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Assad überraschend in Moskau eingetroffen – es ist seine erste Auslandsreise seit Kriegsbeginn

21.10.15, 09:15 21.10.15, 09:38


FILE - In this Tuesday, Feb. 10, 2015, file photo released by the Syrian official news agency SANA, Syrian President Bashar Assad gestures during an interview with the BBC in Damascus, Syria. Syrian state media says Assad has met his Russian counterpart, Vladimir Putin, in Moscow, in the first known trip for the embattled leader since war broke out in his country in 2011. (SANA via AP, File)

Als dieses Foto entstand, weilte Baschar al-Assad noch in Damaskus.
Bild: AP/SANA

Der syrische Machthaber Baschar al-Assad ist erstmals seit Beginn des Bürgerkriegs in seinem Land 2011 ins Ausland gereist. In Moskau traf er nach Angaben des Kremls Russlands Präsidenten Wladimir Putin am Dienstagabend zu einem «Arbeitsbesuch».

Assad und Putin seien zu Gesprächen zusammengekommen, teilte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch laut russischen Nachrichtenagenturen mit. Dabei sei es um den «Kampf gegen terroristische, extremistische Gruppierungen» und um die russische Luftunterstützung für Vorstösse der syrischen Armee gegangen. Offen liess Peskow, ob Assad sich am Mittwoch noch in Moskau aufhielt.

Putin gilt als wichtigster Unterstützer Assads. Russland hatte Ende September mit Luftangriffen aktiv in den syrischen Bürgerkrieg eingegriffen, um nach eigener Darstellung die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zurückzudrängen. Die USA und andere westliche Staaten werfen Russland jedoch vor, vor allem vom Westen unterstützte gemässigte Rebellen in dem Konflikt anzugreifen, um Assad zu stärken.

Der Konflikt in Syrien hatte im März 2011 zunächst mit friedlichen Protesten begonnen, sich jedoch rasch zu einem Bürgerkrieg ausgeweitet. Inzwischen sind zahlreiche Akteure in den Konflikt verwickelt, die Lage ist zunehmend unübersichtlich. In dem Krieg wurden bereits mehr als 250'000 Menschen getötet, vier Millionen verliessen nach UNO-Angaben das Land, sieben Millionen wurden innerhalb der syrischen Grenzen vertrieben.

Russische Helikopter bei Angriffen über Hama, Daraa und Idlib.
YouTube/WarLeaks

(sda/dpa/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 21.10.2015 10:36
    Highlight Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass international kein Interesse besteht, dem Daesh (IS) wirklich Paroli zu bieten.
    Es zeigt sich, dass dort, wo keine wirksame Staatsmacht mehr agiert, jedwede Kräfte freie Hand bekommen.
    Die in Endzeitfilmen beschworene Barbarei ist dort schon Realität.
    Wäre interessant zu erfahren, wieviele Daesh-Schergen mit den Flüchtlingen in Europa einsickern, um hier eine weitere Front zu eröffnen.
    3 5 Melden

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