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Kaum wurden die Zivilisten in Aleppo gerettet, werden sie vertrieben

Zehntausende Menschen können Ost-Aleppo endlich verlassen. Was Russland und das Regime als humanitäre Geste preisen, ist eine gezielte Vertreibung.

Christoph Sydow



Erste Verletzte und Zivilpersonen werden aus Ost-Aleppo gebracht

Ein Artikel von

Spiegel Online

Die grünen Busse waren mal ein Zeichen des Fortschritts in Syrien. Seit 2009 rollten die Fahrzeuge des chinesischen Herstellers King Long durch Damaskus, Aleppo und Homs. Vorbei waren die Zeiten, in denen sich die Menschen in überfüllte Minivans quetschen mussten. Stattdessen fuhren sie fortan in den grünen Bussen zur Arbeit, zur Schule, zur Universität.

Assad verkündet «Befreiung» Aleppos

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat die umkämpfte Stadt Aleppo für «befreit» erklärt. Mit der «Befreiung» Aleppos habe sich die Situation geändert, «nicht nur für Syrien, nicht nur für die Region, sondern für die ganze Welt», sagte Assad in einem offenbar mit einem Smartphone aufgenommenen und am Donnerstag auf Internet veröffentlichten Video. Mit dem Beginn der Evakuierung gebe es ein «Vorher» und ein «Nachher».

Die Syrer, die jetzt in die grünen Busse steigen, verlieren ihre Heimat.

Am Donnerstag bringen die Fahrzeuge Tausende Rebellen und Zivilisten aus Ost-Aleppo heraus. (Lesen Sie hier den Newsblog zur Evakuierung.) Ihr Weg führt vom Stadtteil Ramussa in das zehn Kilometer entfernte Dorf Khan Tuman, das von Aufständischen kontrolliert wird. Von dort aus sollen sie dann in andere Orte in der Provinz Idlib gebracht werden. Idlib ist nach dem Fall von Ost-Aleppo die wichtigste Bastion der Rebellen in Syrien.

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Video: watson.ch

Wenn die Menschen in Ost-Aleppo die grünen Busse besteigen, blicken sie in das Gesicht des Mannes, der sie vertreibt: Das Regime hat die Fahrzeuge mit Porträts des syrischen Diktators Baschar al-Assad ausgestattet. Der Machthaber und seine Verbündeten in Russland und Iran haben die Eingeschlossenen in Ost-Aleppo vor die Wahl gestellt: Entweder ihr nehmt die grünen Busse, oder ihr werdet getötet. So stand es auch auf den Flugblättern, die Syriens Luftwaffe in den vergangenen Wochen über der Stadt abgeworfen hat.

Deshalb ist die Evakuierung der Menschen aus Ost-Aleppo auch nur in zweiter Linie eine humanitäre Geste. Sie ist in erster Linie eine Vertreibung und Teil einer Strategie des Regimes. Immer wenn Diktator Assad grüne Busse vorfahren lässt, geht es darum, Regimegegner aus strategisch wichtigen Orten zu entfernen und in andere Landesteile in der Peripherie zu bringen.

Ähnliche Taktik wie im Jugoslawienkrieg

So war es vor einigen Wochen mit den Städten Daraja, Muadamija und Khan al-Scheich. Das Regime bombardierte und belagerte die Vororte von Damaskus so lange, bis die Aufständischen aufgaben. Die grünen Busse brachten die Menschen in knapp 20-stündiger Fahrt durch das Bürgerkriegsland nach Idlib, Hunderte Kilometer von ihren Heimatorten entfernt. Es ist das Ziel des Regimes, die Aufständischen in der Provinz Idlib zu konzentrieren, damit die ausgezehrte syrische Armee und ihre Verbündeten nicht länger an vielen verschiedenen Fronten gegen die Rebellen kämpfen müssen.

Praktisch alle Betroffenen dieser Vertreibung sind Sunniten, weil sie den allergrössten Teil der Aufständischen stellen. Damit ähnelt die Taktik des Regimes den sogenannten ethnischen Säuberungen während des Jugoslawienkriegs.

Damals wie heute passiert dies mit Billigung und Unterstützung Russlands. Der Kreml stand in den 90er-Jahren hinter den Serben im Bosnienkrieg, und der Kreml steht nun hinter dem Assad-Regime. Moskau inszeniert sich als Initiator der Evakuierung aus Aleppo. Russland hat an den Regierungen von Syrien und Iran vorbei mit den USA und der Türkei über den Evakuierungsplan verhandelt. Und das russische Militär beobachtet die Abfahrt der Busse aus Aleppo mit Drohnen.

Iran stemmte sich gegen freies Geleit

Assads zweiter Verbündeter Iran hatte sich lange gegen freies Geleit für die Rebellen gestemmt. Teheran wollte die Aufständischen in Ost-Aleppo gänzlich ausschalten, anstatt ihnen die Flucht Richtung Idlib zu erlauben. Von Iran ausgebildete und finanzierte Milizen haben in der Stadt über Monate an vorderster Front gegen die Rebellen gekämpft, Hunderte Milizionäre wurden dabei getötet. Entsprechend ungehalten waren die Iraner über den Vorstoss Russlands, das sich nur mit Luftangriffen und einer begrenzten Zahl von Militärberatern am Boden an der Schlacht um Aleppo beteiligt hat.

Aleppo ist ein Trümmerfeld 

Erst als die beiden eingeschlossenen schiitischen Dörfer Fua und Kefraja, praktisch in einem Tauschgeschäft, Teil des Aleppo-Deals wurden, willigte Iran ein. Ein Konvoi von 29 Bussen und Krankenwagen machte sich am Donnerstag auf den Weg in die beiden Orte in der Provinz Idlib, die von Rebellen belagert werden. Sie sollen zumindest einen Teil der dort eingeschlossenen Menschen in Gebiete bringen, die unter der Kontrolle des Regimes stehen.

Es ist ein weiterer Schritt zu einer Vierteilung Syriens: Der zentrale Streifen mit den Grossstädten Aleppo, Hama, Homs und Damaskus sowie die Küste wird vom Regime kontrolliert. Im Norden konsolidieren die Kurden ihre Herrschaft, im Osten herrscht die Terrororganisation «Islamischer Staat» («IS»). Den Rebellen bleiben das Gebiet um Idlib und einzelne Flecken im Süden Syriens.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Beobachter24 16.12.2016 06:13
    Highlight Highlight Man muss differenzieren.

    Es gibt ein paar Zehntausend Zivilisten, die von den Terroristen in Ost-Aleppo als Schutzschilde missbraucht worden sind.
    Viele von denen ziehen zu Verwandten in weniger zerstörte Gebiete in West-Aleppo.

    Und es gibt die Terroristen, die z.T. Angehörige haben. Dieser Gruppe wurde schon seit Monaten Amnestie plus eine Busfahrt nach Idlib angeboten, wenn die sie Waffen niederlegen.
    „Kämpfer“ aus der Gegend von Ghouta haben als erste die grünen Busse nach Idlib bestiegen.
    In Ost-Aleppo sind die „Rebellen" erst darauf eingegangen, als die Lage völlig aussichtslos war.
    • Beobachter24 16.12.2016 06:29
      Highlight Highlight imho läuft das Angebot der Regierung Assads für Amnestie für Kämpfer in Ost-Aleppo heute Nacht aus.
      Wer bis jetzt nicht abgehauen ist darf keine Gnade mehr erwarten. Irgendwann reicht’s nämlich

      Aber es gibt noch diverse andere „Rebellen-Nester“ in anderen Gebieten verteilt über den ganzen Westen Syriens, welche ähnliche Angebote erhalten haben. (Vgl. Karte http://syria.liveuamap.com/en/time/15.12.2016)

      Im Osten, der grösstenteils aus Wüste besteht, herrscht grossflächig der IS. Und für den IS gibt’s erst recht keine Gnade.
    • Beobachter24 16.12.2016 07:34
      Highlight Highlight Dass Sydow auf diese Differenzierung verzichtet, über die er in seiner Position Bescheid wissen müsste, lässt einmal mehr die Vermutung aufkommen, dass es ihm weniger um Informationsvermittlung als viel mehr um pure Hetze geht. Dabei wäre ersteres dringend nötig bei einem grossen Teil der vorliegenden Leserschaft.
    • rodolofo 16.12.2016 09:38
      Highlight Highlight Und Du bist das Sprachrohr des Assad-Régimes, 24 Stunden am Tag am Verbreiten von Propaganda...
      Soll ich da überhaupt noch etwas dazu sagen?
      Dieses Mal noch:
      "Seufz!"
      Und dann vielleicht später noch einige Male.
      Bis es mir endgültig verleidet ist.
      Vielleicht bist Du ja Kar sein Mensch, sondern ein Prototyp dieser neuen "lernenden Chat-Roboter-Programme"?
      Allerdings müssten Deine Programmierer noch etwas an der Lernfähigkeit verbessern.
      Die ist nämlich noch überhaupt nicht zu erkennen.
  • Rukfash 15.12.2016 23:56
    Highlight Highlight Als erstes, den Krieg in Ex-Jugoslawien und Syrien kann man nicht vergleichen, zweitens kann mir jemanden erklären wieso Türkische Medien und alle Türkischen FB Seiten sagen, dies seien Türkische Busse die, die Zivilbevölkerung evakuieren ?
    • rodolofo 16.12.2016 09:32
      Highlight Highlight Ich sehe sogar noch mehr Parallelen zwischen dem Syrischen Elend und den Balkankriegen:
      Sowohl in Syrien, als auch im Balkan haben sich ausgesprochen männlich dominierte Gesellschaften etabliert.
      Die Abwertung und Unterdrückung des Weiblichen (ich meine damit Charaktereigenschaften wie Mitgefühl, oder Emotionale Intelligenz, die auch Männer haben können, wenn sie das bei sich zulassen) führt zu einer Rückwärts-Entwicklung in der Evolution, in grausige Zustände der Barbarei, mit Mord und Totschlag und mit Kriegen zwischen aufgehetzten und radikalisierten Menschen und zwischen Mensch und Natur
  • sseg 15.12.2016 23:49
    Highlight Highlight
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  • sseg 15.12.2016 23:01
    Highlight Highlight
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    Ein Video von den Bösen Russen.
  • rodolofo 15.12.2016 22:54
    Highlight Highlight Wie in Jugoslawien haben auch in Syrien verschiedene Volksgruppen in einer Art "Zwangsgemeinschaft" gelebt, die von den Aleviten dominiert wurde.
    In Jugoslawien dominierten die Serben, was die anderen Volksgruppen dazu brachte, sich aus dem Völkerbund Jugoslawien loszusagen, obwohl sie eine ähnliche Kultur und eine ähnliche Volksmusik pflegen.
    Die Trennung war nötig geworden, weil die verschiedenen Volksgruppen immer noch in einem archaischen "Stammesdenken" verhaftet waren.
    Obwohl Russland das Assad-Régime stützt, ist die Situation in Syrien heute nicht besser, als im Irak, oder in Libyen...
  • Karl Müller 15.12.2016 22:25
    Highlight Highlight Ethnische Säuberung?

    Sunniten machen drei Viertel der Einwohner Syriens aus und 80 Prozent der Einwohner Aleppos. Wenn das eine "ethnische Säuberung" sein soll, müsste Assad fast die ganze Stadt vertreiben. Mit seinen sunnitischen Soldaten, notabene. Befehligt von einem sunnitischen Verteidigungsminister.
    • Saraina 16.12.2016 09:22
      Highlight Highlight Die Soldaten, die Aleppo befreiten sind mehrheitlich Iraner und Afghanen, Schiiten. Schon die Russen liessen zentralasiatische Soldaten einmarschieren, als sie Prag "befreiten", damals anno '68. Mit Soldaten aus dem gleichen Volkskreis herrscht immer die Gefahr der Verbrüderung. Etliche von Assads Offizieren leben schon länger in der Türkei und in Deutschland.
  • blaubar 15.12.2016 22:18
    Highlight Highlight Solche Berichte sind Verleumdung, da sie nicht der Wahrheit entsprechen, oder mindestens einnsehr verzerrtes Bild abgeben. Wenn Assad sagt, dass die Bürger die Stadtteil verlassen sollen und er dafür Busse schickt, und dass es sonst tödlich sein könnte, was ist daran falsch? Ach ja, die Rebellen sind ja ganz friedliche Schafe, die alle am Boden sitzen und meditieren und für Frieden beten, während Assad auf sie schiesst. Nein, so ist es eben nicht. Jetzt wacht doch endlich mal auf, herrgottnochmal. Da laufen GANZ andere Dinge ab. Und der Begriff "Weisshelme" soll was suggerieren?
  • sseg 15.12.2016 19:42
    Highlight Highlight Wenn die Amis und die Europäer von Terrorismus bekämpfung reden, kann man eigentlich nur noch drüber lachen.
  • sseg 15.12.2016 19:39
    Highlight Highlight Der Westen trauert um die Terroristen. Man kommt sich vor wie in falschen Film. Der Moralische verfall unserer hochgelobten Werte, können jetzt alle sehen.

    http://www.20min.ch/ausland/news/story/-Der-Westen-will-in-Aleppo-seine-Todfeinde-retten--20191197
  • Dä Brändon 15.12.2016 19:00
    Highlight Highlight Für mich sieht das mehr nach Evakuierung, was auch Sinn macht. In dieser Stadt funktioniert zzt. nichts mehr richtig. Zudem können sich unter den Zivilisten immernoch die Terroristen verstecken. Übrigens, der Vergleich zu Jugoslawien hinkt hinterher. In Kroatien wurden die Serben mit Bomben und Blitzattacken vertrieben unterstützt durch die Amerikaner. Knapp 300'000 an der Zahl. Bis Heute traut sich kaum jemand zurückzukehren weil das kroatische Volk immer weiter nach rechts driftet.
  • smoking gun 15.12.2016 18:39
    Highlight Highlight Leider werden meine Kommentare nicht mehr freigeschaltet, obwohl ich in keiner Weise gegen die Regeln bei watson verstossen habe. Na dann, so lasse ich halt andere über Syrien und über Geostrategie reden:

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    • Dä Brändon 15.12.2016 19:09
      Highlight Highlight Danke für den Link. Dir muss aber bewusst sein, auch wenn die Wahrheit den Leuten in ihren Allerwertesten beissen würde, sie würden sie auch dann nicht erkennen. Sie machen nach einem eh schon anstrengenden Tag einfach die Glotze an und konsumieren, denn nachdenken ist manchemal noch viel anstrengender.
  • Stojan 15.12.2016 18:23
    Highlight Highlight In den Teilen die das "Regime" kontrolliert, leben die meisten Menschen und vertrieben werden die Menschen auch nicht, sie werden evakuiert um später zurückzukehren.
    • Saraina 15.12.2016 21:00
      Highlight Highlight Kaum. Hier wird die Demographie verändert. Und ob die Evakuierten nicht bald in Idlib bombardiert werden, steht noch in den Sternen.
    • Stojan 15.12.2016 23:29
      Highlight Highlight Denkst du Assad hat Interesse daran sein Volk zu vertreiben lol. Die sollen auch in Idlib weiterbomben bis alle Islamisten weg sind und wieder Ruhe im Land herrscht!
    • Saraina 16.12.2016 09:17
      Highlight Highlight Na ja, immerhin sind gegenwärtig über die Hälfte der Syrer auf der Flucht - und mehrheitlich vor Assads Truppen. Mindestens fünf Millionen davon sind bereits im Ausland. Darunter übrigens auch Angehörige von Assads Truppen, die desertierten, weil sie nicht länger auf ihre Landsleute schiessen wollten. Es ist nicht wirklich anzunehmen, dass diese Millionen alle Islamisten waren. Assads Truppen bestehen zur Zeit zu einem nicht geringen Teil aus Iranern und Afghanen, kurzum aus zuverlässigen Schiiten. Idlib wegbomben = Kriegsverbrechen übrigens, da voller Zivilisten.
  • Babsy3 15.12.2016 17:51
    Highlight Highlight Wo sind die Leute, die gestern noch geschrieben haben, die Leute kehren zurück?? Wohin sollten diese Menschen überhaubt zurückkehren, ist ja alles kaputt!! Es ist für mich nicht nachvollziehbar warum da niemand ernsthaft hilft, bei all den Kinder.. Wem muss man da auf die Füsse treten damit entlich etwas passiert? Da passieren Kriegsverbrechen und die ganz Welt schaut zu😲
    • Babsy3 15.12.2016 18:57
      Highlight Highlight @das Auge:Mir ist schon klar, dass auch Propaganda gemacht wurde und wird. Aber wieviele Kinder sind auf der Flucht ohne Eltern... Eine ganze Generation ohne Perspektive und Zukunft! 😔
  • Sophia 15.12.2016 17:22
    Highlight Highlight Obama bezeichnete Russland als Regionalmacht und der beleidigte Putin musste daher Stärke zeigen. Armseliger KGB-Beamter, kann man da nur sagen! Aber mit dem Mullahregime und dem Assad wird er nicht lange Freude haben, das ist gewiss. Putin und Assad gehören wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt. Leider funktioniert gar nichts mehr auf dieser aus den Fugen geratenen Welt. Und jetzt kommt auch Trumputin...
    • moedesty 15.12.2016 17:28
      Highlight Highlight Wenn ich mich nicht falsch erinnere, waren die letzten Kriegsverbrecher die USA. Oder irre ich mich da völlig, dass die letzten beiden Kriege der USA ohne UNO Mandat stattgefunden haben.

    • The Destiny // Team Telegram 15.12.2016 17:32
      Highlight Highlight Menschen und Völkerrecht...sind für uns höchstens richtwerte.
      -USA-

      Ist natürlich eine Sauerei, sollte für alle gelten.
    • Maett 15.12.2016 17:42
      Highlight Highlight @Sophia: hä? Russland bewahrt Syrien gerade vor einem zweiten Afghanistan (denn dorthin haben westliche Bemühungen in diesem Land bisher geführt), und Sie kritisieren das?

      Lieber Zivilisten-köpfende Djihadisten, als ein nicht ganz so genehmer halb-Diktator?

      Wenn das Putin und Assad zu Kriegsverbrechern macht, gehören mindestens auch Hollande, Merkel, Obama in Ihre Aufzählung, denn Sie haben die sunnitischen Regimes bei der Entfachung dieses Flächenbrandes unterstützt (und tun es übrigens immer noch).

      Überlegen Sie sich bitte gut, wer in dieser Geschichte gut, und wer böse ist.
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