich schwindet wenige Tage vor Beginn der Fussball-Europameisterschaft die Zustimmung der Bevölkerung zu den landesweiten Streiks. 54 Prozent der Franzosen lehnen die Proteste gegen die Arbeitsmarktreformen der Regierung laut einer Umfrage inzwischen ab.

Noch im Mai hatte sich die Mehrheit für die Arbeitsniederlegungen ausgesprochen. Präsident François Hollande warnte vor einer Störung der Spiele. Niemand würde Verständnis dafür haben, wenn die Fussballfans wegen der Streiks nicht reisen könnten, sagte er dem Radiosender France Inter.

Football Soccer - France v Cameroon - International Friendly - La Beaujoire stadium, Nantes, France - 30/05/16. Supporters of France. REUTERS/Stephane Mahe

Französische Fussballfans vor dem Testspiel gegen Kamerun in Nantes: Am Freitag beginnt in Frankreich die Fussball-EM.
Bild: STEPHANE MAHE/REUTERS

Die neue Umfrage, die am Sonntag veröffentlicht wurde, bedeutet laut dem Meinungsforschungsinstitut BVA nicht, dass die Regierung mit ihren Reformvorschlägen nun auf Zustimmung in der Bevölkerung stösst. Mehr als die Hälfte der Franzosen sei weiterhin gegen die Vorschläge oder fordere Verhandlungen zwischen Regierung und Arbeitnehmervertretern, erklärten sie. Lediglich 29 Prozent stünden auf Seite der Regierung.

Seit Wochen wird gegen die geplanten Reformen protestiert. Gewerkschaften haben dabei Treibstofflager und Raffinerien blockiert. Auch bei der Bahn wurde gestreikt, für die kommenden Tage ist zudem ein Streik bei Air France geplant.

Die Regierung will unter anderem betriebsbedingte Kündigungen erleichtern und so die Hürde für Neueinstellungen senken, um die hohe Arbeitslosigkeit zu drücken. Das Fussball-Turnier beginnt am Freitag. (sda/reu)

Die Stadien der Euro 2016 in Frankreich

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    Alle Leser-Kommentare
  • Broesmu 06.06.2016 09:47
    Highlight Highlight Wohl selten ist ein Streik eine stärkere Waffe als zu einem solchen Zeitpunkt!
  • Hustler 06.06.2016 09:45
    Highlight Highlight Die Franzosen gehen sowieso wegen jeder Kleinigkeit demonstrieren.
  • Phipsli 06.06.2016 09:39
    Highlight Highlight Diejenigen welche einen Job haben wollen natürlich keine Lockerung vom Kündigungsschutz, aber die Jungen bekommen nur noch Praktikas oder Temporärstellen zu schlechten Konditionen kanns ja auch nicht sein...
  • John M 06.06.2016 07:23
    Highlight Highlight Jetzt erst recht hart bleiben. Niemand wird Ihnen danken wenn Sie nachgeben
  • Toessemer 06.06.2016 06:35
    Highlight Highlight Dort drücken wo es weh tut. Schade, dass die Solidarität schwindet..
    • Bijouxly 06.06.2016 07:20
      Highlight Highlight Sorry aber die Franzosen sind einfach verwöhnt. Die Reform will nicht den Arbeitsmarkt revolutionieren, sondern die Flexibilität erhöhen. Aber es ist halt gemütlich auf dem Rosenbett.
    • Asmodeus 06.06.2016 09:43
      Highlight Highlight Die Flexibilität für die Arbeitgeber?

      Es stimmt schon, dass die Franzosen es vergleichsweise leicht haben. Hoher Kündigungsschutz und kurze Arbeitszeiten.

      Aber zu glauben es würde die Arbeitslosenrate senken indem man es den Firmen erleichtert Leute rauszuwerfen? Wers glaubt.

      Schröder hat auch behauptet Hartz IV würde den Leuten helfen.
      Man hat gesehen was Hartz IV hilft.
    • Bijouxly 06.06.2016 10:26
      Highlight Highlight Stell dir vor du hast eine Firma, es sind wirtschaftlich unsichere Zeiten. Du hast trotzdem viel Arbeit. Du weisst aber, dass immer wieder das Risiko einer Krise besteht. Willst du jetzt einen neuen Arbeiter einstellen, dem du nicht mehr kündigen kannst falls es brenzlig wird? Nein. Du verteilst die Arbeit auf angestellte. Würdest du aber in der Krise dein Geschäft durch Entlassungen erhalten können, dann würdest du jemandem Arbeit anbieten. Ich glaube, das erklärt ziemlich genau, weshalb ein flexiblerer Arbeitsmarkt einen positiven Einlfuss hat.
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