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FILE - In this file photo posted on the Twitter page of Syria's al-Qaida-linked Nusra Front March 28, 2015, which is consistent with AP reporting, a fighter from Syria's al-Qaida-linked Nusra Front holds his group flag in front of an Idlib governorate building in Idlib province, north Syria. London-based Amnesty International said in a report released Tuesday, July 5, 2016, that some opposition groups in Syria have adopted methods of abuse similar to those employed by the government, after documenting a “chilling” wave of torture, abduction and summary killings in insurgent-controlled areas. The rights group said civilians in insurgent-controlled areas are living under the rule of the gun, with widening abuse that often amounts to war crimes. (Al-Nusra Front Twitter page via AP, File)

Ein Kämpfer der Al-Nusra-Front vor einem Verwaltungsgebäude der syrischen Regierung in Idlib. Bild: AP/Nusra Front on Twitter

Bewegung in der Anti-Assad-Front: Syrische Al-Nusra-Front sagt sich von Al-Kaida los



Die islamistische Al-Nusra-Front in Syrien sagt sich offiziell vom Terrornetzwerk Al-Kaida los und benennt sich zudem um. Ziel ist die Bildung einer neuen Front und die Vereinigung verschiedener Dschihadisten-Gruppen.

Der neue Name lautet Dschabhat Fatah al-Scham, wie ihr Anführer Abu Mohammed al-Dschaulani am Donnerstag in einer Videonachricht bekannt gab.

Die Al-Nusra-Front («Unterstützer-Front») gehört in Syrien zu den stärksten Milizen. Stark ist die Gruppe vor allem in der Provinz Idlib. Obwohl ideologisch eng mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verwandt, sind beide Gruppen miteinander verfeindet. Andere, gemässigtere Rebellengruppen, wie etwa gewisse Brigaden der Freien Syrischen Armee (FSA), kooperieren im Kampf gegen die Regierungstruppen.

Auch Al-Kaida-Spitze für Trennung

Al-Dschaulani dankte der Al-Kaida-Führung für deren Verständnis, dass die Trennung unumgänglich sei. Zuvor hatte die Al-Kaida-Führung die Abspaltung ausdrücklich gutgeheissen. Wichtiger als die Zugehörigkeit zu Al-Kaida sei, dass die Miliz geeint und schlagkräftig bleibe, hiess es.

This image posted on the Twitter page of Syria's al-Qaida-linked Nusra Front on Tuesday June 14, 2016, which is consistent with AP reporting, shows a Nusra Front tank firing at Syrian troops and pro-government gunmen at the hilltop of Khalsa village, southern Aleppo, Syria. Activists reported intense fighting between government troops and rebels in southern Aleppo where the insurgent groups are angling for a strategic hill to expand their presence in the area. The Britain-based Syrian Observatory for Human Rights said the government repelled a rebel advance in the area amid intense air raids. Arabic, bottom right, reads,

Die dschihadistische Miliz gehört zu den schlagkräftigsten Gegnern des Assad-Regimes. Bild: AP/Al-Nusra Front Twitter Page

Die Nusra-Front wird von den USA als Ableger der extremistischen Al-Kaida und als Terrorgruppe eingestuft. Sie wurde deshalb von den Syrien-Friedensgesprächen im Februar ausgeschlossen. Russland und die USA beraten zudem über eine engere Zusammenarbeit im Kampf gegen die Organisation.

Nun werde sie keine Verbindung zu anderen externen Organisationen haben, sagte Anführer al-Dschaulani. Damit falle der Vorwand für die internationale Gemeinschaft weg, wegen der Verbindungen der Nusra-Front zur Al-Kaida Syrer anzugreifen. (tat/sda/dpa/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • StealthPanda 30.07.2016 12:02
    Highlight Highlight Die Amis kennen wohl den Spruch: "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" nicht.
  • Beobachter24 29.07.2016 10:19
    Highlight Highlight Die Al-Nusra ist nebst der IS die grösste Anti-Assad-Truppe in Syrien, und beide dieser Gruppen gelten offiziell als Terroristen.

    Was die Al-Nusra Schergen da gerade bekannt gegeben haben, das ist ein Re-Branding, um das "Terrorismus-Label" loszuwerden (zwecks Erhöhung der eigenen Bewegungsfreiheit und eigenen Lebensewartung).

    Bekanntgabe war am selben Tag, an dem RU und die USA wieder mal den erneuten Versuch einer gemeinsamen Terror-Bekämpfung bekannt gegeben haben. Die Details dieses „Abkommens" dürften interessant sein ...
  • D(r)ummer 29.07.2016 10:00
    Highlight Highlight Zitat: "Sie wurde deshalb von den Syrien-Friedensgesprächen im Februar ausgeschlossen." Das heisst dann also, dass diese Neandertaler vorher von der NATO/USA/CIA usw... unterstützt wurde? Die Taktik hat sich noch immer nicht geändert, nur die Namen. Diese (Strategie-)Suppe wurde eindeutig zu lange gekocht. Frieden ist echt weit weg im nahen Osten. Was kommt nach Syrien? Iran?...
  • MaskedGaijin 29.07.2016 08:15
    Highlight Highlight "Andere, gemässigtere Rebellengruppen..." 😂
  • Tierra Y Libertad 28.07.2016 22:36
    Highlight Highlight Aus Daschabhat Fatah al-Scham entnehme ich die Gruppierungen Dschabhat al-nusra, al-Scham und al-Fatah. Wie unkreativ.
    Es gab schon einmal eine Vereinigung dieser Gruppierungen unter dem Namen "islamische Front". Überlebte zum Glück nur ein paar Tage, auch wenn sie sich nie offiziell auflöste.
    Ihre Ideologie unterscheidet sich kaum von der des IS (Kalifat, Vertreibung von Minderheiten), ich sehe also keinen Grund, warum man diese anders behandeln sollte.

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