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epa05397156 A security officer checks suitcases under an X-Ray scanner in the aftermath of multiple suicide bomb attacks at Ataturk international airport in Istanbul, Turkey, 29 June 2016. At least 36 people were killed and more than 140 others were wounded in three separate gun and bomb attack outside and inside the terminal of Istanbul's Ataturk international airport on 28 June, media reported quoting officials. The attacks have been linked to either the so-called Islamic State (IS or ISIS) militant group or Kurdish separatists, media added.  EPA/SEDAT SUNA

Anschlag in Istanbul: Hat das Sicherheitskonzept versagt?  Bild: SEDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

Jetzt ist klar: So konnte der Istanbul-Attentäter in die Abflughalle eindringen

Behörden-Insider berichten über neue Details zum Anschlag in Istanbul. Eine Chronologie verdeutlicht, wie perfide die drei Attentäter vorgingen.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Einer der drei Attentäter von Istanbul nutzte offenbar das Chaos, das die erste Bombe am Flughafen auslöste, um in die Abflughalle des internationalen Terminals zu gelangen. Das berichten die Nachrichtenagenturen DPA und AP unter Berufung auf türkische Regierungsvertreter, die anonym bleiben wollten.

Turkish rescue services gather outside Istanbul's Ataturk airport, Tuesday, June 28, 2016. Two explosions have rocked Istanbul's Ataturk airport, killing several people and wounding others, Turkey's justice minister and another official said Tuesday. A Turkish official says two attackers have blown themselves up at the airport after police fired at them. The official said the attackers detonated the explosives at the entrance of the international terminal before entering the x-ray security check. (Ismail Coskun, IHA via AP) TURKEY OUT

Der erste Attentäter sorgte für ein Chaos ausserhalb der Ankunftshalle.  Bild: AP/IHA

Bei dem Anschlag am Dienstagabend kamen mindestens 41 Menschen ums Leben, darunter mindestens 13 Ausländer. Fast 250 Menschen wurden verletzt, unter ihnen war nach Angaben des Auswärtigen Amts auch eine Deutsche. Gesundheitsminister Recep Akdag sagte am Mittwochnachmittag, 128 Verletzte seien weiterhin in Krankenhäusern, 41 davon auf der Intensivstation.

Regierung: «Keine Versäumnisse bei Sicherheit»

Zunächst war versichert worden, keiner der drei Attentäter habe die Sicherheitsschleusen zum internationalen Terminal passiert. Doch schon vor dem anonymen Bericht der Regierungsvertreter deuteten Augenzeugenberichte und Videos in sozialen Netzwerken darauf hin, dass mindestens einer in den Innenbereich gelangte.

Die türkische Regierung sah dennoch keine Versäumnisse bei der Sicherheit. «Weder im Abflug- noch im Ankunftsbereich am Flughafen kann von einer Sicherheitslücke die Rede sein», hatte Ministerpräsident Binali Yildirim am Mittwoch gesagt.

A view shows a departure terminal of Istanbul Ataturk airport, Turkey, June 29, 2016. REUTERS/Goran Tomasevic

Keine Versäumnisse bei der Sicherheit: Bereits am Tag nach dem Attentat wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen.
Bild: GORAN TOMASEVIC/REUTERS

Die türkische Polizei fahndet nach den Hintermännern des Anschlags. Zunächst übernahm keine Gruppierung die Verantwortung. Regierungschef Yildirim nannte die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») als möglichen Urheber des Anschlags. Es war bereits der vierte schwere Anschlag in Istanbul seit Jahresbeginn.

sun/dpa/AP

Terror in Istanbul: Angriff auf das Tor zur Türkei

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • one0one 30.06.2016 13:54
    Highlight Highlight Die ganzen Sicherheitskontrollen haben genau ein Ziel. Uns Schafe in Sicherheit zu wiegen.
    Wer regelmaessig fliegt weiss dass die Sicherheitskontrollen mal so und mal so durchgeführt werden... Was ich alles schon aus versehen ins Flugzeug geschmuggelt habe... Das geht ueber Fluessigkeiten mit mehr als 1L Inhalt über Schraubendreher, Klingen, grosse Akkus...
    Das ist alles ein Witz, ich bin mir aber sicher das die Leute Angst vor dem Fliegen haetten waeren diese sinnlosen Kontrollen nicht...
  • Howard271 30.06.2016 09:19
    Highlight Highlight Dagegen gibt es eifach keine 100% funktionierende Sicherheitsmassnahme. War vor wenigen Wochen selbst auf dem Atatürk-Airport und hatte das Gefühl, dass die Sicherheitskontrollen sehr genau und ernsthaft durchgeführt wurden. Wenn die sich selbst in die Luft sprengen, nützen Eingangskontrollen leider wenig.
  • amore 30.06.2016 08:43
    Highlight Highlight Wenn man selber sowas inszeniert oder inszenieren lässt oder im Voraus schon davon erfährt und es zulässt, weiss man schon alles zum Tatzeitpunkt. 9/11 lässt grüssen.
    • maatze 30.06.2016 09:56
      Highlight Highlight Guten Morgen. Und, sitzt der Aluhut auch gut heute?
  • Klaus K. 30.06.2016 08:42
    Highlight Highlight Erdogans islamistische Politik beginnt Früchte zu tragen...
  • Beobachter24 30.06.2016 08:06
    Highlight Highlight Der helle Wahnsinn, was die alles schon wissen so kurz danach.
    "Behörden-Insider" berichten anonym ...

    Übermorgen wird uns dann mitgeteilt, dass sich einer der Terroristen vegan ernährt hat, und dass sich der älteste von ihnen auf Grund einer Fatwa 7 Jahre lang nicht mehr die Zähne geputzt hat.

    Immerhin, "Insider" klingt nicht ganz unplausibel.
  • URSS 30.06.2016 07:03
    Highlight Highlight Erdogan öffnete die Büchse der Pandora....
  • pamayer 30.06.2016 07:03
    Highlight Highlight Wenn nr 1 mit einer selbstmord sprengung loslegt und nr 2 mit einer weiteren selbstmord sprengung weitermacht und nummer 3...

    Da nützt keine sicherheitsmassnahme mehr, da diese nicht darauf ausgelegt sind, dass die Attentäter selbst sterben werden.

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