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13-jähriger Franzose wollte offenbar mit Brüdern nach Syrien

07.07.15, 02:14

Drei französische Brüder im Alter zwischen 13 und 28 Jahren, die sich offenbar den Dschihadisten in Syrien anschliessen wollten, sind in Polizeigewahrsam genommen worden. Die Festnahme sei in der Nähe von Paris erfolgt.

Der 13-Jährige und seine beiden 20 und 28 Jahre alten Brüder hätten Anfang Juni versucht, über die Türkei nach Syrien zu gelangen, hiess es am Montag aus übereinstimmenden Quellen in Justizkreisen. Nachdem sie daran gehindert worden seien, seien sie nach Frankreich zurückgekehrt.

In dem Fall werde bereits seit April ermittelt. Die Wohnung der Verdächtigen sei durchsucht worden, verlautete aus Ermittlungskreisen. Nach Schätzungen der Behörden sind bereits rund 500 junge Franzosen nach Syrien und in den Irak gereist und haben sich dort dschihadistischen Gruppen wie etwa dem Islamischen Staat (IS) angeschlossen. Mindestens 119 von ihnen seien im dortigen Bürgerkrieg gestorben. (sda/afp)

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Hören wir auf, dem Westen die Schuld an allen Problemen in Nahost zu geben

Zahlreiche Beobachter aber auch Orientalisten stellen sich auf den Standpunkt, dass die Würzel allen Übels im Nahen Osten in den Interventionen des Westens seit dem Ersten Weltkrieg liegen und sich letztlich immer alles ums Erdöl dreht. Das ist historisch falsch und für die aktuellen Probleme wenig zielführend.

Für den Flüchtlingsstrom aus Syrien und dem Irak gibt es laut dem deutschen Orientalisten Michael Lüders eine Erklärung: Der Westen ist selbst schuld. Indem er sich seit Jahrzehnten immer wieder politisch und militärisch einmischt, hat er die Region nachhaltig zerrüttet. Früher die europäischen Kolonialmächte, heute vor allem die USA. Stellvertretend für diese Haltung der Kommentar eines watson-Users:

Dazu sieben gängige Thesen, entsprechend sieben Gegenthesen und eine deprimierende Konklusion:

Mal …

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