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«Wer sich uns in den Weg stellt, wird weggefegt» –  Erdogans absoluter Krieg in Syrien

Präsident Erdogan inszeniert sich als Kriegsherr. Grosse Teile der türkischen Bevölkerung unterstützen den Militäreinsatz in Syrien, sogar Oppositionspolitiker. Kritische Stimmen werden unterdrückt.

23.01.18, 14:46

Maximilian Popp, Istanbul

Erdogan heizt die Massen an. Bild: EPA/TURKISH PRESIDENTAL PRESS OFFICE

Ein Artikel von

Der türkische Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu hat aus seiner Verachtung für Recep Tayyip Erdogan nie einen Hehl gemacht: Er nannte den türkischen Präsidenten wahlweise einen Despoten, Antidemokraten, Islamisten.

Seitdem die türkische Armee jedoch am vergangenen Wochenende in der Provinz Afrin, im Nordwesten Syriens, einmarschiert ist, um Kämpfer der Kurden-Miliz YPG zu vertreiben, bemüht sich Kilicdaroglu plötzlich um versöhnliche Töne: «Wir unterstützen diese Operation voll und ganz.» Er bete für Militär und Vaterland, ergänzte sein Stellvertreter, CHP-Sprecher Bülent Tezcan.

Nicht nur die Sozialdemokraten, fast alle Parteien, mit Ausnahme der prokurdischen HDP, begrüssen Erdogans Entscheidung, Truppen nach Syrien zu schicken. Der gemeinsame Feind PKK/YPG eint sie. «Unsere Gebete sind mit unserer ruhmreichen Armee und unseren heldenhaften Soldaten in Afrin», schrieb Meral Aksener, die Vorsitzende der neu gegründeten, rechtspopulistischen Iyi-Partei, auf Twitter.

Auf dem Vormarsch: Türkische Truppen in Syrien. Bild: AP/AP

Die Türkei, so scheint es, hat in diesen Tagen eine regelrechte Kriegseuphorie erfasst: In den türkischen Moscheen beten Imame für den Sieg in Afrin. Das Fernsehen sendet Bilder der «Operation Olivenzweig» in Dauerschleife. Türkische Zeitungen, die schon in Friedenszeiten weitgehend gleichgeschaltet sind, erscheinen mit beinahe identischen Titelseiten, die zur «Vernichtung der Terroristen» aufrufen.

«Wer dagegen ist, unterstützt Terroristen»

Die letzten kritischen Stimmen werden unterdrückt. «Jeder, der sich gegen die Afrin-Operation der Türkei stellt, unterstützt Terroristen», sagte Aussenminister Mevlüt Cavusoglu. Erdogan drohte Demonstranten mit Repressionen: «Wenn ihr auf die Strasse geht, dann werden euch unsere Sicherheitskräfte am Nacken packen.»

Antikriegsdemonstrationen in Istanbul wurden von der Polizei gewaltsam aufgelöst. Mindestens 24 Journalisten, Aktivisten und Politiker, die sich kritisch über den Angriff auf Afrin geäussert hatten, wurden festgenommen - darunter auch Nurcan Baysal, eine kurdische Menschenrechtlerin.

Baysal, die sich seit Jahren für den Frieden zwischen Kurden und Türken engagiert, hatte auf Twitter die Afrin-Offensive in drastischen Worten verurteilt. Am Sonntagabend stürmten Polizisten ihre Wohnung in Diyarbakir, im Südosten der Türkei, und führten sie vor den Augen ihrer Kinder ab.

Drohung gegen die USA

Präsident Erdogan inszeniert sich in dem Konflikt als entschlossener Kriegsherr. Seine Regierung betrachtet die YPG, die weite Teile Afrins kontrolliert, als den syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Die USA hingegen schätzen die YPG als Partner im Kampf gegen den «Islamischen Staat». Nach Ansicht von Experten dürften Pläne Washingtons, in Syrien eine Grenzschutztruppe unter Führung der YPG zu etablieren, Anlass für die Offensive der Türkei gewesen sein.

Erdogan schürt nun bewusst antiamerikanische Ressentiments. Er bezeichnet die Grenzschutztruppe als «Terrorarmee» und droht offen damit, US-Soldaten anzugreifen. «Nehmt eure Flaggen runter von den Terrorbasen, sodass wir nicht gezwungen sind, es selbst zu tun und jene zu begraben, die auf der Seite der Terroristen sind», sagte er. In der Türkei erfährt er dafür breite Zustimmung. Die «Operation Olivenzweig» sei «Balsam» für die türkische Seele, schreibt die Autorin Amberin Zaman in dem Portal «Al Monitor». Sie zeige, dass sich die Türkei gegen ihre Feinde verteidigen könne - selbst gegen den Widerstand von Weltmächten wie den USA.

Der Krieg in Syrien könnte durch die Intervention der Türkei ein Stück weiter ausser Kontrolle geraten. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte vermeldete am Sonntag 21 tote Zivilisten und Dutzende Verletzte in Afrin. Die Opferzahlen dürften in den kommenden Tagen weiter steigen.

«Wir haben Angst», sagte Ibrahim, ein Bewohner aus Afrin, dem SPIEGEL am Telefon. «Die Welt muss uns helfen, die Angriffe zu stoppen. Wir brauchen eine Flugverbotszone über Afrin.»

Erdogan hat angekündigt, die Operation auf Manbidsch auszudehnen, eine Stadt östlich von Afrin, die die YPG 2016 mithilfe der USA vom IS eingenommen hat. Ein solcher Schritt würde den Konflikt nicht nur zwischen der Türkei und den Kurden, sondern womöglich auch zwischen der Türkei und den USA weiter eskalieren lassen. Erdogan scheint das nicht zu stören. «Wir haben unser Schicksal in die eigene Hand genommen», sagt er. «Wer sich uns in den Weg stellt, wird hinweggefegt.»

Mitarbeit: Hussein Ahmad, Eren Caylan

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Restseele 24.01.2018 08:53
    Highlight Die einzigen 'Gewinner' in einem Krieg, sind die Waffenlieferanten. Alle anderen Beteiligten sind die Verlierer. Aber die Menschheit glaubt immer wieder, dass sie zu den Gewinnern gehören wird.

    Und der Krieg dauert nicht nur bis zum Waffenstillstand... er dauert oftmals noch über 2 - 3 Generationen hinaus.


    Die Schuld liegt auch nicht nur bei einer Einzelperson (obwohl sich einzelne schon besonders hervortun).

    Es gibt Leute, die finden das alles ganz normal. Könnte sein, dass sie recht haben. Wäre aber sehr schade.....
    2 0 Melden
  • Dä Brändon 23.01.2018 21:36
    Highlight Es ist ja peinlich wie sich die Amerikaner in ihr Schneckenhäuschen zurückziehen. Die ach so mächtige und starke Nation die sich für Recht und Ordnung einsetzt....

    "in money we trust"
    6 1 Melden
    • demokrit 23.01.2018 23:01
      Highlight Die Russen haben als Schutzmacht für die Afrin-Kurden fungiert und nicht die Amerikaner.
      1 0 Melden
    • rodolofo 24.01.2018 08:45
      Highlight Ja da hast Du sicher recht.
      Aber noch peinlicher ist es, wenn die Russen, nachdem sie die von der Türkei unterstützten Islamisten aus Aleppo rausgebombt haben (mit vorsätzlicher, grausamer Bombardierung von Helfern und Zivilisten!), nun mit ebendiesen Sunnitischen Islamisten gemeinsame Sache machen gegen die Kurden und gegen die "Freie Syrische Armee"!
      Was wird passieren, wenn die Kurden "besiegt" sein werden?
      Dann wächst das Krebsgeschwür des IS erneut...
      1 0 Melden
    • Dä Brändon 24.01.2018 11:09
      Highlight Die Kurden standen bei den Russen nie auf der Agenda, ausser bei der Bekämpfung vom IS. Ihr Ziel war das Überleben von Assad und der Regierung. Sobald die Kurden entmachtet wurden wird Assad die Zügel in diesen Regionen wieder in die Hand nehmen. Erdogan möchte ein potenzielles Kurdistan verhindern und da vertraut er dem Russen mehr als dem Westen. Vielmehr stellt sich die Frage warum sich der Westen hier komplett raushält, kaum Kommentare, keine Konsequenzen. Eine ausserordentliche UNO Versammlung hat auch nichts gebracht. Es handelt sich schlussendlich um ein NATO Mitglied.
      1 0 Melden
    • demokrit 24.01.2018 14:15
      Highlight Dennoch haben Sie in Afrin als Schutzmacht für die Kurden fungiert. Erdogan wollte dort nämlich schon früher einmarschieren. Darauf haben die Russen reagiert und dort russische Beobachtungsposten aufgestellt. Nachdem sich dort wieder die angeworbenen Islamisten ausgebreitet haben, werden diese das Feld für Assad wohl kaum wieder kampflos räumen.
      0 0 Melden
  • Wilhelm Tell 23.01.2018 19:55
    Highlight Es ist bekannt was mit Hitler passiert ist also das Ende von Herrn Erdogan ist vorprogrammiert
    14 4 Melden
  • SemperFi 23.01.2018 19:41
    Highlight Die Türkei gehört eigentlich nicht in die NATO und schon gar nicht in die EU. Die USA und die EU sollten endlich mal eindeutig und klar Stellung nehmen.
    22 3 Melden
    • Fabio74 24.01.2018 21:43
      Highlight ja, aber aus geopolitschen Gründen, würde der Rausschmiss aus der NATO bedeuten, dass Europas Südostflanke ungeschützt ist.
      0 0 Melden
    • SemperFi 25.01.2018 09:06
      Highlight @Fabio74: Die Türkei ist weder ein verlässlicher Partner für die NATOnoch ist sie reif für eine Integration in Europa. Dass man die Türkei als Puffer zur Migrationsdämmung einsetzt kann keine Lösung sein, weil Europa sich dadurch zur Geisel Erdogans macht.
      1 0 Melden
  • zaaxd 23.01.2018 18:51
    Highlight «Wir haben Angst», sagte Ibrahim, ein Bewohner aus Afrin, dem SPIEGEL am Telefon. «Die Welt muss uns helfen, die Angriffe zu stoppen. Wir brauchen eine Flugverbotszone über Afrin.»
    Quelle??
    Die Angriffe der PKK/PYD die das Volk bombadiert, oder der Einmarsch der Türken?

    Lustig wie verschieden die ja in diesem Fall denken, da bittet das Volk die Türken um Hilfe vor PKK/PYD und da steht das Gegenteil. Journalisten schreiben auch einfach das was sie wollen *hehe*.
    http://aa.com.tr/en/middle-east/civilians-return-to-village-liberated-in-afrin/1040218
    8 30 Melden
    • zaaxd 23.01.2018 19:28
      Highlight und ja lustig,dass genau westliche Medien diese Leute finden,die gegen den Einsatz der türk. Militär ist, während türkische Nachrichtenagentur Zivilisten finden, die von PKK und PYD gezwungen werden bei ihnen mitzumachen und sich daher jetzt befreit fühlen.
      Aber stimmt,um hier likes zu bekommen muss man Kommentare schreiben wie scheiss Türken, scheiss Erdogan, damit man sich i der rechtsideologischen Denkweise auch bestätigt fühlt. (war ja klar unter so einem artikel) Weiter so Jungs, lässt euren Hass raus!
      8 17 Melden
    • Tomjumper 23.01.2018 19:57
      Highlight Hast du den Bericht gelesen? Zitat : to remove the PYD/PKK and Daesh terrorists from Afrin. Plötzlich ist die YPG eine Terrororganisation und arbeitet mit dem IS zusammen oder was? Hälst du dass für realistische Berichterstattung?
      23 7 Melden
  • rodolofo 23.01.2018 18:28
    Highlight Böhmi, sag doch wieder mal was zu dieser Scheisse mit dem Erdogan!
    Was wir jetzt erleben, rehabilitiert Deine damalige künstlerisch-satirische Aktion total!
    Du hattest ja so recht...
    15 3 Melden
  • amore 23.01.2018 17:06
    Highlight Wo bleibt das Kriegsgericht?
    11 2 Melden
  • Majoras Maske 23.01.2018 16:57
    Highlight Vielleicht wird dieser Krieg ja doch nicht so glorreich wie Erdogan das gerne hätte und seine ansonsten schon trotz medialer Gleichschaltung zu tiefen Umfragenwerte um wiedergewählt zu werden sinken vor der alles entscheidenden Wahl nochmals. Nur leider hat Erdogan vermutlich schon zu viel Blut an seinen Händen um seine Abwahl zu überleben oder riskieren.
    16 4 Melden
  • NikolaiZH 23.01.2018 16:49
    Highlight Eine NATO Nation greift indirekt ne andere...
    4 7 Melden
  • Stratford-upon-Avon 23.01.2018 16:46
    Highlight Erdogan und die AKP gehören in den Mülleimer der Geschichte!
    25 5 Melden
  • Der Rückbauer 23.01.2018 16:45
    Highlight Ich weiss nicht, wie es sich mit den Uebersetzungen verhält. Aber in Deutscher Sprache erinnern mich die von Erdowahn gewählten Worte an das Vokabular der Nazis.
    28 4 Melden
  • FrancoL 23.01.2018 16:36
    Highlight Bin ich der einzige, der keinen grossen Unterschied in der Rhetorik zwischen dem Türken und dem Nordkoreaner sieht? Was sich da wieder zusammenbraut macht mir für die nahe Zukunft mehr als nur Sorgen. Die europäische Gemeinschaft wäre gefordert aber die ist mit eigenen Problemen beschäftigt und hätte auch kaum den Mut sich dem Türken-Dikatator in den Weg zu stellen.
    69 8 Melden
    • Fabio Kunger 23.01.2018 16:52
      Highlight Die Interessen von Erdogan sind unschwer zu deuten. Die Kurden möchten ihren eigenen Staat und die USA fördern dies. Die syrischen Kurden werden in absehbarer Zeit einen eigenen Staat ausrufen und Erdogan fürchtet sich davor, dass diese die türkischen Kurden mitziehen.
      19 2 Melden
    • opwulf 23.01.2018 17:11
      Highlight FrancoL: Leider haben gewisse Regierungen in Europa indirekt dazu beigetragen, dass Erdogan überhaupt so stark wurde. Man war zu sehr vielen Zugeständnissen und symbolischen Gesten bereit, so lange er sich um das Flüchtlingsproblem kümmert. Dies hat seinen Rückhalt in der eigenen Bevölkerung gestärkt, ganz davon zu schweigen dass es seine Kritiker devastiert hatte. Die Opposition fand in der Vergangenheit vorallem in Europa Unterstützung. Das Kuschen eben dieser Staaten zerstörte sehr viel vertrauen. Die eine Seite (Opp.) ist frustriert ob uns, die Leute um Erdogan verachten uns als Weicheier.
      17 4 Melden
    • Stipps 23.01.2018 18:01
      Highlight Jep, der Versuch der Herstellung einer Verbindung zwischen einem nationalistischen, aber demokratisch gewählten, Staatsoberhaupt und einem sozialistischen Despoten verfängt nicht.
      5 8 Melden
    • rodolofo 23.01.2018 18:36
      Highlight Schon jetzt haben wir eine dramatische Zunahme von Flüchtlingen AUS DER TÜRKEI!
      Und sehr viele Kurdische Familien, die jetzt zwischen die Fronten geraten, wie damals die Syrer, werden ihnen folgen, weil sie leben wollen!
      Erdogan's AKP-Diktatur ist jetzt zum gleichen Abschaum abgesunken, wie Assad's Terror-Regime, oder der "Islamische" Staat.
      Die Kurden haben wirklich grässliche Nachbarn!
      Niemand würde es ihnen verdenken, wenn sie da auch noch grässlich werden müssten...
      Was für eine Katastrophe!
      Terror als Normalzustand.
      23 3 Melden
    • FrancoL 23.01.2018 19:40
      Highlight An alle ausser Stipps; Mir sind die Gründe mehr als klar, auch ist mir klar dass es wieder einen Flüchtlingszug Richtung Europa absetzen wird. Darum hätte ich etwas mehr Weitsicht von den europäischen Ländern erwartet, dies selbstverständlich schon zur Zeit der Abmachungen rund um den Versuch die Flüchtlinge zu stoppen.

      @Stipps; ist stelle keine Verbindungen her, sondern vergleiche das Auftreten der beiden Despoten. und es nützt nichts im Falle der Türkei immer die Demokratie zu bemühen, wenn der Erdogan diese mit Füssen tritt. Er hat mit demokratischem Gedankengut nichts am Hut!
      11 2 Melden
  • Fabio Kunger 23.01.2018 16:34
    Highlight Aus Sicht der USA, einst Meister der Geopolitik, daher imperiale Weltmacht, geht in Syrien alles schief was nur schief laufen kann. Die Türkei aus der Nato werfen ist keine Option, weil es geopolitisch einer der wichtigsten Standorte ist. Erdogan zu Putschen ging auch schief und nun durch seine Vorkehrungen nicht mehr möglich. Die USA verlieren nun alle Zukunfspläne in und um Syrien.
    21 7 Melden
  • Thurgauo 23.01.2018 16:11
    Highlight Wie einst ein weiser Mann namens Peter Ustinov sagze: "[...] der Terrorismus ist ein Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen. Der Krieg ist kein Mittel im Kampf gegen den Terrorismus." - Und in Zukunft wird wieder von "Terroranschlägen" von bösen kurdischen "Terroristen" gesprochen, die die Türkei selbst produziert hat. Ich habe Verständnis für die Kurden!
    79 3 Melden
    • roger.schmid 23.01.2018 17:19
      Highlight ..
      29 4 Melden
  • Statler 23.01.2018 16:07
    Highlight «Unsere Gebete sind mit unserer ruhmreichen Armee und unseren heldenhaften Soldaten in Afrin» - Solche Sätze sind sowas von platt und schwachsinning. Der könnte auch von Kim Jon Un sein (oder einem anderen Diktator Ihrer Wahl). Dass immer noch Menschen auf solchen Quatsch reinfallen und sich gut finden dadurch, will mir einfach nicht in's Hirn.
    81 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 23.01.2018 15:56
    Highlight Wer sich uns in den Weg stellt wird weggefegt.
    Mit uns meint er natürlich seine Herrlichkeit.
    Und das lebt er ja auch in seiner Regentschaft im eigenen Land.
    Und das mit freundlicher Unterstützung der DE(U).
    Erdogan, so weit hat er es gebracht dank Merkel und Co.
    Merkel, die Architektin des Untergangs der EU.
    36 24 Melden
    • äti 23.01.2018 16:43
      Highlight ... was das jetzt mit Merkel und Untergang zu tun hat, ist mir schleierhaft. Die Türkei ist nicht Mitglied der EU.
      35 19 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.01.2018 16:51
      Highlight äti
      hast wohl geschlafen zwischen 2012 und 2016....
      der Zusammenhang von Erdogan's ungehindertem Umwandeln der Türkei in eine defacto Diktatur und Merkel die defacto die EU anführt ist ja wohl völlig klar.
      Vielleicht gräbst Du mal ein bisschen in den News Archiven...
      10 14 Melden
    • Fabio74 23.01.2018 17:58
      Highlight Ja in der simplen Welt ist Merkel an allem Schuld was läuft
      20 10 Melden
    • Fabio74 23.01.2018 19:08
      Highlight @Bond: Dass Erdogan den Staat in einen totalitäre Diktatur umbaut liegt allein in der Verantwortung der Türkei und deren Bürger, die dies zu lassen
      Die EU trägt dazu sicher keine Verantwortung. Und zum 100 Millionsten Mal. MErkel ist eine von 27 Staatschefinnen in der EU.
      10 5 Melden
    • rodolofo 23.01.2018 20:06
      Highlight Merke: Merkel ist schuld!
      4 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.01.2018 20:15
      Highlight Fabio74 Wer lebt denn jetzt in einer simplen Welt?
      Dank dieser Denkweise sind wir jetzt da wo wir sind mit Erdogan. Der Westen trägt die Verantwortung dafür das Erdogan es soweit bringen konnte. Allen voran Angela Merkel, die defacto die EU geleitet hat bis mindestens 2015. Mittlerweile haben wir noch den neoliberalen Macron und die konservative May. Das ändert aber nichts daran, das Erdogan Narrenfreiheit hat, nein noch mehr, man unterstützt ihn auch noch mit Waffen.
      5 11 Melden
    • äti 23.01.2018 20:17
      Highlight Bond: richtig, zwischen 2012 und 2016 hab ich tatsächlich geschlafen. Aber nicht nur. Für den Rest kannst du auch einen Zusammenhang mit Nordkorea, Österreich, China oder USA oder oder zimmern. ;)
      5 2 Melden
    • rodolofo 24.01.2018 08:37
      Highlight Der Umgang mit der "Türkischen Seele" ist äusserst kompliziert und schwierig.
      Dass Sigmar Gabriel etwas gar treuherzig mit seinem Türkischen Amtskollegen (...schoglu) einen auf Kumpel machte, war irgendwie süss, aber auch reichlich naiv.
      Ich meine, an meinem Wohnort gehe ich auch gerne mal zum Türken und esse z.B. einen Kebab, und ich kenne einige sehr liebenswerte TürkInnen.
      Und das Türkische Bier der Marke "Efes" finde ich speziell gut.
      Wie Gabriel hoffe ich darauf, dass sich die erhitzten Gemüter wieder beruhigen werden und sich die Dinge wieder irgendwie einrenken werden...
      1 0 Melden
    • Fabio74 24.01.2018 21:45
      Highlight schöner Erguss Bond. Und nun wo konkret ist Merkel Schuld, dass Erdogan eine Diktatur baut?
      Konkret, ohne Schwurbliges Blabla.
      1 1 Melden
  • AlteSchachtel 23.01.2018 15:49
    Highlight "Die «Operation Olivenzweig» sei «Balsam» für die türkische Seele..."

    Müsste ein sehr übles Volks sein, dessen Seelenheil im Krieg liegt. Zum Glück gelingt es uns noch zu differenzieren....
    66 6 Melden
    • Bene_ 23.01.2018 16:40
      Highlight Uraltes Instrument. Bei innenpolitischen Schwierigkeiten einfach einen Krieg anzetteln und das eigene Volk im Kampf gegen die bösen [bitte Gegenpartei einfügen] einen.
      56 2 Melden
    • roger.schmid 23.01.2018 17:23
      Highlight ..
      16 5 Melden
  • Wilhelm Dingo 23.01.2018 15:39
    Highlight Aufgerüstet von Deutschland, der Schweiz, USA, Frankreich...es haben alle prächtig verdient. Drecksgeschäft.
    60 9 Melden
  • Oberon 23.01.2018 15:37
    Highlight Tragisch wohin sich die Türkei entwickelt.
    Das unter dem Schutzmantel der NATO ein Mitglied kriege führt zeigt mir einmal mehr das die NATO komplett reformiert werden muss. Aber für mich war es klar das durch die aktuelle schwäche der USA es vermehrt zu autonomen Handlungen kommen wird.

    Trotzdem bin ich der Meinung das solche Diktaturen sanktioniert werden müssen und sicher nicht in einer NATO zu suchen haben.
    47 7 Melden
    • rodolofo 23.01.2018 18:40
      Highlight Die Türkei hat ja bereits Waffen von Russland bestellt!
      9 0 Melden
  • pierolefou 23.01.2018 15:32
    Highlight Und was wird Putin und Russland dazu sagen?
    Nehmen die das einfach so hien?
    9 4 Melden
    • Fabio Kunger 23.01.2018 16:39
      Highlight Das ist abgesprochen mit Putin und der hat es wiederum abgesprochen mit Assad. WinWinWin Situation für diese 3.
      46 0 Melden
    • c_meier 23.01.2018 16:53
      Highlight Putin will Assad/Syrien unter seinem Anspruchsgebiet, Assad will Syrien halten und die Türkei keine Kurdengebiete im Grenzland zum eigenen Staat, darum die Angriffe...
      5 0 Melden
  • Paul_Partisan 23.01.2018 15:25
    Highlight Momol, das NATO-Militär-Bündnis scheint gut zu funktionieren... Kann da bitte mal jemand diesen wahnsinnigen Sultan zurück pfeifen?
    45 1 Melden
  • demokrit 23.01.2018 15:21
    Highlight Ich glaube, da hat er sich verrannt. Danke für diesen Bericht.
    10 1 Melden
  • Walter Sahli 23.01.2018 15:17
    Highlight Die Mehrheit der Menschen in Afrin waren wohl bis jetzt keine Terroristen - die kriegsgeilen Türken werden das jetzt aber ändern. Oder hat schon je ein Kind gesagt "Oh, die fremde Armee hat meine Familie getötet, weil alle angeblich Terroristen waren. Die fremden Soldaten haben sicher recht, deswegen werde ich sie jetzt als Befreier feiern."
    54 2 Melden
  • K3tsch 23.01.2018 15:16
    Highlight Die Türkei beschiesst mit Artillerie Teile von Syrien. Die USA bewaffnet die Gegenseite ebenfalls auf syrischem Boden. Beides Handlungen gegen das Kriegsvölkerrecht.

    Hat die UNO-Charta irgendeinmal auf dieser verwahrlosten Welt mal eine Deutungshoheit?

    Nebst dem: wen man Friedensbewegungen im eigenen Land polizeilich unter Anwendung von Zwang unterdrückt, begeht man selbst Terrorismus.
    39 0 Melden
  • James McNew 23.01.2018 15:15
    Highlight Übrigens: An alle Reichsbürger, AfDler, und Verschwörungstheoretiker auf Twitter und anderswo: SO sieht wahre Unterdrückung von Meinung aus. In der Türkei wärt ihr Spassvögel alle schon längst als Staatsfeinde abgeführt worden. Hier lässt man euch machen. Dass ihre euch überhaupt äussern könnt, spricht schon gegen alle euren wirren Thesen. (Bisschen off-topic, ich weiss. Trotzdem: Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!)
    44 18 Melden
  • James McNew 23.01.2018 15:10
    Highlight Altes Rezept von Autokraten, funktioniert aber jedesmal tipptopp: Wenns wirtschaftlich nicht mehr so läuft, bricht man einen kleinen Krieg vom Zaun und eint sein Volk mit einem angeblichen äusseren Feind.
    39 0 Melden
  • Bene86 23.01.2018 15:08
    Highlight Hallo Hit.... ääääh Erdogan!
    20 1 Melden
  • TanookiStormtrooper 23.01.2018 15:01
    Highlight Erdogan hält also wie üblich seine Sportpalastrede und das Volk gröhlt "JAAAAA"...
    Die haben es ja weit gebracht in der Türkei und "gewisse" Staaten *hust-🇩🇪-hust* liefern immer noch munter Waffen oder bieten an sie zu modernisieren...
    145 7 Melden
    • Bene_ 23.01.2018 16:38
      Highlight Nicht nur Deutschland, die Schweiz auch. Von unserer Seite sind es zwar keine Panzer, aber trotzdem...
      27 2 Melden
  • DerGrund 23.01.2018 14:56
    Highlight "Erdogan (...) droht offen damit, US-Soldaten anzugreifen." was die NATO wohl machen würde wenn sich die Mitglieder gegenseitig an den Hals gehen?
    111 3 Melden
    • K3tsch 23.01.2018 15:21
      Highlight Eine Auflösung dieses Konstrukts wäre wünschenswert.
      16 11 Melden
    • Snowy 23.01.2018 16:15
      Highlight Dasjenige Mitglied passiv unterstützen, welches potenter ist.
      6 0 Melden
    • äti 23.01.2018 16:49
      Highlight @k3, ich würde mir vorerst genau überlegen wie und was nach der Auflösung. Lange vor deren Auflösung.
      1 0 Melden
    • Alnothur 23.01.2018 18:44
      Highlight Nichts, weil dieser Konflikt nicht unter das Bündnis fällt, nehme ich an...
      3 0 Melden
  • Töfflifahrer 23.01.2018 14:55
    Highlight Die "Welt" wird leider gar nichts tun. Die USA werden sich zurückziehen und die Kurden den Türken überlassen.
    Dabei wird soeben die nächste Generation von "Terroristen" geboren. Die Überlebenden werde es der "Welt" dann entsprechend danken. Sicher nicht jetzt, aber in nicht all zu ferner Zukunft.
    203 1 Melden
    • Rumbel the Sumbel 23.01.2018 16:41
      Highlight Tun oder Nichtstun. Was Tun überhaupt die Türken dort?
      17 1 Melden
    • Radiochopf 23.01.2018 18:04
      Highlight Und in 10-20 Jahren soll dann die ganze Welt trauern wenn es in der USA einen Terroranschlag gibt.. war mit Al Quaida nicht anders.. aufgebaut gegen die Russen in Afghanistan, dann fallen gelassen und dann haben die sich bei den USA gerächt... solange man das diesen Terror Aufbau nicht kritisiert wird sich daran auch nichts ändern.... Erdogan hat man auch jahrelang Waffen geliefert und hat weggeschaut bis er jetzt grössenwahnsinnig geworden ist..
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    • axantas 23.01.2018 18:18
      Highlight ... und mischen wir uns ein, geht es für irgend eine andere „Gruppe“ schief und es war anmassend von uns und wir werden dann halt von denen mit Bomben terrorisiert.

      Dialog kannst du in sämtlichen Situationen vergessen. Diesen Terminus kennt man da nicht.
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Türkische Invasion in Syrien: Erdogans Geschenk an Assad

Die syrische Region Afrin blieb vom Krieg verschont, Wirtschaft und Verwaltung funktionieren. Trotzdem will der türkische Präsident Erdogan sie «befreien». Dahinter steckt wohl ein Deal mit Putin und Assad.

Der Olivenzweig gilt seit der Antike als ein Symbol des Friedens. Für Zehntausende Menschen im Grenzgebiet zwischen Syrien und der Türkei bedeutet er in diesen Tagen Krieg. Denn der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat seiner Militäroffensive gegen die kurdische YPG-Miliz in der Region Afrin ausgerechnet diesen Namen gegeben: «Operation Olivenzweig».

Seit knapp einer Woche beschiesst das türkische Militär die kurdische Enklave, am Wochenende begann …

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