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Der Erdstoss war auf dem türkischen Festland ebenso wie auf den griechischen Inseln Lesbos und Chios zu spüren. Bild: EPA/ANA-MPA

«So etwas habe ich noch nie erlebt»: Schweres Erdbeben erschüttert türkische Ägäisküste

12.06.17, 15:05 12.06.17, 17:34

Ein starkes Erdbeben hat die Westküste der Türkei und die griechischen Inseln in der Ägäis erschüttert. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte das Beben am Montag eine Stärke von 6,3.

Das Zentrum lag in der Ägäis zwischen der griechischen Insel Lesbos und der türkischen Küstenmetropole Izmir. Die Stösse waren noch in der rund 330 Kilometer entfernten türkischen Millionenmetropole Istanbul und in der etwa 300 Kilometer entfernten griechischen Hauptstadt Athen zu spüren.

Todesopfer wurden zunächst nicht gemeldet. Der Rettungsdienst der Insel Lesbos teilte aber mit, bei dem Seebeben seien vier Menschen leicht verletzt worden.

Auf Lesbos richtete das Beben ausserdem Schäden an. In der Region der Ortschaft Plomari im Süden der Insel wurde nach Angaben von Vize-Bürgermeister Manolis Armenakas der Glockenturm einer Kirche schwer beschädigt. Mehrere Häuser wiesen Risse auf.

Zudem gab es Erdrutsche, die zum Teil Strassen versperrten, wie der Lokalpolitiker weiter mitteilte. «Die Menschen sind fast alle auf die Strasse gerannt», berichteten Augenzeugen aus Lesbos im Fernsehen.

«So einen Stoss habe ich noch nie erlebt»

Der Gouverneur der türkischen Provinz Izmir, Erol Ayyildiz, sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, nach ersten Erkenntnissen gebe es weder Opfer noch Schäden zu beklagen. Das Hauptbeben ereignete sich vor der Küste des Bezirks Karaburun in der Provinz.

Bild: EPA/ANA-MPA

Bezirksbürgermeister Muhammet Özyüksel sagte dem Nachrichtensender CNN Türk, das Beben habe etwa 15 bis 20 Sekunden gedauert und sei sehr stark gewesen. «So einen Stoss habe ich noch nie erlebt. Ich habe gedacht, das Gebäude stürzt ein», sagte er mit Blick auf die Bezirksverwaltung.

CNN Türk berichtete, in Karaburun seien nach dem ersten Beben drei Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 4,9 verzeichnet worden. Auch an der türkischen Ägäis-Küste berichteten Augenzeugen, Menschen seien in Panik auf die Strassen gerannt.

Erdbebengebiet

Die türkische Katastrophenschutzbehörde Afad gab die Stärke des Hauptbebens am Montagnachmittag mit 6,2 an. Das Zentrum lag in der Ägäis zwischen der griechischen Insel Lesbos und der türkischen Küstenmetropole Izmir.

Im europäischen Raum kommen die meisten Erdbeben in Griechenland, den südlichen Teilen des Balkans sowie im Westen der Türkei vor. Auch Italien und der westliche Balkan sind besonders betroffen. Der grösste Teil der schweren europäischen Beben ereignet sich nahe den Rändern von Afrikanischer und Europäischer Platte. Dort kann es zu Spannungen kommen, die zu Beben führen. (sda/dpa)

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Brikne, 20.7.2017
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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DaBoong 12.06.2017 21:51
    Highlight Zuerst in Italien, jetz in der griechischen Ägäis. Entweder die Supercaldera unter dem Vesuv rumpelt oder die Amis kalibrieren ihr Geo-Engineering Ding das sich HAARP nennt... Anyway, we should put an eye on that...
    2 2 Melden
  • α Virginis 12.06.2017 16:13
    Highlight 6.3 ist schon ziehmlich krass... Habe selbst ein paar heftige Erdbeben erlebt auf meinen Reisen, aber 6.3 ist wirklich heftig. Hoffe, es gab nicht allzuviele Opfer.
    12 3 Melden
  • Asmodeus 12.06.2017 15:58
    Highlight Hat Erdogan schon jemanden gefunden der Schuld ist?
    43 20 Melden
    • Lowend 12.06.2017 16:19
      Highlight Gülen!

      Es kann nur Gülen gewesen sein, der die Erde erzittern liess!

      Wer etwas anderes behauptet, kommt lebenslänglich in den Knast!
      38 10 Melden
    • River 12.06.2017 16:52
      Highlight Das ist bestimmt eine Strafe an den Türken von ganz oben, weil es immer noch Kritiker an Erdi gibt
      19 5 Melden
    • HansDampf_CH 12.06.2017 16:56
      Highlight Ich glaube Gott oder Allah mag ihn auch nicht
      Den schnauzbart vom Bosporus
      7 6 Melden
    • α Virginis 12.06.2017 17:11
      Highlight Sry, aber ein solches Ereignis, welches mit Politik nichts, aber auch gar nichts zu tun hat, mit Erdogan, Gülen und was auch immer in Verbindung zu bringen finde ich schon sehr grenzwertig. Da kann ich echt nur sagen, es gibt Leute, die schlachten alles aus für ihre Propaganda, da gibt es keinen Unterschied zur SVP oder Konsorten. Denkt doch bitte nach...
      17 20 Melden
    • Asmodeus 12.06.2017 18:30
      Highlight @Virginis
      Jeder geht mit solchen News anders um.

      Manche machen, für manche geschmacklose, Witze. Andere sind sofort bestürzt und schreiben Mitleidsbekundungen ohne zu wissen ob es überhaupt nen Grund dafür gibt.

      Zum Zeitpunkt dieser News ist der Stand nämlich folgendermassen:

      "Todesopfer wurden zunächst nicht gemeldet. Der Rettungsdienst der Insel Lesbos teilte aber mit, bei dem Seebeben seien vier Menschen leicht verletzt worden"
      10 4 Melden
    • EvilBetty 12.06.2017 18:41
      Highlight Humor, kännsch?
      13 7 Melden
    • kupus@kombajn 12.06.2017 18:45
      Highlight @a Virgins: heute zum Lachen schon in den Keller gegangen?
      12 10 Melden

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