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Von links nach rechts: IKRK-Präsident Peter Maurer, EU-Kommissar Christos Stylianides und UN-Vertreter Ahmed Al Meraikhi an der Konferenz in Brüssel. Bild: OLIVIER HOSLET/EPA/KEYSTONE

UNO-Resolution verurteilt Giftgasangriff in Syrien

05.04.17, 04:50 05.04.17, 08:15

Nach dem mutmasslichen Giftgasangriff in Syrien haben Grossbritannien, Frankreich und die USA dem UNO-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf vorgelegt. Darin verurteilen sie den Vorfall und fordern eine baldige Untersuchung.

Laut dem Text soll die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) schnellstmöglich ihre Befunde zu dem Angriff vorlegen, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag (Ortszeit) berichtet.

Bei dem mutmasslichen Giftgasangriff in Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib waren am Dienstag nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 72 Menschen getötet worden.

Unter den Toten waren nach neuen Angaben 20 Kinder, zudem wurden 160 Menschen verletzt. Die Verletzten zeigten nach Angaben der Beobachtungsstelle sowie von Ärzten vor Ort typische Symptome von Giftgas-Opfern wie Atemnot, Ohnmachtsanfälle, Übelkeit und Schaum vor dem Mund.

Assad als Verantwortlicher

Wie die syrischen Rebellen machten auch die USA den syrischen Machthaber Baschar al-Assad direkt für den Angriff verantwortlich.

Der Sprecher von US-Präsident Donald Trump, Sean Spicer, sagte, seine Regierung sei «überzeugt» davon, dass Assad für diese «verwerfliche Tat» verantwortlich sei. Auch Frankreich und Grossbritannien vermuteten die syrischen Regierungstruppen hinter dem Angriff.

Die syrische Armee wies jegliche Verantwortung «kategorisch» zurück. Sie habe niemals Giftgas eingesetzt und werde dies auch künftig nicht tun.

Nach UNO-Untersuchungen haben im Syrien-Konflikt sowohl die Regierung als auch die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») bereits Giftgas eingesetzt.

Syrien war offiziell der Chemiewaffenkonvention beigetreten und hatte 2013 unter starkem internationalen Druck eingewilligt, seine chemischen Waffen zur Vernichtung ausser Landes bringen zu lassen. Seither gab es aber immer wieder Vorwürfe des Einsatzes von Chemiewaffen durch Regierungstruppen. (sda/afp)

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Waedliman 06.04.2017 19:12
    Highlight Und wieder macht die UNO das, was sie am besten kann: Blabla. Und danach passiert exakt nichts.
    0 0 Melden
  • ElendesPack 05.04.2017 12:42
    Highlight Na, wenn all die im Artikel erwähnten Personen sagen, dass es Assad war, dann muss es natürlich so sein. Ich meine, die sind ja auch alle unvoreingenommen und vertrauenswürdig.
    5 1 Melden
  • Domino 05.04.2017 09:09
    Highlight Watson verbreitet munter Fake News. Nicht nur Watson, sondern die meisten Medien. Eigentlich wäre eure Aufgabe das zu hinterfragen und aufzudecken.

    Zum Glück gibts die Kommentarfunktion. Hier denken die Leute differenzierter. Das macht mir mut.
    14 3 Melden
  • Radiochopf 05.04.2017 05:59
    Highlight Das ist absolut absurd und krank... wenn man sich die Bilder und Videos ansieht zum Vorfall, tauchen viele Fragen auf:wie kann man dieser SOHR trauen, die den Rebellen nahe steht? auf den Bilder und Videos sind bekannte Weisshelm Figuren zu erkennen, die teilweise schon Als Ex Al Quaida und IS Kämpfer enttarnt wurden. wieso hat einer der "Chef-Ärzte" Zeit, Interviews den westlichen Medien zu geben und postet ständig Bilder obwohl es soviele Opfer/Verletzte gab? auf Videos sind angeblich tote Kinder zu sehen, die eindeutig atmen... "Ärzte" in den VIdeos, verhalten sich sehr seltsam + unprof.
    23 4 Melden
    • rodolofo 05.04.2017 07:27
      Highlight Du tust mir leid...
      4 15 Melden
    • The Destiny 05.04.2017 07:47
      Highlight ...Du mir auch.
      3 2 Melden
    • Abbaio 05.04.2017 08:49
      Highlight @Radiochopf. Es sind so viele Akteure im Spiel, dass jeder dem andern die Schuld in die Schuhe schieben kann. Deshalb: Indizien sammeln, filmen usw., damit man später den verantwortlichen Kommandeuren den Prozess machen kann.
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  • Dirk Leinher 05.04.2017 05:31
    Highlight Solange es sich nur um einen mutmasslichen Giftgasangriff handelt, empfinde ich die damit verbundene Hyperaktivität in Richtung Vorverurteilung als sehr verlogen. Viel wichtiger wäre es, erstmal den Menschen die notwendige Hilfe zukommen zu lassen. Davon, dass zum Beispiel medizinisches Pesonal in die Region Idlib gebracht wird ist nirgends die Rede. Das ist der wirkliche Skandal. Und übrigens wurde vergessen zu erwähnen, dass die Meldungen der erwähnten Beobachtungsstelle nicht unabhängig geprüft werden können. Scheint dies nicht gerade in diesem Fall besonders erwähnenswert.
    31 5 Melden
    • rodolofo 05.04.2017 07:36
      Highlight Die Konzentrationslager der Nazis werden sogar heute noch geleugnet.
      Und die selben Leute leugnen auch, dass das Assad-Régime in seinen Foltergefängnissen zehntausende von Oppositionellen auf grausamste Weise quälen und verrecken liess!
      Humanitäre Organisationen erhalten keinen Zugang zu diesen Vernichtungs-Fabriken!
      Russland deckt und unterstützt das Syrische Nazi-Régime und macht sich damit mitschuldig an dessen Kriegsverbrechen!
      Der "Westen" muss tatenlos zuschauen und "darf" dann Millionen von Syrischen Flüchtlingen aufnehmen.
      Auch die Destabilisierung Europas gehört zum eiskalten Kalkül!
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    • Abbaio 05.04.2017 09:00
      Highlight Keine Vorverurteilungen? Die Geschichte hat ihr Urteil über Herrn Assad und den IS bereits gesprochen. Und dem können wir getrost die "Vorverurteilungen" beilegen, es fügt sich alles zu einem Bild der schrecklichen, unmenschlichen Wahrheit.
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    • Abbaio 05.04.2017 09:11
      Highlight Im Resolutionsentwurf steht, die OPCW solle schnellstmöglich ihre Befunde zu dem Giftgasereignis vorlegen. Und Sie finden, deren Meldungen müssten nochmals überprüft werden? Vielleicht sollten wir einfach Herrn Assad glauben, der natürlich wieder alles abstreitet.
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