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People walk along a street near damaged buildings in Tariq al-Bab neighbourhood of Aleppo, Syria November 2, 2016. REUTERS/Abdalrhman Ismail

Das Quartier Tariq al-Bab in Aleppo am 2. November 2016. Bild: ABDALRHMAN ISMAIL/REUTERS

Dringender Appell aus Moskau: Verlasst Aleppo!

03.11.16, 14:59 03.11.16, 17:14


Vor einer Feuerpause in Aleppo am Freitag hat das russische Militär bewaffnete Kämpfer und Zivilisten dringend zum Verlassen der syrischen Stadt aufgefordert. Es seien eine halbe Million Flugblätter abgeworfen worden, um über die Korridore aus dem eingekesselten Ostteil Aleppos zu informieren, sagte Generalleutnant Sergej Rudskoj am Donnerstag in Moskau.

Aleppo ist die am heftigsten umkämpfte Stadt im syrischen Bürgerkrieg. In den von Rebellen kontrollierten Vierteln im Osten sollen nach Schätzungen der Vereinten Nationen zwischen 250'000 und 300'000 Menschen eingeschlossen sein.

Lt. Gen. Sergei Rudskoi of the Russian military's General Staff speaks at a briefing at the Russian Defense Ministry's headquarters in Moscow, Russia, Thursday, Nov. 3, 2016. A Russian lawmaker says if the Syrian rebels do not leave Aleppo by the end of a new humanitarian pause, Russian and Syrian forces will

Generalleutnant Sergej Rudskoj am Donnerstag. Bild: Alexander Zemlianichenko/AP/KEYSTONE

Unklar ist, ob Russland mit Ablauf der Feuerpause seine Luftangriffe in Aleppo wieder aufnehmen will. Wenn die Opposition bis dahin die Stadt nicht verlassen habe, könnten «Säuberungen gegen Terroristen» beginnen, sagte der Abgeordnete und Verteidigungspolitiker Franz Klinzewitsch.

Aleppo ist ein Trümmerfeld

Freitag ist russischer Feiertag

Präsident Wladimir Putin beriet nach Kreml-Angaben am Donnerstag mit seinem Sicherheitsrat über die Lage in Syrien. Der Freitag ist in Russland nationaler Feiertag. Danach wird auch der russische Flottenverband um den Flugzeugträger «Admiral Kusnezow» im geplanten Einsatzgebiet vor der syrischen Küste erwartet.

In den vergangenen Tagen hatte Russland seine international heftig kritisierten Luftangriffe auf Aleppo unterlassen. Feuerpausen am Boden schufen aber nie so viel Sicherheit, dass die Zivilbevölkerung tatsächlich von aussen versorgt werden konnte. Die Schuld daran gab Vize-Aussenminister Sergej Rjabkow ausländischen Mächten, die nicht auf die Regierungsgegner eingewirkt hätten. (whr/sda/dpa)

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