International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hungernde im syrischen Madaya hoffen auf Hilfe – IKRK-Konvoi trifft bald ein



A convoy consisting of Red Cross, Red Crescent and United Nation (UN) gather before heading towards to Madaya from Damascus, and to al Foua and Kefraya in Idlib province, Syria January 11, 2016. Aid convoys headed for a besieged Syrian town where thousands are trapped and the United Nations says people are reported to have died of starvation. Trucks headed for Madaya, near the Lebanese border, and two villages in the northwest of the country on Monday, the Red Cross said, as part of an agreement between warring sides. REUTERS/Omar Sanadiki        TPX IMAGES OF THE DAY

Hilfe für die Menschen in Madaya naht - der IKRK-Konvoi 
Bild: OMAR SANADIKI/REUTERS

Die Tausenden vom Hungertod bedrohten Menschen in der belagerten syrischen Stadt Madaja sollen heute Montag dringend benötigte Lebensmittel erhalten. Nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sollen Lastwagen gegen Mittag dort eintreffen.

Regierungstruppen und deren Verbündete belagern die von Rebellen gehaltene Stadt seit einem halben Jahr. Aktivisten und Hilfsorganisationen zufolge starben zahlreiche Bewohner an den Folgen von Unterernährung.

A toddler is held up to the camera in this still image taken from video said to be shot in Madaya on January 5, 2016. Warnings of widespread starvation are growing as pro-government forces besiege an opposition-held town in Syria and winter bites, darkening the already bleak outlook for peace talks the United Nations hopes to convene this month. To match MIDEAST-CRISIS/SYRIA-TOWN  Handout via Social Media Website      ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVE.

Abgemagert: Ein hungerndes Kind in Madaya.
Bild: HANDOUT/REUTERS

Nach UNO-Angaben hatte das Regime in Damaskus am Donnerstag Hilfslieferungen an die etwa 40'000 Menschen in Madaja zugestimmt. Ein ursprünglich für Sonntag geplanter Transport musste laut IKRK aus logistischen Gründen verschoben werden.

Pawel Krzysiek, IKRK-Sprecher in dem Bürgerkriegsland, sagte der Nachrichtenagentur DPA, «grundsätzlich» werde der Transport der Güter am Montag beginnen. Zeitgleich zu der Hilfe für Madaja sollen demnach Lieferungen in die von Rebellen belagerten Orte Fua und Kefraja im Nordwesten Syriens gehen.

epa05092720 Supporters of Jemaah Islamiyah (Islamic Group) carry placards depicting pictures believed to be for children from the Syrian town of Madaya and Arabic reading 'Save children of Madaya' during a protest in front of the International Committee of the Red Cross (ICRC) headquarters in Beirut, Lebanon, 08 January 2016. Aid agencies have received permission from the Syrian government to deliver relief supplies to the three besieged towns, Madaya, Foua and Kefraya, whose residents are reportedly starving, the Red Cross said. Madaya, a rebel-held town about 25 kilometres north-west of the capital, Damascus, has been under siege since July by forces loyal to Syrian President Bashar al-Assad, aided by fighters from the allied Lebanese Hezbollah movement.  EPA/NABIL MOUNZER

Frauen in Madaya halten Plakate von Hungernden hoch.
Bild: NABIL MOUNZER/EPA/KEYSTONE

Ausser Nahrungsmitteln will das IKRK «Medizin und Artikel für die medizinische Grundversorgung, chronische Krankheiten, Schwangere und Säuglinge liefern».

Zahl der Toten steigt

Hilfsorganisationen konnten nach eigenen Angaben zuletzt im Oktober Lieferungen nach Madaja bringen. Aktivisten berichteten, die Menschen ernährten sich von Blättern, Hunden und Katzen.

Wie die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) mitteilte, starben am Sonntag in Madaja fünf weitere Menschen an den Folgen von Mangelernährung. Bei ihnen handle es sich um einen neunjährigen Knaben und vier Männer von mehr als 45 Jahren.

Zuvor hatte die Hilfsorganisation von mindestens 23 Menschen berichtet, die seit Dezember unterernährt in der Stadt gestorben seien. MSF dringt auf eine fortlaufende Versorgung der Menschen in Madaja. Eine einzelne Hilfslieferung reiche nicht aus.

(sda/dpa)

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Gestrandet im Terminal – diese Kurden leben seit 49 Tagen im Transit des Flughafens Zürich

Vier kurdische Familien wollen in der Schweiz Asyl beantragen. Unbemerkt von der Öffentlichkeit stecken sie in der Transitzone des Flughafens Zürich fest – teilweise seit sieben Wochen. watson hat sie vor Ort besucht.

«I am going home» – «Ich gehe nach Hause», sagt Tom Hanks in seiner Rolle als Viktor Navorski am Ende des Hollywood-Blockbusters  «Terminal» von Steven Spielberg. Er spielt einen im New Yorker Flughafen JFK gestrandeten Touristen aus Osteuropa. Als in seiner Heimat ein Bürgerkrieg ausbricht, wird Navorskis Pass ungültig. Er harrt neun Monate im Transitbereich aus, bevor er endlich wieder nach Hause darf.

Die Realität der acht kurdischen Kinder und Jugendlichen, vier Frauen und acht Männer, …

Artikel lesen
Link to Article