International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

US-Aussenminister John Kerry hat mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow geeinigt: Die Feuerpause könne in den kommenden Tagen beginnen. 
Bild: ARMANDO BABANI/EPA/KEYSTONE

Waffenruhe in Syrien rückt in greifbare Nähe: USA und Russland haben sich vorläufig geeinigt

Im Ringen um eine Waffenruhe im Bürgerkriegsland Syrien gibt es eine Grundsatzeinigung mit Russland. US-Aussenminister John Kerry machte diese Ankündigung und stellte einen möglichen Beginn der Feuerpause für die kommenden Tage in Aussicht.

21.02.16, 12:16

In einem Telefonat mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow sei «eine vorläufige Einigung über die Bedingungen für eine Einstellung der Kampfhandlungen» erzielt worden, sagte US-Aussenminister Kerry am Sonntag. Die Feuerpause könne «in den kommenden Tagen beginnen».

Durch seine Vereinbarung mit Lawrow sei die internationale Gemeinschaft der angestrebten Feuerpause «näher» gekommen, sagte Kerry in der jordanischen Hauptstadt Amman. Als nächstes sollten nun «so schnell wie möglich» auch US-Präsident Barack Obama und sein russischer Kollege Wladimir Putin telefonieren, um über die «Umsetzung des Waffenstillstands» zu sprechen.

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow.
Bild: MAX ROSSI/REUTERS

Russland bestätigte die Gespräche: Nach einem ersten Telefonat am Samstagabend hätten Lawrow und Kerry ihre Gespräche über die geplante Waffenruhe in Syrien fortgesetzt, teilte das Aussenministerium in Moskau am Sonntag mit.

Treffen in Genf

Die Nachrichtenagentur Interfax berichtete unter Berufung auf Diplomatenkreise, ein erwartetes Expertentreffen in der Schweiz zur Umsetzung der Feuerpause werde voraussichtlich erst in den kommenden Tagen stattfinden. Ursprünglich hätte ein solches Treffen am Samstag in Genf beginnen sollen.

Die internationale Syrien-Kontaktgruppe hatte sich am Freitag vergangener Woche in München zum Ziel gesetzt, binnen einer Woche eine Feuerpause in dem Bürgerkriegsland zu erreichen. Seitdem verschärfte aber unter anderem die Türkei ihr Vorgehen gegen die Kurden, die im Norden Syriens zuletzt andere Rebellen aus mehreren Ortschaften verdrängt hatten.

Kerry war am Samstagabend in Jordanien eingetroffen, wo er am Sonntag mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und mit dem jordanischen König Abdullah sprechen wollte. Zuvor hatte Kerry eingeräumt, dass «noch viel Arbeit» zu leisten sei, um zu einem Waffenstillstand in Syrien zu kommen. Russland hatte der syrischen Armee zuvor weitere militärische Unterstützung zugesichert. (sda/afp/dpa)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Paco69 21.02.2016 12:52
    Highlight Langsam wird klar, dass es mit B. al-Assad weniger Krieg und weniger Flüchtlinge geben würde.
    Leben und Kultur im arabischen Raum scheint sich doch wesentlich von deren Europas zu unterscheiden.
    Mit B. al-Assad, den Russen und den Kurden könnte man den Krieg vielleicht beenden.
    Die politischen "Winkelzüge" der Türkei, vom Iran und KSA müssten endlich unter Kontrolle gebracht werden.
    Ist ein Konflikt langsam unter Kontrolle, zetteln diese "Lokalmatadoren" wieder einen neuen Religionskonflikt an (Jemen). Das Elend der Bevölkerung kümmert sie wenig, solange die eigene Religion durchgesetzt wird.
    12 5 Melden
    • Kibar Feyzo 21.02.2016 13:20
      Highlight Die Kurden sind alles andere als Homogene Gruppe.
      Die Russen, der Iran und auch die USA setzten auf das Falsche Pferd. Die PYD ist eine antidemokratische Gruppe die alle moderaten kurdischen Bewegungen mit äußerster Brutatität zerschlägt. Da wird die Saat für Jahrzehntelange Konflikte gestreut. Wer sich aus erster Hand informieren will, sollte sich 30 Min. Zeit nehmen und den verlinkten Bericht von kurdwatch.org lesen.

      http://kurdwatch.org/pdf/KurdWatch_A009_de_Parteien2.pdf
      6 2 Melden
  • Barbarossa74 21.02.2016 12:32
    Highlight Ich frage mich was Russland für die Waffenruhe in Syrien erhält. Vielleicht die Aufhebung der Sanktionen?
    7 9 Melden

In diesen 7 Momenten stand die Welt vor dem Dritten Weltkrieg

«Mögest du in interessanten Zeiten leben», so lautet angeblich eine chinesische Verwünschung. Unsere Zeiten sind «interessant» wie lange nicht mehr – jedenfalls, wenn wir an den aktuellen Stand der Weltpolitik denken. Noch nie war die Gefahr so gross, dass es im schon seit 2011 andauernden syrischen Bürgerkrieg zu einer direkten militärischen Konfrontation der Grossmächte kommt. US-Präsident Trump tweetete, die Beziehungen der USA zu Russland seien schlechter denn je, den Kalten …

Artikel lesen