International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05420810 A handout photo made available by Syrian Arab News Agency (SANA) shows Syrian President Bashar Assad during a meeting with members of the newly-formed Cabinet following the swearing-in ceremony in Damascus, Syria, 11 July 2016. The new government brought in a new economic team, while most of the main ministers retain their portfolios, including the foreign, defense and interior ministers.  EPA/SANA HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Hält sich womöglich nicht an die Abmachungen: Syriens Machthaber Baschar al-Assad. Bild: EPA/SANA

Das syrische Regime besitzt doch noch Chemiewaffen



Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) hat nach eigenen Angaben Hinweise, dass das syrische Regime weiterhin chemische Waffen besitzt. Eigentlich hätte Machthaber Baschar al-Assad sämtliche chemischen Kampfstoffe zur Vernichtung übergeben sollen.

Der OPCW-Generaldirektor Ahmet Üzümcü erklärte am Mittwoch in Den Haag, entgegen früherer Beteuerungen der syrischen Regierung hätten OPCW-Experten Hinweise auf fünf zusätzliche chemische Kampfstoffe gefunden. Bislang habe Damaskus dies «noch nicht angemessen erklärt».

Nach Gesprächen mit der OPCW habe Syrien «die Erforschung und Entwicklung von einem weiteren chemischen Kampfstoff» eingestanden, hiess es in einem Bericht der Organisation von vergangener Woche, der der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlag. Die «neuen Informationen», die Damaskus geliefert habe, würden teils deutlich von vorherigen Angaben abweichen und würfen nun neue Fragen auf.

Abkommen aus dem Herbst 2013

Die OPCW überwacht als eine von der UNO unterstützte Organisation die Einhaltung der internationalen Konvention zum Verbot von Chemiewaffen. Syriens Machthaber Baschar al-Assad hatte im Oktober 2013 der Vernichtung sämtlicher Chemiewaffen seines Landes zugestimmt, um US-Luftangriffe abzuwenden. OPCW-Experten zerstörten daraufhin die bekannten syrischen Bestände.

Der Konflikt in Syrien begann im Frühjahr 2011 mit zunächst friedlichen Protesten gegen Assad, die jedoch niedergeschlagen wurden. Daraus entwickelte sich ein Bürgerkrieg, in dem bereits mehr als 280'000 Menschen getötet wurden. (cma/sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren: 

Was gerade in Aleppo passiert, ist «schlimmer als Auschwitz» – warum wir uns schämen werden

Link zum Artikel

Bilder, die traurig – und zugleich hoffnungsvoll stimmen: So schön war es in Aleppo, Homs und Rakka vor dem Krieg

Link zum Artikel

6 Fakten, die zeigen, dass Saudi-Arabien keinen Deut besser ist als der «IS» – aber die Schweiz liefert weiterhin Waffen

Link zum Artikel

Hören wir auf, dem Westen die Schuld an allen Problemen in Nahost zu geben

Link zum Artikel

Annäherung der Erzfeinde: Warum die USA bald um Russland buhlen werden

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Beobachter24 14.07.2016 23:58
    Highlight Highlight Übrigens:

    Es wurde berichtet - u.a. von der CIA - dass der IS und die Al-Nusra über Chemiewaffen verfügen, vgl. u.a. http://goo.gl/1VXF2S.

    Und, Chemie-Waffen wurden auch eingesetzt 2016:
    -
    Von der IS beim Flughafen von Deir ez-Zor gegen die SAA., siehe http://goo.gl/yniHpI.
    -
    Im Umfeld Aleppos (Sheikh Maqsood) gegen Kurden. Wer sie eingesetzt hat, wird nicht präzis genannt. ("... attacked with chemical weapons allegedly fired by forces loyal to the Free Syria Army (FSA) and Islamist groups. ...", http://goo.gl/5nIeJP )

    Leider passt all dies schlecht ins übliche Bild ...
    • Tierra Y Libertad 19.07.2016 10:04
      Highlight Highlight War leider zu erwarten, dass der IS und al-nusra und ev. auch mit ihnen verbündeten FSA Einheiten Chemiewaffen besitzen. Diese wurden entweder auf dem Schwarzmarkt gekauft oder in der Anfangsphase des Bürgerkriegs vom Syrischen Regime gestohlen.

      Zum Einsatz gegen Kurden:
      Die YPG und die verbündet al-thuwarr haben die letzte Versorgungsroute der islamistischen Rebellen trotz Beschuss durch das türkische Militär blockiert; Es handelt sich wohl um eine Racheaktion.
  • Beobachter24 14.07.2016 18:50
    Highlight Highlight Die letzten diesbezüglichen Unterstellungen (bzw. Lügen) sind noch längst nicht (u.a. medial) aufbereitet.
    Da fragt man sich natürlich: Ist das schon die nächste falsche Unterstellung?

    P.S. Der Titel sagt was anderes aus als der eigentliche Text.

    P.P.S. Hat mal jemand die Original-Verlautbarung der OPCW? Ich konnte sie bisher nicht finden.
  • Christian Schmid (1) 14.07.2016 07:01
    Highlight Highlight Wäre das nun nicht die "rote Linie", von der Obama damals sprach, deren Übertretung das Engegement der amerikanischen Streitkräfte nach sich ziehen würde?
    • Beobachter24 14.07.2016 19:14
      Highlight Highlight @Christian Schmid (1)

      Zum Thema "rote Linie" empfehle ich folgende Artikel:

      - "Whose sarin?", Seymour Hersh, http://goo.gl/sKDv8e
      - "The Red Line and the Rat Line", Seymour Hersh, http://goo.gl/Cb4ROS
      - "The Syrian Chemical Weapons Attack Was a False Flag By Turkey and ISIS", http://goo.gl/yU8C87

      Der 3. Artikel erschien im Original in der türkischen Zeitung Zaman. Die Journalisten wurden dafür ins Gefängnis geschickt.
      (Über die Verurteilung der Journis wurde im grossen Stil berichtet. Über die false-flag Operation, die sie u.a. rapportiert hatten, wird aber nach wie vor geschwiegen.)

Warum Erdogan plötzlich seltsam still ist

Der türkische Präsident Erdogan feiert den Truppenabzug der Amerikaner aus Syrien als persönlichen Erfolg. Doch für sein Militär wird der Einsatz in dem Bürgerkriegsland eher schwieriger.

Er hat gebettelt und gemahnt und zuletzt sogar mit Krieg gedroht: Monatelang versuchte Recep Tayyip Erdogan, die USA dazu zu bringen, die Unterstützung für die kurdische Miliz YPG in Syrien einzustellen. Nun bekommt er, was er will. Die US-Regierung zieht ihre Truppen überraschend aus dem Bürgerkriegsland ab. Doch der türkische Präsident bleibt seltsam still.

Zwar hat sich Erdogan kurz vor Weihnachten in einer Rede vor Unternehmern in Istanbul für seine eigene …

Artikel lesen
Link zum Artikel