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Smoke billows from an area near the presidential palace, right, in Ankara, Turkey, Saturday, July 16, 2016. Forces loyal to Turkey's President Recep Tayyip Erdogan quashed a coup attempt in a night of explosions, air battles and gunfire that left dozens dead Saturday. Authorities arrested thousands of people as President Recep Tayyip Erdogan vowed those responsible

In der Nacht auf Samstag war in der Türkei die Hölle los, doch der Putschversuch ist gescheitert. Bild: Ali Unal/AP/KEYSTONE

5 Gründe, warum der Putsch gegen Erdogan gescheitert ist



Stundenlang hielt der Putschversuch in der Türkei die Welt in Atem. Teile der Streitkräfte wollten die Macht übernehmen, konnten aber die Regierung nicht stürzen. Warum?

Das Volk leistete Widerstand

Präsident Recep Tayyip Erdogan hat glühende Anhänger in der Türkei, die in Massen auf die Strasse zogen. Seit 2002 hat seine islamisch-konservative AKP jede Wahl gewonnen. Noch wichtiger: Erdogans Kritiker lehnten den Putschversuch ebenfalls ab. Drei Oppositionsparteien sitzen im Parlament, alle drei schlugen sich auf die Seite der Regierung. Auch die Polizei blieb der Regierung treu. Die Türken erinnern sich noch gut an den Putsch von 1980. Während der folgenden Militärdiktatur sassen Zehntausende im Gefängnis.

Das Militär war gespalten

Wenn die Putschisten gehofft hatten, dass sich ihnen grosse Teile der Armee anschliessen würden, ging die Rechnung nicht auf. Deshalb hatten sie wohl auch schlicht nicht genug Soldaten, um strategisch wichtige Orte zu besetzen und auch zu halten. Armeechef Hulusi Akar und andere hochrangige Militärs waren regierungstreu – ebenso die Piloten, die sich auf Befehl der Regierung in Kampfjets setzen, um von den Putschisten gekaperte Flugzeuge abzuschiessen.

(Nach der Bildstrecke folgt die Fortsetzung des Artikels)

Nach dem gescheiterten Putsch: Feststimmung in Istanbul

Die Putschisten konnten Erdogan nicht festsetzen

Der Präsident war in den Ferien an der türkischen Ägäis-Küste in Marmaris. Sein Hotel wurde nach Erdogans Angaben auch bombardiert – aber erst, nachdem er abgereist war.

Erdogan nutzte das Internet

Obwohl über Stunden unklar war, wo Erdogan steckte, konnte er sein Volk erreichen. Im Fernsehsender CNN Türk war er auf dem Bildschirm eines Smartphones zu sehen, das eine Moderatorin in die Kamera hielt. Per Facetime, einem Apple-Dienst für Videotelefonie, sprach er zum Land. Auch Twitter nutzte er, den Kurznachrichtendienst, den er vor gut zwei Jahren noch hatte blockieren wollen. Rasend schnell verbreiteten sich im Netz Bilder von Zivilisten, die sich den Putschisten entgegenstellten.

Die Weltgemeinschaft stellte sich hinter Erdogan

Ob Vereinte Nationen, NATO, EU, USA, Russland oder die deutsche Regierung, keine internationale Stimme von Weltrang hiess den versuchten Putsch gut – bei aller Kritik am türkischen Präsidenten und dessen autoritärem Führungsstil. Einstimmig mahnte die internationale Gemeinschaft, Blutvergiessen zu verhindern und die demokratische Grundordnung zu achten. (viw/sda/dpa)

Der Militärputsch in der Türkei in Bildern:

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MadPad 17.07.2016 15:06
    Highlight Highlight 20Minuten und Watson haben genau (1:1) den gleichen Artikel ? Habt ihr den beide eingekauft oder wer schreibt den wem ab?
    User Image
    • WStern 17.07.2016 15:13
      Highlight Highlight @MadPad: Es handelt sich um einen Artikel der Schweizerischen Depeschenagentur sda. Alle grossen Schweizer Zeitungstitel stützen sich bei ihrer Berichterstattung auf die Dienste der Nachrichtenagenturen.
  • DonPedro 17.07.2016 13:04
    Highlight Highlight Die fünf angeführten Misserfolgsgründe sind auch geschichtlich gesehen völlig richtig.
    Einer fehlt, denke ich, noch!
    Die eigene hundert prozentige, fast fanatische Überzeugung, dass der Putsch gelingt! Jegliche Zweifel am eigenen Erfolg sind kontraproduktiv!
  • FrancoL 17.07.2016 12:07
    Highlight Highlight Die 5 Gründe ändern nichts an der Tatsache dass der Putsch extrem dilettantisch ausgeführt wurde. Die Gründe haben praktisch nichts mit den in der Anfangsphase wichtigen Prinzipien für einen erfolgreichen Putsch zu tun.
    Wenn man allerdings einen so lauwarmen Putsch sieht dann geht man wohl sehr schnell auf die Strasse. Strategisch wurde da nicht viel geleistet, schon alleine dass man Erdogan nicht festsetzen konnte ist doch für eine militärische Einheit doch alles andere als nachvollziehbar.
    Ich denke das war nur ein halbherziger Putsch, eventuell kein Fake aber so was ähnliches.
  • Pianovilla 17.07.2016 10:05
    Highlight Highlight Das war inszeniert; ein Inside Job. Die türkische Armee gehört zu den besten und ist in der Nato. Dann besetzen sie mit zwei Panzern zwei Brücken und mit gut zehn Mann einen Fernsehsender?
    Da wurden völlig unschuldige und unerfahrene Soldaten verheizt.
    Indem man die Bevölkerung die "Putschisten" (Soldaten, idR taktisch ausgebildet und bewaffnet) überwältigen lässt, hat man das Volk komplett in der Tasche. Denn es hat ja sogar einen Militärputsch gegen den tollen, geliebten Präsidenten beendet. Und die Lakaien in Berlin, Paris und Washington klatschen auch noch zu dieser Posse.
    Mega Fake!!!
  • Deville 17.07.2016 09:19
    Highlight Highlight 6. Der Coup war inszeniert.
    Das behauptet Gülen, völlig unplausibel erscheint mir das in Anbetracht der Ausführung nicht.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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