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US-Militärs und Moskau im «freundlichen Austausch» über Assad und Co.



Die USA und Russland haben sich zur Vermeidung von Missverständnissen ihrer Streitkräfte in Syrien auf militärischer Ebene abgesprochen. Es habe einen «freundlichen und professionellen Austausch» gegeben, sagte Pentagonsprecher Peter Cook.

REFILE - ADDITIONAL RESTRICTIONA frame grab taken from footage released by Russia's Defence Ministry September 30, 2015, shows precise airstrikes carried out by the country's air force on Wednesday, against Islamic State (IS) ground positions in a mountainous area in Syria. Russian air strikes in Syria are targeting a list of well-known militant organisations, not only Islamic State, the Kremlin said on Thursday, a day after the launch of its aerial campaign opened up a volatile new phase in the conflict. Moscow had previously framed its campaign as primarily aimed at Islamic State militants, saying it feared Russian and other ex-Soviet citizens who belong to the group would shift their focus to their home countries if they were not stopped in Syria. But on Thursday, after the United States and rebels on the ground suggested Russian strikes had so far not focused on Islamic State, it said its operation was pitched more broadly.  REUTERS/Ministry of Defence of the Russian Federation/Handout   NO ARCHIVES.   THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS.

Bilder eines russischen Luftangriffs vom 30. September.
Bild: HANDOUT/REUTERS

Nach Angaben des Weissen Hauses drehte sich das einstündige Gespräch darum, dass im Bürgerkrieg internationale Regeln eingehalten und die üblichen Kommunikationskanäle genutzt würden. Der Austausch von Geheimdienstinformationen sei aber nicht geplant, sagte Cook. Ziel sei, «eine Art von Unfall am Himmel» zu vermeiden. «Das bedeutet nicht, dass wir dulden, was Russland getan hat.»

Präsident Barack Obamas Sprecher Josh Earnest warnte zugleich vor «willkürlichen» Angriffen, die den Krieg verlängern und Moskau tiefer in den Konflikt hineinziehen könnten. Der Westen hatte Russland nach den am Mittwoch begonnen Luftangriffen vorgeworfen, dass auch moderate Kräfte und Zivilisten Opfer russischer Bombenangriffe in Syrien geworden seien. Russland weist dies zurück und geht nach eigener Darstellung mit Kampfflugzeugen gegen Terroristen vor.

Russland kritisiert «westliche Propaganda»

Das russische Militär greife aber nicht nur die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an, sondern auch andere Gruppen, räumte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag in Moskau ein. Es gebe eine Liste mit Organisationen, die bekämpft werden sollen, sagte er der Agentur Interfax zufolge. Konkrete Namen nannte er nicht.

NEW YORK, NY - OCTOBER 01:  Russian Foreign Affairs Minister Sergey Lavrov speaks at a press conference at the United Nations on October 1, 2015 in New York City. Russia started a bombing campaign in Syria yesterday, claiming to target ISIS locations, though western countries dispute this claim and say Russian bombs were aimed at locations held by Syrian rebels who oppose the government.  (Photo by Andrew Burton/Getty Images)

Aussenminister Sergej Lawrow in New York.
Bild: Getty Images North America

Kremlchef Wladimir Putin bezeichnete westliche Berichte über den Tod von Zivilisten bei den russischen Attacken als feindliche Propaganda. «Die ersten Informationen darüber waren schon aufgekommen, bevor unsere Kampfflieger in den Himmel gestiegen waren», sagte der Präsident. Russland bezeichnete unterdessen die oppositionelle Freie Syrische Armee als wichtigen Teil des politischen Prozesses in dem Bürgerkriegsland. Die Rebellengruppe sei keine Terrororganisation, sagte Aussenminister Sergej Lawrow am Donnerstag in New York.

Das russische Verteidigungsministerium berichtete am Abend von neuen Luftangriffen. Lawrow schloss eine Ausweitung einer Intervention auf den benachbarten Irak zunächst aus. «Niemand hat uns eingeladen, und niemand hat danach gefragt», sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Eine Teilnahme Russlands an der US-Koalition schloss Lawrow aus, da diese kein UNO-Mandat habe. Für Moskaus Intervention gibt es auch kein UNO-Mandat. Russland beruft sich auf eine Bitte Syriens um Hilfe. Die USA führen seit gut einem Jahr eine Allianz an, die Luftangriffe in Syrien fliegt. Auch Frankreich und Saudi-Arabien beteiligen sich.

(sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Chili5000 02.10.2015 10:33
    Highlight Highlight Russland will es wissen. Putin tut alles daran wieder den Eisernen Vorhang zu zuziehen.
    0 2 Melden
  • Yolo 02.10.2015 07:43
    Highlight Highlight "freundlichen und professionellen Austausch" ist gleichbedeutend für: "Wir haben nichts erreicht und finden nicht einmal die kleinste gemeinsame Schnittmenge und mein Gegenüber ist doof"
    5 0 Melden

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