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Trauernde legen Blumen ab für die Opfer des Bombenanschlags beim Besiktas-Fussballstadion in Istanbul am 10. Dezember.  Bild: Emrah Gurel/AP/KEYSTONE

Zahl der Toten in Istanbul steigt auf 44 – Türkei greift PKK-Stellungen im Irak an

12.12.16, 10:19 12.12.16, 11:30

Nach dem Doppelanschlag von Istanbul ist die Zahl der Toten auf 44 gestiegen. Darunter seien 36 Polizisten und 8 Zivilisten, teilte Gesundheitsminister Recep Akdag am Montag mit. Ob die Zahl den Selbstmordattentäter beinhaltet, liess der Minister offen.

Nach Angaben des türkischen Innenministeriums war am Samstag am Fussballstadion des Spitzenvereins Besiktas eine Autobombe gegen Polizisten gezündet worden, ein zweiter Anschlag wurde demnach von einem Selbstmordattentäter verübt. Zu den Anschlägen hat sich die TAK, eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, bekannt.

Der Galaturm in Istanbul wurde zu Ehren der Opfer mit der türkischen Flagge beleuchtet.  Bild: MURAD SEZER/REUTERS

Europäische Diplomaten legten unterdessen gemeinsam mit dem Bürgermeister von Besiktas Blumen am Anschlagsort nieder. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte dem Westen immer wieder vorgeworfen, die PKK zu unterstützen.

Dutzende HDP-Vertreter festgenommen

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu kündigte am Montag erneut einen entschlossenen Kampf gegen den Terror an. Aufgabe der Regierung sei es, «Terrororganisationen» und ihre «Marionetten» aus der Region «für immer zu eliminieren», sagte er.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag meldete, wurden bei landesweiten Einsätzen 118 Vertreter der prokurdischen Demokratischen Partei der Völker (HDP) festgenommen, darunter die HDP-Chefs in Istanbul und Ankara. Den Verdächtigen werden demnach Verbindungen zur PKK zur Last gelegt.

Die türkischen Sicherheitskräfte gehen bereits seit dem gescheiterten Militärputsch im Juli hart gegen kurdische Oppositionspolitiker vor. Unter anderem wurden die beiden Ko-Vorsitzenden der HDP festgenommen. Zudem wurden dutzende prokurdische Bürgermeister im Südosten des Landes festgenommen.

PKK-Stellungen im Irak angegriffen

Auch militärisch reagierte die Türkei auf die Anschläge in Istanbul. Wie die türkischen Streitkräfte laut Anadolu am Montag mitteilten, bombardierte die türkische Luftwaffe Stellungen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Nordirak.

Kampfflugzeuge hätten am Sonntagabend das Hauptquartier der kurdischen Rebellen in der nordirakischen Region Sap sowie nahegelegene Bunker und Geschützstellungen zerstört. Die PKK hat seit Jahren ihr Hauptquartier in den Kandil-Bergen im Nordirak und sieht sie sich immer wieder Angriffen der türkischen Luftwaffe ausgesetzt.

(gin/sda/afp/dpa)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sven_meye 12.12.2016 19:53
    Highlight Wir würden besser die Kurden unterstützen! Sie kämpfen wenigstens gegen den IS, statt mit ihm zu kollaborieren, wie die Türkei. Gebt ihnen endlich das Land, das ihnen zusteht. Die Türkei braucht sich über solche Angriffe nicht zu wundern, denn sie sind hier die Terroristen! Macht keine Ferien mehr in einem solchen Verbrecherstaat.
    2 1 Melden
  • reaper54 12.12.2016 10:41
    Highlight Kein Internationaler Aufschrei, wenn der Wahnsinnige Stellungen einer anderen Gruppierung derselben ethnischen Minderheit in einem anderen Land bombardiert? Beukottiert die Türkei solange bis diser Wahnsinnige weg ist!
    23 1 Melden
    • okey 12.12.2016 11:50
      Highlight Es gibt auch kein internationalrt Aufschrei wenn unschuldige Zivilisten durch Kurdische Teroristen in die Luft gespregnt werden.
      Fakt ist uns intressiert es einen scheiss solange es keine Flüchtlinge gibt und unsere Rüstungsfirmen daran verdienen.
      Ein Boykott hilft leider auch rein garnichts ausser das die ganze Lage noch schlimmer wird.
      Die Lösung wäre das die Teroristen auf den Wahnsinigen losgehen nicht auf unschuldige Menschen.
      7 7 Melden

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