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Ein syrisches Dorf nach einem russischen Bombenangriff. Bild: EPA/SANA

Laut Aktivisten: 60 zivile Opfer bei russischen und syrischen Angriffen

26.11.17, 16:44 26.11.17, 17:11


In Syrien sind bei Angriffen syrischer und russischer Streitkräfte gemäss Aktivisten fast 60 Zivilisten getötet worden. Bei russischen Luftangriffen auf ein von der «IS»-Terrormiliz kontrolliertes ostsyrisches Dorf seien 34 Menschen getötet worden, darunter 15 Kinder.

Angriffe syrischer Regierungstruppen auf die von Rebellen kontrollierte Region Ost-Ghuta hätten 23 Menschen getötet, darunter vier Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Die russischen Luftangriffe in Deir Essor trafen demnach am frühen Sonntagmorgen das Dorf Al-Schafa am östlichen Ufer des Euphrat. In der Provinz Deir Essor hat die IS-Miliz ihre letzten Gebiete im Land.

Zwei Offensiven

Die Stadt Deir Essor und die umliegende ölreiche Provinz war einmal fast vollständig unter Kontrolle der Dschihadisten. Nach Angaben der Beobachtungsstelle sind inzwischen nur noch neun Prozent Deir Essors in ihrer Gewalt.

Die in Grossbritannien ansässige Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netz von Informanten in Syrien. Von unabhängiger Seite sind ihre Angaben nur schwer zu überprüfen.

In der Provinz laufen seit Monaten zwei Offensiven zur Vertreibung des «IS». Die syrischen Regierungstruppen werden dabei von Russland unterstützt, die kurdischen und arabischen Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) von den USA.

«Epizentrum des Leidens»

Vergangene Woche erst hatten die Armee von Machthaber Baschar al-Assad und ihre Verbündeten dort die letzte syrische vom IS kontrollierte Stadt Albu Kamal zurückerobert.

Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle erklärte ausserdem, am Sonntag hätten Luftangriffe der syrischen Regierungstruppen auf die Ortschaften Mesraba und Madira in der Region Ost-Ghuta nahe der Hauptstadt Damaskus 21 Menschen getötet. Bei Artilleriefeuer auf die Stadt Duma kamen demnach zwei weitere Menschen ums Leben.

Bei den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen in der Region Ost-Ghuta seien in den vergangenen zwei Wochen bereits mehr als 100 Personen getötet worden. Die UNO hatte vor kurzem auf die dramatische humanitäre Lage in Ost-Ghuta aufmerksam gemacht. Ein hochrangiger UNO-Mitarbeiter hatte die Region als «Epizentrum des Leidens» in Syrien bezeichnet.

Ost-Ghuta ist eine der letzten Rebellenhochburgen in Syrien und eigentlich Teil einer sogenannten Deeskalationszone, auf die sich die Konfliktparteien bei Friedensgesprächen in der kasachischen Hauptstadt Astana einigten. (leo/sda/afp)

Brüssel gedenkt der im Syrienkrieg verstorbenen Kinder

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wie funktioniert das...? 26.11.2017 19:46
    Highlight Die Russen schiessen sich gewaltig ins Knie. Wer baut Syrien wieder auf? Die Russen können das nicht und zuviele Gruppen kämpfen gegeneinander. "He nu", fazit: Die Russen werden noch lange beschäftigt sein und wir haben die Flüchtlinge? Die Amerikaner? Machtverluste, zu Gunsten füllen das Vakuum die Russen und nehmen den Iran an die Brust.
    4 6 Melden
  • Hades69 26.11.2017 18:09
    Highlight Sobald die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte wiedermal die bösen Russen beschuldigt, habe ich beim Wahrheitsgehalt meine Bedenken.
    24 13 Melden
    • cgk 26.11.2017 19:00
      Highlight Die Beobachtungsstelle vermeldet aber auch fehlgeleitete Angriffe der USA und Koalition, die diese dann auch zugeben, was ich bei den Russen und Syrern noch nie erlebt habe. Wo ist Ihr Problem, Hades 69?
      9 18 Melden
    • gas_wookie 26.11.2017 19:22
      Highlight cgk: Das Problem: Krieg. Da sterben Menschen, dass hat der Zustand gemeinhin so ansich.
      5 2 Melden

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