International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

«Terrorpropaganda»: Online-Chef von «Cumhuriyet» zu drei Jahren Haft verurteilt

21.11.17, 12:12

Ein Istanbuler Gericht hat den Online-Chef der regierungskritischen Zeitung «Cumhuriyet» wegen «Terrorpropaganda» zu drei Jahren und einem Monat Haft verurteilt.

Oguz Güven sei schuldig befunden worden, für die verbotene Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen «Terrorpropaganda» betrieben zu haben, meldete «Cumhuriyet» am Dienstag. Zudem soll er die Methoden der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans PKK «legitimiert» haben.

Absurde Vorwürfe

Die traditionsreiche Zeitung, die zu den schärfsten Kritikern der Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan gehört, weist die Vorwürfe als absurd zurück und beschuldigt die Justiz, eine der letzten unabhängigen Stimmen des Landes zum Schweigen bringen zu wollen.

Die Gülen-Bewegung wird in der Türkei für den gescheiterten Militärputsch von Juli 2016 verantwortlich gemacht. Ebenso wie die PKK-Guerilla ist sie als Terrororganisation gelistet. Güven war im April wegen einer Meldung zum Unfalltod eines Staatsanwalts festgenommen worden, der nach dem Putschversuch das Vorgehen gegen mutmassliche Gülen-Mitglieder geleitet hatte.

155 Journalisten hinter Gittern

Güven war im Mai für die Dauer des Prozesses auf freien Fuss gesetzt worden. Ihm drohten zehn Jahre Haft. In Istanbul sind derzeit auch weitere Mitarbeiter von «Cumhuriyet» unter Vorwürfen der «Propaganda» und der «Unterstützung von Terrororganisationen» angeklagt, darunter der Herausgeber, der Chefredaktor, ein Investigativreporter und mehrere Kolumnisten des Blatts.

In der Türkei sitzen derzeit laut der Plattform für Pressefreiheit P24 155 Journalisten hinter Gittern. (whr/sda/afp)

Bei Anruf Erdogan – Bizarres Vorgehen in der Türkei

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Trump gräbt Nordkorea eine Atom-Grube und fällt nun selbst hinein

Diese 9 Influencer-Fails beweisen, wie «real» Instagram ist – nämlich gar nicht

Dieser kleine Trick hat mich von meiner Handy-Sucht befreit

Die Rebellion der ungefickten Männer kommt aus dem Internet! Ein Experte erklärt «Incel»

Der grosse Lohn-Check: So viel verdient die Schweizer Bevölkerung

«Die Angriffe sind real» – Experten warnen vor «unrettbar kaputter» E-Mail-Verschlüsselung

Der Bikini-Trend, auf den wirklich niemand gewartet hat: Nude

21 Markenlogos, in denen sich geheime Botschaften verstecken

Wie viele Menschen erträgt die Erde?

Französin wählt wegen Schmerzen den Notruf und wird ausgelacht – wenig später ist sie tot

Dieses Rätsel wurde für Superhirne mit IQ 131 oder mehr entworfen? Schaffst dus trotzdem?

Oben ohne auf der Rückbank – 8 Taxifahrer erzählen ihre absurdesten Erlebnisse

Stell dir vor, es ist Masseneinbürgerung und keiner geht hin (ausser ein paar Italiener)

Ach Tagi, was ist aus dir geworden? (K)eine Liebeserklärung zum Jubiläum

Da kocht das Blut, da blüht die Rose in der Hose ... Unsere Basler Bachelorette mal wieder

«Tote Mädchen lügen nicht» kommt wieder – wie gefährlich ist die Serie wirklich?

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Linus Luchs 21.11.2017 12:41
    Highlight ...
    5 3 Melden

Lieber Herr Botschafter in den USA: Wie ist es denn so mit Trump?

Der Schweizer Botschafter in den USA sagt, wie Donald Trump seinen Job verändert hat – und inwiefern die USA noch immer ein Vorbild sind.

Es herrschen hochsommerliche Temperaturen in Washington – und auch in der Schweizer Botschaft: Die Klimaanlage funktioniere gerade nicht, sagt Martin Dahinden, als wir ihn in seinem Büro zum Interview treffen, das dann ziemlich schweisstreibend wird.

Seit vier Jahren vertritt er die Schweiz in der Hauptstadt der USA. Normalerweise ziehen Botschafter nach dieser Zeit weiter, doch der 63-Jährige bleibt länger, bis zu seiner Pensionierung in der zweiten Jahreshälfte 2019. Dahinden ist kein …

Artikel lesen