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Ein Opfer von Giftgas in Chan Schaichun. Bild: STRINGER/EPA/KEYSTONE

Eine Lüge und viele Ungereimtheiten – das sagen die Russen zum Giftgasangriff in Syrien

Russland macht syrische Rebellen für den Tod von mindestens 72 Menschen in Chan Schaichun verantwortlich. Doch die Erklärung, die Moskau zu dem Giftgasangriff präsentiert, kann nicht stimmen.

05.04.17, 14:55 05.04.17, 15:29

Christoph Sydow

Ein Artikel von

Ziemlich genau 24 Stunden brauchte Russlands Regierung um ihre Erklärung für den Giftgasangriff auf die syrische Stadt Chan Schaichun zu liefern. Bei dem Luftschlag kamen nach aktuellen Angaben von Augenzeugen und Medizinern 72 Menschen ums Leben, darunter 20 Kinder. Nach Darstellung des Kremls starben sie, weil ein syrischer Kampfjet ein Chemiewaffenlabor der Rebellen traf. Demnach wären die Aufständischen, die Chan Schaichun kontrollieren, selbst für die Toten verantwortlich.

Doch die Erklärung von Generalmajor Igor Konaschenkow, dem Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, weist mehrere Ungereimtheiten auf. So behauptet der Sprecher, der Luftschlag habe «zwischen 11.30 Uhr und 12.30 Uhr Ortszeit» stattgefunden.

Das ist eine Lüge: Augenzeugen berichten, der Angriff habe sich gegen 6.30 Uhr Ortszeit ereignet. Die ersten Meldungen der Nachrichtenagenturen liefen kurz vor 9 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit, also gegen 10 Uhr syrischer Zeit über den Ticker. Schon zu diesem Zeitpunkt war davon die Rede, dass die Opfer Symptome eines Giftgasangriffs zeigten. Videoaufnahmen von Opfern mit Atemnot und Krampfanfällen kursierten bereits im Internet. Spiegel Online berichtete um 9.50 Uhr, also um 10.50 Uhr syrischer Zeit, über die Hinweise auf den Chemiewaffenangriff.

Kein Hinweis auf Explosion in Munitionslager

Die Behauptung der russischen Regierung, der Luftangriff, der das Chemiewaffenlager traf und damit die Vergiftung der Menschen in Chan Schaichun auslöste, habe zwischen 11.30 Uhr und 12.30 Uhr stattgefunden, kann damit nicht zutreffen. Das Zeitfenster passt eher zu der zweiten Angriffswelle auf die 90'000-Einwohner-Stadt, bei der unter anderem ein Krankenhaus getroffen wurde.

Konaschenkow behauptet weiterhin, der Luftschlag habe «ein grosses Munitionslager der Terroristen und militärische Ausrüstung» getroffen. «Auf dem Gelände dieses Lagers gab es Werkstätten, um Projektile herzustellen, die mit chemischen Giftstoffen gefüllt werden», sagte Konaschenkow.

Doch wäre tatsächlich ein «grosses Munitionslager» getroffen worden, hätte es am Einschlagsort in Chan Schaichun Explosionen und einen Brand geben müssen. Die Bilder, die bislang aus der Stadt bekanntgeworden sind, liefern dafür keinen einzigen Hinweis.

Eine weitere Behauptung des russischen Sprechers: «Von diesem grossen Arsenal wurden Chemiewaffen von Milizionären in den Irak geliefert. Ihr Einsatz durch Terroristen wurde bei zahlreichen Gelegenheiten von internationalen Organisationen und offiziellen Stellen des Landes bestätigt.»

Giftgaslieferungen an den «IS»? Nicht von den Rebellen

Worauf sich Konaschenkow hier konkret bezieht, ist nicht ganz klar. Richtig ist, dass die Terrororganisation «Islamischer Staat» («IS») in den vergangenen Jahren im Irak mehrfach Senfgas eingesetzt hat, das die Miliz wohl selbst herstellt. Offenbar unterstellt der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, dass das Gas aus der angeblichen Werkstatt in Chan Schaichun stammt.

Aber der «IS» ist in der Stadt und der umliegenden Provinz Idlib überhaupt nicht aktiv. Im Gegenteil: Das dort herrschende Rebellenbündnis und auch die Terrormiliz Eroberungsfront Syriens sind mit dem «IS» verfeindet. Dass sie die Dschihadisten mit chemischen Kampfstoffen beliefern, ist äusserst unwahrscheinlich. Auch über Verbindungen zwischen den Rebellen von Chan Schaichun zu anderen bewaffneten Gruppen im Irak ist bislang nichts bekannt.

Mediziner in Chan Schaichun und Vertreter der Weltgesundheitsbehörde WHO, die Opfer in der Türkei begutachtet haben, kommen zu dem Schluss, dass die Menschen in dem Ort mit Sarin oder einem anderen Nervengas getötet wurden. Bislang gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Rebellen diese Kampfstoffe besitzen.

Zweifel an Assads Angaben zu Chemiewaffen

Konaschenkow verwies in seiner Erklärung darauf, dass Rebellen im vergangenen Herbst in Aleppo Giftgas eingesetzt hätten. Damals behauptete das russische Militär, Aufständische hätten Gebiete unter Regierungskontrolle mit Senf- und Chlorgas angegriffen. Einen Beleg dafür gibt es bislang nicht. Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) hat die Prüfung dieser Vorwürfe bisher nicht abgeschlossen.

Die unabhängige Untersuchungskommission der Vereinten Nationen erwähnt in ihrem Untersuchungsbericht zur Schlacht um Aleppo vom März 2017 keinen einzigen Hinweis auf Giftgasangriffe der Rebellen. Dafür haben die UNO-Ermittler nachgewiesen, dass syrische Regierungstruppen mindestens zwei Mal Chlorgas in Ost-Aleppo einsetzten.

Dabei hatte Diktator Baschar al-Assad im September 2013 zugesagt, sämtliche Chemiewaffen zu zerstören. Unter Aufsicht der OPCW wurden daraufhin alle offiziell deklarierten Chemiewaffen auf einem Spezialschiff im Mittelmeer unschädlich gemacht – insgesamt rund 1300 Tonnen. Ein Teil der Reststoffe wurde von der Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten im niedersächsischen Munster entsorgt.

Nur: Es waren eben nur die C-Waffen, die das Assad-Regime selbst angab. Bis dahin hatte Damaskus kategorisch bestritten überhaupt Giftgas zu besitzen. Es gibt Zweifel, dass Syrien wirklich sämtliche Chemiewaffen ausser Landes schaffen liess. Genährt wurden diese dadurch, dass OPCW-Inspektoren im Dezember 2014 und Januar 2015 – also nach der offiziellen Entsorgung aller Kampfstoffe – Spuren der Nervengase Sarin und VS an einer militärischen Forschungsstätte in Syrien fand. Das Regime habe den Fund nicht zufriedenstellend erklären können, hiess es damals aus Kreisen der OPCW-Ermittler.

Dementieren, beschwichtigen, immer neue Erklärungen präsentieren

Die russische Erklärung zum Angriff auf Chan Schaichun fügt sich in das bekannte Muster: Das Regime von Baschar al-Assad und seine Unterstützer in Moskau dementieren, beschwichtigen, präsentieren immer neue Erklärungen – so lange, bis die Weltöffentlichkeit nicht mehr weiss, welche Version sie glauben soll. Wenn dann Monate später doch die Wahrheit ans Licht kommt, interessiert sie niemanden mehr.

Zwei Beispiele dafür aus jüngerer Zeit:

Moskau wird UNO-Resolution gegen Assad verhindern

Der Westen beteuert, das werde nach dem Angriff auf Chan Schaichun anders. Am Mittwoch befasst sich der UNO-Sicherheitsrat mit dem Vorfall. Die ständigen Sicherheitsratsmitglieder USA, Grossbritannien und Frankreich wollen einen Resolutionsentwurf zur Abstimmung vorlegen, in dem der Angriff verurteilt und eine baldige Untersuchung verlangt wird.

«Wir appellieren auch an Russland, dieser Sicherheitsresolution zuzustimmen, den Fall zu untersuchen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen», sagte Bundesaussenminister Sigmar Gabriel. Doch Moskau wird niemals zulassen, dass das Assad-Regime sich für den Angriff verantworten muss. Der Versuch, den Internationalen Strafgerichtshof mit der Verfolgung von Kriegsverbrechen in Syrien zu beauftragen, scheitert seit Jahren am Veto Russlands und Chinas. Der Kreml bezeichnet auch den aktuellen Resolutionsentwurf zu Chan Schaichun als inakzeptabel.

Am Ende wird Russland allenfalls eine entschärfte Version passieren lassen. Schon nach dem Giftgasangriff auf Vororte von Damaskus im August 2013 verhinderte Moskau, dass die UNO-Ermittler das Mandat erhielten, die Verantwortlichen für den Angriff zu benennen. Deshalb durften die Inspektoren zwar schreiben, dass das Nervengift Sarin mit Boden-Boden-Raketen auf das Rebellengebiet abgefeuert wurde, aber nicht, dass das Assad-Regime dafür verantwortlich war.

Zusammengefasst: Die russische Regierung macht syrische Rebellen für den Tod von 72 Menschen in Chan Schaichun verantwortlich; Bomben eines syrischen Kampfjets hätten ein Munitionslager getroffen, in dem die Gegenseite auch mit chemischen Kampfstoffen gearbeitet habe. Doch für diese Version des Hergangs sprechen keine der bislang bekannten Hinweise; Details wie die Uhrzeit des Angriffs stimmen nicht. Dass die Rebellen vor Ort den «IS» mit Giftgas beliefert hätten, ist nicht plausibel, die Milizen sind verfeindet. Der Westen will im UNO-Sicherheitsrat eine Resolution beschliessen, die den Angriff verurteilt – was Moskau mit einem Veto verhindern wird.

Syrien: Der vergessene Krieg

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41
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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ichiban 06.04.2017 07:18
    Highlight Immer wieder interessant, wie nach etwas so schrecklichem hier in den kommentaren die unglaublichsten theorien aufgebaut werden um zu beweisen, des es ja die anderen waren. Fakt ist, das Gebiet der rebellen wurde angegriffen und es gab tote zivilisten, wer ist dann wohl der wahrscheinlichste agressor? Und argumente kommen wie: die anderen machen es ja auch. Als ob das diese Tat irgendwie besser macht. Und ja, auch bei westlichen angriffen gibt es tote, nur kann man da in letzter zeit feststellen, das solche angriffe zugegeben und auch publik gemacht werden.
    3 1 Melden
  • amei 05.04.2017 22:14
    Highlight Und wieder einmal soll die Öffentlichkeit für eine Intervention gewonnen werden. Mit vagen Anhaltspunkten und unbekanntem Ziel. Ich bin es leid da überhaupt eine Meinung haben zu müssen nach 2003 (Irakkrieg wegen angeblichen Massenvernichtungswaffen), 2011 (Flugverbotszone Libyen) und 2013 (Snowden). Bin müde ständig manipuliert und angelogen zu werden und dann als Bürger und Steuerzahler die fast ausnahmslos katastrophalen Ergebnisse dieser de jure illegalen Operationen auszubauen. Giftgas, Bauchdurchschuss oder zermetterter Körper - alles ist brutal, ich will nicht werten müssen.
    7 2 Melden
  • 〰️ empty 05.04.2017 20:09
    Highlight Wieso sollten die Russen einen solchen Angriff tätigen? Das macht für mich keinen Sinn, mit konventionellen Bomben könnten sie den selben Effekt relativ Skandalfrei erreichen.
    17 13 Melden
    • Juliet Bravo 05.04.2017 22:24
      Highlight Die Russen waren es ja nicht, davon spricht ja niemand.
      10 2 Melden
  • Juliet Bravo 05.04.2017 18:36
    Highlight Einfach immer etwas gar handgestrickt diese russischen Versionen. Sie passen sie auch immer wieder an, oder es kommen ganz neue Versionen, wenn Teile davon klar mit Fakten widerlegbar sind. Es kommt sicher bald ein spanischer Fluglotse ins Spiel.
    18 17 Melden
  • TheDan 05.04.2017 17:41
    Highlight Der Nachweis der angeblichen Lüge hinkt aber gewaltig. Da kann sich der Herr Sydow einfach mal auf anonyme Zeugen berufen ohne dass man von diesen Zeugen weiss wer sie sind und welcher Konfliktpartei diese angehören?
    Dieses Muster zieht sich durch bis in die angeblichen Beweise der UNO, welche sich ebenfalls in allen Fällen die ich gesehen habe auf "anonyme Augenzeugen" beruft. Es sollte doch einleuchten dass mit solchen Beweisen Assad nicht zur Verantwortung gezogen werden kann vor einem ordentlichen Gericht.
    14 24 Melden
  • dyncorp 05.04.2017 17:16
    Highlight Sarin wird nicht auf Vorrat hergestellt, da es eine Lebensdauer von wenigen Tagen hat. Falls wirklich ein Sarin-Lager am Boden getroffen wurde wäre dieses Sarin für ein Einsatz innerhalb der folgenden 48 bestimmt gewesen.
    15 5 Melden
    • Liselote Meier 05.04.2017 19:14
      Highlight Ja und Nein. Binärer Kampfstoff. Komponenten können gelagert werden und vor Einsatz zur Reaktion gebracht werden.
      Ein Einsatzfähiger Gefechtskopf mit Sarin hält keine 48 Stunden. Ein Lager mit Komponeten, dass durch einen Luftschlag getroffen wird führt Zwangsläufig aber zu vergiftungen da die Kompenten auch giftig sind.
      7 4 Melden
  • Ökonometriker 05.04.2017 17:12
    Highlight Wer hätte Interesse an einem Giftgas-Einsatz? Wie wahrscheinlich ist ein Unfall?
    18 7 Melden
    • Juliet Bravo 06.04.2017 01:30
      Highlight Falsche Frage. Was ist hier passiert? Was gibt es für Indizien - gibt es Beweise?
      4 2 Melden
    • Ökonometriker 06.04.2017 08:36
      Highlight @Juliet Bravo: leider haben sich in der Vergangenheit Indizien und Beweise die Politiker veröffentlichen als wenig zuverlässig erwiesen. Mein Wissen zu diesem Konflikt reicht nicht aus, um die Aussagen kritisch zu beurteilen.
      Daher interessiert mich erstmal der Hintergrund.
      2 2 Melden
  • dyncorp 05.04.2017 17:05
    Highlight Al Nusra (jetzt "Tahrir al-Sham") kann seit ca. 2012 Sarin herstellen. Sie haben das notwendige Wissen, sowie die chemischen Ausgangsstoffe. Letztere erhalten sie von der Türkei.

    Ghouta 2013 war ein False-Flag-Angriff von Al Nusra / Türkei, mit dem Ziel eine grössere US-Intervention auszulösen (Obama's "red line"). Die Obama-Regierung wurde damals gerade noch rechtzeitig darauf hingewiesen, so dass sie die Angriffspläne fallen liessen.

    Die Zerstörung von Assad's Chemie-Waffen war eine
    von Russland vorgeschlagene diplomatische Lösung.
    25 15 Melden
    • Juliet Bravo 05.04.2017 20:27
      Highlight ...und hat er sie zerstört?
      8 2 Melden
  • Jekyll & Hyde 05.04.2017 16:49
    Highlight Nicht das ich es Assad nicht zutrauen würde das dieser Angriff wirklich vom Regime zu Verantworten ist. Aber ich reagiere ein wenig Allergisch wenn etwas als Zweifelsfrei betrachtet wird. Siehe z.b Grund für den 1&2 Golfkrieg, Aufstand in Lybien etc. die sich alle nachträglich als Lüge entpuppten
    47 15 Melden
  • hrr 05.04.2017 16:46
    Highlight Alle lügen, keine Kriegspartei ist interessiert an einem Frieden in Syrien. Da wird ein ganzes Volk auf den Opferaltar gelegt, nur damit Ost und West, Sunni und Shia ihren hinterhältigen Stellvertreterkrieg weiter führen können.
    24 9 Melden
  • Posersalami 05.04.2017 16:25
    Highlight Die Story der Russen ist hanebüchern. Deren Propaganda ist plump und der westliche. weit unterlegen.

    Auch hanebüchern ist aber , dass von Sarin als Waffe für den Angriff gesprochen wird und man auf Bildern Helfer sieht, die ohne Handschuhe etc arbeiten. Wäre es Sarin, würden die innerhalb von Minuten halb tot am Boden liegen.
    30 22 Melden
  • Sandro Lightwood 05.04.2017 16:23
    Highlight Nein, Russland betreibt doch sicher keine Propagande! Alle anderen ja, aber die? Nie im Leben!
    37 18 Melden
  • Radiochopf 05.04.2017 15:52
    Highlight Medikament gegen Fakenews https://twitter.com/evakbartlett?lang=de zudem hilft logisches Denken.. wieso sollte Assad genau jetzt chemische Waffen gegen die Bevölkerung einsetzen, wo es so gut für ihn läuft? das macht überhaupt kein Sinn! Sinn macht es eher für Rebellen und ihre Unterstützer, wenn Assad und die Russen schlecht dastehen, damit diese wieder gebremst werden von der UN.. wieso ist bei diesem Giftgas-Vorfall die ganze Weisshelme-Elite Schauspieler Truppe wiedermal vor Ort? Der Arzt der in den Medien auftaucht, wurde vor 4 Jahren wegen Entführung von Journalisten verhaftet in UK..
    31 40 Melden
  • Fritzeli 05.04.2017 15:43
    Highlight Das Problem des Ganzen ist einfach, dass die UNO viel zu wenig Macht ausüben kann.
    Jede Resolution kann einfach mit einem Veto eines Ständigen Mitglieds blockiert werden, wobei diese nicht einmal einen verständlichen Grund liefern müssen (Russland, China und USA).
    Somit wird schlussendlich niemand bestraft und es sterben weiterhin Zivilisten, während vor Ort der Krieg mit Waffen tobt und in der UNO der Papierkrieg herrscht..
    59 3 Melden
    • K3tsch 05.04.2017 16:52
      Highlight Frankreich und Grossbritannien haben ebenfalls ein Vetorecht (muss fast noch angefügt werden).

      Und es ist eigentlich egal, welche Resolutionen gemacht werden. Im Normalfall ist es immer so, dass die USA, Frankreich und GB zusammen ein Veto einreichen, wen es deren Interessen widerspricht und umgekehrt machen die Chinesen das gleiche mit den Russen zusammen.
      26 1 Melden
    • ThomasHiller 05.04.2017 17:18
      Highlight Deshalb fällt es mir auch schwer, die UNO und speziell den Sicherheitsrat besonders ernst zu nehmen.
      Gerade der Sicherheitsreitsrat ist ein zu tiefst undemokratisches Instrument, in denen Länder das Sagen habe, die in der Geschichte der Menscheit erher selten als Heilsbringer aufgefallen sind...
      18 2 Melden
  • Ollowain 05.04.2017 15:41
    Highlight Die transatlantische Lücken-Presse am Feindbild ausbauen...
    44 46 Melden
    • Juliet Bravo 05.04.2017 15:57
      Highlight Widerlege!
      21 13 Melden
    • xlt 05.04.2017 16:37
      Highlight Hier spricht aber vieles dafür, dass die Russen den Einsatz von Chemiewaffen für ihre Zwecke missbrauchen. Warum sollte man der einen Seite alles glauben und der Anderen nichts? Eine derartige Faktenresistenz sollte einem schon stark zu denken geben.
      28 17 Melden
    • opwulf 05.04.2017 17:00
      Highlight XLT: Ich glaube du bist der Erste der hier in der Presse behauptet dass die Russen die Chemiewaffen eingesetzt haben! Spiegel spricht von Assad/Syrischen Regierung! Und was genau würde es Assad bringen? Er hat den Ausgang des "Bürgerkrieges" mit Hilfe seiner Verbündeten so ziemlich gekehrt! Er steht besser da als zu keinem anderen Zeitpunkt des Krieges & genau jetzt soll er solche Angriffe fliegen lassen, wo er genau weiss dass die Presse & die UNO so regieren wird, wie sie eben tun? It doesnt make any sense! Not one bit & dieser Herr mag alles sein, dumm oder crazy aber ganz sicher nicht!
      17 8 Melden
    • xlt 05.04.2017 20:40
      Highlight 1. Bin ich nicht "in der Presse", 2. habe ich nicht behauptet die Russen hätten es getan. Nur, dass sie den Einsatz, von wem auch immer, für ihre Zwecke verwenden. Bitte genau lrsen, danke.
      4 4 Melden
  • Lowend 05.04.2017 15:30
    Highlight "Das Regime von Baschar al-Assad und seine Unterstützer in Moskau dementieren, beschwichtigen, präsentieren immer neue Erklärungen - so lange, bis die Weltöffentlichkeit nicht mehr weiss, welche Version sie glauben soll. Wenn dann Monate später doch die Wahrheit ans Licht kommt, interessiert sie niemanden mehr."

    Eine treffendere Beschreibung der Propaganda- und Falschinformationslawine, die seit dem Einmarsch der Russen auf der Krim täglich über und hereinbricht, habe ich selten gelesen! Nach dem gleichen Muster verfahren auch die ganzen rechtsextremen Freunde von Putin, bis hin zu Trump.
    60 52 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.04.2017 16:15
      Highlight Ja da hast du völlig recht. Nur die USA berichten nichts als die Wahrheit.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Glaubhafte_Abstreitbarkeit
      21 15 Melden
    • Posersalami 05.04.2017 16:28
      Highlight Ja und wo liegt der Unterschied zur westlichen Propaganda? Da wird gelogen und mit Alternativen Fakten um sich geworfen dass sich die Balken biegen (Hufeiesenplan Lüge, Massenvernichtungswaffen im Irak, usw.). Wird das dann irgendwann aufgedeckt hat es doch auch keine Konsequenzen. Wir sind hier keinen Scheiss besser als die Russen.
      39 14 Melden
    • Bronko 05.04.2017 16:51
      Highlight Sehr treffend, Lowend. Was soll das Geblitze? Ist doch alles eine riesen Schande. Hier noch ideologische Grabenkämpfe zu pflegen erscheint mir völlig deplatziert. Es läuft dann immer auf dasselbe raus: Böse Russen vs. böse Amis, jeder ideologische Troll will recht haben. Dass beide Seiten mit unlauteren Mittel der Propaganda arbeiten, können sich Ideologisierte offenbar nicht eingestehen. Lässt doch euer Ego bei Meinungsbildungen mal demütig ruhen. Und seht ein, dass wir alle tagtäglich belogen werden.
      21 7 Melden
    • saukaibli 05.04.2017 16:54
      Highlight @Salami: Schau mal das an:
      7 5 Melden
    • Posersalami 05.04.2017 16:58
      Highlight @ saukaibli: Kenn ich schon, ist leider geil. Nur was wollen sie mir damit sagen? Das ich Recht damit haben wenn ich sage, dass beide Seiten gleich Lügen?
      15 8 Melden
    • The Destiny 05.04.2017 17:53
      Highlight @saukaibli, gute Sendung, wenn es nur auch so ein Schweizer Format gäbe.
      3 1 Melden
    • Lowend 05.04.2017 19:05
      Highlight Man könnte meinen, dass irgend etwas am massiven russischen Propagandakrieg, der tausendfach belegt und bewiesen ist, besser wird, weil andere das auch machen.

      Es ist auch bezeichnend, dass die Putinisten schon wieder ihr "Die USA und alle anderen, ausser unseren natürlich unsere Rechtspropagandisten wie die Anstalt, Ganser, Ken FM und Breitbart, Sputnik, RT usw." Mimimi absondern, selbst wenn ich ausdrücklich Trump und alle anderen neofaschistischen Bewegungen Europas erwähne, oder gehören die inzwischen auch schon zum Putinistischen Reich?
      6 7 Melden
    • The Destiny 05.04.2017 20:56
      Highlight Seit wann ist die Anstalt Rechts ?
      Nur weil es die Russen tun dürfen wir auch ?
      l2troll
      #rekt
      2 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.04.2017 21:11
      Highlight Lowend: Wo findet man massive russische Propaganda, wenn man nicht danach suchen will?

      Auf Werbeplakaten am Banhof?
      An Zeitungsständer im Kiosk?
      Im Radio?
      In unserem Staatsfernsehen?
      Auf sonstigen Kanälen wenn man die Fernbedienung rauf und runter click?
      In Klatschmagazinen beim Coiffeur?
      Als Telefonmarketing?
      Im Kino als Werbeeinblendung?

      Wenn ich mal die russische Sicht lesen oder hören will muss ich die immer aktiv suchen!

      Wäre dankbar für einen Tipp wie ich einfacher an diese Infos käme.

      Aber danke für die Erinnerung an die Anstalt, das habe ich gestern verpasst.
      4 3 Melden
    • Lowend 05.04.2017 21:29
      Highlight Da steht ein Ben88 im finsteren Propagandawald und sieht in der Dunkelheit die Bäume nicht.

      Seit der wunderbare Dieter Hildebrandt den Himmel zum Lachen bringt, verkam seine Sendung teilweise zu einer mit Vorurteilen durchtränkte Propagandashow auf AfD-Niveau, oder warum beziehen sich stramm rechte Propagandisten denn dauernd auf diesen Abklatsch einer Sendung, die sie einst war. Wenn ich jetzt so nachdenke hat es Parallelen zur Weltwoche!

      Das einzige Glück ist noch Hazel Brugger, aber die wurde auch noch nie von den Alternativfatischen als Beweis für ihre lächerlichen Theorien verwendet.
      3 4 Melden
    • The Destiny 05.04.2017 21:57
      Highlight Ah diese Logik ich liebe es. Wenn Rechte also etwas mögen, dann muss das ja rechts sein, Rechte mögen allerdings auch Brot (Ist ja Braun ROFL) demnach ist Brot also das Nahrungsmittel von populisten ?!

      I see what you have done there, gutes Neusprech mein lieber.
      3 2 Melden

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