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A frame grab taken from footage released by Russia's Defence Ministry October 5, 2015, shows airstrikes carried out by the country's air force in Syria. Footage released October 5, 2015. REUTERS/Ministry of Defence of the Russian Federation/Handout via Reuters ATTENTION EDITORS - FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NO SALES.

Bilder der russischen Armee zeigen die Ziele der Luftangriffe in Syrien.
Bild: HANDOUT/REUTERS

Diese Karten zeigen, welche Ziele die USA und Russland tatsächlich bombardieren

Russland wirft Bomben auf Syrien. Die USA werfen Bomben auf Syrien. Sogar einen gemeinsamen Gegner gibt es: den «Islamischen Staat». Doch die Zielkarte zeigt: Moskaus Flieger treffen zum Grossteil nicht den angeblichen Feind.

Raniah Salloum / spiegel online 



Ein Artikel von

Spiegel Online

Russland und die USA führen in Syrien sehr unterschiedliche Kriege. Zwar haben eigentlich beide Grossmächte einen gemeinsamen Gegner ausgemacht: die Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS). Betrachtet man jedoch die Gesamtbilanz, ergibt sich ein anderes Bild. Die Terroristen des einen sind in diesem Falle tatsächlich die Freiheitskämpfer des anderen.

Russland hat am 30. September mit den Luftangriffen auf Syrien begonnen. Bisher schlugen ein Grossteil der russischen Bomben im Westen des Landes ein, in Gebieten, in denen sich der IS gar nicht befindet.

Russische Luftangriffe in Syrien

Russland bombardiert, um den Kämpfern von Baschar al-Assad gegen die syrischen Rebellen zu helfen. Diese sind für Assad die grössere Gefahr als der IS. Vor allem im Nordwesten Syriens gerieten Assads Kämpfer zuletzt in Bedrängnis. Der syrische Machthaber ist ein enger Verbündeter Russlands.

Die US-Kampfjets dagegen greifen in den Konflikt zwischen Assad-Gegnern und Assad-Anhängern nicht ein. Sie bombardieren im Osten und Norden des Landes Ziele des IS. Über diese Regionen haben die Kämpfer von Baschar al-Assad schon vor Jahren die Kontrolle verloren. Zuletzt musste Assad in einer Rede zugeben, dass er nicht mehr daran glaubt, sie auf absehbare Zeit zurückerobern zu können.

Der IS hat sich seit Ende 2012 in den syrischen Bürgerkrieg eingenistet und langsam ausgebreitet. Anders als den Assad-Gegnern und Assad-Anhängern geht es ihm nicht darum, wer Syrien regiert. Er will in dem zerfallenden Staat Gebiete erobern und auf ihnen sowie in Teilen des Irak ein Kalifat aufbauen.

FILE  In this Tuesday, Dec. 19, 2006 file photo Vladimir Putin, then Russian President, right, and his Syrian counterpart Bashar Assad smile as they shake hands in Moscow's Kremlin. Russia defied international efforts to end a crackdown on civilians by Assad regime, shielding it from the United Nations sanctions and providing it with weapons. (AP photo/RIA Novosti, Mikhail Klimentyev, Presidential Press service, file)

Assad und Putin auf einem Archivbild 2006.
Bild: AP RIA Novosti Kremlin

Russlands Verteidigungsministerium schönt seine Angaben

Zwischen dem 30. September und einschliesslich dem 4. Oktober haben die USA nach eigenen Angaben 32 Angriffe auf Syrien geflogen.

Image

Luftangriffe der USA
bild: spiegel online

Das syrische Regime teilt sich die Kontrolle über die Stadt mit den kurdischen Volksverteidigungskräfte (YPG), welche der Partei der Demokratischen Union (PYD) unterstehen, dem syrischen Ableger der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK).

Die russische Regierung hat nach eigenen Angaben zwischen dem 30. September und dem 4. Oktober täglich ein Dutzend Angriffe auf Syrien geflogen. Die US-Zeitung «New York Times» kommt bei ihrer Analyse der russischen Bombardierungen auf rund 45 Angriffe.

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Luftangriffe Russlands.
bils: Spiegel online

Die Angaben der russischen Regierung sind mit Vorsicht zu geniessen. Sie hat ein Interesse daran zu übertreiben, wie stark sie sich engagiert und wie viele russischen Angriffe dem IS gelten.

So wurde das russische Verteidigungsministerium bereits bei einer allzu offensichtlichen Lüge erwischt: Am 3. Oktober behauptete es, IS-Ziele in Rakka bombardiert zu haben. Dazu veröffentlichte es ein Video, das es bereits ein paar Tage zuvor gezeigt hatte, damals mit der korrekten Bezeichnung: Bombenangriffe auf das Dorf Latamnah bei Hama.

Dort befinden sich die Einheiten des IS gar nicht, wohl aber die syrischen Rebellen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • The Destiny // Team Telegram 07.10.2015 05:53
    Highlight Highlight Seltsam, diese Karten mit den Luftangriffen sehen von Bericht zu Bericht verschieden aus.
    Bei der Russischen Karte scheint es stehts eine sehr ähnliche zu sein, bei der Amerikanischen kommen hie und da aber neue Angriffspunkte hinzu.?!
    • WinniePuuh 07.10.2015 07:14
      Highlight Highlight Vor allem ist dass jetzt dann etwa der 10 Bericht mit Karte und angeblichen Zielen... Wer will da wem was beweisen? Schaltet doch eine interaktive Map auf... Dann können sich die Angaben je nach Amerikanischen oder Russischen Angaben verschieben wie die Wolken auf einer Wetterkarte.
      Und den äusserts hilfreichem Text dazu von Spiegel können wir Kommentatoren liefern, oder wir Fragen Kachelmann oder Bucheli.

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