International

Brasiliens Polizei nimmt bei Anti-Terror-Einsatz Verdächtige fest

12.08.16, 03:16 12.08.16, 05:38

Brasilianische Sicherheitskräfte führen im Juli mutmassliche Sympathisanten der Terrororganisation «Islamischer Staat» ab. Weitere Verdächtige wurden nun festgenommen. Bild: Eraldo Peres/AP/KEYSTONE

Im Zuge eines Anti-Terror-Einsatzes hat die brasilianische Polizei zwei Verdächtige festgenommen. Die beiden Männer seien in Untersuchungshaft genommen worden, teilte die brasilianische Bundespolizei am Donnerstag (Ortszeit) mit.

Der Zugriff sei im Rahmen der zweiten Etappe der «Operation Hashtag» erfolgt, welche die Sicherheit der Olympischen Spiele zum Ziel hat. Mehrere weitere Verdächtige seien verhört worden. Bei allen handle es sich um brasilianische Staatsbürger. Weitere Angaben machte die Polizei zunächst nicht.

Brasilianischen Medien zufolge stehen die Zugriffe in São Paulo im Zusammenhang mit der ersten Phase der «Operation Hashtag», in deren Verlauf die Polizei im Juni zehn mutmassliche Sympathisanten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen hatte. Damals war von einer «Amateur-Zelle» die Rede, die Attentate auf die Olympischen Spiele plante, mit diesen Plänen aber noch nicht weit fortgeschritten gewesen sei.

Zum Schutz der Spiele bietet Brasilien rund 85'000 Sicherheitskräfte auf. Dies sind doppelt so viele, wie bei den letzten Spielen 2012 in London im Einsatz waren. (trs/sda/afp)

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 12.08.2016 13:16
    Highlight operation hashtag? xDD
    1 1 Melden

Spielball der Mächte: Weshalb der Syrien-Konflikt in erster Linie ein Stellvertreterkrieg ist

Die westliche Berichterstattung über den Syrien-Konflikt sei einseitig, unreflektiert und spiegle die Interessen der Industriemächte, schreibt der langjährige SRF-Korrespondent Helmut Scheben. Dabei gehe oft vergessen, dass am Anfang des syrischen «Bürgerkriegs» ein Kampf um die Vormacht im globalen Energiemarkt stand.

Die Hauptakteure der ausländischen Parteien, die in Syrien Krieg führen, sind Gas-Exporteure mit Interessen in einem von zwei umkämpften Pipeline-Projekten. Dabei geht es um die Ausbeute der weltgrössten Erdgasreserven, nämlich des Gasfeldes South Pars/North Dome, welches auf dem Grund des Persischen Golfs liegt und zum Teil dem Iran, zum Teil Katar gehört. Beide Länder begannen 1989 mit der Förderung.

2009 schlug Katar vor, eine Pipeline zu bauen, die Erdgas durch Saudiarabien, Jordanien und …

Artikel lesen