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Uno macht Syrien für Giftgasangriff auf Chan Scheichun verantwortlich

27.10.17, 06:44 27.10.17, 08:08

Die syrische Regierung von Präsident Baschar al-Assad hat nach einem Bericht für den UNO-Sicherheitsrat im April Giftgas gegen die von der Opposition gehaltene Stadt Chan Scheichun eingesetzt.

Durch den Angriff mit dem Nervengift Sarin seien Dutzende Menschen getötet worden, heisst es in dem am Donnerstag übergebenen Bericht, den das gemeinsame Untersuchungsteam JIM der Vereinten Nationen und der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen erstellt hat.

Einblick in ein Behelfsspital in Chan Scheichun nach dem Angriff mit dem Nervengift Sarin. Bild: AP/Edlib Media Center

Die syrische Regierung hat wiederholt bestritten, in dem seit mehr als sechs Jahren andauernden Bürgerkrieg Chemiewaffen einzusetzen. Syrien hatte 2013 einer von Russland und den USA ausgehandelten Vereinbarung zugestimmt, wonach es seine Chemiewaffen zerstört.

«Zutiefst beunruhigend»

Dem JIM-Bericht zufolge hat zudem die radikal-islamische «IS»-Miliz Senfgas in der syrischen Stadt Umm Hausch im September 2016 eingesetzt. «Der anhaltende Einsatz von Chemie-Waffen, auch von nicht-staatlichen Akteuren, ist zutiefst beunruhigend», heisst es in dem Bericht. Sollte der Einsatz trotz des Verbotes durch die internationale Gemeinschaft nicht sofort gestoppt werden, würden sich andere Akteure ermutigt sehen, Chemiewaffen zu benutzen, weil sie keine Konsequenzen befürchteten.

Das Untersuchungsteam JIM (Joint Investigation Mechanism) wurde 2015 einstimmig vom UNO-Sicherheitsrat beschlossen. Sein Mandat wurde 2016 für ein Jahr verlängert und läuft Mitte November aus, wenn es nicht abermals ausgedehnt wird.

Russland stützt Assad

Die USA und andere westliche Staaten machen die syrische Luftwaffe seit Monaten für den Angriff verantwortlich. US-Präsident Donald Trump liess die syrische Luftwaffenbasis Schairat kurz nach dem Angriff bombardieren.

Die UNO-Botschafterin der USA, Nikki Haley, warf Russland vor, Assad schützen zu wollen. «Der heutige Bericht bestätigt, was wir schon lange wissen», sagte Haley. «Die überwältigende Menge an Beweisen in diesem Fall zu ignorieren, belegt eine zielgerichtete Missachtung weit vereinbarter internationaler Normen.» (sda/reu/dpa)

Vorsicht: Das Video enthält sehr traurige Bilder

Video: srf

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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18
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sebastian Wendelspiess 28.10.2017 09:37
    Highlight Entscheidet eich mal, kürzlich hat die US-Regierung gesagt, die Rebellen hätten Giftgas eingesetzt. Wem soll man heute noch glauben, bei so viel Unglaubwürdigkeit?
    2 1 Melden
  • blaubar 27.10.2017 15:29
    Highlight Diese Organsiation (OPCW), die den Bericht für die UNO erstellt hat, wird grösstenteils von den USA finanziert. (gefolgt von Japan und Deutschland).
    7 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.10.2017 12:53
    Highlight Welcher Bericht? WAAATSON! Wo finde ich diesen Bericht?
    Wenn ihr schon solche Sachen schreibt ist eine Quelle das minimum.
    10 1 Melden
  • R. Peter 27.10.2017 09:36
    Highlight Warum wird der ebenfalls für nachgewiesen Eingeschätzte Senfgaseinsatz der Rebellen 2016 nicht erwähnt (andere Zeitungen tun das)?
    13 3 Melden
  • R. Peter 27.10.2017 09:35
    Highlight Gibt es mittlerweile auch andere Beweise, als nur die, die die Al Nursa Front (ehem. Al Kaida) übergeben hat?
    14 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.10.2017 09:30
    Highlight Ich habe im Internet gesucht, bin jedoch nicht fündig geworden auf die Frage, aus welchen Personen/Organen dieses "Joint Investigation Mechanism" besteht.

    Ebenfalls konnte ich keine Beweisstruktur feststellen, welche bekräftigt, dass die syrische Regierung dafür verantwortlich gemacht werden kann, weder in diesem Bericht noch in Form einer Eigenrecherche.

    Dieser Bericht wiederholt lediglich die damaligen Aussagen, welche scheinbar die "Legitimation" von Trumps Raketenangriff auf Syrien waren.

    Damals wie heute, fehlt der Nachweis für eine Beteiligung Assads bei diesem Vorfall.
    20 4 Melden
  • NotWhatYouExpect 27.10.2017 09:13
    Highlight @Whatson: Könnten wir einen Link / Quelle zu diesem Bericht haben?
    13 3 Melden
    • Moudi 27.10.2017 13:20
      Highlight glaube nicht.. ist ja nicht von Watson geschrieben..
      4 3 Melden
  • blaubar 27.10.2017 08:22
    Highlight Was bedeutet „nach einem Bericht für den UNO-Sicherheitsrat“?

    Das klingt mir mal wieder nach wischiwaschi Interessenpolitik. Ich glaube der USA (die mit 99% hinter diesem Bericht steckt) weiterhin kein Wort. Wer einmal lügt...
    Noch gestern hiess es in der Zeitung, dass eben kein Untersuchung vonstatten ging! Ich wäre ja nicht so skeptisch, wenn in der Vergangenheit nicht dermassen viel gelogen worden wäre seitens des Westens.
    30 16 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 27.10.2017 09:04
      Highlight Und von Seiten Syriens wurde nie gelogen? Und Russland hat auch noch nie gelogen?

      Hier mehr Infos:
      https://www.reuters.com/article/us-mideast-crisis-syria-un/syrian-government-to-blame-for-april-sarin-attack-u-n-report-idUSKBN1CV3GP

      Der Bericht stammt von: Organization for the Prohibition of Chemical Weapons’ Joint Investigative Mechanism
      Hier der Wikipedia Eintrag dazu: https://en.wikipedia.org/wiki/OPCW-UN_Joint_Investigative_Mechanism
      11 7 Melden
    • NotWhatYouExpect 27.10.2017 09:14
      Highlight Ja mal wieder ein Bericht :) was weis man über das Untersuchungsteam JIM (Joint Investigation Mechanism)?

      Ist es auch wieder so ein Unternehmen, dass aus einer Person besteht und aus London berichtet und Untersucht?
      11 10 Melden
    • blaubar 27.10.2017 12:20
      Highlight ... geleitet von einem türkischen Diplomat. Wisst Ihr, wie das Verhältnis zwischen der Türkei und Syrien so ist, he? Und wer war mit ziemlicher Sicherheit für das Gift in Ghouta verantwortlich? Die Türkei... Also, seid vorsichtig mit Informationen glauben (auch von syrischen natürlich!)
      12 3 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 28.10.2017 09:38
      Highlight Absolut, dass ist auch der Hauptgrund, warum viele Leute den Medien nicht mehr trauen und Verschwörungstheorien nachgehen.
      1 1 Melden
  • rodolofo 27.10.2017 07:09
    Highlight Putin-Russland geht also in Syrien über vergiftete Leichen.
    Damit dürfte wohl Russland noch Jahrzehnte lang kein demokratisch zivilisiertes Land sein, und von Europa zu Recht mit Sanktionen und grossem Misstrauen belegt bleiben.
    Leider sind auch die USA unter der Trump-Regierung daran, auf ein tieferes "Ramsch-Niveau" abzurutschen.
    Es scheint einen direkten Zusammenhang zwischen Militärischer Schlagkraft und Verdummung/Verrohung der Massen zu geben.
    Die EU ist drauf und dran, Russland und den USA auf ihrem Weg in die (Rechtsnational-Rechtsextreme) Hölle zu folgen.
    Und die Schweiz? Dito.
    11 29 Melden
    • NotWhatYouExpect 27.10.2017 09:12
      Highlight "Leider sind auch die USA unter der Trump-Regierung daran, auf ein tieferes "Ramsch-Niveau" abzurutschen."

      Die USA ist schon lange tief Gesunken... an Trump ist ansich nur eine Folge davon.
      15 4 Melden
    • rodolofo 27.10.2017 09:40
      Highlight @ NotWhatYouExpect
      In der Ära Obama hatte ich noch gewisse Hoffnungen.
      Meine Reise in die USA, insbesondere ins Spirituelle Zentrum aller oberflächlich-künstlichen Konsumisten, Las Vegas, weckten in mir aber schlimme Vorahnungen eines aufkommenden Neo-Faschismus, welche dann mit der Wahl von Trump und den Ereignissen seither mehr als nur bestätigt worden sind.
      Ich glaube, Russland liegt heute Europa vermutlich näher, als die USA. Mit Russland meine ich aber wohlgemerkt nicht die Putin-Oligarchen-Mafia, sondern die Russische Seele!
      6 7 Melden
    • Atlantar 27.10.2017 09:54
      Highlight Du, lieber rodolofo, präsentierst uns hier mit deinem Kommentar ein sehr lehrreiches Denken in absoluten Extremen...
      12 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.10.2017 10:08
      Highlight @Rodolofo:

      Da hast eindeutig eine einseitige Weltansicht, wen du behaupten kannst, dass die Russen über Leichen gehen in Syrien. Ob diese vergiftet sind oder nicht, macht keinen Unterschied, sondern das Wort Leiche an sich.

      Den Zusammenhang zwischen Militär und Verdummung der Massen hast du erkennt aber nicht richtig gedeutet.
      Am militärische Schlagkraft einsetzen zu können muss eine Volksverdummung vorhanden sein, dass diese das überhaupt gutheisst.

      Divide and conquer, my friend.
      11 3 Melden

Schweizer Pharma-Unternehmen durfte Nervengift-Chemikale nach Syrien liefern

Ein Schweizer Pharmahersteller lieferte Isopropanol an ein syrisches Pharmaunternehmen. Das Seco bewilligte den Export. Doch bei der Chemikalie besteht ein Missbrauchsrisiko: Sie wird für die Herstellung des Nervengases Sarin benötigt.

Eine Schweizer Firma hat im Jahr 2014 Isopropanol nach Syrien geliefert. Diese Chemikalie wird für die Herstellung des Nervengases Sarin benötigt. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) beurteilte die Lieferung damals als «plausibel».

Nach den jüngsten Ereignissen würde eine solche Ausfuhr aber «ziemlich sicher unterbunden werden», teilte das Seco am Dienstagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA mit. Der Bund bestätigte damit Recherchen des Westschweizer Fernsehens RTS.

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