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US-Militärs und Moskau im «freundlichen Austausch» über Assad und Co.

02.10.15, 06:51 02.10.15, 10:10

Die USA und Russland haben sich zur Vermeidung von Missverständnissen ihrer Streitkräfte in Syrien auf militärischer Ebene abgesprochen. Es habe einen «freundlichen und professionellen Austausch» gegeben, sagte Pentagonsprecher Peter Cook.

Bilder eines russischen Luftangriffs vom 30. September.
Bild: HANDOUT/REUTERS

Nach Angaben des Weissen Hauses drehte sich das einstündige Gespräch darum, dass im Bürgerkrieg internationale Regeln eingehalten und die üblichen Kommunikationskanäle genutzt würden. Der Austausch von Geheimdienstinformationen sei aber nicht geplant, sagte Cook. Ziel sei, «eine Art von Unfall am Himmel» zu vermeiden. «Das bedeutet nicht, dass wir dulden, was Russland getan hat.»

Präsident Barack Obamas Sprecher Josh Earnest warnte zugleich vor «willkürlichen» Angriffen, die den Krieg verlängern und Moskau tiefer in den Konflikt hineinziehen könnten. Der Westen hatte Russland nach den am Mittwoch begonnen Luftangriffen vorgeworfen, dass auch moderate Kräfte und Zivilisten Opfer russischer Bombenangriffe in Syrien geworden seien. Russland weist dies zurück und geht nach eigener Darstellung mit Kampfflugzeugen gegen Terroristen vor.

Russland kritisiert «westliche Propaganda»

Das russische Militär greife aber nicht nur die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an, sondern auch andere Gruppen, räumte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag in Moskau ein. Es gebe eine Liste mit Organisationen, die bekämpft werden sollen, sagte er der Agentur Interfax zufolge. Konkrete Namen nannte er nicht.

Aussenminister Sergej Lawrow in New York.
Bild: Getty Images North America

Kremlchef Wladimir Putin bezeichnete westliche Berichte über den Tod von Zivilisten bei den russischen Attacken als feindliche Propaganda. «Die ersten Informationen darüber waren schon aufgekommen, bevor unsere Kampfflieger in den Himmel gestiegen waren», sagte der Präsident. Russland bezeichnete unterdessen die oppositionelle Freie Syrische Armee als wichtigen Teil des politischen Prozesses in dem Bürgerkriegsland. Die Rebellengruppe sei keine Terrororganisation, sagte Aussenminister Sergej Lawrow am Donnerstag in New York.

Das russische Verteidigungsministerium berichtete am Abend von neuen Luftangriffen. Lawrow schloss eine Ausweitung einer Intervention auf den benachbarten Irak zunächst aus. «Niemand hat uns eingeladen, und niemand hat danach gefragt», sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Eine Teilnahme Russlands an der US-Koalition schloss Lawrow aus, da diese kein UNO-Mandat habe. Für Moskaus Intervention gibt es auch kein UNO-Mandat. Russland beruft sich auf eine Bitte Syriens um Hilfe. Die USA führen seit gut einem Jahr eine Allianz an, die Luftangriffe in Syrien fliegt. Auch Frankreich und Saudi-Arabien beteiligen sich.

(sda/dpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Chili5000 02.10.2015 10:33
    Highlight Russland will es wissen. Putin tut alles daran wieder den Eisernen Vorhang zu zuziehen.
    0 2 Melden
  • Yolo 02.10.2015 07:43
    Highlight "freundlichen und professionellen Austausch" ist gleichbedeutend für: "Wir haben nichts erreicht und finden nicht einmal die kleinste gemeinsame Schnittmenge und mein Gegenüber ist doof"
    5 0 Melden

Hören wir auf, dem Westen die Schuld an allen Problemen in Nahost zu geben

Zahlreiche Beobachter aber auch Orientalisten stellen sich auf den Standpunkt, dass die Würzel allen Übels im Nahen Osten in den Interventionen des Westens seit dem Ersten Weltkrieg liegen und sich letztlich immer alles ums Erdöl dreht. Das ist historisch falsch und für die aktuellen Probleme wenig zielführend.

Für den Flüchtlingsstrom aus Syrien und dem Irak gibt es laut dem deutschen Orientalisten Michael Lüders eine Erklärung: Der Westen ist selbst schuld. Indem er sich seit Jahrzehnten immer wieder politisch und militärisch einmischt, hat er die Region nachhaltig zerrüttet. Früher die europäischen Kolonialmächte, heute vor allem die USA. Stellvertretend für diese Haltung der Kommentar eines watson-Users:

Dazu sieben gängige Thesen, entsprechend sieben Gegenthesen und eine deprimierende Konklusion:

Mal …

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