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Hilfe für kurdische Rebellen: US-Flieger werfen Munition über Syrien ab

Die USA verstärken ihre Unterstützung für die Rebellen in Syrien: Im Norden des Landes haben sie Munition für die moderaten Rebellen abgeworfen. Dies sei Teil einer Strategie, um die Terrormiliz «Islamischer Staat» zu schwächen.

13.10.15, 03:39 13.10.15, 06:27

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Im Kampf gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) haben die USA ihren Einsatz verstärkt: Wie nun bekannt wurde, warfen US-Flieger bereits am Sonntag Munition für die gemässigten Rebellen im Norden Syriens ab. Dies sei Teil einer Strategie, die in der vergangenen Woche vorgestellt wurde, sagte ein Mitarbeiter des US-Militärs. Ziel ist es demnach, die moderaten Rebellen zu stärken, die gegen den IS kämpfen – und gegen die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad.

Die syrisch-kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG sind im Kampf gegen den IS der wichtigste Partner der USA. Am Montag haben die YPG und die syrisch-arabische Rebellenmilizen ein neues Bündnis ausgerufen, die «Demokratischen Kräfte Syriens». So soll der Kampf gegen den IS noch wirksamer werden.

Die USA überlegen, die Allianz mit Waffen zu beliefern. Syrische Rebellen berichten, die Regierung in Washington habe bereits Waffenlieferungen versprochen. Das Militär bestätigte bisher allerdings nur, Kämpfer der Opposition aus der Luft versorgt zu haben, im Einsatz war demnach ein Transportflugzeug vom Typ C-17. Über die genauen Empfänger oder die Art der Lieferung gab es keine Angaben.

Kritik an den YPG

Menschenrechtler kritisieren die YPG: Nach Darstellung von Amnesty International haben sie Tausende Zivilisten im Norden des Landes vertrieben und ihre Häuser zerstört. Die Taten verstiessen gegen das humanitäre Völkerrecht und liefen auf Kriegsverbrechen hinaus, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Dienstag.

Amnesty berief sich dabei auf Gespräche mit 37 Bewohnern der syrischen Provinzen Hassaka und Rakka. Die Milizionäre drohten demnach damit, Luftangriffe der US-geführten Allianz anzufordern, sollten die Häuser nicht aufgegeben werden. Ein YPG-Sprecher wies die Anschuldigungen zurück.

«Anlass zu tiefer Besorgnis»

Die US-geführte Allianz fliegt bereits seit längerer Zeit Luftangriffe in Syrien, um die gemässigten Rebellen zu unterstützen. Ende September hat sich auch Russland in den Konflikt eingeschaltet: Offiziell gelten die Angriffe aus der Luft den Stellungen des IS in Syrien. Doch alle Indizien weisen darauf hin, dass vor allem die Rebellen das eigentliche Ziel sind – die Regierung in Moskau stärkt damit ihren Verbündeten Assad.

Die EU-Aussenminister forderten am Montag von Moskau ein sofortiges Ende der Attacken gegen die moderate Opposition. «Die jüngsten militärischen Angriffe, die nicht auf den Islamischen Staat und andere Terrorgruppen zielen (...), geben Anlass zu tiefer Besorgnis und müssen sofort eingestellt werden», hiess es in einer Erklärung.

Als Reaktion auf die russische Intervention hat am Montagabend der Chef der Nusra-Front, des syrischen Ablegers von al-Kaida, in einer Audiobotschaft dazu aufgerufen, die Attacken auf die Regierung Assads zu verstärken.

aar/Reuters/AP

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 14.10.2015 18:28
    Highlight Lawrence von Arabien lässt grüssen. Hundert Jahre und kein Stück weiter.
    0 0 Melden
  • Herr Lehmann 13.10.2015 09:08
    Highlight Es sieht wie Sandbox aus. Spielplatz der Supermächte: USA versorgt die Rebellen mit Waffen, Russland unterstützt Assad, und alle sind gegen IS. So wird es nie enden. Lasst sie sich ihre Konflikte selbst regeln. Ohne die "Hilfe" von aussen, würde der Krieg schon längst zu Ende sein.
    2 0 Melden

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