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epa05887038 (L-R) Peter Maurer President of the International Committee of the Red Cross , EU commissioner for humanitarian aid and crisis management Christos Stylianides and UN Humanitarian Envoy Ahmed Al Meraikhi of Qatar, during the opening of the 'Supporting the future of Syria and the region' conference in Brussels, Belgium, 04 April 2017. The two-day event will be attended by ministerial representatives from 70 delegations, from the EU, the wider international community, the United Nations, major donors and civil society, humanitarian and development organisations. The conference is held to address the situation in Syria and the impact of the crisis in the region.  EPA/OLIVIER HOSLET

Von links nach rechts: IKRK-Präsident Peter Maurer, EU-Kommissar Christos Stylianides und UN-Vertreter Ahmed Al Meraikhi an der Konferenz in Brüssel. Bild: OLIVIER HOSLET/EPA/KEYSTONE

UNO-Resolution verurteilt Giftgasangriff in Syrien



Nach dem mutmasslichen Giftgasangriff in Syrien haben Grossbritannien, Frankreich und die USA dem UNO-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf vorgelegt. Darin verurteilen sie den Vorfall und fordern eine baldige Untersuchung.

Laut dem Text soll die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) schnellstmöglich ihre Befunde zu dem Angriff vorlegen, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag (Ortszeit) berichtet.

Bei dem mutmasslichen Giftgasangriff in Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib waren am Dienstag nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 72 Menschen getötet worden.

Unter den Toten waren nach neuen Angaben 20 Kinder, zudem wurden 160 Menschen verletzt. Die Verletzten zeigten nach Angaben der Beobachtungsstelle sowie von Ärzten vor Ort typische Symptome von Giftgas-Opfern wie Atemnot, Ohnmachtsanfälle, Übelkeit und Schaum vor dem Mund.

Assad als Verantwortlicher

Wie die syrischen Rebellen machten auch die USA den syrischen Machthaber Baschar al-Assad direkt für den Angriff verantwortlich.

Der Sprecher von US-Präsident Donald Trump, Sean Spicer, sagte, seine Regierung sei «überzeugt» davon, dass Assad für diese «verwerfliche Tat» verantwortlich sei. Auch Frankreich und Grossbritannien vermuteten die syrischen Regierungstruppen hinter dem Angriff.

Die syrische Armee wies jegliche Verantwortung «kategorisch» zurück. Sie habe niemals Giftgas eingesetzt und werde dies auch künftig nicht tun.

Nach UNO-Untersuchungen haben im Syrien-Konflikt sowohl die Regierung als auch die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») bereits Giftgas eingesetzt.

Syrien war offiziell der Chemiewaffenkonvention beigetreten und hatte 2013 unter starkem internationalen Druck eingewilligt, seine chemischen Waffen zur Vernichtung ausser Landes bringen zu lassen. Seither gab es aber immer wieder Vorwürfe des Einsatzes von Chemiewaffen durch Regierungstruppen. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Waedliman 06.04.2017 19:12
    Highlight Highlight Und wieder macht die UNO das, was sie am besten kann: Blabla. Und danach passiert exakt nichts.
    0 0 Melden
  • ElendesPack 05.04.2017 12:42
    Highlight Highlight Na, wenn all die im Artikel erwähnten Personen sagen, dass es Assad war, dann muss es natürlich so sein. Ich meine, die sind ja auch alle unvoreingenommen und vertrauenswürdig.
    5 1 Melden
  • Domino 05.04.2017 09:09
    Highlight Highlight Watson verbreitet munter Fake News. Nicht nur Watson, sondern die meisten Medien. Eigentlich wäre eure Aufgabe das zu hinterfragen und aufzudecken.

    Zum Glück gibts die Kommentarfunktion. Hier denken die Leute differenzierter. Das macht mir mut.
    14 3 Melden
  • Dirk Leinher 05.04.2017 05:31
    Highlight Highlight Solange es sich nur um einen mutmasslichen Giftgasangriff handelt, empfinde ich die damit verbundene Hyperaktivität in Richtung Vorverurteilung als sehr verlogen. Viel wichtiger wäre es, erstmal den Menschen die notwendige Hilfe zukommen zu lassen. Davon, dass zum Beispiel medizinisches Pesonal in die Region Idlib gebracht wird ist nirgends die Rede. Das ist der wirkliche Skandal. Und übrigens wurde vergessen zu erwähnen, dass die Meldungen der erwähnten Beobachtungsstelle nicht unabhängig geprüft werden können. Scheint dies nicht gerade in diesem Fall besonders erwähnenswert.
    31 5 Melden
    • rodolofo 05.04.2017 07:36
      Highlight Highlight Die Konzentrationslager der Nazis werden sogar heute noch geleugnet.
      Und die selben Leute leugnen auch, dass das Assad-Régime in seinen Foltergefängnissen zehntausende von Oppositionellen auf grausamste Weise quälen und verrecken liess!
      Humanitäre Organisationen erhalten keinen Zugang zu diesen Vernichtungs-Fabriken!
      Russland deckt und unterstützt das Syrische Nazi-Régime und macht sich damit mitschuldig an dessen Kriegsverbrechen!
      Der "Westen" muss tatenlos zuschauen und "darf" dann Millionen von Syrischen Flüchtlingen aufnehmen.
      Auch die Destabilisierung Europas gehört zum eiskalten Kalkül!
      3 8 Melden
    • mogad 05.04.2017 09:00
      Highlight Highlight Keine Vorverurteilungen? Die Geschichte hat ihr Urteil über Herrn Assad und den IS bereits gesprochen. Und dem können wir getrost die "Vorverurteilungen" beilegen, es fügt sich alles zu einem Bild der schrecklichen, unmenschlichen Wahrheit.
      1 3 Melden
    • mogad 05.04.2017 09:11
      Highlight Highlight Im Resolutionsentwurf steht, die OPCW solle schnellstmöglich ihre Befunde zu dem Giftgasereignis vorlegen. Und Sie finden, deren Meldungen müssten nochmals überprüft werden? Vielleicht sollten wir einfach Herrn Assad glauben, der natürlich wieder alles abstreitet.
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Genua, drei Monate danach: So verzweifelt sind die Bewohner nach dem Brückenkollaps

Seit dem Einsturz der Morandi-Brücke hat sich in Genua nicht viel bewegt. Noch immer liegen überall Trümmer herum, Hunderte können nicht in ihre Häuser zurück. Die watson-Reporterin sprach mit den Menschen vor Ort über ihre Sorgen.

Rivarolo, das Stadtviertel im Nordwesten von Genua, hat es am schwersten getroffen. Die Brücke, die am 14. August 2018 vom Himmel fiel, hat hier die Strassen blockiert und Menschen aus ihren Häusern getrieben. 43 Leben wurden bei dem Unglück ausgelöscht.

Längst haben sich die internationalen Medien vom Schauplatz abgewandt, das Leben geht schliesslich weiter. Auch hier, irgendwie. Nur ist für die Bewohner von Rivarolo heute alles anders und nie wird es wieder so sein, wie vor …

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