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Selbstmordattentäter töten in der Südosttürkei mehrere Polizisten



Im südosttürkischen Gaziantep haben sich am Sonntag mehrere Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Offenbar wollten sie einer Festnahme durch Sicherheitskräfte entgehen. Der Gouverneur vermutete die Terrormiliz «Islamischer Staat» dahinter.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, zündeten die Verdächtigen ihren Sprengstoff während einer Razzia der türkischen Polizei in der Stadt nahe der syrischen Grenze. Dabei starben drei Polizisten.

Police forensic experts examine an apartment after a blast in the southeastern city of Gaziantep, Turkey, October 16, 2016. REUTERS/Umit Bektas

Die Polizei am Tatort.  Bild: UMIT BEKTAS/REUTERS

Acht Menschen seien verletzt worden, darunter vier Syrer, meldete der Sender CNN Türk am Sonntag unter Berufung auf den Gouverneur. Mehrere Menschen seien festgenommen worden.

Provinzgouverneur Ali Yerlikaya sagte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, die Behörden hätten zuvor den Hinweis erhalten, dass sich in einem Haus im Stadtteil Sahinbey das Versteck einer Zelle der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») befinde. Es habe zudem Informationen gegeben, der «IS» plane einen Anschlag auf einen Kulturverein der Religionsgemeinschaft der Aleviten in Gaziantep.

epa05587767 Turkish police, members of an anti-terror unit and rescue services gather near the scene of a raid against suspected members of the so-called 'Islamaic State' (IS), in Gaziantep, Turkey, 16 October 2016. According to local media reports three Turkish police officers were killed and 3 police died and at least eight other people, including four Syrians, were injured when a suspected IS member blew himself up during a police raid. Security agents reportedly had surrounded the building and were trying to enter it when the explosion occured.  EPA/STR

Die Gegend wurde weiträumig abgesperrt. Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Unklar blieb dennoch, zu welcher Gruppe die festgenommenen Verdächtigen gehörten und weshalb die Durchsuchung stattfand. Im August waren bei einem Anschlag auf eine kurdische Hochzeit in Gaziantep mehr als 50 Menschen getötet worden.

Der Attentäter hatte nach Angaben von Ankara Verbindungen zur «IS»-Terrormiliz. Nach ersten Erkenntnissen war der Anschlag damals von einem Kind zwischen 12 und 14 Jahren verübt worden. Die Identität ist nach wie vor nicht bekannt.

In der südosttürkischen Provinz Hakkari im Dreiländereck zum Irak und dem Iran wurde am Sonntag zudem ein Soldat durch einen Sprengsatz getötet. Laut der Nachrichtenagentur DHA steht die in der Türkei verbotene Arbeiterpartei Kurdistans PKK hinter dem Anschlag. (sda/afp/dpa)

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