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Russia's Ambassador to the United Nations Vitaly Churkin (C) addresses the U.N. Security Council at the U.N. headquarters in New York July 18, 2014. Churkin warned the U.N. Security Council on Friday against any attempts to pressure an investigation into the downing of Malaysia Airlines flight MH17 with 298 people on board over Ukraine. REUTERS/Lucas Jackson (UNITED STATES - Tags: DISASTER CIVIL UNREST CONFLICT POLITICS TRANSPORT TPX IMAGES OF THE DAY)

Witali Tschurkin bei einer Sitzung des UNO-Sicherheitsrats. (Archivbild) Bild: LUCAS JACKSON/REUTERS

Eklat im UNO-Sicherheitsrat nach versehentlichem US-Angriff auf Assad-Truppen mit vielen Toten



Der wohl irrtümliche Luftangriff der US-Koalition auf Regierungstruppen in Syrien hat zu einem schweren Zerwürfnis zwischen den USA und Russland geführt. Russlands UNO-Botschafter Witali Tschurkin verliess eine kurzfristig einberufene Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats am Samstagabend bei Ankunft der US-Botschafterin Samantha Power.

Zudem bezeichnete Tschurkin den Angriff, bei dem mindestens 60 Menschen ums Leben kamen und 100 weitere verletzt wurden, als möglicherweise gewollt. Es sei möglich, dass der «rücksichtslose» Luftangriff ausgeführt wurde, um die Umsetzung der mühsam ausgehandelten Syrien-Vereinbarung zu behindern, sagte Tschurkin.

Zur aus seiner Sicht von den USA verletzten Einhaltung der Waffenruhe sagte er: «Ehrlich gesagt weiss ich nicht, was der nächste Schritt sein wird.» Als endgültig gescheitert bezeichnete er die Vereinbarung jedoch nicht.

«Zynisch und scheinheilig»

United States U.N. ambassador Samantha Power speaks before joining a meeting of the U.N. Security Council to discuss North Korea's most recent nuclear test, Friday Sept. 9, 2016, at U.N. headquarters. (AP Photo/Bebeto Matthews)

Für sie ist die Show des UNO-Botschafters vor allem Effekthascherei: US-Diplomatin Samantha Power. Bild: Bebeto Matthews/AP/KEYSTONE

Power, die wegen ihres Statements vor Journalisten laut Tschurkin einen Teil von dessen Kommentaren im höchsten UNO-Gremium verpasste, bezichtigte Russland der Effekthascherei. «Selbst nach russischen Standards ist der Stunt von heute Abend – ein Stunt voller Moralismus und Effekthascherei – auf einzigartige Weise zynisch und scheinheilig», sagte Power.

Sie zeigte sich empört, dass Russland nach dem offenbar versehentlichen Angriff eine Dringlichkeitssitzung einberief, unzählige Angriffe auf die Bevölkerung durch das syrische Regime aber unbeantwortet gelassen hatte. Power drückte das Bedauern der USA aus, dass bei dem Angriff Menschen ums Leben gekommen seien. (trs/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • tzhkuda7 18.09.2016 11:27
    Highlight Highlight Ich sags nur ungern aber der Frieden wird wohl leider mit Assad angestrebt werden müssen, auch wenn der genau so ein **** ist. Immerhin könnte man Verhandlungen mit ihm führen....
    Bei den Rebellen wollen alle plötzlich die Machtverhältnisse kippen und bekämpfem sich zum Teil gegenseitig, dann wieder nicht. Sieht man ja an der FSA die nun gegen die Kurden kämpft obwohl Sie 2012 sich zusammen gegen Assad verbündeten.
  • FixFox 18.09.2016 10:58
    Highlight Highlight @watson Warum haltet Ihr meinen Kommentar zum Artikel vor anstelle auf die Frage darin zu antworten?
    • Daria Wild 18.09.2016 12:45
      Highlight Highlight Welchen?
    • Maria B. 18.09.2016 12:57
      Highlight Highlight Werden heute offenbar etwas saumselig aufgeschaltet, die Kommentare, auch solche zu den Sonntagszeitungen beinhalten gerade mal einen Einzigen solchen.

      Wohl alle noch beim Katerfrühstück ;-)?
    • Daria Wild 18.09.2016 13:03
      Highlight Highlight Liebe Maria, nein, leider nicht, weder Kater noch Essen :(. Vielleicht liegt es daran.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 18.09.2016 10:35
    Highlight Highlight Versehentlicher Angriff...
    Ich glaube dem US-Militär kein Wort!
    Wir haben es mit einem verlogenen Neo-Sowjetischen Imperialismus zu tun, der jetzt aber immerhin einzusehen scheint, dass er an seine Expansionsgrenzen gekommen ist.
    Jetzt sind es eindeutig die "Amis", welche den greifbaren Verhandlungsprozess torpedieren!
    Kürzlich habe ich in einer Zeitung den Wunsch eines Syrers gelesen, Europa möge bitte mehr Einfluss nehmen auf den verworrenen Bürgerkrieg, wegen den vielen Flüchtlingen, die dieser furchtbare Krieg produziert, im eigenen Interesse!
    Eine "Europäische Perspektive" für Syrien!
  • walsi 18.09.2016 10:15
    Highlight Highlight Die Amerikaner wollen uns doch ihre Technik immer als so fortschrittlich und unfehlbar verkaufen. Wie es dann möglich Leute irrtümlicher Weise zu bombardieren? Weshalb werden solche Widersprüche von der Presse nicht aufgegriffen und hinterfragt?
  • Tepesch 18.09.2016 09:29
    Highlight Highlight In diesem Konflikt sind so viele Interessen vertretten, es kann gar kein gutes Ende nehmen...
  • Dä Brändon 18.09.2016 08:57
    Highlight Highlight Ich hab's ja gesagt. Die USA wollen den Krieg um jeden Preis.
    • _kokolorix 18.09.2016 09:44
      Highlight Highlight Wäre dem so, hätten sie längst den russischen Stützpunkt eingeebnet. Dann wäre Assad mit seinen Speichelleckern nach Russland geflohen und die Islamisten würden sich gegenseitig abmurcksen.
      Aber das syrische Problem lässt sich mit Gewalt nur lösen, wenn man einen Massenmord an der Zivilbevölkerung in kauf nimmt. Und das machen alle ausser den USA und der EU. Auch wenn das militarische Eingreifen der USA falsch war, haben sie von allen Beteiligten wohl die lautersten Absichten
    • Dä Brändon 18.09.2016 10:50
      Highlight Highlight 😂😂😂 die EU und USA sagst Du? Du weisst aber das Deutschland und die USA die grössten Waffenexporteure Arabiens sind, diese wiederum beliefern die Extremisten. Aber hey! Wenn Du deine Äuglein ganz fest zu machst und Du dir etwas ganz stark wünschst, kommt vieleicht eine Fee und erfüllt Dir den Wunsch.
    • _kokolorix 18.09.2016 12:58
      Highlight Highlight Klar weiss ich das der Westen Waffen in diese Region liefert. Du brauchst mich gar nicht so verächtlich zu veräppeln.
      Aber diese Verkäufe sind so marginal dass kaum eine Regierung derart plump den Krieg anfachen würde. Es war die Waffenlobby die dafür sorgte das die gewaltbereite Opposition unterstützt wurde und nicht die pazifistische. Das war der grosse Fehler des Westens.
      Was aber Russland betreibt ist lächerlich offensichtliche Ablenkungs und Machtpolitik unter dem dünnen Mäntelchen des humanen Schutzes der Zivilbevölkerung
      Assad hat die Macht von seinem Vater geerbt, nicht Wahlen gewonnen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mägs 18.09.2016 05:11
    Highlight Highlight USA... irrtümlich! Haha... Zuerst irrtümlich bomben abwerfen und dann danach das Verhalten anderer kritisieren. Erinnert mich an meinen 5-jährgen.

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