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Das Bild vom kleinen Omran ging um die Welt – jetzt ist sein Bruder tot 

Das Bild des blutverschmierten Fünfjährigen Omran ist berühmt. Nun ist sein zehnjähriger Bruder, der bei derselben Attacke verletzt wurde, seinen Wunden erlegen. Täglich sterben weitere Kinder.

20.08.16, 21:52 21.08.16, 09:04


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Die Szene steht für das Grauen im Syrienkrieg: Der fünfjährige Omran sitzt blutverschmiert auf einem Sitz im Krankenwagen, Staub hängt in seinen Haaren und Kleidern, seine Füsse sind nackt, verstört wischt er seine blutige Hand an dem Polster ab. Ein Symbolbild für das Leid der Kinder.

Five-year-old Omran Daqneesh, with bloodied face, sits with his sister inside an ambulance after they were rescued following an airstrike in the rebel-held al-Qaterji neighbourhood of Aleppo, Syria August 17, 2016. Picture taken August 17, 2016. REUTERS/Mahmoud Rslan  EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVES     TPX IMAGES OF THE DAY

Omran und seine Schwester. Bild: STRINGER/REUTERS

Sein älterer Bruder ist nun seinen Verletzungen erlegen. Das berichtet ein Fotograf, der bei Omrans Rettung anwesend war. Der Zehnjährige war wie Omran bei einem Angriff am Mittwochabend verletzt worden, sagte Mahmud Raslan der Deutschen Presse-Agentur. Nun sei er wegen der schweren Wunden im Bauchbereich gestorben. Auch der TV-Sender ABC-News meldete den Tod des Bruders auf Twitter und berief sich auf Angaben von Aktivisten.

Der Fotograf berichtete, er habe die Familie getroffen und ihr sein Beileid ausgedrückt. Demnach war der Junge am Freitag nach einer Operation noch stabil. Sein Zustand habe sich am Samstag allerdings drastisch verschlechtert.

«Unser Job wird mit jeder Stunde härter»

Die Aufnahmen des kleinen Omran hatten Menschen weltweit erschüttert. Das oppositionelle Aleppo Media Center (AMC) hatte sie veröffentlicht. «Ich kann der Welt sagen, dass es jeden Tag Dutzende Omrans in Aleppo gibt», sagte Ibrahim al-Hadsch von der oppositionsnahen Hilfsorganisation Weisshelme. «In derselben Nacht mussten wir kleine Kinder aus Trümmern im Osten Aleppos ziehen.» Sie hätten kein Glück gehabt und seien gestorben.

Als freiwilliger Helfer sieht Ibrahim al-Hadsch solche Bilder nahezu jeden Tag: «Unser Job wird mit jeder Stunde härter», sagt er. Die Weisshelme hätten vier Hauptstützpunkte in Aleppo, von denen sie rund um die Uhr zu Rettungseinsätzen ausrückten. An Tagen, an denen die Stadt bombardiert werde, flögen Kampfjets für gewöhnlich mehr als 40 Angriffe.

vek/dpa

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    Alle Leser-Kommentare
  • http://bit.ly/2mQDTjX 21.08.2016 04:19
    Highlight Warum hilft Watson beim Verbreiten von Terrorpropaganda? Das wäre doch strafbar, oder? Wo bleibt die redaktionelle Verantwortung?

    https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20142993/

    "Wer sich an einer nach Artikel 1 verbotenen [terroristischen] Gruppierung oder Organisation beteiligt, sie personell oder materiell unterstützt, für sie oder ihre Ziele Propagandaaktionen organisiert, für sie anwirbt oder ihre Aktivitäten auf andere Weise fördert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft."
    19 50 Melden
    • suchwow 21.08.2016 09:03
      Highlight Bist du noch betrunken?
      26 6 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 21.08.2016 13:24
      Highlight Ich bin nur angewidert von der vielen Propaganda, umso mehr die mediale Kriegstreiberei kaum zur Konfliktbewältigung beiträgt, sondern höchstens niedere Instinkte und Bedürfnisse der Leserschaft bedient.
      1 8 Melden
    • ezclips 21.08.2016 15:20
      Highlight Ich stimme Ihnen 100% zu. Leider ist das Rechtsverständnis in der Schweiz schon lange verzehrt. Wie können diese Journalisten es mit Ihrem Gewissen vereinbaren, wen diese Schwartz Weisse Wabi Rebellen in Syrien an die Macht kommt und die 5 Million Christen, Alewiten und Yazidi Minderheit ans Messer liefern werden „ Tötet alle Ungläubigen“. Ich frage mich, wie können Sie sich in den Spiegel schauen? Haben Sie keinen Berufsethik? Würde mich interessieren wie Sie die Veröffentlichung dieser Propaganda rechtfertigen.
      5 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 21.08.2016 03:32
    Highlight Den Kriegsfotografen, der dieses Foto von dem armen Kind gemacht hat, sollte man als Kriegsverbrecher der allerletzten Katergorie verurteilen. Er ist kein Leichenfledderer, schlimmer, er ist ein Kriegskinderfledderer.
    13 47 Melden
  • Spooky 21.08.2016 01:13
    Highlight ...und der War Photographer ist bereits wieder unterwegs zum nächsten geilen Kriegsfoto, das er für gutes Geld verkaufen kann.
    20 50 Melden
  • wtf 20.08.2016 22:56
    Highlight Who cares?
    Wenn sogar eine Schweinenippel für mehr aufsehen sorgt wie der Engel Omran...
    ... Trotzdem Danke Watson
    21 8 Melden
    • GeorgOrwell 1984 21.08.2016 00:42
      Highlight @wtf; sie haben es exakt erkannt, jedoch hat unsere egoistische Gesellschaft auch grosse Probleme Selbstkritisch zu sein und die eigemen Fehler einzisehen und danach evtl sich zu verbessern was die "Blitze" an ihrem Kommentar (und viele Blitze bei meinen) es bestätigen... Die Leute machen sich mehr Sorgen wo sie nun Ferien machen sollen, statt an die Hilfsbedürftigen helfen zu wollen, ist ja auch ansträngender... Traurig aber wahr. Mfg
      17 6 Melden
  • oliopetrolio 20.08.2016 22:32
    Highlight Gott vergib ihnen!
    8 14 Melden
    • tösstaler 20.08.2016 23:54
      Highlight ich hoffe sehr dass nichts und niemanden diesen Schweinepriestern je vergeben wird!!!
      Die sollen für alle Ewigkeiten in der Hölle braten.
      31 3 Melden
    • wtf 21.08.2016 09:41
      Highlight Gott vergib uns!
      5 3 Melden
    • tösstaler 21.08.2016 23:22
      Highlight Wer soll wem vergeben?
      Mit dieser Einstellung wird seit jeher alles versenkt, ob nun in Allahs oder Gottes Namen: es kommt eh nur Scheisse raus, also erspart Euch den Mist mit den Göttern.
      Der Gott, ohne dessen Willen kein Spatz vom Dach fällt und ohne dessen Willen keine 6 Mio. Juden in KZ's umgebracht wurden (A. Andersch)?
      1 3 Melden
  • niklausb 20.08.2016 22:30
    Highlight So brutal dies ist, so wenig wird dieser bericht darüber etwas bringen. Die ganze Kacke da in Syrien stinkt zum Himmel aber keiner kann wirklich sagen was eine gute Lösung des Konflikts ist und ein eingreiffen des Westens würde sicherlich keine verbesserung auf längere Frist bringen siehe Irak und Afghanistan.
    32 5 Melden
    • GeorgOrwell 1984 21.08.2016 00:43
      Highlight Die Lösung liegt auf der Hand, jedem das geben was ihm gehört, fangen wir mit den Ölfelder an...
      12 8 Melden
    • niklausb 21.08.2016 01:43
      Highlight Ja klaar weil der eine dem anderen ein ölfeld gönnt.... Die Menschen wollen immer mehr und mehr sie können sich nicht mit etwas begnügen sie neiden sich nach dem was der andere hat
      10 0 Melden
  • Skeagle 20.08.2016 22:15
    Highlight Was momentan auf der Welt passiert hält man manchmal einfach nicht mehr aus. Aber was kann man persönlich tun? Liegt es einfach in der Natur des Menschen oder liegt es im System, was einen Reiz dazu schafft unter anderem Kriege um Ressourcen zu führen um den Wachstumszwang und die Profitgier zu befriedigen.
    29 4 Melden
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